{"id":2926,"date":"2012-03-14T18:19:41","date_gmt":"2012-03-14T17:19:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/?p=2926"},"modified":"2018-01-04T06:52:50","modified_gmt":"2018-01-04T05:52:50","slug":"die-thesen-das-pilgern-und-ein-grunes-band","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/die-thesen-das-pilgern-und-ein-grunes-band\/","title":{"rendered":"Die Thesen, das Pilgern und ein gr\u00fcnes Band"},"content":{"rendered":"<p>Es wird ernst. Die h\u00f6heren Berge des oberen M\u00fchlviertels tragen noch &#8222;wei\u00df&#8220;. Der Rucksack liegt noch v\u00f6llig entleert am Boden. Die Schuhe sind gesalbt. Die Geh- und Bleibe-Sachen liegen in Reih und Glied auf der Ofenbank. Die versprochene Sonne ist heute Sp\u00e4tz\u00fcnder. Die Temperaturen sagen in der Anfangszeit eher weniger Schwei\u00dfperlen voraus. Zwei Anrufe sichern den ersten Schlafplatz und ergeben vielleicht einen Pilgerkollegen in der Gegend von Freyung. Wir werden sehen.<\/p>\n<p><strong>Was treibt dich ? Was zieht dich ?<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/die-thesen-das-pilgern-und-ein-grunes-band\/k640_img_2721\/\" rel=\"attachment wp-att-2932\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-2932\" title=\"Sr. Roswitha Reischl\" src=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/K640_IMG_2721-112x150.jpg\" alt=\"\" width=\"112\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/K640_IMG_2721-112x150.jpg 112w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/K640_IMG_2721-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/K640_IMG_2721.jpg 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 112px) 100vw, 112px\" \/><\/a>Meine ehemalige Deutschprofessorin Sr. Roswitha Reischl ist 86 Jahre. Der heutige Besuch bei ihr in Bad M\u00fchllacken war wieder einmal aufbauend und erhellend. Sie hat ein ganz tiefes Gesp\u00fcr f\u00fcr Menschen, die ihr gegen\u00fcber sitzen. Sie bezeichnet es selber als ganz gro\u00dfes Geschenk, &#8222;dass sie geistig immer noch so fit ist&#8220;. Ja, sie ist hellwach. Vor allem hat sie eine unglaubliche spirituelle Tiefe und manchmal habe ich den Eindruck, sie ist eigentlich schon angekommen. &#8222;Ich kann nicht mehr viel tun, aber meine Sch\u00fcler und viele andere Menschen kann ich noch mitnehmen vor Gott. Wenn doch viel mehr Menschen begreifen und erfassen k\u00f6nnten, dass ihnen Gott mit ganz weiten und offenen Armen gegen\u00fcber steht. Sie m\u00fcssten dem Gl\u00fcck nicht nachjagen, sondern es einfach annehmen.&#8220; Das ist ihre Erfahrung und sie fragt auch mich: Was treibt dich nach Wittenberg, was zieht dich dorthin? Ich erkl\u00e4re ihr mein Vorhaben und sie l\u00e4chelt immer Milde bis sie meint: &#8222;Da m\u00fcsste man noch mitgehen k\u00f6nnen&#8220;. Es stehen berufliche Entscheidungen an. Die intensive ehrenamtliche T\u00e4tigkeit im meiner Heimatpfarre geht nach 10 Jahren zu Ende. Eine einj\u00e4hrige berufliche Erfahrung soll gut eingeordnet werden, ohne dass man angesichts der politischen und gesellschaftlichen Entwicklung &#8222;verweifelt&#8220;. Die tiefe pers\u00f6nliche Berufung soll f\u00fcr mich sichtbar werden. Ein Freund schreibt heute in einem Email: &#8222;&#8220;Ich w\u00fcnsch Dir eine innige Zeit guten Fusses. M\u00f6gen alle Deine Gedanken immer um Dein Herz kreisen. Sei umarmt.&#8220; Danke.<\/p>\n<p><strong>Der Weg<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/die-thesen-das-pilgern-und-ein-grunes-band\/k1024_kirchschlag_wittenberg\/\" rel=\"attachment wp-att-2933\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-2933\" title=\"Kirchschlag_Wittenberg\" src=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/K1024_Kirchschlag_Wittenberg-120x150.jpg\" alt=\"\" width=\"120\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/K1024_Kirchschlag_Wittenberg-120x150.jpg 120w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/K1024_Kirchschlag_Wittenberg-240x300.jpg 240w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/K1024_Kirchschlag_Wittenberg.jpg 441w\" sizes=\"auto, (max-width: 120px) 100vw, 120px\" \/><\/a>Die Karten habe ich zusammen, um den Weg zu finden. Eine grobe Planung habe ich vorgenommen. Auf den Grenzgang am gr\u00fcnen Band freue ich mich besonders. Ziel ist Wittenberg, die Stadt der Thesen, die Luther in der Form gar nicht angeschlagen hat, wie wir immer gelernt haben. Er hat die 95 Thesen in eine &#8222;Zeit der Abh\u00e4ngigkeit und des spirituellen Gesch\u00e4ftes&#8220; (Ablasshandel) formuliert. Gottes Gnade ist gratis, ein Geschenk. Vielleicht verleitet mich der Weg entlang des gr\u00fcnen Bandes, des ehemaligen Eisernen Vorhanges, auch zu Thesen. Noch dazu, wo ich erstmals die Karwoche gehend und unterwegs erlebe. Wir werden sehen. Es gibt hier keine &#8222;Vorgabe&#8220;, h\u00f6chstens ein &#8222;Drang, Erfahrungen, Sichtweisen und Einsch\u00e4tzungen thesenhaft zusammenzufassen.&#8220; \u00a0Schon die Bilder der vergangenen Pilgerfahrten lassen mich durchatmen und die Sehnsucht nach dieser weiten Bewegung immer mehr erwachen. Gelassenheit macht sich breit. Nicht ich baue das Leben, sondern das Leben kommt mir entgegen. F\u00fcr mich als Pilger wird im Laufe des Weges immer klarer werden woher. Das Leben ist ein Geschenk, das Geschenk Gottes an mich, an uns. Gl\u00fcck, Erf\u00fcllung und Dankbarkeit sind die Folge. Das vermute und erhoffe ich.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es wird ernst. Die h\u00f6heren Berge des oberen M\u00fchlviertels tragen noch &#8222;wei\u00df&#8220;. Der Rucksack liegt noch v\u00f6llig entleert am Boden. Die Schuhe sind gesalbt. Die Geh- und Bleibe-Sachen liegen in Reih und Glied auf der Ofenbank. Die versprochene Sonne ist heute Sp\u00e4tz\u00fcnder. Die Temperaturen sagen in der Anfangszeit eher weniger Schwei\u00dfperlen voraus. 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