{"id":284,"date":"2010-02-02T19:56:38","date_gmt":"2010-02-02T18:56:38","guid":{"rendered":"http:\/\/kaineder.wordpress.com\/?p=284"},"modified":"2018-01-04T07:09:38","modified_gmt":"2018-01-04T06:09:38","slug":"wagner-offenbart-das-denken-und-wollen-roms","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wagner-offenbart-das-denken-und-wollen-roms\/","title":{"rendered":"Wagner offenbart das Denken und Wollen Roms"},"content":{"rendered":"<p>Bei den Puchberger Bauerntagen letztes Wochenende hat\u00a0ein Teilnehmer bei meinem Vortrag zu Kirche und Medien\u00a0gemeint, &#8222;dass man nach der Ernennung Wagners mit ihm von Anfang an ziemlich hart verfahren ist. Er hat seine Mitbr\u00fcder gleich gegen sich gehabt und alle Medien. Da h\u00e4tte man ihm doch auch ein wenig Zeit geben\u00a0und ihn kennenlernen k\u00f6nnen.&#8220; Ein anderer hat in diesem Gespr\u00e4ch gleich eingeworfen, &#8222;dass Pfarrer Wagner in der Di\u00f6zese und bei den Priesterkollegen hinl\u00e4nglich bekannt war&#8220;. Er f\u00fchrte das ins Rennen, um Verst\u00e4ndnis zu bekommen f\u00fcr die von Beginn an breite ablehnende Haltung.<\/p>\n<p><strong>Eine Frage der angelegten Brille<\/strong><\/p>\n<p>Heute sehen wir, wohin das gef\u00fchrt h\u00e4tte, wenn Wagner als Weihbischof solche Predigten gehalten h\u00e4tte und in den Visitationsberichten seine Sicht auf eine Di\u00f6zese, die t\u00e4glich ganz konsequent und in Einheit mit der Weltkirche den Weg in die Zukunft geht, so geschildert h\u00e4tte. Die Di\u00f6zese zeichnet aus, dass die Verantwortung im guten und konstruktiven Miteinander von Geweihten und beauftragten Getauften wahrgenommen wird. Der Blick und die Sorge um die Menschen von heute steht vor der Sorge um den machtvollen Selbststand der Kirche, wie er von Rom mit den neuesten\u00a0Mitteln des Marketing und der Kommunikation aufrechterhalten wird. Schaust du mit einer rosa Brille in die Welt, erscheint alles rosa. Nimmst du die gr\u00fcne Brille, ist alles gr\u00fcn. Es ist eine Frage der Brille. Solange Wagner die schwarze Brille verwendet, wird er schwarz sehen (oder rot).\u00a0 Nat\u00fcrlich hat Wagner recht, wenn er diese Brille tr\u00e4gt, wo in Rom genau diese Brillenversion angesagt ist. Wagner zeigt uns in einer frappierenden Art, was in Rom derzeit gedacht und wie alles gesehen wird.<\/p>\n<p><strong>Es geht nicht alles und jeder unter einen Hut<\/strong><\/p>\n<p>Ein Bekannter schickt mir folgende Email, in dem er analysiert, dass ihm das Christsein in dieser\u00a0Kirche durch die \u00c4u\u00dferungen Wagners sehr schwer gemacht wird. Er analysiert die Sachlage so: &#8222;Irgendwo muss ich auch meine Meinung jetzt deponieren. Keine Angst, ich trete nicht aus der Kirche aus, und ich drohe auch nicht damit. Dazu habe ich schon viel zu viel unter ihr gelitten. Aber Eines m\u00f6chte ich nachdr\u00fccklich klarstellen: Das KURIER-Interview &#8211; und ich habe es Wort f\u00fcr Wort gelesen! &#8211; haut mir schon die Ketten aus! Und zwar deshalb, weil es in meinen Augen bei weitem den Rahmen sprengt, den man so gerne mit &#8222;legitimem Pluralismus&#8220; umschreibt. Ich will mit dem nicht in einer Kirche sein, denn Vielfalt kann ja nicht darin bestehen, dass immer auch das Gegenteil noch richtig ist!\u00a0 Wagners Positionen sind aber das <strong>glatte Gegenteil dessen, was sich f\u00fcr mich aus dem Evangelium und der Botschaft Jesu ergibt<\/strong>! Ich m\u00f6chte schon nachdr\u00fccklich festhalten, dass der f\u00fcr mich kein Bruder im Geiste Jesu ist (da gibts eh genug, mit denen ich mich auch hart tue, aber bis zu einem gewissen Grade kann man ja sagen, man kann sich seine Verwandtschaft nicht aussuchen), sondern mein weltanschaulicher Gegner, um nicht zu sagen: ein Feind.<br \/>\nUnd es wird wohl schon so sein, dass einer wie Wagner von der Di\u00f6zese gar nicht zu derheben ist, selbst wenn die das wollte, aber eine ganz zweifelsfreie Abgrenzung erwarte ich mir schon, und zwar noch deutlicher als die gestrige Wortmeldung des Generalvikars, die vom KURIER heute als &#8222;Kleinreden&#8220; charakterisiert wird.&#8220;<\/p>\n<p>Damit steht dieser Bekannte nicht alleine, weil alleine in den letzten Tagen mehrere Personen die unaufl\u00f6sliche Diskrepanz so ge\u00e4u\u00dfert haben. Es kann nicht das Ziel sein, Menschen mit austreibender oder vertreibender Wirkung in die Mitte hereinzuholen oder um jeden Preis &#8222;unter den di\u00f6zesanen Hut zu bringen.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei den Puchberger Bauerntagen letztes Wochenende hat\u00a0ein Teilnehmer bei meinem Vortrag zu Kirche und Medien\u00a0gemeint, &#8222;dass man nach der Ernennung Wagners mit ihm von Anfang an ziemlich hart verfahren ist. Er hat seine Mitbr\u00fcder gleich gegen sich gehabt und alle Medien. 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