{"id":10480,"date":"2021-12-23T17:30:42","date_gmt":"2021-12-23T16:30:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/?p=10480"},"modified":"2021-12-28T15:39:42","modified_gmt":"2021-12-28T14:39:42","slug":"was-das-ohr-am-advent-handy-so-hoert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/was-das-ohr-am-advent-handy-so-hoert\/","title":{"rendered":"Was das Ohr am Advent-Handy h\u00f6rt"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/2021-12-18-kaoe_sternstein-020.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-10487\" src=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/2021-12-18-kaoe_sternstein-020-300x201.jpg\" alt=\"adventhandy\" width=\"300\" height=\"201\" srcset=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/2021-12-18-kaoe_sternstein-020-300x201.jpg 300w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/2021-12-18-kaoe_sternstein-020-1024x685.jpg 1024w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/2021-12-18-kaoe_sternstein-020-150x100.jpg 150w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/2021-12-18-kaoe_sternstein-020-768x514.jpg 768w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/2021-12-18-kaoe_sternstein-020-750x502.jpg 750w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/2021-12-18-kaoe_sternstein-020.jpg 1500w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>&#8222;Die neue Pr\u00e4sidentschaft und das Pr\u00e4sidium ermutigt, im <a href=\"https:\/\/www.kaoe.at\/pages\/kaoe\/home\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">weiten Netz der #kaoe<\/a> offene Gespr\u00e4che zu f\u00fchren entlang von drei Fragen: Was bewegt dich? Wo siehst du die Zukunft (der Kirche)? Wer ist Kirche heute?&#8220; Seit Beginnn der Adventzeit bin ich am <a href=\"https:\/\/www.kaoe.at\/pages\/kaoe\/home\/artikel\/article\/136441.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Advent-Handy <\/a>(0660 7897 476) von Dienstag bis Samstag jeweils von 19 bis 21 Uhr telefonisch f\u00fcr jede und jeden erreichbar. Hier ein Versuch, euch Leser:innen ein paar geh\u00f6rte Fragmente\u00a0 zu erz\u00e4hlen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>&#8222;Traurig macht mich, dass die Amtskirche die Menschen zur Umkehr aufruft, aber selber nicht umkehrt und darin vorangeht&#8220;, sagt eine Frau G., die vor kurzem in Pension gegangen ist und zeitlebens in der Kirche t\u00e4tig war: &#8222;Es geht nicht um das Z\u00f6libat, sondern um die Glaubw\u00fcrdigkeit.&#8220; Unbarmherzigkeit sieht sie in vielen Dingen, Inkonsequenz und \u00dcberheblichkeit der Oberen. &#8222;Kirche muss Erm\u00f6glicherin sein und endlich den Menschen nicht von oben herab, sondern auf Augenh\u00f6he begegnen.&#8220; G. recht klar: &#8222;Die Weltsynode 2023 muss sich aus 3\/4 Frauen und M\u00e4nner &#8211; davon mindestens die H\u00e4lfte Frauen &#8211; und 1\/4 Bisch\u00f6fe zusammensetzen. Sonst wird das wieder nichts.&#8220; Die bisher Engagierte sieht keinen Grund, die Pastoralassistentinnen (&#8222;Die machen doch so wunderbare Wortgottesfeiern&#8220;) und Pastoralassistenten &#8222;zum Dienst am Altar zu weihen, wenn sie sich dazu berufen f\u00fchlen&#8220;.