{"id":11701,"date":"2026-09-21T09:47:46","date_gmt":"2026-09-21T08:47:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/?p=11701"},"modified":"2026-09-21T09:58:24","modified_gmt":"2026-09-21T08:58:24","slug":"koenig-was-nun","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/koenig-was-nun\/","title":{"rendered":"K\u00f6nig, was nun?"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/kirchenreform.at_1.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-11703\" src=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/kirchenreform.at_1-300x246.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"246\" srcset=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/kirchenreform.at_1-300x246.jpeg 300w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/kirchenreform.at_1-1024x840.jpeg 1024w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/kirchenreform.at_1-150x123.jpeg 150w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/kirchenreform.at_1-768x630.jpeg 768w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/kirchenreform.at_1-1536x1260.jpeg 1536w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/kirchenreform.at_1-750x615.jpeg 750w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/kirchenreform.at_1.jpeg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Das <a href=\"https:\/\/www.wir-sind-kirche.at\/zeitung\/ausgabe-nr-131-herbst-2026-taufbewusstsein\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Magazin &#8222;kirchenreform.at&#8220;<\/strong><\/a> hat in ihrer aktuellen Ausgabe Nr. 131 das &#8222;Taufbewusstsein&#8220; in den Mittelpunkt ger\u00fcckt. Als Christinnen und Christen sind wir zu Prophetinnen, K\u00f6niginnen und Priesterinnen getauft. Was bedeutet das in unseren Pfarrgemeinden und dar\u00fcber hinaus? Ich durfte meine Erfahrungen beisteuern f\u00fcr den Bereich der Leitung.\u00a0 Ber\u00fchrend schildert darin <a href=\"https:\/\/www.wir-sind-kirche.at\/zeitung\/ausgabe-nr-131-herbst-2026-taufbewusstsein\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Harald Prinz ab Seite 7 <\/a>seine Erfahrungen zur Predigt bei der Eucharistie.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>\u201eWenn du predigen gehst, dann ist das Gehen die Predigt.\u201c Franz von Assisi hat zu seinen Zeiten schon gemerkt, wie wesentlich K\u00f6rpersprache ist. Sie spricht lauter als das Gesagte. Deshalb ist es ganz entscheidend, wie jemand sein Leitungsamt \u201eangeht, anlegt\u201c. Immer noch erlebe ich im kirchlichen Kontext Leitende, die ihr Amt auf Status, Repr\u00e4sentanz, Macht, Durchsetzung, Befehl, oben-unten und Tradition anlegen. Sie predigen dann \u201ek\u00f6niglich\u201c in barocken Ornaten von m\u00e4nnerbesetzten Presbyterien aus \u00fcber die Liebe Gottes, die Geschwisterlichkeit und vielleicht sogar die Option f\u00fcr die Armen. Auf diesen offensichtlichen Widerspruch wurden wir nicht getauft, schon gar nicht geweiht. Genau an diesem Widerspruch schmilzt die Glaubw\u00fcrdigkeit der Institution Kirche. Gerade als Pr\u00e4sident der Katholischen Aktion \u00d6sterreich ist mir das synodale Prinzip nicht erst seit Papst Franziskus \u201egel\u00e4ufig\u201c. Schon im Zweiten Vatikanischen Konzil wurde die synodale K\u00f6rpersprache der Kirche festgelegt. Dorthin zu wechseln ist an der Basis durch viel Priester und Synoden in den Jahren danach angeleiert worden, kirchenrechtlich und verfassungsm\u00e4\u00dfig aber nicht nur nicht gelungen, sondern sogar von P\u00e4psten behindert worden. Privilegien w\u00e4ren geschmolzen, das Volk w\u00e4re erm\u00e4chtigt worden. \u201eIm Sprung gehemmt\u201c hat Weihbischof Helmut Kr\u00e4tzl richtig diagnostiziert.