Ein buddhistisches Sprichwort meint: “Es wird im Gehen gelöst”. In der Bibel ist nachzulesen: “Und Jesus ging auf einen Berg.” Das ganz einfache und bewusste Gehen über weite Strecken ermöglicht Erlebnisse, die Spiegelbild unseres Lebens sind:
› Wo liegt unser Ziel?
› Was nehmen wir mit?
› Wie gehen wir mit Schwierigkeiten um?
Die Natur ist die beste Therapeutin. Sie kommt uns jeder Minute und mit jedem Schritt entgegen. Naturbilder sind im Gegensatz zu technischen und digitalen Bildern “warmherzige Begegnungen”. Schon das Erzählen von solchen Erfahrungen (Vorträge vom Assisi-Gehen 2009, der Österreichdurchquerung 2004 oder New Orleans 2011) lässt Menschen durchatmen und die Sehnsucht nach dieser Bewegung erwachen. Gelassenheit ist die Folge. Nicht ich baue das Leben, sondern das Leben kommt mir entgegen. Für Pilgerinnen und Pilger wird das im Laufe des Weges immer klarer.  Das Leben ist ein Geschenk, das Geschenk Gottes an mich, an uns. Glück, Erfüllung und Dankbarkeit sind die Folge. Dankbarkeit bleibt.

In meinem Buch „Mein Weg nach Assisi beschreibe ich diese Erkenntnisse. In meinen Vorträgen zum Weg nach Assisi ist es mir bisher immer gelungen, die Menschen für das WEITGEHEN zu begeistern. Bergwochen, Stadtpilgern, Vagabund in New Orleans oder Das Ziel lag nicht am Weg sind nur einige der Erfahrungsfelder, aus denen ich schöpfe und andere immer gerne daran teilnehmen lasse. 2015 bin ich erstmals mit einer größeren Pilgergruppe den Barbaraweg in der Slowakei gegangen.

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Das Assisi-Buch „Mein Weg nach Assisiist im Dezember 2009 erschienen und im Verlag Edition Geschichte und Heimat erhältlich, 2. Auflage 2010. (geschichte-heimat@aon.at )

Auf dem Buch-Cover ist zu lesen

In Erzählungen und mit Bildern vom 52-tägigen Pilgern nach Assisi
schildert Ferdinand Kaineder, was man erlebt und worauf es ankommt,
wenn man über eine so lange Zeit und an die 1400 km zu
Fuss unterwegs ist.
Gerade dieses weit_GEHEN stellt dem Menschen das Leben ganz
neu vor die Augen. Das Gehen, die Begegnungen, die Grenzerfahrungen,
das Alleinsein, das große Ziel Assisi prägen eine neue
Lebenssicht und lassen erahnen und erfahren, worauf es im Leben
wirklich ankommt.

Der Verleger Franz Steinmassl schreibt

Ferdinand Kaineders Gehen nach Assisi war nicht bloß eine spontane
Reaktion auf seine überraschende Entpflichtung als Kommunikationschef
der Diözese Linz, und schon gar keine unkonventionelle Verwertung seines
angefallenen Zeitguthabens. Sie war eine zutiefst spirituelle Antwort
auf die Nöte einer Kirche, die akut in Gefahr ist, sich in sich selbst
zu verrennen und die Rückbindung an ihren Stifter zu verlieren.
Kaineders Weg nach Assisi, über 52 Tage und 1400 Kilometer, ist der Weg
zu Franziskus, der genau diese Rückbindung an den Jesus der Evangelien
zu seinem Lebensprogramm gemacht hat.

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IN DIE NÄHE GOTTES GEHEN
http://www.pilgerpfad.at

Gehe dein Leben. Es ist von Gott geschenkt. Erlebe schöne Gespräche und spirituelle Erfahrungen mit den sieben Sakramenten der Katholischen Kirche auf deinem pilger_Pfad. Ein Christ, eine Christin kann vertiefen, andere besser verstehen.
Pilgern ist immer ein Weitergehen, wohl aber ein Innehalten. Die sieben markanten Punkte – Taufe, Versöhnung, Firmung, Eucharistie, Ehe, Weihe, Krankensalbung – signalisieren dem Besucher und der Besucherin, dass er und sie mit seiner Wanderung „in die Nähe Gottes geht“. Diese sieben Orte der Einkehr und Besinnung laden ein zum Verweilen und zum Innehalten, zum vertiefenden Gespräch und zum Schauen „nach innen“.
Ein spirituelles Staunen lässt den heute oft getriebenen Menschen aufatmen und auftanken. Neue Ideen, persönliche Gespräche werden oft ein Stück neues Leben.
(Konzept und inhaltiche Gestaltung 2008)

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Konzept der 12 Stationen am JOHANNESWEG auf der Mühlviertler Alm

Der Johannesweg ist einzigartig in Österreich und bedeutet eine besondere touristische Attraktion. Der Pilgerweg kann in 3 oder 4 Tagesetappen erwandert werden. Die zwölf Stationen führen den Pilger in Richtung Menschlichkeit. Wer den Johannesweg geht, findet zu sich selbst, kommt zu sich selbst zurück. Die zwölf Impulse basieren auf medizinischen Erkenntnissen. Die Stämme deuten die Außen- und Innenhaut des Menschen an. Die Botschaften liegen an der Innenseite des Lebens. Sie sollen dem Pilger, der Pilgerin Kraft geben.

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Weiters durfte ich als Partner, Ermutiger in der Entstehung und Multiplikator der Idee des Barbaraweges in der Slowakei den Weg erstmals mit einer Gruppe von 29 Pilgerinnen und Pilgern 2015 begehen.