{"id":10133,"date":"2021-05-20T09:04:32","date_gmt":"2021-05-20T08:04:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/?p=10133"},"modified":"2021-05-20T09:10:46","modified_gmt":"2021-05-20T08:10:46","slug":"epochale-faehigkeiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/epochale-faehigkeiten\/","title":{"rendered":"Epochale F\u00e4higkeiten"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Baum-am-Stein-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-10138\" src=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Baum-am-Stein-300x195.jpg\" alt=\"Baum am Stein\" width=\"300\" height=\"195\" srcset=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Baum-am-Stein-300x195.jpg 300w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Baum-am-Stein-1024x667.jpg 1024w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Baum-am-Stein-150x98.jpg 150w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Baum-am-Stein-768x500.jpg 768w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Baum-am-Stein-1536x1001.jpg 1536w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Baum-am-Stein-2048x1334.jpg 2048w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Baum-am-Stein-750x489.jpg 750w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Kaum jemand, der Papst Franziskus und seine Einsch\u00e4tzungen nicht kennt:\u00a0 &#8222;Wir leben nicht in einer \u00c4ra des Wandels, sondern erleben einen Wandel der \u00c4ra.&#8220; Das Wort &#8222;Game Changer&#8220; h\u00f6ren wir ebenfalls in diesen Tagen. Das bedeutet, dass sich nicht nur einzelne Spielz\u00fcge \u00e4ndern, sondern das Spiel selbst getauscht wird. Tarock statt Schnapskarten, Badminton statt Fussball, Schwimmen statt Schifahren. Das verlangt epochale F\u00e4higkeiten.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.zulehner.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Paul M. Zulehner<\/a> genie\u00dft die neuen M\u00f6glichkeiten, via digitaler Medien sein Wissen, seine Zahlen aus den Befragungen und seine Einsch\u00e4tzungen zu teilen. Gestern waren wir auf Zoom mit ihm zusammen. Die Nachwirkungen von Covid war einer der beiden Themenbereiche, die wir er\u00f6rtert haben. &#8222;Was wird die Zeit nach Covid oder im Nachlauf mit Covid brauchen?&#8220;, war unser leitendes Interesse. Schon die Einsch\u00e4tzung, dass die Covid-Pandemie im Vergleich zur Klimakrise einen kleine Erscheinung gewesen sein wird, hat den Fragen nach der Zukunft nochmals eines draufgesetzt. Es wird auf unserem Gang in die Zukunft in jedem Fall &#8222;epochale F\u00e4higkeiten&#8220; brauchen, um mit den Herausforderungen umgehen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<h3>F\u00fcnf Ans\u00e4tze f\u00fcr eine Wandel<\/h3>\n<p><em>&#8222;Die Weltgemeinschaft braucht Br\u00fcckenbauer.&#8220;<\/em> Pontifex wird der Papst genannt. Gerade dieser Papst Franziskus ist mit besonderen &#8222;pontifikalen F\u00e4higkeiten&#8220; ausgestattet. Es braucht Menschen, die breit, auf vielf\u00e4ltige Art und in einer weiten Diversit\u00e4t &#8222;runde Tische&#8220; beleben und moderieren k\u00f6nnen. <a href=\"https:\/\/www.herder.de\/religion-spiritualitaet-shop\/anpacken%2C-nicht-einpacken!-gebundene-ausgabe\/c-38\/p-19150\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">In meinem Buch<\/a> spreche ich \u00f6fters von einer &#8222;synaptischen Spiritualit\u00e4t&#8220; und dem &#8222;elliptischen Denken und Handeln&#8220;. Es braucht Br\u00fccken untereinander, die unterschiedlichste Sichtweisen auf Augenh\u00f6he zusammenf\u00fchren. Mauern, Z\u00e4une, Befestigungsanlagen und Zement gibt es mehr als genug. Zu kristallin ist das Leben geworden, fluider muss es wieder werden, und verb\u00fcndeter.<br \/>\n<em>&#8222;Es geht um die Kunst des Balancierens.