{"id":10473,"date":"2021-12-17T18:47:27","date_gmt":"2021-12-17T17:47:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/?p=10473"},"modified":"2021-12-17T19:18:05","modified_gmt":"2021-12-17T18:18:05","slug":"breite-solidaritaet-und-tiefer-zusammenhalt-sind-konstitutiv-christliche-lebensvollzuege","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/breite-solidaritaet-und-tiefer-zusammenhalt-sind-konstitutiv-christliche-lebensvollzuege\/","title":{"rendered":"Breite Solidarit\u00e4t und tiefer Zusammenhalt sind konstitutiv christliche Lebensvollz\u00fcge"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/8_IMG_9047-Kopie.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-10476\" src=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/8_IMG_9047-Kopie-300x219.jpg\" alt=\"gemeinsam pilgern\" width=\"300\" height=\"219\" srcset=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/8_IMG_9047-Kopie-300x219.jpg 300w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/8_IMG_9047-Kopie-150x110.jpg 150w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/8_IMG_9047-Kopie-768x561.jpg 768w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/8_IMG_9047-Kopie-750x548.jpg 750w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/8_IMG_9047-Kopie.jpg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Die Adventzeit m\u00fcndet nach dem von der UNO ausgerufenen <strong>Tag der Solidarit\u00e4t<\/strong> am 20. Dezember in das &#8222;Finale&#8220;. Die eigentliche Weihnachtszeit beginnt mit dem Fest der Geburt Jesu drau\u00dfen im Stall von Bethlehem. Das hat uns als Katholische Aktion \u00d6sterreich ermutigt, an die Solidarit\u00e4tskraft des christlichen Glaubens und an das barrierefrei Zugeh\u00f6rigkeitsangebot im vielf\u00e4ltigen Netz der KA-Gliederungen und Bewegungen zu erinnern.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>\u201eDie Sehnsucht jedes Menschen begr\u00fcndet im Grunde drei individuelle und verbindende Bed\u00fcrfnisfl\u00e4chen. Erstens braucht der Mensch Anerkennung und Wertsch\u00e4tzung. Zweitens sind eine sinnvolle T\u00e4tigkeit und lebendige Rituale f\u00fcr den Menschen sinnstiftend. Und drittens \u2013 nicht zuletzt \u2013 braucht der Mensch eine tiefe Zugeh\u00f6rigkeit und eine breite Solidarit\u00e4t, die sich barrierefrei darstellt und wirklich alle Menschen meint und mitnimmt in Richtung gutes Leben f\u00fcr alle.\u201c Der KA-Pr\u00e4sident Ferdinand Kaineder hat bei dieser Aussage die vielen Gruppen, Initiativen und Aktivit\u00e4ten im Netzwerk der Katholischen Aktion \u201eim Blick und sieht sie am Werk\u201c. Beispielsweise sind die Jungschargruppen in den Pfarren \u00d6sterreichs dabei, sich auf das Sternsingen der Dreik\u00f6nigsaktion in Solidarit\u00e4t mit brasilianischen Initiativen vorzubereiten. Die M\u00e4nnergruppen haben im Advent ihre Aktion Sei so frei in Solidarit\u00e4t mit Afrika durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<h3><strong>Solidarit\u00e4t ist Kernwert kirchlicher Arbeit<\/strong><\/h3>\n<p>Gemeinschaftlich leben gibt Halt und geh\u00f6rt zu den Grundvollz\u00fcgen des christlich gepr\u00e4gten Lebens. Kaineder wei\u00df als Kommunikationslotse und Autor, dass diesem Handeln aus Solidarit\u00e4t heute besondere Kr\u00e4fte entgegenwirken: \u201eAls Feinde des Zusammenhaltes und der Solidarit\u00e4t stellen sich die derzeit \u00fcberall voranschreitende, entgrenzende Liberalisierung, der Wettbewerb durch alle Lebensbereiche und die Konkurrenz unter dem Immer-noch billiger heraus. Genau das ist zu einer Art Ersatzreligion geworden. Besser, schneller, h\u00e4rter. Das untersp\u00fclt t\u00e4glich den Kernwert kirchlicher Arbeit: Solidarit\u00e4t. Auch wenn wir als kirchliche Gruppen und Einrichtungen Teile der Gesellschaft beleben, so treffen beispielsweise diese Faktoren genauso die Gewerkschaften und alle Solidarverb\u00e4nde.\u201c Es braucht einen neuen Fokus: \u201eDas Gemeinwohl, die Idee der Commons, das Gemeinschaftliche und das Gemeinn\u00fctzige muss wieder mehr in den Mittelpunkt r\u00fccken.\u201c Gerade in christlichen Milieus sind viele Alternativen zum Profit- und Eigennutzenwirtschaften zu finden.<br \/>\nDenn: Nicht erst mit der Covid-Pandemie wurde klar, dass die Bildung von Gemeinschaften und Zusammengeh\u00f6rigkeit in Kinder-, Jugend-, Frauen-, M\u00e4nner-, Familien- oder Arbeiter:innengruppen einem dauernden Wandel unterliegt.