{"id":11108,"date":"2024-01-17T10:12:25","date_gmt":"2024-01-17T09:12:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/?p=11108"},"modified":"2024-01-17T11:03:06","modified_gmt":"2024-01-17T10:03:06","slug":"regenerativ-kochen-arbeiten-und-leben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/regenerativ-kochen-arbeiten-und-leben\/","title":{"rendered":"Regenerativ kochen, arbeiten und leben"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/friedl_georg1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-11112\" src=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/friedl_georg1-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/friedl_georg1-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/friedl_georg1-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/friedl_georg1-150x113.jpg 150w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/friedl_georg1-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/friedl_georg1-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/friedl_georg1-750x563.jpg 750w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/friedl_georg1.jpg 2016w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Headline k\u00f6nnte auch nur ein Wort sein: regenerativ. So richtig in meinen Ohren angekommen ist dieses Wort mit dem breiten und aktuellen Anliegen von <a href=\"https:\/\/www.muehlvierteln.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Georg Friedl<\/a> vor etwa drei Jahren. Er kocht und <a href=\"https:\/\/www.muehlvierteln.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">m\u00fchlviertelt <\/a>schon seit geraumer Zeit. Und das tut er an verschiedenen Orten. Heute mittag war endlich Zeit, ihn im <a href=\"https:\/\/winklermarkt.at\/genussviertel\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Genussviertel<\/a> im Winkler Markt in Linz-Urfahr zu besuchen, sein &#8222;regenerativ Gekochtes&#8220; zu genie\u00dfen. Und es war ein Genu\u00df.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Stra\u00dfenbahn mit der Aufschrift &#8222;Universit\u00e4t&#8220; endet dort, zieht ihre Umkehrschleife. Wer hier aussteigt, biegt gleich rechts weg und ist nach drei Minuten beim Eingang zum Winkler Markt. Das hat bei mir einen besonderen Klang, weil ich als Erzieher am Petrinum Wolfgang und Franz als Sch\u00fcler hatte. Mehr als vierzig Jahre sind seither \u00fcber das Land gezogen. Winkler war f\u00fcr mich immer mit regionalem und \u00fcberschaubarem Handel verbunden, stets pers\u00f6nlich gestaltet, einfach gut und tragf\u00e4hig. Und genau diese Idee hat \u00fcberlebt neben die Mega-Einkaufskonzernen, die \u00fcberall das Immer-gleiche verkaufen.<\/p>\n<h3>Die innere Dynamik der Natur<\/h3>\n<p>Das Genussviertel liegt gleich am Eingang links. Georg Friedl lacht uns schon entgegen. Sein Gekochtes wird gerade ausgeteilt an die zahlreichen Hungrigen, wir mitten drin. Zwei Gerichte stehen zur Auswahl, eines davon vegetarisch. Was ist regenerativ? Georg sch\u00f6pft die Suppe und f\u00fcllt unser Teller. Der Salat steht bereit. Regenerativ? Alles soll so wachsen k\u00f6nnen, aufbereitet und zubereitet werden, dass sich die notwendigen Prozesse immer regenerieren k\u00f6nnen. Der Boden, die Pflanzen, die Verarbeitung und die Menschen, die damit arbeiten. Und wir beim Essen. Im Buch &#8222;Systemsturz&#8220; (Kohei Saito) wird geschildert, wie schon Karl Marx vom Gesamtstoffwechsel in und mit der Natur spricht. Es geht nicht einfach darun, die Stoffe und Materialien aus der Erde herauszurei\u00dfen, zu produzieren, zu verbrauchen und wegzuwerfen. Wir m\u00fcssen lernen, unser Leben hier auf der Erdkruste im Stoffwechsel und Kreislauf mit der Natur zu sehen. Das ist zentral &#8211; und regeneriert wirklich. Die Dinge gebrauchen, nicht verbrauchen. Die innere Dynamik der Natur respektieren und unser pers\u00f6nliches Leben in dieser Dynamik gestalten, auch alle Wirtschaftsprozesse, einer neuen Mitweltgerechtigkeit nachsp\u00fcrend. Nicht einfach Entnahme, pl\u00fcndernde Ernte oder k\u00fcnstlich industriell &#8222;produziert&#8220;.