Die Frage nach dem Menschen beinhaltet immer die Frage nach Gott. Gott „fragt“ nach dem Menschen. Der Mensch sucht den Menschen. So begegnen einander der Philosoph und der Theologe.

Der Mensch braucht WERTE, um sich anhhalten zu können.

Der Mensch braucht ALLTAGSRITUALE, um diesen Alltag zu bewältigen, zu ordnen und zu feiern.

Der Mensch braucht SOLIDARITÄT, um nicht in der Einsamkeit der Individualität zu vertrocknen.

Der Mensch trägt VERANTWORTUNG für sein Leben, sein Tun und sein Denken. Die Erinnerung an diese ganz persönliche Verantwortung ist Hauptaufgabe der Religionen. Das Gehalten-Sein in einem größeren Ganzen die Zusage.

Eine Gemeinschaft von Gottsuchenden ist nie Selbstzweck. Es geht nicht um die Kirche. Es geht um den Sinn suchenden Menschen und den entgegenkommenden Gott. Gerechtigkeit macht sich dort breit, wo der Mensch das WIR, im WIR lebt. Gemeinschaft auf Augenhöhe kann werden und tragen. Gott findet Platz. Jesus lehrt, zeigt und ist die Mitte. Ein neuer Geist erfasst alles – auch den Menschen.

Das ist meine Hoffnung als Mensch, als Christ, als Theologe.