{"id":5314,"date":"2014-04-19T11:27:10","date_gmt":"2014-04-19T10:27:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/?p=5314"},"modified":"2018-01-04T06:35:36","modified_gmt":"2018-01-04T05:35:36","slug":"ganz-ohr-geht-auf-ostern-zu-und-spuert-ein-erwachen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/ganz-ohr-geht-auf-ostern-zu-und-spuert-ein-erwachen\/","title":{"rendered":"Ganz Ohr geht auf Ostern zu und sp\u00fcrt ein Erwachen"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Franzikkus_Assisi.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-5318\" alt=\"_Franzikkus_Assisi\" src=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Franzikkus_Assisi-112x150.jpg\" width=\"112\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Franzikkus_Assisi-112x150.jpg 112w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Franzikkus_Assisi-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Franzikkus_Assisi-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Franzikkus_Assisi-900x1199.jpg 900w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Franzikkus_Assisi.jpg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 112px) 100vw, 112px\" \/><\/a>Es ist schon dunkel. Der Zug f\u00e4hrt in Linz ein. Der Bus ins M\u00fchlviertel l\u00e4sst etwas auf sich warten. Er kommt. Ich steige ein. Der Busfahrer hat sein Radio laufen und ich h\u00f6re, w\u00e4hrend ich die Fahrkarte l\u00f6se, die Leidensgeschichte im Hintergrund. Karfreitag. Es sind nicht viele, die heute mit dem Bus fahren. M\u00fcdigkeit hat sich bei mir breit gemacht. Es waren so viele Eindr\u00fccke, tiefe Begegnungen und wunderbare Orte. Gerade die Fragen auf den Videos, die ich jetzt direkt in die Blogbeitr\u00e4ge eingebettet habe, zeigen einerseits ein hoffendes andererseits ein bangendes Suchen in die Zukunft. Die Bereitschaft, dass es anders wird, ist in den letzten Jahren in vielen Gemeinschaften gewachsen. Die Bereitschaft unter jungen Menschen, diese Ver\u00e4nderung in und rund um die Ordensgemeinschaften konkret und engagiert zu leben, ist noch recht gering. Sowohl <a href=\"http:\/\/www.woman.at\/a\/wer-wird-heute-noch-nonne\" target=\"_blank\">WOMAN <\/a>als auch das <a href=\"http:\/\/www.profil.at\/articles\/1416\/980\/374445\/nonnen-warum-frauen-kloster\" target=\"_blank\">PROFIL<\/a> haben jetzt zu Ostern Ordensfrauen portr\u00e4tiert. Auch hier war im Vorfeld die Spannung zwischen Klischee und Realit\u00e4t klar sp\u00fcrbar. Beide haben die Vielfalt dargestellt, wie ich sie im Gro\u00dfen und Ganzen auch erlebe. Die Redakteurinnen waren offen und neugierig. Das w\u00fcnschte ich mir von mehr Menschen. Neugierde gegen\u00fcber jungen Ordensfrauen im Jetzt, im Hier daheim und tief verwurzelt in der Spiritualit\u00e4t, in Gott, in Jesus Christus. Eine Mitte, die den Rand nicht scheut. Rand, der zur Mitte wird.<\/p>\n<p><strong>Im JAHR DER ORDEN wenig und breit<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/pfanner.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-5319\" alt=\"_pfanner\" src=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/pfanner-150x132.jpg\" width=\"150\" height=\"132\" srcset=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/pfanner-150x132.jpg 150w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/pfanner-300x265.jpg 300w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/pfanner-900x797.jpg 900w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/pfanner.jpg 