{"id":4949,"date":"2014-02-09T19:33:51","date_gmt":"2014-02-09T18:33:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/?p=4949"},"modified":"2018-01-04T06:38:12","modified_gmt":"2018-01-04T05:38:12","slug":"weltanschauen-in-den-karpaten-in-rumaenien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/weltanschauen-in-den-karpaten-in-rumaenien\/","title":{"rendered":"Weltanschauen in den Karpaten in Rum\u00e4nien"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/0_Wassertragen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-4958\" alt=\"Wassertragen\" src=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/0_Wassertragen-150x104.jpg\" width=\"150\" height=\"104\" srcset=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/0_Wassertragen-150x104.jpg 150w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/0_Wassertragen-300x209.jpg 300w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/0_Wassertragen-1024x713.jpg 1024w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/0_Wassertragen-900x627.jpg 900w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/0_Wassertragen.jpg 1069w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Ich h\u00f6re noch immer die monotonen n\u00e4chtlichen Zugger\u00e4usche, obwohl ich seit Stunden nicht mehr im Schlafwagen liege. Immer wieder taucht der Wasser tragende Bauer auf. Neun Tage &#8222;Weltanschauen&#8220; in Siebenb\u00fcrgen in Rum\u00e4nien, in den Karpaten und in Kronstadt (Brasov) liegen hinter mir. Meine sechszehn Mitreisenden haben von Wien-Meidling angefangen bis Linz unser gemeinsames Reisemittel Zug verlassen. Alle Gesichter haben beim Abschied einen zufriedenen, mit Eindr\u00fccken, Begegnungen und Erfahrungen gen\u00e4hrten Eindruck gemacht. Die Zugfahrt hat der Seele Platz und Zeit gegeben, das &#8222;Erfahrene&#8220; schon etwas zu ordnen. Zumindest mir ist es so ergangen. Nachhaltig reisen war und ist unser Ziel. Unser <a href=\"http:\/\/www.weltanschauen.at\/uploads\/4\/7\/7\/1\/4771137\/programm_winter_karpaten_2014_final.pdf\" target=\"_blank\">vorgenommenes Programm und unsere Winterwanderungen<\/a> haben wir alle gemacht, &#8222;ohne dabei ein Programm erf\u00fcllen zu m\u00fcssen&#8220;. Es kam uns irgendwie entgegen. Schauen, \u00a0hinh\u00f6ren, bewegen, gut essen und ausruhen haben eine gute Balance gefunden. Lachen und Spa\u00df war immer dabei.<\/p>\n<p><strong>Die einen gehen und andere kommen<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/2_Beatrice.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-4959\" alt=\"Beatrice Unger\" src=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/2_Beatrice-150x93.jpg\" width=\"150\" height=\"93\" srcset=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/2_Beatrice-150x93.jpg 150w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/2_Beatrice.jpg 177w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Im Wissen, dass keine Tastatur eine solche Woche einfangen kann, m\u00f6chte ich ein paar Themen- und Erfahrungsfelder hier festhalten &#8211; nein: andeuten. Es sind behutsame Hinweise f\u00fcr uns, die wir gemeinsam dort waren, und jene, die sich diesem weiten Land Rum\u00e4nien, den Karpaten und Siebenb\u00fcrgen stellen wollen. Heute. 2014. In den Begegnungen und Gespr\u00e4chen haben sich uns Erfahrungen und Einstellungen gezeigt, wurden f\u00fcr mich zug\u00e4nglich, die ich nicht so schnell &#8222;ad acta&#8220; legen kann und m\u00f6chte. Ob wir bei der <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hermannstadt\" target=\"_blank\">Stadtf\u00fchrung in Hermannstadt<\/a> mit Beatrice Ungar, einer wirklich kompetenten Journalistin der &#8222;<a href=\"http:\/\/www.hermannstaedter.ro\/\" target=\"_blank\">Hermannst\u00e4dter Zeitung<\/a>&#8222;, oder mit Frau Renate im &#8222;ehemaligen&#8220; <a href=\"http:\/\/www.landler.com\/landler\/brauch\/museum.html\" target=\"_blank\">Landlerdorf Neppendorf <\/a>oder mit unseren Gastgebern Katharina und Hermann Kurmes in <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/M%C4%83gura_(Bra%C8%99ov)\" target=\"_blank\">Magura<\/a> ins Gespr\u00e4ch kamen, war f\u00fcr mich das tiefste Thema immer wieder &#8222;gehen und \/ oder bleiben&#8220;. Ein Landlerdorf hat sich von 4.000 Menschen auf weniger als 60 reduziert. Ein Museum bleibt der Zeuge f\u00fcr den immerw\u00e4hrenden &#8222;Aufbruch&#8220;.