\u00a0 Sie spricht an, dass wir beide etwas gemeinsam haben, das Gehen: &#8222;Das Gehen in Stille, ein paar Tage alleine im Schweigen, ist eine ganz wunderbare Quelle des Lebens.&#8220; Und ich stimme ihr zu.<\/p>\n<p>Aus Eferding ruft ein Herr R. an und h\u00e4lt gleich zu Beginn fest, dass es in der Weltkirche Unterschiedlichkeiten geben wird und muss. Afrika ist anders als S\u00fcdamerika und Europa anders als Asien. R. meint aber, dass es schon jahrzehntelang Forderungen gibt, die zwar immer wieder diskutiert werden, aber &#8222;nix&#8220; geschieht: &#8222;Hoffentlich passiert da etwas. Die Forderungen von beispielsweise &#8222;Wir sind Kirche&#8220; liegen schon zu lange unbearbeitet. Ich habe das Gef\u00fchl, die Kirchenleitung ist nicht f\u00e4hig, das umzusetzen, weil sie alle irgendwie in Angst leben. Aber wovor haben sie Angst?&#8220; Helft bitte mit, dass da sehr bald etwas passiert, &#8222;am besten vorgestern&#8220;.<\/p>\n<p>\u00dcber 50 Jahre ist Herr F. freiwillig in seiner Pfarre t\u00e4tig. M\u00e4nnerbewegung, Bildungswerk, Pfarrausfl\u00fcge organisieren, Gottesdienste vorbereiten: &#8222;Irgendwie alles irgendwann einmal. Es tut aber so weh, dass reformm\u00e4\u00dfig \u00fcberhaupt nichts weitergeht. Ich w\u00e4re aus der KMB ausgetreten, w\u00e4ren sie nicht als Pr\u00e4sident gekommen. Fr\u00fcher haben wir diskutiert in der Pfarre. Heute wird alles totgeschwiegen und wenn du etwas sagst, schauen sie dich schief an und du bist gleich ein Au\u00dfenseiter. Streif lieber nicht an. Bring keine Unruhe rein. Das ist die Devise.&#8220; Ich sage zu ihm, dass Papst Franziskus doch gemeint hat: &#8222;Macht krach!&#8220; &#8222;Ja, das braucht es, in den Medien und gegen\u00fcber den Obrigkeiten, denen wir leider immer alles zu brav erf\u00fcllt haben.&#8220; F. h\u00e4lt fest, &#8222;dass die Kirche kein brennendes Thema mehr ist&#8220;.\u00a0 Er wei\u00df, dass die Ehrenamtlichen kontrolliert werden. Da wird auch herausgestrichen, Texte und Sichtweisen einfach eliminiert. So wird man zum Dummen gemacht. Die Ehrenamtlichen tragen unglauchlich viel und lassen sich leider zu viel gefallen. F. sieht auch, dass Mitgliedsbeitrag einsammeln zu wenig ist. &#8222;Wir brauchen Bewegung, vor allem in der Pfarre. Neue Gesichter und neue Ideen. Wir brauchen keinen Pfarrer, der eh nie da ist und f\u00fcr niemanden erreichbar. Nur zum Hokuspokus kommen ist zu wenig.&#8220; F. schildert auch, wie die jahrelange Mitarbeit im Grunde keine wirkliche Wertsch\u00e4tzung erf\u00e4hrt: &#8222;Der Pfarrer gondelt lieber mit den Nichtkirchlichen herum und k\u00fcmmert sich nicht um seine St\u00fctzen, die die allt\u00e4gliche Pfarrarbeit tragen.&#8220; F. bedankt sich sehr, dass ich ihm mehr als eine halbe Stunde zugeh\u00f6rt habe. Sein Abschiedswunsch: &#8222;Bitte, macht Druck.&#8220;<\/p>\n<p>Aus Graz erreicht eine junge Stimme mein Ohr. Jobm\u00e4\u00dfig bei der IT, dann und wann einmal in einer Kirche beim Gottesdienst: &#8222;Die Sprache, die gesamte Liturgie, das Getue wirkt auf mich skuril. Es ist weltfremd und holt die Menschen wie mich in keinster Weise ab.