{"id":4603,"date":"2013-10-06T19:04:01","date_gmt":"2013-10-06T18:04:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/?p=4603"},"modified":"2018-01-04T06:41:06","modified_gmt":"2018-01-04T05:41:06","slug":"responsiv-robust-dornig-die-tiefe-praxis-der-liebe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/responsiv-robust-dornig-die-tiefe-praxis-der-liebe\/","title":{"rendered":"Responsiv, robust, dornig: Die Tiefe Praxis der Liebe"},"content":{"rendered":"<p>St\u00e4rke unseren Glauben. Das war der Grundtenor der heutigen Lesungen in der Liturgie am 6. Oktober 2013. Meine Predigt an diesem Sonntag verdanke ich den Ausf\u00fchrungen von Clemens Sedmak beim F\u00fchrungskr\u00e4fteforum der Caritas Ober\u00f6sterreich. So ungef\u00e4hr m\u00fcssten das die Gottesdienstfeiernden geh\u00f6rt haben.<\/p>\n<p><strong>Weniger Kirche und mehr Jesus<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Alberfeldkogel.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-4605\" alt=\"Alberfeldkogel\" src=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Alberfeldkogel-150x73.jpg\" width=\"150\" height=\"73\" srcset=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Alberfeldkogel-150x73.jpg 150w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Alberfeldkogel-300x147.jpg 300w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Alberfeldkogel.jpg 957w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Ich habe am Konzilsgespr\u00e4ch in St. Florian am 5. Oktober 2013 teilgenommen. Es war viel von Kirche die Rede. Mir war zu wenig von der Praxis, der Person und dem Tun Jesu die Rede. Er hat von Gott her gelebt und ist in dieser offenen Haltung auf Menschen zugegangen. Er hat Menschen angeblickt und sein Blick hat heilsame Wirkung ausgel\u00f6st. Jede Begegnung, Ber\u00fchrung, Gespr\u00e4ch hat Menschen aufgerichtet, sodass er schlie\u00dflich sagen konnte: &#8222;Mein Joch ist leicht&#8220;. Es dr\u00fcckt nicht nieder, sondern richtet auf.<\/p>\n<p><strong>Responsiv, robust und dornig<\/strong><\/p>\n<p>Wenn wir bitten &#8211; \u00a0St\u00e4rke unseren Glauben &#8211; dann d\u00fcrfen wir uns fragen: Welchen? Was ist dieser Glaube? Was ist dieses von Jesus inspirierte Leben? Drei &#8222;Schlagworte&#8220; k\u00f6nnen das gut verdeutlichen. Glaube ist responsiv, in Beziehung, Antwort. Es braucht ein tiefes Hinh\u00f6ren, eine kraftvolle Empathie und eine tiefe Vorstellungskraft, &#8222;was im anderen vor \u00a0sich geht&#8220;. Dialog gelingt dann, wenn ich im anderen Platz nehmen kann, mit offenen Ohren. Glaube ist robust und braucht eine starke Identit\u00e4t. Diese Identit\u00e4t leben, auch wenn es Widrigkeiten gibt. Das w\u00fcnsche ich vielen Eltern, die in tiefer &#8222;Robustheit&#8220; ihre \u00dcberzeugung leben, auch wenn die Kinder das Tischgebet nicht wollen, nicht in die Kirche mitgehen. Diese zarte Robustheit wird bei den Kindern mehr bewirken als das viele Reden oder gar Zwingen. Und Glaube ist dornig wie ein Stachel. Wenn die Kirche einen besonderen Dienst heute erf\u00fcllen will, dann liegt er darin, die Menschen darin zu hindern, bei Leid, Trauer und Angst wegzuschauen. Der Papst selber ist Stachel mit seinem Hinweis auf Lampedusa. Auch wenn alle wegschauen wollen, der gl\u00e4ubige Mensch richtet den Blick auf Beeintr\u00e4chtigte, Einsame, Demenzkranke. Genau diese leidvollen Erfahrungen immer wieder in Beziehung bringen ist auch Dienst in der Liturgie.<\/p>\n<p><strong>Tiefe Praxis der Liebe<\/strong><\/p>\n<p>Eltern bekommen ihr drittes Kind. Sie wissen es nicht. Das Kind ist schwer behindert. Die Mutter schildert das so: Der Flug h\u00e4tte nach Italien gehen sollen und angekommen sie wir ganz woanders. Die Eltern lassen sich ein auf diese ganz neue und unvermutete Situation. Sie sind f\u00e4hig zu Liebe, zur ganz tiefen Praxis der Liebe. Sie sind bereit, eine ganz neue &#8222;Sprache der Liebe und Zuwendung&#8220; zu erlernen so wie wenn man eine ganz neue Sprache in einem fremden Land lernt oder lernen muss. Das ist gemeint, wenn wir bitten: St\u00e4rke unseren Glauben. Mach uns f\u00e4hig und bereit zur &#8222;Liebe ohne Z\u00f6gern&#8220;. Dieser Papst ist in diesem Punkt ein guter &#8222;Ermutiger&#8220;. Es geht darum, die Kirche als Ganze in diese Richtung zu \u00f6ffnen, f\u00fcr die tiefe Praxis der Liebe.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>St\u00e4rke unseren Glauben. Das war der Grundtenor der heutigen Lesungen in der Liturgie am 6. Oktober 2013. Meine Predigt an diesem Sonntag verdanke ich den Ausf\u00fchrungen von Clemens Sedmak beim F\u00fchrungskr\u00e4fteforum der Caritas Ober\u00f6sterreich. So ungef\u00e4hr m\u00fcssten das die Gottesdienstfeiernden geh\u00f6rt haben. 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