<a href=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/1_Udo.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-4960\" alt=\"Udo Krauss\" src=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/1_Udo.jpg\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/1_Udo1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-4961\" alt=\"Udo Krauss\" src=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/1_Udo1.jpg\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/4_Teppichkauf.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-4970\" alt=\"Teppichkauf\" src=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/4_Teppichkauf.jpg\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/a>Oder wenn Udo, unser lokaler Guide und als &#8222;Sachse&#8220; ein R\u00fcckkehrer aus Deutschland nach Rum\u00e4nien, immer wieder fallen l\u00e4sst, dass ein Viertel aller Rum\u00e4nen (4-5 Millionen) in den letzten Jahren das Land verlassen hat, dann versteht man diesen &#8222;vagabundieren Charakter der St\u00e4dte und D\u00f6rfer&#8220; in diesem landschaftlich so wunderbar sch\u00f6nen Land. Die einen wurden vertrieben und die anderen angesiedelt. So habe ich nicht nur die neuere Geschichte dieser siebenb\u00fcrgischen Gegend erlebt.<\/p>\n<p><strong>Produkte und Arbeit aus dem Ort<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/5_Schnapsbrennen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-4968\" alt=\"Schnapsbrennen\" src=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/5_Schnapsbrennen-150x101.jpg\" width=\"150\" height=\"101\" srcset=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/5_Schnapsbrennen-150x101.jpg 150w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/5_Schnapsbrennen-300x203.jpg 300w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/5_Schnapsbrennen-1024x695.jpg 1024w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/5_Schnapsbrennen-900x611.jpg 900w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/5_Schnapsbrennen.jpg 1085w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Wir sehen am Abend einen ARTE-Film \u00fcber B\u00e4ren, W\u00f6lfe, Hirten, Schafe und aus meiner Sicht &#8211; Commons. Die unglaublichen Weiten der W\u00e4lder und Bergwiesen werden von den Hirten genutzt f\u00fcr ihre Schafe. Ihnen geh\u00f6rt das Land nicht, aber sie nutzen es zusammen mit den Wildtieren mit ihren Schafen. Angriff und Verteidigung treffen hier t\u00e4glich bzw n\u00e4chtlich aufeinander. <a href=\"http:\/\/www.cntours.eu\/kurmes-de.htm\" target=\"_blank\">Katharina und Hermann Kurmes von der Villa Hermani <\/a>im Bergdorf Magura, wo wir untergebracht waren und bestens versorgt wurden, kamen \u00fcber Schutzprogramme f\u00fcr B\u00e4ren und Wildtiere in dieses Gegend des Nationalparks rund um den K\u00f6nigsstein. Sie haben sich entschieden, hier zu bleiben und im Bereich &#8222;\u00d6ko-Tourismus und lokale Gastronomie&#8220; sich zu engagieren. Ihre Geschichte zu h\u00f6ren ist eine &#8222;Mut-Injektion f\u00fcr alle, die \u00fcberlegen, Neues anzugehen&#8220;. Alle ihre zehn Angestellten und Partner kommen aus dem Dorf, wo am fr\u00fchen Morgen weit vor 6 Uhr etwa 40-50 Personen zu Fu\u00df \u00fcber 2 1\/2 Stunden in die Arbeit ins Tal hinunter gehen. Mit der Villa Hermani haben Menschen und hier vor allem Frauen einen Arbeitsplatz in unmittelbarer N\u00e4he. Nicht nur das: Alle Produkte wie K\u00e4se, Butter, Fleisch, Gem\u00fcse usw stammen aus den einfachen Bauernh\u00e4usern aus dem Dorf. Bei unserem 5-st\u00fcndigen Rundgang durch diese Gegend kommen wir zu einem Haus, wo gerade ein Schwein geschlachtet wird. Ein anderer Bauer brennt Schnaps auf einfachste Weise im Freien. In mir werden alle Kindheitserinnerungen vor 40-50 Jahren &#8222;von uns daheim&#8220; wachgerufen. Am letzten Abend danke ich unseren Gastgebern im Namen aller f\u00fcr diesen &#8222;prophetischen Dienst&#8220; hier in dieser Gegend in Zusammenarbeit mit den Menschen. Es gilt auch f\u00fcr sie: &#8222;Sie s\u00e4en, pflegen und andere werden ernten.&#8220; Sie sind unglaublich engagiert, initiativ und strahlen Zukunft aus. Echte Profis.<\/p>\n<p><strong>Ann\u00e4herungen im Gehen<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/7_hin\u00fcberBran.