{"id":3405,"date":"2012-07-18T10:27:55","date_gmt":"2012-07-18T09:27:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/?p=3405"},"modified":"2018-01-04T06:50:52","modified_gmt":"2018-01-04T05:50:52","slug":"weniger-ist-nicht-auf-anhieb-das-anliegen-der-mehrheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/weniger-ist-nicht-auf-anhieb-das-anliegen-der-mehrheit\/","title":{"rendered":"Weniger ist nicht auf Anhieb das Anliegen der Mehrheit"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/weniger-ist-nicht-auf-anhieb-das-anliegen-der-mehrheit\/k800_img_4535\/\" rel=\"attachment wp-att-3410\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-3410\" title=\"Kein Auto da\" src=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/K800_IMG_4535-150x112.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"112\" srcset=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/K800_IMG_4535-150x112.jpg 150w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/K800_IMG_4535-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/K800_IMG_4535.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Ich bin noch nicht lange &#8222;Wiener&#8220;. Die sommerliche &#8222;Parkpickerl-Diskussion&#8220; geht nicht spurlos vorbei. Aufgeregtheit liegt in der Luft wie bei jeder Ver\u00e4nderung. Die dahinsiechende VP in Wien hat das &#8222;Auferstehungswerkzeug&#8220; entdeckt. Wer das Auto in irgend einer Form in Frage stellt oder mit &#8222;Maut&#8220; belegt, kann auf &#8222;Auto-Solidarit\u00e4t&#8220; bauen. In Unterschriften wurde das in Wien 120.000 mal zum Ausdruck gebracht. Soweit mir Zahlen zug\u00e4nglich sind, haben von 10 Personen 1,4 unterschrieben. 8,6 Personen haben einstweilen nichts gemacht. Das ist doch eine gro\u00dfe Mehrheit, die der Frage keinen &#8222;Aktivit\u00e4tsimpuls&#8220; versetzt hat. Auch bei mir gibt es kein Impulsbed\u00fcrfnis zur Auto-Schonung.<\/p>\n<p><strong>Mobilit\u00e4t und nicht Auto<\/strong><\/p>\n<p>Gut erinnern kann ich mich an die breiten Stra\u00dfen in den Vororten New Orleans. Ich selber hatte das Gef\u00fchl, dass dort dem Auto unglaublich viel Fl\u00e4che geopfert wird. Es gibt wenige, die wie ich zu Fu\u00df unterwegs waren. Und ebenso wenige waren mit dem Fahrrad unterwegs. Mehr schon mit dem Bus und mit der Tram. Es waren die \u00c4rmeren, die darauf angewiesen sind. Das Auto ist Statussymbol, tausendfach psychologisch durchleuchtet. Wer in dieser Stadt 200 Jahre zur\u00fcckgeht, sieht die Spuren der autolosen Zeit. Dann hat sich dieses luft- und fl\u00e4chenverzehrende Unget\u00fcm \u00fcber die Stadt hergemacht. \u00a0Das Model Mobilit\u00e4t mit Auto hat eine derartige Plausibilit\u00e4t und Sehnsuchtshaltung dorthin entwickelt, dass ein Weniger beim Auto mit einem unglaublichen Lebensqualit\u00e4tsverlust assoziiert wird. Dabei gibt es Beispiele (im Buch von C.Chorherr, Ver\u00e4ndert! angef\u00fchrt), wie ein Weniger zu mehr Lebensqualit\u00e4t f\u00fchrt. \u00a0Viele sp\u00fcren das und noch mehr genie\u00dfen das in den autolosen Zonen. Es ist nur schade, dass diese dann oft mit dem Auto angesteuert werden. Ich selber genie\u00dfe es ungemein, mich hier nicht mit einem Auto herumschlagen zu m\u00fcssen. U-Bahn, Stra\u00dfenbahn, Bus und die F\u00fc\u00dfe bringen mich \u00fcberall hin. Ehrlich: Vor ein paar Jahren h\u00e4tte ich mir das nicht vorstellen k\u00f6nnen. Heute kann ich mir das umgekehrt nicht mehr vorstellen. Das Gehen und die innere Einstellung zur Mobilit\u00e4t haben mich ver\u00e4ndert. Aus meiner Sicht. positiv. Ein Weniger an Auto ist ein Mehr an Lebensqualit\u00e4t. &#8222;Age of Less&#8220; hei\u00dft ein Buch von D. Boshart. Mehr F\u00fc\u00dfe hilft, das eigene Mobilit\u00e4tsverhalten zu \u00fcberdenken. Zu Fu\u00df komme ich sehr weit. Aber muss ich \u00fcberall hin?<\/p>\n<p><strong><a title=\"NZZ\" href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/aktuell\/feuilleton\/kunst_architektur\/hamburg-feiert-sich-als-metropole-der-architektur-1.17365964\" target=\"_blank\">NZZ<\/a> schildert die Einf\u00fchrung des G\u00f6tzen Auto in Hamburg<\/strong><\/p>\n<p>&#8222;Bald aber machte sich mit dem Auto ein neuer G\u00f6tze breit. Stadtplaner und Architekten f\u00fchrten weiter, was bereits die Nazis begonnen hatten: die autogerechte Umgestaltung der Stadt. An die Stelle der weitgehend unrealisiert gebliebenen Monumentalit\u00e4t der 1930er Jahre traten nun urbanistische Visionen aus den USA, wie die suggestive Ausstellung \u00abDie Stadt und das Auto\u00bb im Museum der Arbeit eindr\u00fccklich zu erz\u00e4hlen weiss. Die feinmaschige Stadtstruktur, wie man sie heute noch an der Deichstrasse oder im G\u00e4ngeviertel erahnen kann, wurde durch breite Strassen \u00fcberlagert, welche die Verkehrsteilnehmer trennten und die Fussg\u00e4nger L\u00e4rm und Abgasen aussetzten.&#8220; Ich schlage vor, das Rad nicht zur\u00fcckzudrehen, sondern nach vorne in eine neue menschenfreundliche Feinmaschigkeit der Stadt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich bin noch nicht lange &#8222;Wiener&#8220;. Die sommerliche &#8222;Parkpickerl-Diskussion&#8220; geht nicht spurlos vorbei. Aufgeregtheit liegt in der Luft wie bei jeder Ver\u00e4nderung. Die dahinsiechende VP in Wien hat das &#8222;Auferstehungswerkzeug&#8220; entdeckt. Wer das Auto in irgend einer Form in Frage stellt oder mit &#8222;Maut&#8220; belegt, kann auf &#8222;Auto-Solidarit\u00e4t&#8220; bauen. 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