{"id":11355,"date":"2024-12-10T20:11:58","date_gmt":"2024-12-10T19:11:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/?p=11355"},"modified":"2024-12-11T09:15:26","modified_gmt":"2024-12-11T08:15:26","slug":"ein-neues-verhaeltnis-zu-mitwelt-und-natur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/ein-neues-verhaeltnis-zu-mitwelt-und-natur\/","title":{"rendered":"Ein neues Verh\u00e4ltnis zu Mitwelt und Natur"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/IMG_8384.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-11358\" src=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/IMG_8384-300x253.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"253\" srcset=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/IMG_8384-300x253.jpg 300w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/IMG_8384-1024x864.jpg 1024w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/IMG_8384-150x127.jpg 150w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/IMG_8384-768x648.jpg 768w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/IMG_8384-750x633.jpg 750w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/IMG_8384.jpg 1453w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Pers\u00f6nlich freue ich mich schon auf den 4. Okt 2025. Da wird es ein &#8222;Fest f\u00fcr die Erde&#8220; in und um den Linzer Dom geben. Die Ideen sind noch frei fliegend, mit \u00dcberraschungen darf man rechnen, Fixes wird gerade fest gemacht, oder wie Hartmut Rosa in seinem B\u00fcchlein &#8222;Beschleunigen wir die Resonanz&#8220; auf Seite 67 schreibt: &#8222;Eine Weltbeziehung nach dem Modus der Resonanz ist immer offen.&#8220; Mit dieser Offenheit feiern wir die Erde, die von uns ein neues Verh\u00e4ltnis zu ihr verdient. Dar\u00fcber jetzt fragmentarisch.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Wer mit &#8222;Resonanz&#8220; und Hartmut Rosa schon in Ber\u00fchrung kam, wird vielleicht erahnen, worum es in diesem Beitrag gehen wird. Der Mensch hat in den letzten Jahrhunderten und vor allem durch den (neoliberalen) Kapitalismus ein &#8222;verdinglichtes Verh\u00e4ltnis&#8220; zur Natur und Mitwelt entwickelt. Alles wird schneller und &#8222;Wir sind fast so weit, unser Gehirn mit Maschinen zusammenzulegen, unsere Wahrnehmungsorgane der Kontrolle von Chips zu \u00fcberlassen, die Leistungsf\u00e4higkeit unsere Ged\u00e4chtnisses zu erh\u00f6hen, die Funktionsweise unseres K\u00f6rpers k\u00fcnstlich kontrollieren zu lassen &#8230;&#8220;. Tats\u00e4chlich werden wir schneller und dynamischer als wir jetzt sind. Wozu?\u00a0 &#8222;Man muss sich nur die Nachrichten ansehen, um zu erkennen, wie d\u00e4mlich sich die Menschen verhalten und wie wenig es gelingt, die kleinsten Probleme zu beheben.&#8220; Es gelingt dem Menschen nicht, die \u00d6kologie in Balance zu halten, Frieden zu stiften, die EU zusammenzuhalten, den Nahen Osten zu befrieden, die Kampfhandlungen in der Ukraine zu beenden. Nur ein paar Beispiele. Die einzige Hoffnung, die die derzeitige Welt propagiert, ist die, dass sich der Mensch mit Computer und Technologien zusammentut, ein technogenes Leben mit Algorithmus als Basis. Das findet Rosa zwar zynisch, zeigt aber, &#8222;wie d\u00e4mlich wir sind&#8220;.<\/p>\n<h3>Verdinglichung und Anverwandlung<\/h3>\n<p>Das \u00fcberall verdinglichte Verh\u00e4ltnis zu allem, was uns umgibt, hat diese Haltung und Unf\u00e4higkeit hervorgebracht. Die meisten Menschen haben sich zum in sich abgeschlossenen Subjekt und Individuum entwickelt, ich w\u00fcrde sagen: eingewickelt, verwickelt. Wir haben die Resonanzf\u00e4higkeit am Weg bis hierher gro\u00dfteils verloren. Dabei ist Beziehung die Basis f\u00fcr Subjektwerdung. Subjekt wie Welt sind schon\u00a0 das Ergebnis von Beziehung. Ich erinnere mich: Beziehunt heilt. &#8222;Die gelungenste Resonanzform liegt darin, auf die Stimme des anderen zu h\u00f6ren und unsere eigene Stimme vernehmbar zu machen, damit Resonanz horizontal verl\u00e4uft.