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-4971\" alt=\"Hin\u00fcber nach Bran\" src=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/7_hin\u00fcberBran-150x97.jpg\" width=\"150\" height=\"97\" srcset=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/7_hin\u00fcberBran-150x97.jpg 150w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/7_hin\u00fcberBran-300x194.jpg 300w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/7_hin\u00fcberBran-1024x662.jpg 1024w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/7_hin\u00fcberBran-900x582.jpg 900w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/7_hin\u00fcberBran.jpg 1049w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Gehen war 4 Tage unsere Ann\u00e4herungsform. Ob es die steile Gegend von Magura und Pestera (Nachbardorf) war, der \u00dcbergang hin\u00fcber nach Bran zum &#8222;Dracula-Schloss&#8220;, der Gang durch die Schlucht hinauf zur Hirtenh\u00fctte und zur Bergh\u00fctte am Fusse des K\u00f6nigsteins oder schlie\u00dflich das Hin\u00fcbergehen nach Wolkendorf, es waren immer um die 6 Stunden Gehen. Es war nat\u00fcrlich eine f\u00fcr mich als &#8222;Geher und Pilger&#8220; die wunderbarste Ann\u00e4herung. Herbert aus unserer Gruppe mit seinen 80 Jahren hat es genauso genossen wie alle anderen. Gehen verbindet und zieht einen mit. Der Zusammenhalt war wie ein &#8222;inneres Band&#8220; in der Gruppe sp\u00fcrbar. Genau das habe ich in den Begegnungen vermisst. So unglaublich stark und strukturiert die &#8222;Nachbarschaften&#8220; bei den Sachsen in Siebenb\u00fcrgen war, so wenig scheint mir der Zusammenhalt unter den Rum\u00e4nen heute zu sein. Es sind Individualisten und die Verantwortung f\u00fcr das Gemeinsame wurde im Kommunismus ordentlich zerst\u00f6rt. Hermann erz\u00e4hlt, wie sie selbst immer wieder mit den Angestellten den allgemeinen Weg f\u00fcr alle freiwillig gerichtet haben. Jene, die mitgeholfen haben, wurden im Dorf ausgelacht. Bis heute ist Korruption und Unf\u00e4higkeit das Markenzeichen der Verantwortlichen. So stark das Commons- und Gemeing\u00fcter-Bewusstsein vor dem Kommunismus \u00fcber Jahrhunderte war, so eindringlich wurde es durch das Ceau\u0219escu-Regime ausgel\u00f6scht. Hier wurde aus meiner Sicht ein St\u00fcck Urvertrauen zueinander und zum Gemeinsamen fundamental vernichtet. Die Freiheit heute ist noch keine Freiheit zur Verantwortung. Wir stehen an einer Fahrweggabelung. Ein Pferdefuhrwerk &#8222;rast&#8220; durch unsere Gruppe und wir sind erstaunt ob dieser R\u00fccksichtslosigkeit. &#8222;Auch typisch&#8220;, meint unser Guide. Das erleben wir allerdings nur einmal. Jeder schaut, dass er sich selber durchbringt.<\/p>\n<p><strong style=\"line-height: 1.5em;\"><span style=\"line-height: 1.5em;\">Die Arbeit und die Umgebung<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"line-height: 1.5em;\"><a href=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/3_Ileana.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-4957\" alt=\"3_Ileana\" src=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/3_Ileana-150x112.jpg\" width=\"150\" height=\"112\" srcset=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/3_Ileana-150x112.jpg 150w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/3_Ileana-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/3_Ileana-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/3_Ileana-900x675.jpg 900w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/3_Ileana.jpg 1064w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Am Weg &#8222;hin\u00fcber&#8220; nach Bran treffen wir auf \u00fcber 1.200 m einen kleinen Bauernhof mit 9 K\u00fchen. Die 83-j\u00e4hrige B\u00e4uerin Ileana bittet uns gleich hinein in ihre kleine Stube. Alle 17 haben wir nicht Platz und so rasten einige in der Sonne vor dem Stall. Die T\u00fcr ist mit Kuhmist abgedichtet. Es ist windig und kalt hier heroben. Die Frau macht eine lebensfrohen Eindruck. Ich frage sie, was sie heute &#8222;den Jungen&#8220; als Lebensweisheit mitgeben m\u00f6chte. Sie hebt die Schultern und sch\u00fcttelt den Kopf. Sie kann und will dazu nichts sagen. Das Wasser holt sie 15 Gehminuten unter dem Haus bei einem Brunnen. Im Winter schmilzt sie Schnee. Da erspart sie sich das m\u00fchsame Tragen. Die K\u00fcbel stehen beim Ofen. Der etwas j\u00fcngere Mann ist heute ins Dorf hinuntergegangen. Ich lasse nicht locker mit meinen Fragen. Schlie\u00dflich meine ich, dass hier ein Mensch vor mir sitzt, der resilient allen Widerungen des Lebens getrotzt hat und nicht m\u00fcrrisch wurde. Ich probiere es nochmals: &#8222;Was hat sich bew\u00e4hrt in ihrem Leben? Was ist wichtig?