{"id":5574,"date":"2014-08-12T18:16:45","date_gmt":"2014-08-12T17:16:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/?p=5574"},"modified":"2018-01-04T06:32:50","modified_gmt":"2018-01-04T05:32:50","slug":"mit-sanften-worten-geduldig-bleiben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/mit-sanften-worten-geduldig-bleiben\/","title":{"rendered":"Mit sanften Worten geduldig bleiben"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/Sch\u00f6nborn_Kaineder_Wien.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-5577\" src=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/Sch\u00f6nborn_Kaineder_Wien-150x121.jpg\" alt=\"Sch\u00f6nborn_Kaineder_Wien\" width=\"150\" height=\"121\" srcset=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/Sch\u00f6nborn_Kaineder_Wien-150x121.jpg 150w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/Sch\u00f6nborn_Kaineder_Wien-300x242.jpg 300w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/Sch\u00f6nborn_Kaineder_Wien-1024x827.jpg 1024w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/Sch\u00f6nborn_Kaineder_Wien-900x727.jpg 900w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/Sch\u00f6nborn_Kaineder_Wien.jpg 1229w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Warum die\u00a0<a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/\" target=\"_blank\">Rheinische Post<\/a> zu einem <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/panorama\/wissen\/das-nein-zur-sterbehilfe-ist-unumstoesslich-aid-1.4446328\" target=\"_blank\">Interview mit Kardinal Sch\u00f6nborn <\/a>kommt, ist eine andere Frage. So kommt uns eine Botschaft nach innen von au\u00dfen entgegen. Die <a href=\"http:\/\/www.kathweb.at\/site\/nachrichten\/database\/64003.html\" target=\"_blank\">Kathpress<\/a> und in Folge <a href=\"http:\/\/religion.orf.at\/stories\/2662724\/\" target=\"_blank\">ORF Religion<\/a> haben die Inhalte \u00fcbernommen. &#8222;Das Nein zur Sterbehilfe ist unumst\u00f6\u00dflich&#8220; wird das Interview im Prim\u00e4rmedium getitelt. Das geht gegen den Vorsitzenden des Evangelischen Rates der Kirchen Pr\u00e4ses Nikolaus Schneider, den ich pers\u00f6nlich in K\u00f6ln vor 4 Jahren recht nahe kennen lernen durfte. Ein Mensch mit Empathie und Achtsamkeit. Kein Ideologe. Er w\u00fcrde, wenn seine krebskranke Frau, f\u00fcr die er sein Amt niederlegt, zur Sterbehilfe begleiten, wenn sie den Wunsch dazu \u00e4u\u00dfert . Hans K\u00fcng l\u00e4sst sich das auch offen. In \u00d6sterreich wird in der Rezeption des Interviews schon anders getitelt: &#8222;Es wird Reformen geben&#8220;. Das ist die \u00f6sterreichische Erwartung an diesen Papst Franziskus. Der ORF \u00fcbernimmt diese Headline ebenso. Das alles macht mich neugierig und ich lese Frage und Antwort, Wort f\u00fcr Wort und will die &#8222;Stimmung&#8220; erfassen, die emotionale Botschaft.<\/p>\n<p><strong>Prophet oder Revolution\u00e4r<\/strong><\/p>\n<p>Mit seinen f\u00fcr ihn typischen sanften und diplomatischen Worten stellt sich Sch\u00f6nborn den etwas &#8222;bohrenden&#8220; Fragen. &#8222;Kapitalismus t\u00f6tet&#8220; teilt er, obwohl er es europ\u00e4isch zuordnet. Nicht die soziale Marktwirtschaft, sondern der Tubo-Kapitalismus. Da k\u00f6nnte die Wortwahl des Kardinals aus meiner Sicht &#8222;forscher&#8220; sein in Anbetracht der geschilderten Tatsachen an todbringenden Verwerfungen. Es gibt aber auch in \u00d6sterreich Menschen in den finanziellen Eliten, die davon profitieren. Sch\u00f6nborn relativiert die &#8222;europ\u00e4ischen hei\u00dfen Eisen&#8220; (Z\u00f6libat, geschieden wiederverheiratet, Frauenweihe) mit einem weltweiten Rahmen, in die er sie hineinstellt. Aber: Z\u00f6libat ist in S\u00fcdamerika mindestens so ein Problem und in Afrika so und so. Und dann sehe ich einen besonderen Trick, der wahrscheinlich im Vatikan seinen Ausgang hat: &#8222;Franziskus ist mehr Prophet als Revolution\u00e4r.