&#8220;<\/em> Gemeint ist\u00a0 eine positive &#8222;Unsicherheit&#8220;, ein Wackeln und manchmal auch ein St\u00fcrzen. Das Fragment ist nicht defizit\u00e4r zu sehen, sondern sucht das Ganze, das Wir. <a href=\"https:\/\/online-kongress.wandel-mit-spirit.vision\/termine\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&#8222;Vom Ich zum Wir&#8220;<\/a> ist die Sehnsucht \u00fcber die immer gr\u00f6\u00dfer werdenden Gr\u00e4ben unserer Gesellschaft.<br \/>\n<em>&#8222;Es kommt eine neue soziale Frage auf uns zu.&#8220;<\/em> Gewinner und Verlierer r\u00fccken weiter auseinander, bisweilen verschwinden sie aus dem jeweiligen Blickfeld. Auf der Oberfl\u00e4che der Weltkugel wird der &#8222;Turbo- und Katastrophen-Kapitalismus&#8220; fl\u00e4chendeckend installiert, vor allem gegen bew\u00e4hrte &#8222;Konnektive&#8220; wie Dorfgemeinschaften, Gewerkschaften und soziale NGO&#8217;s. Das erste Testament kennt die Verirrungen Richtung &#8222;goldenes Kalb&#8220; und dem &#8222;Mammon&#8220;. Der Kaptialismus mit seinem &#8222;monetarisierten Fokus&#8220; (Alles Markt, alles Geld) treibt mit dem Keil der diesbez\u00fcglich Erfolgreichen die Menschen ins Misstrauen und auseinander. Solidarische \u00d6konomie, die dem Prinzip eines sozial-\u00f6kologisch-spirituellen Menschen- und Weltbildes folgt, f\u00fchrt leider ein k\u00fcmmerliches Dasein, wird maximal f\u00fcr &#8222;Sehnsuchts-Werbe-Suijets&#8220; propagiert. Ansonsten muss sich alles rechnen, vergr\u00f6\u00dfern, wachsen, ausbreiten. Genau da ist es nicht mehr weit bis zum &#8222;<a href=\"https:\/\/www.residenzverlag.com\/buch\/der-uberflussige-mensch\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00fcberfl\u00fcssigen Menschen<\/a>&#8220; (Ilija Trojanow).<br \/>\n<em>&#8222;Die \u00d6kologisierung der \u00d6konomie ist eine Herkulesaufgabe.&#8220;<\/em> Wir sehen das. Zuerst die \u00d6kologie im Sinne von #LaudatoSi einschlagen und dann weiterkonstruieren. So w\u00e4re die Reihenfolge, das &#8222;Game Changing&#8220;, das neue &#8222;Hochfahren&#8220;. Nicht das Alte zuerst wieder voll anlaufen lassen und dann &#8222;Change&#8220; rufen. Beispiel: Wenn das Auto einmal f\u00e4hrt, ist die Entscheidung gegen das Fahrrad oder die \u00d6ffis bereits gefallen.<br \/>\n<em>&#8222;Auch Gott verschwand im Lockdown.&#8220;<\/em> Dieser Bereich interessiert &#8222;kirchenaffine Personen&#8220; mehr als andere. Zulehner best\u00e4tigt, dass seine Umfragen zeigen, &#8222;dass nach der Pandemie 63 % weniger Leute in die Kirche gehen werden&#8220;. Die sogenannten &#8222;Sofa-Christen&#8220; haben sich &#8222;digital eingerichtet&#8220;. Bei den Streaming-Gottesdiensten sind die Akteure mehr im Bild, also der Klerus. Deshalb bef\u00fcrchten viele, die digitalen Formen werfen uns in die &#8222;klerikale Kirche zur\u00fcck&#8220;. Andererseits sind auf digitaler Ebene ganz neue Verb\u00fcndungen entstanden. Zulehner sieht eine &#8222;grasrootreform&#8220;, die mit der etablierten Kirchenstruktur wenig bis gar nichts zu tun hat. Die Menschen tun, &#8222;was Sinn der Kirche ist, n\u00e4mlich sich der Jesusbewegung anschlie\u00dfen, den Gr\u00fcnderideen nachzugehen und Netzwerke der Gastfreundschaft, der Herbergen zu kn\u00fcpfen&#8220;. Gott war im Lockdown da, aber viele haben ihn in den ihnen gewohnten Erscheinungsformen nicht mehr gesehen. Er, sie wurde ihnen fremd. Eine Chance f\u00fcr eine neue &#8222;Gottsuche&#8220; tut sich auf. Wir stehen am Tor in die Zukunft. In jeder Hinsicht.<br \/>\nBedenke Mensch: Der Baum w\u00e4chst auch am Stein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kaum jemand, der Papst Franziskus und seine Einsch\u00e4tzungen nicht kennt:\u00a0 &#8222;Wir leben nicht in einer \u00c4ra des Wandels, sondern erleben einen Wandel der \u00c4ra.&#8220; Das Wort &#8222;Game Changer&#8220; h\u00f6ren wir ebenfalls in diesen Tagen. Das bedeutet, dass sich nicht nur einzelne Spielz\u00fcge \u00e4ndern, sondern das Spiel selbst getauscht wird. 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