{"id":1594,"date":"2011-08-29T19:46:34","date_gmt":"2011-08-29T18:46:34","guid":{"rendered":"http:\/\/kaineder.wordpress.com\/?p=1594"},"modified":"2018-01-04T06:58:17","modified_gmt":"2018-01-04T05:58:17","slug":"schuller-schonborn-ausweg-konnte-in-besonders-breiter-bischoflicher-beauftragung-liegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/schuller-schonborn-ausweg-konnte-in-besonders-breiter-bischoflicher-beauftragung-liegen\/","title":{"rendered":"Sch\u00fcller-Sch\u00f6nborn: Ausweg k\u00f6nnte in besonders breiter bisch\u00f6flicher Beauftragung liegen"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/kaineder.files.wordpress.com\/2011\/08\/dsc02103.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-1599\" title=\"Br\u00fccken\" src=\"http:\/\/kaineder.files.wordpress.com\/2011\/08\/dsc02103.jpg?w=150\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"112\" \/><\/a>Ich stelle aus Sorge um die Einheit der Kath. Kirche, aus Sorge um ein lebendiges Pfarrleben und vor allem aus Sorge um die heute so intensiv suchenden Menschen einen Vorschlag in den Raum im Wissen, dass damit nicht alles gewonnen aber doch nicht alles verloren ist. Im Grund geht es um eine breite und offensive Nutzung der oft brach liegenden Kompetenzen von heute t\u00e4tigen kirchlichen Berufen von Seite der Bisch\u00f6fe. &#8222;Geweihte&#8220; und &#8222;bisch\u00f6flich Beauftragte&#8220; sind auf Augenh\u00f6he gleichwertig in Pfarrgemeinschaften t\u00e4tig.<\/p>\n<p><strong>Ausweg liegt in der breiten bisch\u00f6flichen Beauftragung f\u00fcr die (sakramentale) Arbeit in den Pfarrgemeinschaften<\/strong><\/p>\n<p><em>Die Forderungen der Pfarrer-Initiative stehen unter der Headline \u201eUngehorsam\u201c. Dieses Wort und eine solche aufrechte Haltung ist f\u00fcr die derzeitige r\u00f6mische Hierarchie \u00a0ein absolutes \u201eNO-GO\u201c! \u00a0Ich will hier gar nicht philosophieren \u00fcber das Faktum der &#8222;Selbstbestimmung&#8220;. Die Gesellschaft br\u00e4uchte heute viel mehr Ungehorsam gegen\u00fcber &#8222;Mainstreams&#8220; mit menschen- und sch\u00f6pfungsverachtenden Folgen.<\/em><\/p>\n<p><em>Rom wird keine der Forderung der Pfarrer-Initiative in allern\u00e4chster Zeit erf\u00fcllen. Die Bisch\u00f6fe sind dem absoluten Gehorsam verpflichtet. Ein starr-hierarchisches Kommunikationssystem h\u00e4lt die Bisch\u00f6fe in Schach. Wer den Kopf hebt, hat ihn verloren.<\/em><\/p>\n<p><em>Alle befinden sich in einer Sackgasse, die sie selbst als solche nicht so sehen wollen und k\u00f6nnen.<\/em><\/p>\n<p><em>Deshalb sehe ich einen gangbaren Ausweg, Kompromiss, der f\u00fcr beide kurzfristig gangbar sein m\u00fcsste, um die Seelsorge in den Pfarrgemeinschaften erhalten zu k\u00f6nnen:<\/em><\/p>\n<ol>\n<li><em>Die Forderungen der Pfarrer-Initiative bleiben weiter aufrecht und bieten die mittelfristige Perspektive.<\/em><\/li>\n<li><em>Die Hauptursache f\u00fcr die Sorge der Pfarrer, Priester und der meisten Katholiken ist die \u201eAusd\u00fcnnung\u201c der Seelsorge, die \u00dcberalterung des Klerus und die \u00f6ffentliche Fokusierung auf die Priester . Rom setzt mit voller Wucht alleine auf den Klerus, der weltweit gesehen der \u201eschw\u00e4chste Teil der Kirche\u201c ist (\u00fcberaltert, lebensfern, doppelb\u00f6dig, \u2026). Das ist keine Wertung, sondern eine allgemeine Tatsachenbeschreibung.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Vorschlag:<br \/>\n<\/strong>Wir lenken den Fokus auf die vom Bischof jetzt schon \u201ebeauftragten Getauften\u201c, auf die Theologinnen und Theologen, die Pfarrassistentinnen und Pfarrassistenten, die Pastoralassistentinnen und Pastoralassistenten, die Jugendleiterinnen und Jugendleiter, die Krankenhausseelsorgerinnen und \u2013seelsorger, die Relgionslehrerinnen und \u2013lehrer, Ordensfrauen, usw. Diese kirchlichen Berufsgruppen sind den Priestern vollkommen ebenb\u00fcrtig ausgebildet durch ein Theologiestudium oder eine \u00e4quivalente Ausbildung. \u00a0In der Di\u00f6zese Linz sind das mehr als 300 MitarbeiterInnen.<\/em><\/li>\n<li><em>Wir sprechen im Blick auf diese kirchlichen Berufsgruppen nicht von Laien, sondern von MitarbeiterInnen am Hirtenamt des Bischofs, auf gleicher Ebene mit den \u201egeweihten Beauftragten\u201c und deshalb vollkommen ebenb\u00fcrtig aus dem allgemeinen Priestertum.<\/em><\/li>\n<li><em>In einer gro\u00df angelegten \u00f6ffentlichen Aktion werden diese Berufe auf die Ebene der Priester gehoben und den Pfarrgemeinschaften als ihre Seelsorgerinnen und Seelsorger im Auftrag des Bischofs gegeben. Sie werden <strong>zu allem beauftragt<\/strong>, \u00a0was eine weite und breite Auslegung des Kirchenrechtes heute schon erm\u00f6glicht: <strong>Taufe, Eheassistenz, Begr\u00e4bnisse, Vers\u00f6hnungsgespr\u00e4che, Wort-Gottes-Feiern mit Kommunionspendung, Segnungen, caritative Dienste, Verk\u00fcndigung, Gemeinschaftsbildung, usw.<\/strong><\/em><\/li>\n<li><em>Die Gemeindeleitung wird diesen Personen in seiner ganzen Breite als unmittelbare MitarbeiterInnen des Bischofsamtes (Dienst der Einheit) \u00fcbertragen. Aus diesem Grunde muss kein Priester mehrere Pfarrgemeinschaften betreuen.<\/em><\/li>\n<li><em>Eine gute Vernetzung der Pfarren in Seelsorger\u00e4umen und \u00a0in den Dekanaten l\u00e4sst ungew\u00fcnschte Sonderwege nicht aufkommen, dh. die Pfarrgemeinschaften bleiben katholisch.<\/em><\/li>\n<li><em>Sollte die r\u00f6mische Kirche eines Tages so weit sein, dann stehen hier Frauen und M\u00e4nner aus der Seelsorge mit Erfahrung f\u00fcr die Weihe bereit und die seelsorglichen Basis-Strukturen m\u00fcssen nicht erst wieder neu aufgebaut werden, die jetzt zugrunde gehen. Die langfristigen Forderungen der Initiative k\u00f6nnten in Erf\u00fcllung gehen.<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><em>Das ist mein Vorschlag und ich stelle ihn in den &#8222;Diskussionsraum&#8220;.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich stelle aus Sorge um die Einheit der Kath. 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