{"id":1739,"date":"2011-10-30T06:12:43","date_gmt":"2011-10-30T05:12:43","guid":{"rendered":"http:\/\/kaineder.wordpress.com\/?p=1739"},"modified":"2018-01-04T06:57:29","modified_gmt":"2018-01-04T05:57:29","slug":"es-war-zauberhaft-am-voodoo-festival","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/es-war-zauberhaft-am-voodoo-festival\/","title":{"rendered":"Es war zauberhaft am Voodoo-Festival"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/kaineder.files.wordpress.com\/2011\/10\/dsc05600.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-1741\" title=\"Model\" src=\"http:\/\/kaineder.files.wordpress.com\/2011\/10\/dsc05600.jpg?w=150\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"112\" \/><\/a>Mehrere imposante Kircht\u00fcrme\u00a0 auf einem Haufen in unmittelbarer N\u00e4he haben mich schon neugierig gemacht. Ich nehme nach einem Kaffee in der Unterkunft noch etwas m\u00fcde den Bus stadtausw\u00e4rts? Was erlebe ich: Surprise. Ein Mann sitzt etwas gelangweilt am Eingang der Kirche. Ich gehe auf ihn zu und nach kurzer Zeit ist er aufgestanden und hat mir alles genau erkl\u00e4rt. Ich kann hier nicht alles erz\u00e4hlen, aber beim Weggehen muss ich an Lampedusa in Italien denken. Vor\u00a0 mehr als 150 Jahren wurde hier in New Orleans mit den Europ\u00e4ern, die ausgewandert und hierhergekommen sind, komplett anders umgegangen. Sie haben vom Hafen aus kommend alle Angebote in Form der Geb\u00e4ude gesehen (Bild: Model).<\/p>\n<p><strong>F\u00fcr die Ankommenden Unterkunft, Bildung und Orientierung<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/kaineder.files.wordpress.com\/2011\/10\/dsc05598.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-1742\" title=\"leer\" src=\"http:\/\/kaineder.files.wordpress.com\/2011\/10\/dsc05598.jpg?w=150\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"112\" \/><\/a>Die drei Kircht\u00fcrme geh\u00f6ren zur irischen, franz\u00f6sichen und deutschen Gemeinde. Alle auf das freie Feld hinter den Hafen gebaut, wo die Europ\u00e4er nach Amerika einwanderten. Der Mississippi war der Zugang nach Norden durch ganz Amerika. Die Kirche hat hier anders entschieden und den ankommenden Menschen in ihrer Muttersprache \u201evolles Service mit Zukunftsqualit\u00e4t\u201c angeboten. Die Kinder konnten im Waisenhaus mit Schule abgegeben werden, w\u00e4hrend sich die Eltern auf den Weg machten ins Landesinnere und Arbeit suchen. Kamen die Eltern zur\u00fcck, nahmen sie die Kinder mit. Kamen sie aus verschiedensten Gr\u00fcnden nicht mehr, wurden die Kinder von der Gemeinde weiterbetreut. \u00a0Neben allen Einrichtungen waren die Felder, auf denen mitgearbeitet werden musste. Da wurde proaktiv gehandelt.<\/p>\n<p><strong>Fehlende Unterst\u00fctzung<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/kaineder.files.wordpress.com\/2011\/10\/dsc05599.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-1743\" title=\"zu viele kirchen\" src=\"http:\/\/kaineder.files.wordpress.com\/2011\/10\/dsc05599.jpg?w=150\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"112\" \/><\/a>Nicht so in Lampedusa oder \u00fcberall, wo Mauern, Z\u00e4une und Schiffe zur\u00fcck \u201eangeboten\u201c werden. Es ist unvorstellbar, dass zB die Ghanaer in Europa f\u00fcr ihre Leute solche M\u00f6glichkeiten errichten.\u00a0 Peter Eibert, so hei\u00dft der Mann, der nicht bei Katrina sein Haus verloren hat sondern sp\u00e4ter durch ein Feuer, schildert weiter, dass es heute zu viele Kirchen gibt. \u201e2000 KatholikInnen haben hier drei Kirchen zu erhalten\u201c, meint er etwas \u00fcberfordert. \u00a0Das ganze Gebiet rund um die Kirchen ist zwar mit Einfamilienh\u00e4usern verbaut (garden district), aber viele der H\u00e4user stehen leer. \u201eHier war kein Wasser, aber viele sozial schwache Familien wurden hier von der Stadt mit Unterst\u00fctzungen angesiedelt. Sie sind wie viele andere aus der Stadt nicht wegen des Wassers, sondern wegen der ausbleibenden Unterst\u00fctzung gegangen\u201c, meint Peter: \u201eUnd jetzt sollen sie wieder zur\u00fcckgeholt werden aus New York, Alabamaa, usw. Wir werden sehen.