{"id":516,"date":"2010-04-25T15:31:17","date_gmt":"2010-04-25T14:31:17","guid":{"rendered":"http:\/\/kaineder.wordpress.com\/?p=516"},"modified":"2018-01-04T07:06:40","modified_gmt":"2018-01-04T06:06:40","slug":"christsein-ist-ein-auswartsspiel-oder-kirche-in-der-city-extrovertierte-pr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/christsein-ist-ein-auswartsspiel-oder-kirche-in-der-city-extrovertierte-pr\/","title":{"rendered":"Christsein ist ein Ausw\u00e4rtsspiel oder Kirche in der City braucht extrovertierte PR"},"content":{"rendered":"<p>Nicht dort, wo wir ChristInnen selber den Ort oder das Format bestimmen, sondern dort, wo wir im Fremden angenagelt werden,\u00a0bew\u00e4hrt\u00a0sich das jesuanische Christentum. Die heutige Marktsituation ist Realit\u00e4t und als Handlungsrahmen bestimmend. Das ist als Ausgangspunkt zu aktzeptieren.\u00a0 Aufmerksamkeit muss man sich\u00a0verdienen und das mit einem professionellen Vorgehen. Es braucht eine neue Inszenierung der Mitte und Markierungen aus dem Evangelium f\u00fcr die Zeit heute. Citypastoral ist\u00a0daher in Zukunft\u00a0extrovertierte PR-Arbeit. Diese Logik ist mir absolut nicht fremd und bei der Tagung in K\u00f6ln f\u00fchlte ich mich sehr verstanden und best\u00e4rkt, Seelsorge in der Stadt poinitierter, profilierter\u00a0und mit dem Heute kompatibler zu sehen.<a href=\"http:\/\/kaineder.files.wordpress.com\/2010\/04\/dsc06922.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-519\" title=\"Citynetzwerk Versammlung\" src=\"http:\/\/kaineder.files.wordpress.com\/2010\/04\/dsc06922.jpg?w=150\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"112\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Die Stadt zeigt dir, was zu tun ist<\/strong><\/p>\n<p>Matthias Sellmann, Pastoraltheologe zu Bochum, hat mit den mehr als 140 TeilnehmerInnen an der Tagung die Erfahrungen pastoraltheologisch &#8222;eingeordnet&#8220;.\u00a0Er wurde damit zum Stachel f\u00fcr die zukunftige Arbeit. Nicht wir bringen etwas in die Stadt, sondern die Stadt lehrt uns, was heute aus dem Evangelium heraus zu tun ist. Die Stadt ist nicht oberfl\u00e4chlich oder gottlos (wie von Bisch\u00f6fen und anderen immer wieder zu h\u00f6ren ist), sondern artikuliert jene Sehnsucht der Menschen, die wir in der Citypastoral aufgreifen und ansprechen k\u00f6nnen. Nur mit den Menschen der Stadt zusammen k\u00f6nnen wir glaubhaft erlebbar machen, was Glaube, Hoffnung, Liebe, Auferstehung, Gemeinschaft, Leid usw. bedeuten. Radikal im Erfahrungshorizont und in der Sprache der st\u00e4dtischen Menschen. Das hei\u00dft vor allem, hinauszugehen aus den kirchlichen R\u00e4umen und Einrichtungen an jene Pl\u00e4tze, wo sich Menschen aufhalten und ihr Leben gestalten. Aus dem Coaching kann ich immer nur daran erinnern, dass zwei Drittel der L\u00f6sungen unserer Probleme au\u00dferhalb der eigenen Abteilung\u00a0oder Organisation liegen und dass 80 % der Akquisitionen im B\u00fcro, als daheim vorloren gehen.<\/p>\n<p><strong>Kirche in der City hat Verk\u00fcndigung und Kommunikation als Hauptaufgabe<\/strong><\/p>\n<p>Ohne die vier Hauptaufgaben von Kirche zu schm\u00e4lern (Diakonie, Liturgie, Verk\u00fcndigung, Koinonia),\u00a0muss in der Stadt das Augenmerk auf der Verk\u00fcndigung liegen.\u00a0Die Botschaft von einem liebende Gott in einer Sprache und K\u00f6rpersprache des heutigen Menschen zu inszenieren, ist die\u00a0Herausforderung.\u00a0Gefragt sind Menschen, die &#8222;hinaus wollen&#8220;.\u00a0 Gefragt sind Menschen, die sprachlich und thematisch &#8222;provozieren&#8220;, also stark extrovertierte Frauen und M\u00e4nner. Es kommt nicht darauf an,\u00a0noch mehr\u00a0&#8222;Wohlf\u00fchloasen&#8220;\u00a0anzubieten.\u00a0Das Denken und F\u00fchlen der Menschen soll auf sympatische und originelle Art gekreuzt werden mit den Ideen und Verhaltensweisen Jesu.\u00a0Es braucht deshalb eine starke &#8222;extrovertierte Public Relation Arbeit&#8220;.<a href=\"http:\/\/kaineder.files.wordpress.com\/2010\/04\/dsc06935.