981w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Vieles von dem, was Ordensfrauen und -m\u00e4nner heute tun, bleibt der medialen \u00d6ffentlichkeit &#8222;verborgen&#8220;. Es sind die stillen Dienste an den Menschen in Grenzsituationen (zB in Eggenburg das Begr\u00e4bnis einer 18-J\u00e4hrigen), in \u00dcberforderung (zB wenn Manager in Kirchental wieder ihre Mitte finden) oder dort, wo Menschen an den R\u00e4ndern ihre W\u00fcrde genommen wird (zB Schubhaft, Roma, einsame Alte). Unsere Gesellschaft ist eine Siegergesellschaft und die Medien spielen hier mit. Fast t\u00e4glich werden die &#8222;Besten&#8220; gek\u00fcrt. Die Bestverdiener werden vorgef\u00fchrt, um auf der einen Seite die Aufregung zu steigern und anderseits subtil den G\u00f6tzen &#8222;Mehr&#8220; und die die Unzufriedenheit zu sch\u00fcren. Unsere Gesellschaft ist auch ein digitale Gesellschaft geworden. Ich habe wieder so wohltuend erlebt, wie in den Orden das gemeinsame Essen, das Gespr\u00e4ch, die Stille, die Rituale des Betens, die reale Begegnung gelebt werden. Oft denke ich mir bei meiner Arbeit: Die Medien sind so schnell, dass ein Mensch, der sich Zeit nimmt f\u00fcr das Gespr\u00e4ch, das Hinh\u00f6ren, das Zeit nehmen, das Gebet, gar nicht mithalten kann. In diesem Moment denke ich nat\u00fcrlich auch an diesen Blog. Menschen, die immer wieder in den Medien sind, erleben auch eine ganz gro\u00dfe Distanz zu den Lebenswelten der konkreten Menschen. \u00a0Die Politik ist hier am weitesten im Abseits. Und die Medien spielen in diesem Abseits voll mit in dem Glauben, dass sie ganz bei den Menschen sind. Ganz Ohr hat meine innere Haltung wieder geschult. Das Jahr der Orden, so meine Wahrnehmung auf der Tour, soll wenig breit in die \u00d6ffentlichkeit stellen. Nicht viel, sondern das Wesentliche.<\/p>\n<p><strong>Die vier Fragen helfen Vielfalt ausloten<\/strong><\/p>\n<p>Meine vier Fragen f\u00fcr die Videos haben &#8211; so immer wieder die R\u00fcckmeldung &#8211; die Dimensionen der vielf\u00e4ltigen Ordenswelt ausgelotet. \u00dcbrigens: Diese Videos sind nicht geschnitten. Eingeschaltet &#8211; ausgeschaltet &#8211; online gestellt. Leben ist wie Zeichnen ohne Radiergummi. Danke f\u00fcr die Bereitschaften dazu, das Vertrauen. In den Antworten: Mitte und Rand sind die Diagonale des Evangeliums, sind die beiden Brennpunkte der Ellipse aus den evangelischen R\u00e4ten. Die Inspirationsquelle (Gr\u00fcndung, Charisma) und die Frage nach dem Zukunftsbild ist das zweite Brennpunkt-Paar. Bew\u00e4hrtes und Neues, Zentrum und Peripherie. Sammlung und Sendung. In den Spannungsfeldern neu erwachen, mutig unkonventionelle Schritte gehen. Die Sehnsucht ist da. Das Erwachen ebenso. Oder: Wie kommt das Neue in die Organisation? Immer wieder f\u00e4llt mir Franziskus ein: Das Evangelium ist nicht schwer, sondern macht das Leben leicht, erf\u00fcllt es mit Freude und Zuversicht. Das Evangelium ist keine B\u00fcrde, sondern offenbart die W\u00fcrde jedes Menschen. Ostern ist aufwachen, auferweckt werden, aufstehen und gehen.<\/p>\n<p>Gesegnete Ostern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist schon dunkel. Der Zug f\u00e4hrt in Linz ein. Der Bus ins M\u00fchlviertel l\u00e4sst etwas auf sich warten. Er kommt. Ich steige ein. Der Busfahrer hat sein Radio laufen und ich h\u00f6re, w\u00e4hrend ich die Fahrkarte l\u00f6se, die Leidensgeschichte im Hintergrund. Karfreitag. Es sind nicht viele, die heute mit dem Bus fahren. 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