&#8220; Die junge Stimme schildert dann noch, dass er vormittags ein Email an eine h\u00f6hen W\u00fcrdentr\u00e4ger (&#8222;Bischofsvikar oder so&#8220;) geschrieben hat. Warum? &#8222;Er ist in einem Kirchezeitungsartikel \u00fcber das Pilgern hergezogen, hat es direkt l\u00e4cherlich gemacht. Das Wallfahrten zu einer Kirche ist das einzig wahre Pilgern. Alles andere ist individuelles Getue.&#8220; Wir haben dann noch lange \u00fcber meine Erfahrungen beim Pilgern \u00fcber Wochen und auch meine Spiriwalks gesprochen. &#8222;Ja, davon habe ich schon gelesen. Diesen Zugang finde ich zum Beispiel spannend.&#8220; Wir beide bleiben dabei, dass Gehen und Pilgern wunderbare Dinge sind, um sich selbst und vielleicht sogar Gott zu entdecken.<\/p>\n<p>Ein Herr F. ruft aus Wien an. Wir sind einander schon in meinen Wiener <a href=\"https:\/\/www.ordensgemeinschaften.at\/presseraum\/ansprechpartner\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ordenszeiten<\/a> begegnet. Gesicht habe ich keines. Es war bei einem Pilgervortrag von mir. Klar, er sieht mich und ich sehe viele Gesichter. Er findet ganz wichtig, &#8222;dass ihr #LaudatoSi in den Mittelpunkt r\u00fcckt und ebenso die Soziallehre&#8220;. Er erz\u00e4hlt von der Katechese des guten Hirten und m\u00f6chte mit mir in Verbindung bleiben. Ich notiere die Wiener Telefonnummer und werde ihn im neuen Jahr anrufen. Wir haben vereinbart, dass wir auf einen Kaffee gehen.<\/p>\n<p>Beispiele, die an mein Ohr gedrungen sind. In den Zwischent\u00f6nen der Telefonate ist Wehmut sp\u00fcrbar, dass Kirche so mutlos und fad geworden ist, &#8222;auch so konservativ&#8220;. Direkt angeprochen werden Probleme mit dem Klerus, der alt geworden, der deutschen Sprache oft nicht m\u00e4chtig und oftmals selbstbezogen, abgeschieden ist. &#8222;Sie picken sich oft nur die sch\u00f6nen Seiten heraus und lassen die Laien die Drecksarbeit machen&#8220;, eine etwas 50-j\u00e4hrige Frau. Bedauert wird auch, dass die Bisch\u00f6fe selber zu wenig Mut haben, &#8222;das ihnen nach dem Kirchenrecht M\u00f6gliche zu tun, Frauen und M\u00e4nner direkt f\u00fcr liturgische Dienste wie Taufen, Begr\u00e4bnisse oder Verheiraten zu beauftragen und dann voll und ganz dazu stehen, nicht als Notl\u00f6sung getarnt&#8220;. Einzelne weisen darauf hin, dass &#8222;ehrenamtlich&#8220; f\u00fcr viele finanziell gar nicht m\u00f6glich ist. Wieder andere sehen, dass die KA auf \u00d6sterreichebene sehr m\u00fcde geworden ist in den letzten Jahren, gepaart mit der Frage, wie es dazu kam.<\/p>\n<p>Es waren am Tag im Schnitt etwa 2-4 Gespr\u00e4che, immer \u00fcber eine Viertelstunde. Angenehm zum Zuh\u00f6ren. Alle Gespr\u00e4che habe ich ausnahmslos als &#8222;ehrliche Sorge&#8220; wahrgenommen. Das Geh\u00f6rte nehme ich mit in mein Engagement bei der KA\u00d6 als Ermutigung. Und immer wieder, bei jeder sich bietenden Gelegenheit, m\u00f6chte ich diese Fragen einstreuen, damit der &#8222;synodale Weg&#8220; vermehrt gemeinsam beschritten wird.<\/p>\n<p>Was bewegt dich?<br \/>\nWo siehst du die Zukunft (der Kirche)?<br \/>\nWer ist Kirche heute?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Die neue Pr\u00e4sidentschaft und das Pr\u00e4sidium ermutigt, im weiten Netz der #kaoe offene Gespr\u00e4che zu f\u00fchren entlang von drei Fragen: Was bewegt dich? Wo siehst du die Zukunft (der Kirche)? 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