\u201c Die Geb\u00e4ude sind aus meiner Wahrnehmung ziemlich heruntergekommen. Das junge Leben scheint ausgezogen. Ich schlendere weiter durch den Stadtteil und sehe fast nur \u00e4ltere Leute.<\/p>\n<p><strong>Ich muss zum Voodoo-Festival<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/kaineder.files.wordpress.com\/2011\/10\/dsc05632.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-1744\" title=\"am Eingang\" src=\"http:\/\/kaineder.files.wordpress.com\/2011\/10\/dsc05632.jpg?w=150\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"112\" \/><\/a>Drei Tage findet hier das legend\u00e4re Voodoo-Festival statt. F\u00fcr die \u201eprofessional partyer\u201c (so meint ein Unterkunftskollege \u00fcber die N\u2019Orleanser) ein kleines Fest. Am City Park tummeln sich Tausende rund um die Hauptb\u00fchne und die f\u00fcnf Nebenb\u00fchnen. Der City Park ist der gr\u00f6\u00dfte und weitl\u00e4ufigste \u201eStadtpark\u201c in den USA. Social Distortion, Girl Talk, Tommy Melone sind Gruppen, von denen ich noch nichts geh\u00f6rt habe. Als der Rapper Snoop Dogg die B\u00fchne betritt, merke ich rund um mich, dass das Allgemeingut (also ein musikalischer Commons wie bei uns Schifoan) ist. Das hat schon etwas, wenn dein K\u00f6rper \u201ebeh\u00e4mmert\u201c wird und die Leute alle mitmachen, die Texte wie Litaneien mitsingen und mancher in Trance ger\u00e4t (einige nicht nur wegen der Musik). <a href=\"http:\/\/kaineder.files.wordpress.com\/2011\/10\/dsc05674.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-1745\" title=\"menge\" src=\"http:\/\/kaineder.files.wordpress.com\/2011\/10\/dsc05674.jpg?w=150\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"112\" \/><\/a>So irgendwie muss es gewesen sein, als die Afrikaner im Stadtteil \u201eAlgier\u201c nicht nur mit ihrer Musik, sondern auch mit ihrer Heilkunst \u201eMeter machten\u201c. New Orleans hat, braucht, nimmt Freiheit und hat deshalb mit dem vordergr\u00fcndig Fremden wenig Probleme. Beeindruckend. Aber: Irgendwie stelle ich mir das Frequency auch so vor. \u00a0Aber dort war ich noch nie.<\/p>\n<p><strong>Stolz auf ihre Stadt<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/kaineder.files.wordpress.com\/2011\/10\/dsc05705.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-1746\" title=\"gute geister\" src=\"http:\/\/kaineder.files.wordpress.com\/2011\/10\/dsc05705-e1319955148462.jpg?w=112\" alt=\"\" width=\"112\" height=\"150\" \/><\/a>Der Bus zur\u00fcck f\u00e4hrt am French-Quarter vorbei. Ich steige aus und kreuze die Bourbon-Street. Helloween ist voll im Gange. Schon heute laufen Tausende angsteinfl\u00f6send-aufreizend verkleidet durch die Strassen. Und wieder: \u00fcberall Musik. Incredible. Und noch etwas: Wenn ich mit Leuten ins Gespr\u00e4ch komme und sich heraustellt, dass ich from Austria komme, dann begr\u00fc\u00dft mich jeder &#8222;in seinem oder ihrem New Orleans&#8220;. Sie sind stolz auf ihre Stadt &#8211; auch die Jungen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mehrere imposante Kircht\u00fcrme\u00a0 auf einem Haufen in unmittelbarer N\u00e4he haben mich schon neugierig gemacht. Ich nehme nach einem Kaffee in der Unterkunft noch etwas m\u00fcde den Bus stadtausw\u00e4rts? Was erlebe ich: Surprise. Ein Mann sitzt etwas gelangweilt am Eingang der Kirche. Ich gehe auf ihn zu und nach kurzer Zeit ist er aufgestanden und hat &hellip; <\/p>\n<p><a class=\"more-link btn\" href=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/es-war-zauberhaft-am-voodoo-festival\/\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[16],"tags":[7],"class_list":["post-1739","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-lokal-detektive","tag-new-orleans-2011","item-wrap"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1739","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1739"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1739\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2407,"href":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1739\/revisions\/2407"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1739"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1739"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1739"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}