{"id":4543,"date":"2013-09-14T17:07:39","date_gmt":"2013-09-14T16:07:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/?p=4543"},"modified":"2018-01-04T06:41:59","modified_gmt":"2018-01-04T05:41:59","slug":"dumpfe-grundstimmung-von-oben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/dumpfe-grundstimmung-von-oben\/","title":{"rendered":"Dumpfe Grundstimmung von oben?"},"content":{"rendered":"<p>Immer \u00f6fter l\u00e4sst sich der Chefredakteur der O\u00d6Nachrichten zu einem \u00a0tiefsinnigen und weit ausholenden &#8222;Kommentar zur Lage des O\u00d6Bundeslandes&#8220; hinrei\u00dfen. &#8222;Nebelwerfen in der Politik&#8220; liegt heute 14. Sept 2013 schon in aller Fr\u00fche am Fr\u00fchst\u00fcckstisch. Der Blick aus dem Fenster \u00a0best\u00e4tigt den Zustand: Nebel. Das weckt keine Lust zum Gehen, zur Bewegung in frischer Luft. R\u00fcckzug und bleiben, wo ich bin. Das d\u00fcrfte auch das tiefe Interesse &#8222;der Politik&#8220; sein.<\/p>\n<p><strong>Medien betrachten nur Eliten<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/mandlbauer.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-4547\" alt=\"Mandlbauer\" src=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/mandlbauer-150x115.jpg\" width=\"150\" height=\"115\" srcset=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/mandlbauer-150x115.jpg 150w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/mandlbauer-300x230.jpg 300w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/mandlbauer.jpg 511w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Mandlbauer analysiert den &#8222;Zustand&#8220; (da steckt Stehen drinnen) mit der Perspektive und den Fokus &#8222;Elite-Politik&#8220;. Da gebe ich ihm recht, dass in diesem Machtkarrussel das zentrale Motiv &#8222;Macht halten oder Macht ausbauen&#8220; ist. Es geht weniger um breite gesellschaftliche Prozesse, sondern um das eigene (\u00dcber)Leben. In diesem Kampf (engl struggle) kann es schon einmal gut sein, bestehende Machtverh\u00e4ltnisse zu kritisieren oder von einer anderen Seite zu betrachten. Wenn es dem eigenen Aufstieg n\u00fctzt, sollte mach es in der Elite so machen. Das bringt einem weiter und l\u00e4sst die anderen hinter uns. Beim Chefredakteur entsteht zu recht das Gef\u00fchl, dass es in diesem Zusammenhang viel Nebel bracht, damit niemand Einblick bekommt in das &#8222;Geschehen da oben&#8220;. Es hinterl\u00e4sst eine dumpfe Grundstimmung, die in der Aussage m\u00fcndet, dass wir unsere besseren Zeiten hinter uns haben. Das sch\u00fcrt Angst und Angst ist f\u00fcr die Macht-Eliten der beste Beton, dass alles so bleibt. In der Friedensbewegung hei\u00dft es im Blick auf die Weltpolitik, dass die PolitikerInnen die Schauspieler auf der B\u00fchne der Waffenlobby sind. Das Drehbuch schreiben die Waffenh\u00e4ndler und Weltkonzerne. Auch das hinterl\u00e4sst ein dumpfes Gef\u00fchl., weil die Medien fast ausschlie\u00dflich genau dieses Theater beschreiben und h\u00f6chstens Rollen-Rivalit\u00e4ten und &#8222;schlecht \u00a0gespielt&#8220; vergeben. Die Medien spielen hier mit und verbreiten das dumpfe Gef\u00fchl.<\/p>\n<p><strong>\u00c4ndert die Blickrichtung<\/strong><\/p>\n<p>Was Mandlbauer in diesem Zusammenhang helfen k\u00f6nnte, ist die 180\u00b0 Drehung. Der Blick richtet sich dann nicht auf die B\u00fchne der Elite und Lobbys, sondern auf das Publikum. Er wird entdecken, dass sie gar nicht mehr in Reihen sitzen und zuschauen, sondern l\u00e4ngst miteinander reden oder gar aus dem Saal verschwunden sind. Viele Aufbruchsbewegungen zu nachhaltigem und neuem solidarischem Leben interessiert der dumpfe Nebel auf der B\u00fchne nicht mehr. Sie wollen klare Sicht haben auf ihre Lebensgrundlagen. Sie betreiben gemeinsam einen Garten, sie nutzen gemeinsam das Auto, sie betreiben neue Schulen, sie scheren sich nicht um Rankings, sie wissen, dass noch viel mehr eigentlich ein weniger an Leben ist. Es gibt sehr viele solcher neuer Aufbr\u00fcche, die ein neues und einfaches Leben im Auge und im Herzen haben. Das sollten die Medien anschauen, beschreiben und in Austausch bringen. Seitenweise vernebeltes Theater animiert mich nicht zum Weiterlesen. Das Neue (nicht im parteipolitischen Sinn) bekommt zu wenig Platz und das alte Bew\u00e4hrte in der Einfachheit des Lebens (siehe Beispiel Ordensgemeinschaften) findet ganz sp\u00e4rlich Buchstaben und Pixel auf Zeitungspapier. Es w\u00fcrde dem Gem\u00fct des Chefredakteurs und den O\u00d6erInnen gut tun, wenn das neu aufbrechende einfache Leben in den Blick k\u00e4me. Nebel w\u00fcrde sich lichten, weil wir einander direkt helfen k\u00f6nnen, das Leben zu gestalten. Das dumpfe Bauchgef\u00fchl w\u00fcrde schwinden, weil wir t\u00e4glich die aufgehende Sonne sehen. Im Evangelium hei\u00dft es: Kehrt um. \u00c4ndert euren Blick. Macht Platz in der Zeitung f\u00fcr neue Lebensmodelle am Boden der Realit\u00e4t. Und lasst die Nebelwerfer im Nebel weiterspielen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Immer \u00f6fter l\u00e4sst sich der Chefredakteur der O\u00d6Nachrichten zu einem \u00a0tiefsinnigen und weit ausholenden &#8222;Kommentar zur Lage des O\u00d6Bundeslandes&#8220; hinrei\u00dfen. &#8222;Nebelwerfen in der Politik&#8220; liegt heute 14. Sept 2013 schon in aller Fr\u00fche am Fr\u00fchst\u00fcckstisch. Der Blick aus dem Fenster \u00a0best\u00e4tigt den Zustand: Nebel. Das weckt keine Lust zum Gehen, zur Bewegung in frischer Luft. &hellip; <\/p>\n<p><a class=\"more-link btn\" href=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/dumpfe-grundstimmung-von-oben\/\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[16,11,10,1],"tags":[],"class_list":["post-4543","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-lokal-detektive","category-kommunikation-lotsen","category-philosophie-theologie","category-allgemein","item-wrap"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4543","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4543"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4543\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7774,"href":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4543\/revisions\/7774"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4543"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4543"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4543"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}