{"id":3414,"date":"2012-07-23T13:11:16","date_gmt":"2012-07-23T12:11:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/?p=3414"},"modified":"2018-01-04T06:50:47","modified_gmt":"2018-01-04T05:50:47","slug":"minderheit-und-mehrheit-eine-frage-der-perspektive","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/minderheit-und-mehrheit-eine-frage-der-perspektive\/","title":{"rendered":"Minderheit und Mehrheit? Eine Frage der Perspektive und der Strahlkraft"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/minderheit-und-mehrheit-eine-frage-der-perspektive\/k800_039\/\" rel=\"attachment wp-att-3425\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-3425\" title=\"Erzbischof D'Souza: Fokus\" src=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/K800_039-112x150.jpg\" alt=\"\" width=\"112\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/K800_039-112x150.jpg 112w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/K800_039-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/K800_039.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 112px) 100vw, 112px\" \/><\/a>Es regnet, wie ich in Lambach ankomme. &#8222;<a title=\"Fachtagung 2012\" href=\"http:\/\/www.fachtagung-weltkirche.at\/\" target=\"_blank\">Christsein in der Minderheit<\/a> &#8211; Impulse f\u00fcr ein missionarisches Leben&#8220; steht auf dem bunten Folder, der zur Fachtagung 2012 einl\u00e4dt. Das <a title=\"Stift Lambach\" href=\"http:\/\/www.stift-lambach.at\" target=\"_blank\">Stift<\/a> betrete ich von der Hinterseite und \u00fcber eine alte Stiege komme ich zum &#8222;Normal-Eingang&#8220;. Josef Ahammer ist der erste, auf den ich treffe. Die <a title=\"MIVA\" href=\"http:\/\/www.miva.at\" target=\"_blank\">Miva<\/a> ist Mitveranstalter wie die <a title=\"Ordensgemeinschaften \u00d6sterreichs\" href=\"http:\/\/www.kath-orden.at\" target=\"_blank\">Ordensgemeinschaften der Frauen- und M\u00e4nnerorden<\/a>. Der Pfeil zeigt Richtung Refektorium. Dort sammeln sich die etwa 120 BesucherInnen. Noch nicht wei\u00df ich, dass ich beim Mittagessen neben einem Pater aus Argentinien, einer Ordensschwester, die in Neuguinea t\u00e4tig ist, einer, die in Graz und eine andere, die jetzt nach London geht. Die Schwester gegen\u00fcber meint im Laufe des Gespr\u00e4ches: &#8222;Ich fahre n\u00e4chste Woche wieder heim nach Uganda.&#8220; Auch wenn die Akustik im Speisesaal schlecht war, so war die Neugierde st\u00e4rker und hat uns wunderbar miteinander ins Gespr\u00e4ch gebracht. Ich bin dankbar, in einer solchen &#8222;Arbeitsumgebung&#8220; t\u00e4tig sein zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Den Vortrag twittern<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/minderheit-und-mehrheit-eine-frage-der-perspektive\/k800_045\/\" rel=\"attachment wp-att-3424\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-3424\" title=\"Erzbischof D#Souza mit Weltdorfpfarrer und Kaineder\" src=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/K800_045-112x150.jpg\" alt=\"\" width=\"112\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/K800_045-112x150.jpg 112w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/K800_045-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/K800_045.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 112px) 100vw, 112px\" \/><\/a>Die Pressearbeit ist bei diesem Kooperationsprojekt schon im Voraus eingef\u00e4delt. Kathpress bereichtet, \u00d61 ist da und <a title=\"Steyler\" href=\"http:\/\/www.steyler.eu\/svd\/\" target=\"_blank\">P. Christian Tauchner<\/a> von den Steylern ist mit Kamera ausgestattet. Die Referate werden per Video aufgezeichnet. Ich werde bei den zwei Vortr\u00e4gen twittern. Das hat dann doch bei einigen Verantwortlichen Erstaunen ausgel\u00f6st. Vor allem <a title=\"Di\u00f6zese Patna\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Erzbistum_Patna\" target=\"_blank\">Erzbischof Willian D&#8217;Souza aus Indien (Bihar)<\/a> war postiv \u00fcberrascht, als ich ihm sowohl die Facebookeintr\u00e4ge als auch den Hashtag <a title=\"Twitter #Fachtagung2012\" href=\"https:\/\/twitter.com\/#!