{"id":371,"date":"2010-02-28T20:35:56","date_gmt":"2010-02-28T19:35:56","guid":{"rendered":"http:\/\/kaineder.wordpress.com\/?p=371"},"modified":"2018-01-04T07:08:33","modified_gmt":"2018-01-04T06:08:33","slug":"aufschauen-und-sich-erheben-lernen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/aufschauen-und-sich-erheben-lernen\/","title":{"rendered":"Die Natur ist die gr\u00f6\u00dfte Kathedrale Gottes"},"content":{"rendered":"<p>Der Alltag kann massiv sein. Er funktioniert gro\u00dfteils nach dem Prinzip Schwerkraft.\u00a0In seiner Allt\u00e4glichkeit zieht der Alltag hinunter. So nehme ich es wahr, wenn ich \u00fcber die Landstra\u00dfe gehe, mit Menschen kommuniziere, einen Blick auf das allt\u00e4gliche Leben werfe.<a href=\"http:\/\/kaineder.files.wordpress.com\/2010\/02\/dsc05961.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-374\" title=\"am stubwieswipfel\" src=\"http:\/\/kaineder.files.wordpress.com\/2010\/02\/dsc05961.jpg?w=150\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"112\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Aufstehen und in Bewegung bringen<\/strong><\/p>\n<p>Letzten Samstag bin ich mit einem Freund mit den Schiern &#8222;On_Tour&#8220; gewesen, hinauf zum Stubwieswipfel auf 1847m. Wir halten Ausschau nach gemeinsamen Terminl\u00f6chern, um uns zu erheben, im Tal zu starten und irgend einen Gipfel anzusteuern. Beim Aufstieg gab es einige Strecken, wo wir atmen und uns gut unterhalten konnten.\u00a0\u00dcber uns f\u00e4hrt zu Beginn die Standseilbahn und neben uns die Schifahrer ins Tal. Unser Pfad f\u00fchrt hinauf und bald sind wir\u00a0alleine in der Spur. &#8222;Es ist eigentlich die nat\u00fcrlichste Bewegung, die uns hier herauff\u00fchrt&#8220;, meint mein Geh-Kollege. Ich stimme dem vollinhaltlich zu. Ich erlebe es selber als Befreiung, in dieser bewegten Anstrengung fast 3 Stunden aufw\u00e4rts zu gehen, Schwei\u00dfperlen auf der Stirn, der ganze K\u00f6rper in guter Anspannung. Der Alltag geht mit, in Gedanken, in \u00dcberlegungen, in einer neuen Distanz. Der Himmel n\u00e4hert sich, mit jedem Schritt.\u00a0Der Gedanke an &#8222;unsere Mutter und unseren Vater&#8220; dort schwingt mit.\u00a0 Ich denke, dass genau dieses Erleben\u00a0vielen angespannten Menschen gut t\u00e4te, eine Befreiung w\u00e4re. Warum stehen sie nicht auf? Ich habe aber auch\u00a0immer jene Menschen &#8222;mit&#8220;, die das\u00a0nicht mehr tun k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Sekt am Gipfel<\/strong><\/p>\n<p>Angekommen am Gipfel treffen wir dort auf eine kleine Gruppe. Eine bunt zusammengew\u00fcrfelte Geh-Gemeinschaft. Zwei sind dabei, die erstmals\u00a0mit Schiern\u00a0einen Gipfel erklimmen. Und meine Augen sehen richtig: Eine Flasche Sekt und Gl\u00e4ser entspringen einem Rucksack. Es wird angesto\u00dfen auf den Aufstieg und das erstmalige Erlebnis. Wir werden auch eingeladen, einen Schluck zu trinken. Auch dieses Erlebnis w\u00e4re so vielen Menschen im Tal zu w\u00fcnschen: Das ganz spontan geteilte Leben. Irgendwie denke ich im flachen St\u00fcck beim Hin\u00fcbergehen auf die H\u00fctte: Hier ereignet sich Kirche. Geteiltes gemeinsames Leben mit einem St\u00fcck Vorwegnahme des Himmels. Jesus geht mit. Wenn dann &#8211; so wie an diesem Samstag &#8211; das Wetter auch noch super mitspielt, entschwindet man fast in den siebten Himmel.<\/p>\n<p>Der Alltag stellt sich daheim und in der Arbeit wieder ein. Er kann aber durch diese Bilder im Kopf nicht mehr diese Schwerkraft entwickeln. Gott sei Dank wissen das viele Menschen und stehen auf, gehen in die Natur. Die Natur ist die gr\u00f6\u00dfte Kathedrale Gottes.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Alltag kann massiv sein. Er funktioniert gro\u00dfteils nach dem Prinzip Schwerkraft.\u00a0In seiner Allt\u00e4glichkeit zieht der Alltag hinunter. So nehme ich es wahr, wenn ich \u00fcber die Landstra\u00dfe gehe, mit Menschen kommuniziere, einen Blick auf das allt\u00e4gliche Leben werfe. 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