{"id":3294,"date":"2012-06-27T16:34:05","date_gmt":"2012-06-27T15:34:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/?p=3294"},"modified":"2018-01-04T06:51:13","modified_gmt":"2018-01-04T05:51:13","slug":"der-spalt-geht-auf-und-wo-ist-die-kirche-im-kampf-fur-solidaritat-und-gerechtigkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/der-spalt-geht-auf-und-wo-ist-die-kirche-im-kampf-fur-solidaritat-und-gerechtigkeit\/","title":{"rendered":"Der Spalt geht auf und wo ist die Kirche im Kampf f\u00fcr Solidarit\u00e4t und Gerechtigkeit"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/der-spalt-geht-auf-und-wo-ist-die-kirche-im-kampf-fur-solidaritat-und-gerechtigkeit\/spalt\/\" rel=\"attachment wp-att-3301\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-3301\" title=\"Spalt\" src=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/Spalt-150x120.gif\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"120\" srcset=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/Spalt-150x120.gif 150w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/Spalt-300x240.gif 300w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/Spalt.gif 684w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Etwas betroffen verfolge ich heute die neuesten <a title=\"Dechant kann nicht Dechant bleiben\" href=\"http:\/\/religion.orf.at\/projekt03\/news\/1206\/ne120627_schueller.html\" target=\"_blank\">Ereignisse<\/a> in der &#8222;ungehorsamen Gehorsamsdebatte oder im gehorsamen Ungehorsamsverhalten&#8220;. Es ist so weit. Die in der Logik gehorsam vorgetragenen Anliegen sind am Tisch. Inhaltlich schl\u00fcssige Antworten sind die Bisch\u00f6fe schuldig geblieben. Ich nehme als Beispiel jetzt nicht die Frauenweihe, weil sie hier in einer besonderen selbstverfassten Zwickm\u00fchle sitzen. Der Vatikan hat festgelegt, &#8222;dass man in diesem Falle gar nicht &#8218;handlungsbef\u00e4higt&#8216; ist.&#8220; Das erinnert mich an die geschlossenen Excel-Listen, die im Hintergrund programmiert sind und die Admin-Rechte zur Ver\u00e4nderung sind einzig und alleine im Himmel. Jesus hat programmiert und der ist in den Himmel aufgefahren. Dort alleine liegen Login und Passwort f\u00fcr eine Umprogrammierung: &#8222;Wir k\u00f6nnen da gar nichts machen.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Der ungeschminkte Blick und die Solidarit\u00e4t der 70%<\/strong><\/p>\n<p>Nein, ich nehme das Beispiel der Ausd\u00fcnnung der Seelsorge. Hat je ein Bischof schl\u00fcssig auf Zukunft hin erkl\u00e4rt, wie es in der Pfarrseelsorge bei den konkreten Menschen weitergehen soll, wenn die in dieser Aufgabe zum Z\u00f6libat Verpflichteten noch weniger und \u00e4lter geworden sind? Gestern hat mich in einem Meeting eine PR-Verantwortliche gefragt, warum die Medien immer nur \u00fcber Priester schreiben und so selten \u00fcber Ordensschwestern, Ordensbr\u00fcder oder speziell beauftragte TheologInnen in wichtigen Funktionen.<br \/>\nMeine Sichtweise hat sich \u00fcber die Jahre herausgebildet:<br \/>\n1. Geweiht ist beim Gro\u00dfteil der KatholikInnen selbst viel mehr als getauft.<br \/>\n2. Die Bisch\u00f6fe und die Hierarchie selber betonen immer wieder die Wichtigkeit des Priesteramtes (gerade jetzt in der Zeit der Priesterweihen).<br \/>\n3. Die Medien beobachten das und \u00fcbernehmen diesen Priorit\u00e4ten-Raster.<br \/>\n4. Was f\u00fcr enorm wichtig erkl\u00e4rt und rar wird, wird noch interessanter.<br \/>\n5. Die Medien selber agieren im &#8222;Hierarchie-Modus&#8220; und kennen den synodalen Communio-Modus nicht oder nur sehr selten.<\/p>\n<p><strong>Der Dienst an der Gesellschaft erlaubt den Spalt nicht<\/strong><\/p>\n<p>Die L\u00f6sung der Hierarchie liegt meiner Wahrnehmung im Gesundschrumpfen. Die kleine Herde ist kein verp\u00f6ntes Wort mehr in den oberen Etagen. Auf Twitter wurde die Aktion 70% gestartet. Das Ziel ist, die 70 % ChristInnen in den Fokus zu nehmen, die in unserem Land leben. Sie haben ein Anrecht, als Getaufte gesehen zu werden. Das sind nicht nur die M\u00fcden, sondern auch die Kreativen, die Suchenden, die &#8222;Fremd-Gewordenen&#8220;. Sie haben ein Anrecht, dass sie Kontakt, Seelsorge, Sakramente und die Vorbereitung darauf gut und professionell erleben. Die ausged\u00fcnnte Decke der Priester und die nicht &#8222;wirklich handlungsbem\u00e4chtigten Laien&#8220; sind nicht jene Netz-Br\u00fccke, \u00fcber die Menschen gehen werden (wollen). Schade, dass nicht an der Verdichtung des Netzes gearbeitet wird, sondern jetzt mit Sanktionsma\u00dfnahmen der Spalt aufgeschlagen wird. Dabei w\u00e4re entlang dieser &#8222;Gehorsams-Ungehorsams-Debatte&#8220; etwas m\u00f6glich: &#8222;Der ungeschminkte Blick auf die Realit\u00e4t birgt das gr\u00f6\u00dfte Ver\u00e4nderungspotential in sich.&#8220; So bleibt eigentlich nur die Hoffnung, die Sr. Kunigunde F\u00fcrst in ihrem Interview in den O\u00d6N formuliert hat: &#8222;Die Erneuerung der Kirche f\u00e4ngt unten an, von oben wird sie nicht kommen.&#8220; \u00a0Der Spalt von oben w\u00e4re nicht notwendig gewesen in gemeinsamer Verantwortung f\u00fcr die Zukunft des Netzwerkes Jesu. Und dass die Impulse des Netzwerkes Jesu gesellschaftlich notwendigst w\u00e4re, betonte gestern die Sozialethikerin <a title=\"Gabriel\" href=\"http:\/\/www.kathpress.at\/site\/nachrichten\/database\/47782.html\" target=\"_blank\">Ingeborg Gabriel<\/a>: &#8222;Mit ihrem &#8222;beeindruckenden&#8220; Netzwerk sollten die Kirchen in verschiedensten Bereichen ihren Beitrag zu einem verst\u00e4rkten Gerechtigkeitsdiskurs leisten.&#8220; Dieser Kampf f\u00fcr Gerechtigkeit und Solidarit\u00e4t l\u00e4sst diese innerkirchlichen Spaltereien erblassen, oder?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Etwas betroffen verfolge ich heute die neuesten Ereignisse in der &#8222;ungehorsamen Gehorsamsdebatte oder im gehorsamen Ungehorsamsverhalten&#8220;. Es ist so weit. Die in der Logik gehorsam vorgetragenen Anliegen sind am Tisch. Inhaltlich schl\u00fcssige Antworten sind die Bisch\u00f6fe schuldig geblieben. 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