\/search\/Fachtagung2012\" target=\"_blank\">#Fachtagung2012<\/a> gezeigt habe. &#8222;There is no time to do this&#8220;, meint er recht direkt. Ich habe selten einen so lebendigen, zielorientierten und weltoffenen Erzbischof erlebt. Er hat mit seinen 60.000 KatholikInnen in seiner Di\u00f6zese unter 25 Millionen Einwohnern eine klare Option: Wir sind f\u00fcr die Menschen da. Die erste Frage f\u00fcr ihn vor allen Dogmen und Vorgaben ist: Was brauchen die Menschen hier bei uns. Da alles tr\u00e4gt er in einem gut verst\u00e4ndlichen Englisch vor und ich denke: Gut, dass ich einen Monat in New Orleans war. Er spricht von &#8222;barrierefreier Kommunkation&#8220; und dass die Leute einen &#8222;Geschmack auf gutes Leben bekommen sollen&#8220;. Zeugenschaft ist zentral und Community, die ausstrahlt. &#8222;Es geht nicht um die Mehrheit, sondern um die Kraft (powerfull) und die Begeisterung, Salz zu sein. Friede, Gerechtigkeit, Gleichwertigkeit der Geschlechter, gute Versorgung mit Lebensnotwendigem sind die &#8222;Richtung, in die es geht&#8220;. Hier spricht ein Bischof, der mit den ihm anvertrauten Menschen geht. Zum Abendessen kommt er in Freizeitkleidung und ich erinnere mich dann wieder: &#8222;Jeder kann zum Bischof kommen&#8220; und &#8222;The Church needs no walls.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Vom Dorf in die Stadt<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/minderheit-und-mehrheit-eine-frage-der-perspektive\/k800_031\/\" rel=\"attachment wp-att-3427\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-3427\" title=\"Plenum\" src=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/K800_031-150x112.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"112\" srcset=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/K800_031-150x112.jpg 150w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/K800_031-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/K800_031.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Prof.in Maria Widl aus Erfuhrt f\u00fchrt aus, dass die &#8222;Dorflogik das Vatikanum II \u00fcberdauert hat&#8220;. Die Kirche agiert in dieser Logik und genau diese Logik ist am Ende. So auch die Kirche. Kurz gesagt pl\u00e4diert sie f\u00fcr den Aufbruch in die &#8222;Stadtlogik&#8220;: Selbstbestimmt und frei gew\u00e4hlt. Neue Formen der Community entstehen und die Kirche wird in neuen Bildern sprechen m\u00fcssen. Nicht mehr die d\u00f6rfliche Landwirtschaft ist das Paradigma, sondern die urbanen Bilder wie \u00d6konomie, Filmwelt, Technik, Psychologie, Architektur, Social Media. Es entfacht sich eine Diskussion, was Minderheit und Mehrheit betrifft. Das Gespr\u00e4ch geht zum ver\u00f6ffentlichten Bild von Kirche und Widl meint: Auf Kirche kann man in unserer Kultur nicht wirklich stolz sein, aber auf das Evangelium kann man bauen. Eine Unterscheidung, die bei den Menschen h\u00f6chste Plausibilit\u00e4t hat und mir sehr sympatisch ist. Seit meinem Assisi-Gehen spreche ich von &#8222;jesuanisch gepr\u00e4gter Kirche&#8220; und meine damit als Anker immer das Evangelium. Davon lassen sich die Menschen auch heute noch inspirieren. Selbst f\u00fchrende Wirtschaftstreibende w\u00fcrden sich mehr eine Kirche w\u00fcnschen, die hier das Evangelium mehr zur Sprache bringt als die Sexualit\u00e4t, &#8222;von der sie wenig verstehen und die sie eigentlich nichts angeht&#8220; (Heiner Gei\u00dfler beim Fr\u00fchst\u00fcck in Gmunden). \u00a0In jedem Fall sieht der Abt von Lambach, Maximilian Neulinger selbst f\u00fcr sein Stift, das nicht unterwegs ist, eine besondere Aufgabe in der Mission: &#8222;Ein besonderes Zeugnis ist die Gastfreundschaft, ein offenes Ohr f\u00fcr jeden.&#8220; Das ist es. Ganz Ohr sein. Oder wie es Sr. Beatrix Mayrhofer von der Vereinigung der Frauenorden \u00d6sterreichs gleich zu beginn andeutete: Wann sind Christen in der Minderheit? Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich schon da. Das ist es ebenso.<\/p>\n<p>Eine Kurzzusammenfassung:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.koo.at\/fileadmin\/bilder\/fachtagung12\/PT_Fachtagung2012_kurz.pdf\" target=\"_blank\">http:\/\/www.koo.at\/fileadmin\/bilder\/fachtagung12\/PT_Fachtagung2012_kurz.pdf<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es regnet, wie ich in Lambach ankomme. &#8222;Christsein in der Minderheit &#8211; Impulse f\u00fcr ein missionarisches Leben&#8220; steht auf dem bunten Folder, der zur Fachtagung 2012 einl\u00e4dt. Das Stift betrete ich von der Hinterseite und \u00fcber eine alte Stiege komme ich zum &#8222;Normal-Eingang&#8220;. Josef Ahammer ist der erste, auf den ich treffe. 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