&#8220;\u00a0 (s 40). Rosa taucht in die Welt der Bildung ein.\u00a0 Dort unterscheidet er zwischen &#8222;Aneignung von Kenntnissen&#8220; und die &#8222;Anverwandlung, die zu Transformation f\u00fchrt&#8220;. Kompetenzen und Wissen werden heute angeh\u00e4uft ohne dass sie etwas in den Personen bewirken. Daf\u00fcr braucht es die Prozesse der Anverwandlung, die sich mit der Welt und Mitwelt unterhalten. Wer so unterrichtet, wei\u00df nicht, was sein Unterricht bewirkt, ist nicht einfach abpr\u00fcfbar oder mit Tests evaluierbar. Resonanz \u00f6ffnet und bleibt offen. Normalerweise lernen wir das Gegenteil, das Verdinglichen. Beim Verdinglichen ber\u00fchre ich nichts und lasse mich auch nicht ber\u00fchren. &#8222;Im \u00dcberwinden dieser Mauer der Empfindungslosigkeit, im sensiblen Reagieren auf andere Menschen, auf den Stoff einer Unterrichtsstunde und im erneuten Sich-\u00d6ffnen besteht die wahre p\u00e4dagogische Herausforderung.&#8220; Danke an so viele Lehrerinnen und Lehrer, die genau das immer wieder tun, auch gegen das &#8222;verdinglichende Bildungssystem&#8220;.<\/p>\n<h3>Gastfreundschaft und kollektives Wagnis<\/h3>\n<p>Eine Welt- und Mitweltbeziehung im Modus Resonanz ist immer offen. Wir m\u00fcssen wieder viel mehr lernen, der Mitwelt zuzuh\u00f6ren, sie neu wahrzunehmen und ihr zu antworten. &#8222;Das ist etwas ganz anderes, als \u00fcber sie zu verf\u00fcgen.&#8220; Das gilt f\u00fcr die Wirtschaft genauso wie f\u00fcr Ackerfl\u00e4chen oder Luftfahrtstra\u00dfen. Auch bei der Weltsynode hat sich der Modus Resonanz auf Augenh\u00f6he ausgebreitet, als offener und \u00f6ffnender Prozess. Nur die &#8222;hierarchischen Verdinglicher&#8220; haben ein gesondertes Schreiben des Papstes erwartet. Er hat aber nur gesagt: Gilt, geht jetzt, hinaus und h\u00f6rt auf eure Mitwelt. H\u00f6re. Und nehmt diese Frage mit: &#8222;Wie hat man sich einen von Aufmerksamkeit f\u00fcr den anderen, von Gastfreundschaft und kollektivem Wagnis gepr\u00e4gten sozialen Raum (als Kirche) vorzustellen?&#8220; Gastfreundschaft, gemeinsames Wagnis und indiviualisierte Ethik spielen das gemeinsame Spiel.<\/p>\n<h3>Unverf\u00fcgbare Resonanz<\/h3>\n<p>Das B\u00fcchlein von und mit Hartmut Rosa schlie\u00dft auf s 77: &#8222;Ich pers\u00f6nlich denke, dass wir zun\u00e4chst einmal zuh\u00f6ren m\u00fcssen.&#8220; Aus dieser neuen Aufmerksamkeit, die immer wieder ein Prozess des \u00d6ffnens ist, erw\u00e4chst das Verm\u00f6gen, &#8222;den Umst\u00e4nden entsprechende L\u00f6sungen zu finden und in neuen Formen des Zusammenlebens zu experimentieren&#8220;. Was m\u00fcssen wir also lernen? &#8222;Zuh\u00f6ren und die Beziehung zu den anderen und zur Welt als Mitwelt wieder aufnehmen. Als erstes m\u00fcssen wir kl\u00e4ren, in welcher Beziehung wir zu den anderen und zur Welt stehen wollen.&#8220; Aus meiner Sicht ist heute\u00a0 lupenrein klar: &#8222;Macht euch die Erde untertan&#8220; war eine irref\u00fchrende Sichtweise hin zu einer Verdinglichung und Beherrschung der Natur. Die Welt, unsere Mitwelt hat sich vom Menschen was anderes, was besseres verdient: Ein offenes Verh\u00e4ltnis, eine respektvolle Wahrnehmung in dialogischer und unverf\u00fcgbarer Resonanz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pers\u00f6nlich freue ich mich schon auf den 4. Okt 2025. Da wird es ein &#8222;Fest f\u00fcr die Erde&#8220; in und um den Linzer Dom geben. 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