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-534\" title=\"Schneider, Mei\u00dfner\" src=\"http:\/\/kaineder.files.wordpress.com\/2010\/04\/dsc06935.jpg?w=112\" alt=\"\" width=\"112\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Jedes Jahr zwei &#8222;Skandale&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Charakteristisch f\u00fcr diese Arbeit ist die volle Nutzung des Web 2.0. Liturgien sind kurz, stark und ber\u00fchrend. Stadtkirchen werden zu performtiven Orten. Die Stra\u00dfe wird der Ort der Verk\u00fcndigung und des anr\u00fchrenden\u00a0Moments.\u00a0 Es braucht Skandale. &#8222;Eigentlich m\u00fc\u00dfte jeder Bischof bei seinen Citypastoralleuten jedes Jahr zwei \u00f6ffentliche Skandale bestellen&#8220;,\u00a0behauptete Sellmann und meinte aber nicht die Missbrauchsskandale, sonder originelle Ideen, wie die Botschaft herausragend dargestellt wird. Pers\u00f6nlich bin\u00a0ich \u00fcberzeugt und f\u00fchle mich best\u00e4tigt, dass wir viel mehr &#8222;vagabundierende Kirche&#8220; werden m\u00fcssen.\u00a0Eine wunderbare Zukunftsperspektive &#8211; zumindest f\u00fcr mich.\u00a0 Wie gesagt: Ausw\u00e4rtsspiele sind nicht einfach aber mit viel neuem Publikum.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/kaineder.files.wordpress.com\/2010\/04\/dsc07001.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-520\" title=\"Prof. Sellmann\" src=\"http:\/\/kaineder.files.wordpress.com\/2010\/04\/dsc07001.jpg?w=150\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"112\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/kaineder.files.wordpress.com\/2010\/04\/dsc06974.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-521\" title=\"Im Domforum\" src=\"http:\/\/kaineder.files.wordpress.com\/2010\/04\/dsc06974.jpg?w=150\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"112\" \/><\/a><\/p>\n<div class=\"mceTemp\">\n<dl class=\"wp-caption alignright\">\n<dt class=\"wp-caption-dt\"><a href=\"http:\/\/kaineder.files.wordpress.com\/2010\/04\/dsc06986.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-522\" title=\"Liebesbr\u00fccke\" src=\"http:\/\/kaineder.files.wordpress.com\/2010\/04\/dsc06986.jpg?w=150\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"112\" \/><\/a><\/dt>\n<dd class=\"wp-caption-dd\">Sakrament an der Br\u00fccke<\/dd>\n<\/dl>\n<p><a href=\"http:\/\/kaineder.files.wordpress.com\/2010\/04\/dsc06998.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-523\" title=\"Schweiz und \u00d6sterreich\" src=\"http:\/\/kaineder.files.wordpress.com\/2010\/04\/dsc06998.jpg?w=112\" alt=\"\" width=\"112\" height=\"150\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/kaineder.files.wordpress.com\/2010\/04\/dsc07027.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-524\" title=\"Abschied \" src=\"http:\/\/kaineder.files.wordpress.com\/2010\/04\/dsc07027.jpg?w=150\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"112\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Das Programm der Tagung<\/strong><\/p>\n<p>Besichtigt wurden im Rahmen des zweit\u00e4gigen Netzwerktreffens evangelische und katholische Citykirchenprojekte in Bonn, K\u00f6ln, D\u00fcsseldorf und Wuppertal. Mit dem neuen EKD-Vorsitzenden Schneider und dem K\u00f6lner Kardinal Mei\u00dfner kam es zu Begegnungen am Abend des zweiten Tages im Domforum K\u00f6ln.<\/p>\n<p>Mehr zum Citykirchennetzwerk auf: <a href=\"http:\/\/www.citykirchenprojekte.de\/\">http:\/\/www.citykirchenprojekte.de\/<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nicht dort, wo wir ChristInnen selber den Ort oder das Format bestimmen, sondern dort, wo wir im Fremden angenagelt werden,\u00a0bew\u00e4hrt\u00a0sich das jesuanische Christentum. Die heutige Marktsituation ist Realit\u00e4t und als Handlungsrahmen bestimmend. Das ist als Ausgangspunkt zu aktzeptieren.\u00a0 Aufmerksamkeit muss man sich\u00a0verdienen und das mit einem professionellen Vorgehen. 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