{"id":1566,"date":"2011-08-17T11:13:06","date_gmt":"2011-08-17T10:13:06","guid":{"rendered":"http:\/\/kaineder.wordpress.com\/?p=1566"},"modified":"2018-01-04T06:58:33","modified_gmt":"2018-01-04T05:58:33","slug":"auf-dem-weg-in-die-tatigkeitskultur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/auf-dem-weg-in-die-tatigkeitskultur\/","title":{"rendered":"Auf dem Weg in die T\u00e4tigkeitskultur"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/kaineder.files.wordpress.com\/2011\/08\/dsc04078.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-1570\" title=\"Apfel\" src=\"http:\/\/kaineder.files.wordpress.com\/2011\/08\/dsc04078.jpg?w=150\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"112\" \/><\/a>&#8222;Gl\u00fcck, Leistung, das Leben definieren sich \u00fcber sinnvolle T\u00e4tigkeiten, ob bezahlt oder nicht&#8220;, schreibt David Bosshart in seinem Artikel &#8222;Workstyle&#8220; im neuesten GDI Impuls. Es besteht die Aussicht, dass unsere Existenz wieder herausfindet aus dem neoliberal gepr\u00e4gten Markt, den Zahlenparametern und dem immer &#8222;Mehr&#8220;. In absehbarer Zukunft wird es kein Zur\u00fcck zur Lifestyle-Dominanz geben. Daf\u00fcr nennt Bosshart verschiedene Faktoren, die hier nur einmal so in den Raum gestellt werden: Schulden-Faktor, Pleite-Faktor, Moral-Faktor, Motivations-Faktor, Alters-Faktor und \u00d6kologie-Faktor. &#8222;Wenn die Menschen evolution\u00e4r \u00fcberleben wollen, m\u00fcssen sie sich als t\u00e4tige Wesen definieren. Daf\u00fcr muss Arbeit eingebettet sein in das, was wir Lebensqualit\u00e4t nennen, und darf nicht davon abgetrennt werden: Der richtige \u00abWorkstyle\u00bb bestimmt letztlich den Lifestyle.&#8220; &#8211; hei\u00dft es in den <a href=\"http:\/\/gdi.ch\/de\/gdi-impuls-42010-summaries\" target=\"_blank\">Summeries<\/a>.<\/p>\n<p><strong>Etwas Sinnvolles tun und beitragen<\/strong><\/p>\n<p>Im Sinne der Lifestyle-Gesellschaften haben sich Scheinwelten aufgebaut. Nicht T\u00e4tigkeiten stehen im Vordergrund, sondern Inszenierung und &#8222;so tun als ob&#8220;. Die Medien unterst\u00fctzen diese Scheinwelten und die Wirtschaft ist eifrig, diese gestylten Welten mit allerlei Produkten zu bedienen. Den Selbstdarstellern und der Inszenierungsindustrie zur Hilfe. Das ger\u00e4t ins Stocken, wie wir allseits mit offenen Augen wahrnehmen k\u00f6nnen. Die Menschen suchen etwas anderes: sinnvolle T\u00e4tigkeiten, die den Alltag ausf\u00fcllen. Die gestylten Gesellschaftsfragmente werden immer suspekter. &#8222;Im Age of Less k\u00f6nnen auch jene, die es k\u00f6nnten, keinen hedonistischen Lebensstil wagen&#8220;, meint Bosshart. Da stimme ich ihm voll zu. Diesen hedonistischen Lebensstil auf Kosten der Vielen kann heute kein Verantwortungstr\u00e4ger mehr wagen. Das ist gut so. Ich pl\u00e4diere daf\u00fcr, dass die &#8222;abgehobenen Hubschrauber wieder landen bei den Menschen&#8220; und dass wir gemeinsam etwas langsamer und intensiver unterwegs sind. Viele Entscheidungstr\u00e4ger tun das schon. Soziale Verantwortung wird nicht nur auf die Fahnen geheftet, sondern praktisch und konkret zu leben versucht. Au\u00dferdem tauchen gemeinsam betriebener G\u00e4rten auf, Wandern in der n\u00e4chsten Umgebung ist wirklich heilsam , Fahrgemeinschaften und mehr Sensibilit\u00e4t f\u00fcr &#8222;Enkel-Tauglichkeit&#8220; ist ein guter Beginn. Woran wir aber wirklich arbeiten werden m\u00fcssen ist, dass jeder der &#8222;Menschengemeinschaft&#8220; mit sinnvollen T\u00e4tigkeiten das dankbar zur\u00fcck geben kann, was wir schon empfangen haben. Commons und Gemeing\u00fcter werden zuk\u00fcnftige Begriffe sein, jetzt noch abseits vom wirtschaftlich gepr\u00e4gten Mainstream. Ob diese T\u00e4tigkeiten bezahlt oder nicht bezahlt sind, bleibt aufgrund der ungleichen Ressourcen-Voraussetzungen doch ein zentrales Thema, au\u00dfer:<\/p>\n<p>Man denkt ernsthaft das bedingungsloses Grundeinkommen weiter.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Gl\u00fcck, Leistung, das Leben definieren sich \u00fcber sinnvolle T\u00e4tigkeiten, ob bezahlt oder nicht&#8220;, schreibt David Bosshart in seinem Artikel &#8222;Workstyle&#8220; im neuesten GDI Impuls. Es besteht die Aussicht, dass unsere Existenz wieder herausfindet aus dem neoliberal gepr\u00e4gten Markt, den Zahlenparametern und dem immer &#8222;Mehr&#8220;. 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