<\/p>\n<h3><strong>Die Kehrseite der Digitalisierung nicht \u00fcbersehen<\/strong><\/h3>\n<p>Auch im Zuge der Digitalisierung werden \u201eg\u00e4ngige Wirklichkeiten informatisiert und kurzlebiger\u201c. Die Schnelligkeit und Komplexit\u00e4t des individuellen Alltags erm\u00f6glichen zwar viele Kontakte, aber nicht diese tiefe und tragende Verbundenheit. Gereiztheit hat Gelassenheit abgel\u00f6st. Informationen erstetzen Wirklichkeiten, Meinungen Tatsachen. Bisher stabil geglaubte Institutionen kommen immer mehr ins Wanken und \u00fcberall stellt sich die Frage nach der Identit\u00e4t neu: Wer sind wir? Und: Wo geh\u00f6re ich dazu, m\u00f6chte ich dazu geh\u00f6ren? \u201eMenschen sind auf der Suche nach Zugeh\u00f6rigkeit und mehr als 60% (IMAS-Umfrage) f\u00fchlt sich dabei orientierungslos. Gerade die weltoffenen und vielf\u00e4ltig engagierten Gruppen in der KA-Welt sind offen f\u00fcr diese Menschen auf der Suche.\u201c<\/p>\n<h3><strong>Weihnachten offenbart Solidarkraft <\/strong><\/h3>\n<p>Gerade die Geschichte Jesu ist ein einziger Fingerzeig in Richtung Solidarit\u00e4t. Wenn die UNO mit ihrem Tag der Solidarit\u00e4t aus gesellschaftlichen, humanistischen Gr\u00fcnden auf den Wert der Solidarit\u00e4t pocht, so gehen christlich gepr\u00e4gte Menschen, die sich in der Jesusbewegung daheim sehen, in dieselbe Richtung: \u201eJesus wurde in seiner g\u00f6ttlichen Menschwerdung durch unsolidarisches Verhalten hinausgesp\u00fclt in den Stall der Hirten, die ihm Solidarit\u00e4t schenkten. Jesus wurde durch unsolidarische und gewaltt\u00e4tige Menschen ans Kreuz gebracht. Jesus hat damit einen neuen Spirit in die Seinen und die Welt gebracht, den wir zu Pfingsten feiern: solidarische Geschwisterlichkeit. Der Initialz\u00fcnder ist das Weihnachtsfest.\u201c<\/p>\n<h3><strong>Singen und in Bewegung sein<\/strong><\/h3>\n<p>Es gibt kaum ein Gewinn bringenderes und emotionaleres Erlebnis, als einmal in einem gr\u00f6\u00dferen Zusammenhang Solidarit\u00e4t, den tiefen Zusammenhalt gesp\u00fcrt, erlebt zu haben, einmal gemeinsam gegen etwas aufgestanden zu sein, sich zur Wehr gesetzt zu haben oder etwas erreicht und gefeiert zu haben. Es bewegt sich etwas, wenn wir zusammenstehen. \u201eAuch wenn wir heute \u00fcber viele digitale Endger\u00e4te verbunden werden, so kommen genau diese Erlebnisse heute zu kurz: \u201eDas Digitale kennt keine G\u00e4nsehaut.\u201c Gerade das gemeinsame Singen oder die gemeinsame Bewegung beim Weihnachtsgang sind Dinge, die durch keine \u201eGer\u00e4te\u201c vermittelt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<h3><strong>Gesicherter Rahmen hilft<\/strong><\/h3>\n<p>Den Menschen ist es wichtig, in der Familie, am Arbeitsplatz und anderen Lebensfeldern gesch\u00fctzt zu sein, auch vor Dem\u00fctigungen. Wenn heute von Sicherheit die Rede ist, dann meist nur mehr von \u00f6ffentlicher Sicherheit. Es geht aber genauso um die Sicherheit des Arbeitsplatzes, um die Sicherheit durch die Gesundheitsversorgung oder im Alter. Gerade eine langfristige Lebensperspektive braucht einen gesicherten Rahmen. Dieser Rahmen wird gerade bewusst von einer liberalen Marktordnung aufgeweicht, dort und da sogar aufgel\u00f6st. Wenn wir an die Arbeitswelt denken, dann geht es letztendlich darum, in W\u00fcrde eine wertgesch\u00e4tzte Arbeit beitragen zu k\u00f6nnen. Zu viele Menschen m\u00fcssen heute wieder au\u00dferhalb eines gesicherten Rahmens in prek\u00e4ren Verh\u00e4ltnissen arbeiten. \u201eWeihnachten ist eine gute Gelegenheit, ungeschminkt die unsolidarischen und ausgrenzenden Z\u00fcge unserer gesellschaftlichen Entwicklungen vor die Krippe zu legen und daf\u00fcr aus der heilsamen Menschwerdung Gottes die Kr\u00e4fte der Solidarisierung und Zugeh\u00f6rigkeit zu st\u00e4rken.\u201c<\/p>\n<p>PS: <a href=\"https:\/\/www.kaoe.at\/action\/mlr\/pv?&amp;idx=706180&amp;cid=1451&amp;uid=18794&amp;sid=18&amp;cks=79bbe2b8#\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hier ist der neue Newsletter der #kaoe<\/a>, der einen guten Ein- und \u00dcberblick gibt \u00fcber das \u00f6sterreichweite und vielf\u00e4ltige Netz der KA\u00d6.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Adventzeit m\u00fcndet nach dem von der UNO ausgerufenen Tag der Solidarit\u00e4t am 20. Dezember in das &#8222;Finale&#8220;. 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