<\/p>\n<p>Wer partizipativ, synodal, gemeinschaftlich leitet, in ein Amt gew\u00e4hlt oder beauftragt ist, die der wei\u00df, dass es bei Kirche um die handelnde Person geht, ihr K\u00f6nnen, die Begabungen und M\u00f6glichkeiten, die gelebten Werte und die damit verbundene Wirkkraft. Jesuanisch hei\u00dft im Grunde: Gott wirkt durch mich. Wem es nicht gelingt, die Ebene der Institution und der Gesetze, Normen zu verlassen in Richtung Person und Werte, bleibt \u201ekristallin kalt\u201c. Das \u201efluid W\u00e4rmende\u201c geht von Personen und von ihnen gepr\u00e4gten Resonanzr\u00e4umen aus, die Vertrauen und Zutrauen in die Beziehungen auf Augenh\u00f6he einflie\u00dfen lassen. An der leitenden Person wird das Ganze sp\u00fcrbar und erlebbar. Wenn diese Personen selber ganz authentisch die Vielfalt, das Neue und das Fremde lieben, dann entstehen Biotope der gemeinschaftlichen Lebendigkeit. \u201eConvivialit\u00e4t\u201c (gemeinschaftlich leben) ist ein Fremdwort, das uns in der digitalisierten Welt haptisch-analog entgegenkommen will. Es geht nie um Alleinstellungsmerkmale, wie sie die Werbung oder das Marketing kreieren. Es geht schlicht um die Richtung, die Blick- und Gehrichtung, in die wir uns bewegen wollen, die pers\u00f6nliche Bereitschaft zu Verb\u00fcndungen und die Bewegungsf\u00e4higkeit, vielleicht noch viel mehr um die Bewegungswilligkeit.<\/p>\n<p>\u201eVerk\u00fcnde das Evangelium, im Notfall nimm Worte dazu.\u201c Im Notfall.\u00a0 Auch Franz von Assisi. \u00a0So wie wir leben, sind wir die Botschaft. So und\/oder so. Getauft sind wir darauf, das in k\u00f6niglicher W\u00fcrde zu tun. Gottes Diamant strahlt aus jedem Menschen. Die Taufe ist die Best\u00e4tigung daf\u00fcr. Die Folge? Die Wirkung? Dieses Leben, dieser Glaube in der Folge Jesu hebt auf, richtet auf, verbindet und verb\u00fcndet auf Augenh\u00f6he, gibt Orientierung hin auf ein einfaches, waches und gemeinsames Leben. Wenn ich das als Mensch, Christ und Pr\u00e4sident der KA\u00d6 so schreibe, dann bin ich mir bewusst, dass wir nicht mehr und nicht weniger sind als \u201ePilger und Pilgerinnen im Jetzt\u201c. Als Guide vieler Gruppenpilgerungen wei\u00df ich: Die Kraft und die Verantwortung liegt im Gemeinsam. Als Leitender gehe ich die gemeinsam vereinbarte Richtung und achte, dass wirklich alle im gemeinsamen Gummiringerl, das uns innerlich verbindet, bleiben (k\u00f6nnen). Und wenn wir nicht weiterwissen, erm\u00fcden oder sitzen bleiben wollen, dann kommt meist die Frage: Was nun? Als Leitender ist es Aufgabe, die Geschichten des Ursprungs hervorzuholen, die Ziele und das Wof\u00fcr wieder in Erinnerung zu rufen und die Lust am Aufbruch vorzuleben, voranzugehen. Vom Pilgern und Weitgehen, alleine und in Gruppen, wei\u00df ich: Eine Schwei\u00dfperle im Gesicht ist ein gutes Zeichen f\u00fcr ein lebendiges Leben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Magazin &#8222;kirchenreform.at&#8220; hat in ihrer aktuellen Ausgabe Nr. 131 das &#8222;Taufbewusstsein&#8220; in den Mittelpunkt ger\u00fcckt. Als Christinnen und Christen sind wir zu Prophetinnen, K\u00f6niginnen und Priesterinnen getauft. Was bedeutet das in unseren Pfarrgemeinden und dar\u00fcber hinaus? 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