&#8220; Da kann man durchatmen. Da ist jetzt einer an der Spitze, der hat Fehlentwicklungen erkannt. Man apostrophiert ihm einen Zukunftsblick, ein Da-Sein &#8222;out of the box&#8220; aber kein Handlungsmandat f\u00fcr jetzt, f\u00fcr heute, hier in Europa, in dieser Weltkirche, in den Seilschaften im Vatikan. Dieser Tage hat mir eine &#8222;Insiderin&#8220; erz\u00e4hlt, dass Franziskus im Vatikan selber &#8222;nicht wirklich ernst genommen wird&#8220;. So wie man eben \u00fcber einen Propheten, einen &#8222;Spinner&#8220; l\u00e4chelt und zur Tagesordnung \u00fcbergeht. Da wird ordentlich gem\u00fcllert und gemauert. In der Peripherie wird zu all dem mit sanften Worten die Geduld zelebriert &#8211; wie in diesem Interview.<\/p>\n<p><strong>Ein frommer Wunsch<\/strong><\/p>\n<p>Warum kann ein Vorsitzender der Bischofskonferenz nicht einfach sagen: &#8222;Hallo Leute in Rom! Wir bauen die kirchlichen Strukturen auf Basis des Priestermangels zur\u00fcck. Es g\u00e4be genug suchende, sich vernetzen wollende Menschen, aber wir h\u00e4ngen unser Konzept am z\u00f6libat\u00e4ren Priester (Mann) auf. Wir verlieren unglaublich an Glaubw\u00fcrdigkeit, weil wir beim Scheitern einer ehelichen Beziehung den juridische Nichtigkeitsweg anbieten k\u00f6nnen anstatt der jesuanischen Vers\u00f6hnung nach einem Scheitern. Eure Ritual-Vorschriften f\u00fcr die Feiern von Gottesdiensten sind sprachlich und vom Empfinden der Menschen ghettoisierend und nicht integrierend, aufbauend, &#8222;leicht&#8220;. Leute! Dass Frauen &#8222;weiheunf\u00e4hig&#8220; sind kann nicht weiter euer ernst sein. Zeigen wir doch der Welt, dass Mann und Frau gleichwertiges Ebenbild sind und sakramentale Handlungen setzen k\u00f6nnen. Wir fahren den Laden retour und beschr\u00e4nken uns wegen der &#8222;hei\u00dfen Eisen&#8220; selber. Wir haben uns die &#8222;Ideologie der kleinen Herde&#8220; ausgedacht und erkl\u00e4ren mit dem Bild des &#8222;zu gro\u00dfen Gewandes&#8220; unsere Schlie\u00dfungen. Wir wagen gar nicht mehr zu denken und zu sagen, geschweige danach zu handeln: Hier stehe ich in Wien, in \u00d6sterreich und bitte euch: Lasst Franziskus einen Revolution\u00e4r sein! Wir helfen gerne mit.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Nicht andere, sondern sich erinnern<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein frommer Wunsch, ein Traum. Wie hei\u00dft es im Interview von Sch\u00f6nborn: &#8222;Die Kirche hat die Aufgabe, daran zu erinnern, dass es noch Zeit ist, umzukehren.&#8220; Das spricht er zur gesellschaftlichen Entwicklung. Ich h\u00f6re hier noch viel mehr: &#8222;Die Kirche hat die Aufgabe, SICH daran zu erinnern, dass es noch Zeit ist, umzukehren.&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Warum die\u00a0Rheinische Post zu einem Interview mit Kardinal Sch\u00f6nborn kommt, ist eine andere Frage. So kommt uns eine Botschaft nach innen von au\u00dfen entgegen. Die Kathpress und in Folge ORF Religion haben die Inhalte \u00fcbernommen. &#8222;Das Nein zur Sterbehilfe ist unumst\u00f6\u00dflich&#8220; wird das Interview im Prim\u00e4rmedium getitelt. 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