<a href=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/friedl_georg2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-11121\" src=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/friedl_georg2-300x237.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"237\" srcset=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/friedl_georg2-300x237.jpg 300w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/friedl_georg2-150x119.jpg 150w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/friedl_georg2.jpg 662w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<h3>Was da ist<\/h3>\n<p>Georg verkocht beispielsweise die &#8222;\u00fcbrigen Sachen&#8220; aus dem nebenan befindlichen Markt. Wer schon etwas in die Jahre gekommen ist wie unsereins, der oder die wei\u00df Erfahrungen zu erz\u00e4hlen. Fr\u00fcher schaute man in den Keller, den Vorratsraum, was da war und hat das Vorhandene verkocht. Bei uns am Bauernhof war Gott sei Dank immer irgendwie etwas da. Heute entscheidet man, was gekocht wird und geht daf\u00fcr einkaufen. Oft verliert sich der Kochvorgang selber und der Hunger m\u00fcndet im Fertiggerichtverfahren. Es gibt aber auch das Fr\u00fcher heute noch, auch bei den Jungen, weil es das Zuk\u00fcnftige ist, auch wenn uns die Werbung in die lautlose Bequemlichkeit geleitet. Mit Liebe einfach kochen wird Bestand haben. Es geht ja nicht um Kalorienzufuhr, sondern um den Genu\u00df des aus dem Stoffwechsel mit der Natur uns zur Verf\u00fcgung Stehenden. Und die Natur ist gro\u00dfz\u00fcgig. Und genau hier ist das Wenige und das Gute, regenerativ gewachsen, geerntet, verarbeitet und gekocht das, was wir biblisch &#8222;in F\u00fclle leben&#8220; nennen. Wir plaudern noch kurz mit Georg und sehen durch das Fenster, dass die Stra\u00dfenbahn um die Ecke biegt. Sie bringt uns zusammen mit unserem Klimaticket wieder weiter, auch in regenerativer Art.<\/p>\n<h3>Regenerativ weist in die Zukunft<\/h3>\n<p>In diesen Tagen lesen wir immer \u00f6fter, dass sich Anlagenvertreter und Geldwirtschafter Sorgen machen um den Wirtschaftsstandort Europa und \u00d6sterreich. Ihre un\u00fcberh\u00f6rbare Botschaft lautet: Immer mehr arbeiten und damit Wirtschaftswachstum generieren. Wie geht wesentlich und weniger ist ihnen fremd. Jeder Hinweis auf den &#8222;Stoffwechsel&#8220;, in dem wir mit Mutter Erde verbunden sind, ist ihnen fremd. Take it, make it und immer noch viel zu viel waste it. Darin enthalten sind genau jene Arbeitsprozesse, die sich nicht an Regenerativit\u00e4t orientieren sondern eher am Sklaventum an der digitalen Leine, im Selbstoptimierungsk\u00e4fig die Spur ziehend, von drau\u00dfen die Peitsche der Investoren und der B\u00f6rse h\u00f6rend. Wer kann heute die Fr\u00fcchte seiner Arbeit noch sehen und als seinen oder ihren wertvollen Beitrag zum Ganzen erleben? Wenige. Georg hat gekocht und uns sein Gekochtes auf den Teller gelegt. Das w\u00fcnsche ich allen, die mit Arbeit etwas &#8222;erzeugen&#8220; f\u00fcr den Hunger der Menschen oder sorgen (care) f\u00fcr ein gutes Leben aller. In jedem Fall ist &#8222;regenerativ&#8220; eine gute Richtung, in die es gehen muss. \u00dcbrigens: Regenerativ ist bei indigenen V\u00f6lkern eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit. Von dort her k\u00f6nnen wir lernen und nicht umgekehrt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Headline k\u00f6nnte auch nur ein Wort sein: regenerativ. 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