{"id":3709,"date":"2012-10-01T12:41:20","date_gmt":"2012-10-01T11:41:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/?p=3709"},"modified":"2018-01-04T06:49:06","modified_gmt":"2018-01-04T05:49:06","slug":"fressen-die-alten-den-kuchen-weg-nein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/fressen-die-alten-den-kuchen-weg-nein\/","title":{"rendered":"Fressen die Alten den Kuchen weg? Nein"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/fressen-die-alten-den-kuchen-weg-nein\/k1024_030\/\" rel=\"attachment wp-att-3713\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-3713\" title=\"Wo geht es hin?\" src=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/K1024_030-150x112.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"112\" srcset=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/K1024_030-150x112.jpg 150w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/K1024_030-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/K1024_030.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Die Einladung ins Parlament zu einer Buchpr\u00e4sentation ist schon vor l\u00e4ngerer Zeit hereingeflattert. Nach einem Gespr\u00e4ch mit Sr. Kunigunde F\u00fcrst, der Pr\u00e4sidentin der Vereinigung der Frauenorden \u00d6sterreichs, war mir klar, dass ich diese Gelegenheit nutzen werde. Sie hat erz\u00e4hlt, dass gerade in den Ordensgemeinschaften die Generationenfrage beispielhaft gel\u00f6st wird. Dort haben Schwestern eigentlich das, was auch einen Altbauern oder einen Seniorchef im besten Fall besch\u00e4ftigt. Die Schwestern gehen &#8222;nicht in Pension&#8220;, sondern ver\u00e4ndern ihre T\u00e4tigkeit als Beitrag f\u00fcr das Ganze. Das best\u00e4tigt wieder, was der Mensch braucht: Anerkennung, eine sinnvolle Besch\u00e4ftigung und das Eingebunden-Sein in ein gr\u00f6\u00dferes Ganzes. Mich pers\u00f6nlich irritiert die allgegenw\u00e4rtige Frage nach der Pensionserwartung: &#8222;Wie viel Jahre hast du noch?&#8220; Und dann redet man heute den Jungen Leuten ein: &#8222;Wenn ihr einmal alt seid, gibt es ohnehin keine Pension mehr!&#8220; &#8211; und hat eine &#8222;private Pensionsvorsorge&#8220; parat. Experten aller politischen Richtungen geben dann ihren Senf dazu: &#8222;Jeder bekommt das, was er eingezahlt hat.&#8220; Un-Solidarit\u00e4t pur.<\/p>\n<p><strong>Kohl w\u00f6rtlich: &#8222;\u00dcbelster Raubtierkapitalismus&#8220;<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/fressen-die-alten-den-kuchen-weg-nein\/k1024_032-2\/\" rel=\"attachment wp-att-3714\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-3714\" title=\"Plenarsaal\" src=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/K1024_032-150x112.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"112\" srcset=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/K1024_032-150x112.jpg 150w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/K1024_032-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/K1024_032.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Der Plenarsaal des Parlaments ist voll. Wir nehmen Platz. Neben mir Seniorenvertreter. Viel graues oder sch\u00fctteres Haar. Das Enkerl der Autorin Christa Chorherr meldet sich als Ausnahme immer wieder zu &#8222;Wort&#8220;. Es st\u00f6rt nicht, sondern l\u00e4sst die Seniorenvertreter Blecha und Kohl immer wieder einhellig auf den g\u00fcltigen und funktionierenden Generationenvertrag hinweisen. Als der oben erw\u00e4hnte Vorschlag artikuliert wurde, hob Andreas Kohl (Klubobmann der VP zur Privatiesierungzeit) ordentlich aus: &#8222;Was hier vorgeschlagen wird, stammt von \u00fcbelstem Raubtierkapitalismus.&#8220; Blecha nickt kr\u00e4ftig. Sie sind sich einig: &#8222;Unser Pensionssystem ist auf Solidarit\u00e4t gebaut und ist absolut leistbar.&#8220; Sie wollen mit dem Buch Transparenz schaffen und Fakten auf den Tisch legen gegen das Mobbing und das schlechte Image den Pensionisten gegen\u00fcber. Der Buchtitel ist entstanden, weil man provozieren will. Am Ende der Diskussion war klar: Dieses solidarische Pensionssystem ist sicher. Quersch\u00fcsse kommen von privaten Pensionsvorsorgern, die mit viel Marketing \u00a0und Medienkontakten jene Verunsicherung schaffen wollen, damit der Glaube an dieses Solidarsystem schwindet. Daf\u00fcr gibt es ordentliche Provisionen. Der heutige Pensionist tr\u00e4gt viel zum gesellschaftlichen Leben bei. Er gibt im Schnitt pro Monat 258.- EUR an die n\u00e4chste Generation weiter. \u00a0Sie fordern ein flachere Lohnkurve und das Aus f\u00fcr Bienal-Spr\u00fcnge. Zwei No-Goes benennen Blecha und Kohl: T\u00fcchtige \u00e4ltere Arbeitnehmer werden heute &#8222;aus Kostengr\u00fcnden&#8220; hinausgemobbt. Arbeitnehmer fliehen die Arbeit weil auf der Karibik ein guter Platz f\u00fcr sie ist. Da bin ich wieder bei den Ordensschwestern: Sie verbindet eine tiefe lebenslange Loyalit\u00e4t miteinander. Das tr\u00e4gt.<\/p>\n<p><strong>Warum sind Pensionisten so m\u00e4chtig?<\/strong><\/p>\n<p>Diese Frage wird immer wieder aufgeworfen. Sie exerzieren es vor. Sie sind sich in den wesentlichen Einsch\u00e4tzungen einig. Sie bauen auf Solidarit\u00e4t der Generationen und nicht auf die leeren Versprechen der kaptialistischen Pensionsvorsorgen. Sie vertreten ausschlie\u00dflich die Interessen ihrer Zielgruppe. Sie kommunizieren unendlich viel miteinander. Kohl:&#8220;Ich rufe bei wichtigen Dingen immer alle durch.&#8220; Und Josef Ratzenb\u00f6ck in der ersten Reihe nickt und best\u00e4tigt. Partizipaton und Involvierung &#8211; das ist das Rezept. Jetzt haben sie konkret vor, dass am Runden Tisch auch die Jungen teilnehmen m\u00fcssen. Das ist nicht einfach, meinen sie, aber wir bestehen darauf. Es geht um ihre Zukunft, um die Verteilung des Kuchens. Ich selber denke mir immer wieder, ob es tats\u00e4chlich um den Kuchen geht. Geht es nicht f\u00fcr viele einfach um das Brot zum \u00dcberleben? In jedem Fall gehe ich beruhigt aus dem Parlament, dass das solidarische System so klar als L\u00f6sung gesehen wird. Privatvorsorgern und Unken-Rufern sei gesagt: Dieses Sozialsystem ist nicht nur leistbar, sondern ein wichtiger Wirtschaftsmotor. \u00a0Den Jungen sei gesagt: Baut auf Solidarit\u00e4t und nicht auf &#8222;lebenslanges Ansparen&#8220;. Da brauchen wir nur in die Bibel schauen, wo es zu solchen Leuten hei\u00dft: &#8222;Du Tor!&#8220;<br \/>\nFreda Meissner-Blau urgiert am Schluss noch sehr einf\u00fchlsam: &#8222;Nehmen wir die Umwelt, die Erde auch in den Generationenvertrag auf und behandeln wir sie gut.&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Einladung ins Parlament zu einer Buchpr\u00e4sentation ist schon vor l\u00e4ngerer Zeit hereingeflattert. 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