&#8220; Sie wieder ganz kurz: &#8222;Die Arbeit und die Umgebung.&#8220; Und sich l\u00e4chelt. In mir h\u00f6re ich: Eine als sinnvoll erlebte Arbeit, die nie leicht war und die Umgebung hier in der Natur. Das ist es f\u00fcr diese Frau. Wir gehen den Weg hinunter ins Tal. Mehr als 700 H\u00f6henmeter. Eine B\u00e4uerin kommt uns mit zwei Taschen herauf entgegen. Hier kann nur der Mensch, das Pferd und Vieh unterwegs sein, auf diesem Pfad. Beeindruckend einfach und besch\u00e4mend, welche Pfade Menschen sich anderswo zum Leben schaffen. Mit dem &#8222;Budget-Pfad&#8220; hat das absolut nichts zu tun, au\u00dfer dass diese Pfade so steil bleiben, weil sich woanders Menschen mit dem gemeinsam Geschaffenen &#8222;Bequemlichkeits-Pfade&#8220; bauen. Hier ist ein Pfad, aber kein Budget. In Gedanken bin ich nicht nur in Rum\u00e4nien.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\"><a href=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/6_Dorfvonoben.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-4972\" alt=\"Dorf von oben\" src=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/6_Dorfvonoben-150x99.jpg\" width=\"150\" height=\"99\" srcset=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/6_Dorfvonoben-150x99.jpg 150w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/6_Dorfvonoben-300x198.jpg 300w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/6_Dorfvonoben-1024x679.jpg 1024w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/6_Dorfvonoben-900x596.jpg 900w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/6_Dorfvonoben.jpg 1033w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><a href=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/93_Sibiu.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-4976\" alt=\"Sibiu\" src=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/93_Sibiu-150x112.jpg\" width=\"150\" height=\"112\" srcset=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/93_Sibiu-150x112.jpg 150w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/93_Sibiu-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/93_Sibiu-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/93_Sibiu-900x675.jpg 900w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/93_Sibiu.jpg 1064w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/91_Baumkuchen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-4977\" alt=\"Baumkuchen\" src=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/91_Baumkuchen-150x95.jpg\" width=\"150\" height=\"95\" srcset=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/91_Baumkuchen-150x95.jpg 150w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/91_Baumkuchen-300x191.jpg 300w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/91_Baumkuchen-1024x652.jpg 1024w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/91_Baumkuchen-900x573.jpg 900w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/91_Baumkuchen.jpg 1073w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/9_Wolkendorf.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-4979\" alt=\"Nach Wolkendorf\" src=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/9_Wolkendorf-150x93.jpg\" width=\"150\" height=\"93\" srcset=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/9_Wolkendorf-150x93.jpg 150w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/9_Wolkendorf-300x186.jpg 300w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/9_Wolkendorf-1024x635.jpg 1024w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/9_Wolkendorf-900x558.jpg 900w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/9_Wolkendorf.jpg 1045w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><\/span><span style=\"color: #000000;\"><a href=\"http:\/\/www.weltanschauen.at\" target=\"_blank\">Weltanschauen<\/a><\/span><span style=\"color: #000000; line-height: 1.5em;\"><br \/>\n<\/span><span style=\"color: #000000;\"><a href=\"http:\/\/www.cntours.eu\/index.htm\" target=\"_blank\">Villa Herrmani<\/a>\u00a0<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich h\u00f6re noch immer die monotonen n\u00e4chtlichen Zugger\u00e4usche, obwohl ich seit Stunden nicht mehr im Schlafwagen liege. 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