{"id":447,"date":"2010-03-26T18:30:42","date_gmt":"2010-03-26T17:30:42","guid":{"rendered":"http:\/\/kaineder.wordpress.com\/?p=447"},"modified":"2018-01-04T07:07:25","modified_gmt":"2018-01-04T06:07:25","slug":"wohin-fuhren-heuer-die-emmausgange","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wohin-fuhren-heuer-die-emmausgange\/","title":{"rendered":"Weinskandal und Schlangenhaut. Die Chance der Emmausg\u00e4nge?"},"content":{"rendered":"<div><span style=\"font-family: Helv; font-size: x-small;\"><span style=\"font-family: Helv; font-size: x-small;\">&#8222;Mit Sicherheit ist offenbar notwendig, was geschieht.\u00a0Und mit Sicherheit birgt auch diese Krise den Keim f\u00fcr Neues, f\u00fcr neue <span style=\"font-family: Helv; font-size: x-small;\"><span style=\"font-family: Helv; font-size: x-small;\">Glaubw\u00fcrdigkeit, neue Strukturen, lebensf\u00f6rdernde Rahmenbedingungen und neues Leben in sich. Vorrausgesetzt werden muss, dass\u00a0man sich den Themen und Ursachen ehrlich\u00a0\u00a0stellt und\u00a0die Aufarbeitung, Ursachenforschung und Konsequenzen nicht scheut&#8220;, so schreibt Monika Greil-Payrhuber in ihrem Oster-Email an FreundInnen.<a href=\"http:\/\/kaineder.files.wordpress.com\/2010\/03\/dsc01005.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-450\" title=\"salamander\" src=\"http:\/\/kaineder.files.wordpress.com\/2010\/03\/dsc01005.jpg?w=150\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"112\" \/><\/a><\/span><\/span><\/span><\/span><\/div>\n<p dir=\"ltr\"><span style=\"font-family: Helv; font-size: x-small;\"><span style=\"font-family: Helv; font-size: x-small;\"><strong>Verfr\u00fchte, aber notwendige Emmausg\u00e4nge<\/strong><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\">\u201cWir leben in kirchenpolitisch sehr turbulenten Zeiten. Die Finanzkammer spricht von einer Welle an Austritten. Viele Menschen sind aufgeschreckt, emp\u00f6rt, haben viel Vertrauen in unsere Kirche verloren. Die \u201cEmmausg\u00e4nge\u201d mit Klagen und d\u00fcsteren Prognosen finden heuer offensichtlich schon ein wenig fr\u00fcher statt. Diese \u201cG\u00e4nge\u201d sie sind allerorts anzutreffen und viele verstehen noch nicht ganz, was da gerade geschieht und warum es reinigend und kl\u00e4rend ist, was geschieht\u201d, nimmt Monika G.-P. Bezug auf die kommende Zeit.\u00a0 Wir haben in Kirchschlag die Emmausgeschichte als \u201cLeitgeschichte\u201d f\u00fcr die Arbeit und das Selbstverst\u00e4ndnis der Pfarre. Wir sind getragen von der Hoffnung, dass sich einer dazugesellt und uns die Augen ein St\u00fcck weit \u00f6ffnen kann f\u00fcr das, was nach dieser Zeit kommen wird.<\/p>\n<p dir=\"ltr\"><strong>Weinskandal und Schlangenhaut<\/strong><\/p>\n<p dir=\"ltr\">In vielen Gespr\u00e4chen verwende ich immer wieder den Weinskandal als die gro\u00dfe Chance, die in dieser Zeit liegt. Damals ist alles zusammengebrochen und aus diesem Scherbenhaufen ist ein ganz neues Weingef\u00fchl erwachsen. Ehrliche Arbeit, professionelle Verarbeitung und Begeisterung f\u00fcr das Produkt haben zu dieser Auferstehung des Weines gef\u00fcht. Dieser Tage hat ein Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer einer Werbeagentur vor den SeelsorgerInnen des Dekanates Linz Mitte gemeint, &#8222;dass sich die Kirche gerade h\u00e4utet&#8220;. So wie eine Schlange immer wieder die \u00e4u\u00dfere Schicht ablegt, so muss auch die Kirche einen &#8222;Relaunch&#8220; wagen, ganz im Sinne des II. Vatikanums mit der gemeinsamen Verantwortung aller Getauften. Wir kennen die Grundintention Jesu, die in den Seligpreisungen enthalten sind. Wenn nicht die Begeisterung daf\u00fcr in den Herzen der Getauften durch den Wind des Heiligen Geistes angefacht wird,\u00a0 dann kann es keine Liturgie im neuen Wein geben.\u00a0 Auch wenn einzelne reaktioni\u00e4re Kreise wieder in die alte Schlangenhaut zur\u00fcckkriechen wollen, so steht ein f\u00fcr allemal fest: In diese Haut passt die neue auf gemeinsame Verantwortung aller Getauften bauende Kirche nicht mehr. Und von der Anbetung der alten Haut kann die geh\u00e4utete Schlange nicht leben.<\/p>\n<p dir=\"ltr\"><strong>Wunsch f\u00fcr die kommenden Tage<\/strong><\/p>\n<p>Monika w\u00fcnscht im Email vor allem &#8222;Mut, Phantasie f\u00fcr neue Wege und viel Gottvertrauen in diesen st\u00fcrmischen Zeiten, au\u00dferdem besinnliche Kartage und viele Auferstehungserlebnisse an Ostern, vor allem auch im Kreise von Freunden und Familie. Besonders aber w\u00fcnsche ich euch die Offenheit f\u00fcr Begegnungen auf allen Wegen, erhellende Gottes- und Menschenbegegnungen, damit wir von Emmaus auch wieder zur\u00fcckfinden zu Leben und Lebendigkeit.&#8220; Erg\u00e4nzen m\u00f6chte ich: M\u00f6ge dir Kirche ihre Angst vor sich selber ablegen, vor allem die Entscheidungstr\u00e4ger.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Mit Sicherheit ist offenbar notwendig, was geschieht.\u00a0Und mit Sicherheit birgt auch diese Krise den Keim f\u00fcr Neues, f\u00fcr neue Glaubw\u00fcrdigkeit, neue Strukturen, lebensf\u00f6rdernde Rahmenbedingungen und neues Leben in sich. 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