{"id":5645,"date":"2014-09-20T20:18:17","date_gmt":"2014-09-20T19:18:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/?p=5645"},"modified":"2018-01-04T06:32:06","modified_gmt":"2018-01-04T05:32:06","slug":"der-urlaub-verneigt-sich-und-geht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/der-urlaub-verneigt-sich-und-geht\/","title":{"rendered":"Der Urlaub verneigt sich und geht"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_5647\" style=\"width: 150px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/2_P9020303.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-5647\" class=\"wp-image-5647 size-thumbnail\" src=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/2_P9020303-150x112.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"112\" srcset=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/2_P9020303-150x112.jpg 150w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/2_P9020303-300x224.jpg 300w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/2_P9020303.jpg 777w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-5647\" class=\"wp-caption-text\">In Irland<\/p><\/div>\n<p>Es stimmt. Wer l\u00e4nger als drei Wochen Abstand zur Arbeit genommen hat, dem wird ganz leise die Freude an der Arbeit aufsteigen. Es erwacht die Sehnsucht, wieder einen Beitrag f\u00fcr das Ganze aus dem eigenen Aufgabengebiet zu gestalten. So sp\u00fcre ich es heute. Ich kann mich noch gut erinnern, als wir im Dompfarrhof sozusagen in der &#8222;Dompfarrhoffamilie&#8220; in Linz gelebt und gewohnt haben, die Kinder klein waren und der damalige Dompfarrer Johann Bergsmann am Abend noch in unsere Wohnung gekommen ist, einen sch\u00f6nen Urlaub und Erholung gew\u00fcnscht hat mit den Worten: &#8222;So und jetzt will ich euch drei Wochen nicht sehen.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Drei Wochen Abstand geht nicht<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_5648\" style=\"width: 150px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/1_IMG_3773.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-5648\" class=\"size-thumbnail wp-image-5648\" src=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/1_IMG_3773-150x72.jpg\" alt=\"Bauernarbeit\" width=\"150\" height=\"72\" srcset=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/1_IMG_3773-150x72.jpg 150w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/1_IMG_3773-300x144.jpg 300w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/1_IMG_3773.jpg 729w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-5648\" class=\"wp-caption-text\">Bauernarbeit<\/p><\/div>\n<p>Wir waren dann wirklich drei Wochen &#8222;Pfarrhof abstinent&#8220;. Das hat unglaublich gut getan. Die erste Woche war einfach M\u00fcdigkeit. Die zweite Woche war Erwachen. Die dritte Woche war Ideen, Sehnsucht nach Daheim, gute Gedanken an Menschen, die wir das ganze Jahr \u00fcber begleiten durften, die mit uns Pfarrleben in der bunten Vielfalt mitgestaltet haben. Der Abstand, die Distanz ist eine Kunst. Der Dompfarrer hat sie uns \u00fcbrigens vorgelebt. Er war dann auch drei Wochen weg und hat uns alle Schl\u00fcssel und die Verantwortung \u00fcbertragen. Ein unglaubliches Vertrauen. Nach einem Assisi-Vortrag ist ein Firmeninhaber zu mir gekommen und hat gemeint: &#8222;Ich kann mir keine 4 Wochen Zeit freischaufeln so wie du.&#8220; Angeblich habe ich zu ihm recht spontan gesagt: &#8222;Und was ist, wenn du stirbst. Dann fehlst du mehr als 4 Wochen.&#8220; Das hat diesen Mann so &#8222;aufgew\u00fchlt&#8220;, dass er ein Jahr sp\u00e4ter 4 Wochen zu Fu\u00df nach Assisi gegangen ist. Von dort hat er mich angerufen, mir diese Begebenheit erz\u00e4hlt, an die ich mich im Detail gar nicht mehr erinnern konnte.<\/p>\n<div id=\"attachment_5649\" style=\"width: 150px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/2_IMG_3754.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-5649\" class=\"size-thumbnail wp-image-5649\" src=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/2_IMG_3754-150x112.jpg\" alt=\"Jonas ist da\" width=\"150\" height=\"112\" srcset=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/2_IMG_3754-150x112.jpg 150w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/2_IMG_3754-300x224.jpg 300w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/2_IMG_3754.jpg 777w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-5649\" class=\"wp-caption-text\">Jonas ist da<\/p><\/div>\n<p>&#8222;Ich habe Abstand genommen und bin jetzt nach 4 Wochen da, in Assisi.&#8220; Gro\u00dfartig. Distanz und Abstand geht, wenn man selber will. Und das ist heute &#8211; im digitalisierten Zeitalter &#8211; der Hacken. Will ich \u00fcberhaupt Distanz? Geht nicht Wichtiges vor\u00fcber, ohne dass es mich erreicht? Geht Leben \u00fcberhaupt ohne Arbeit? Noch dazu, wo die Arbeit Freude und Sinn macht? Lassen die Firmen Menschen \u00fcberhaupt &#8222;aus&#8220;? Die digitale Leine scheint allgegenw\u00e4rtig.<\/p>\n<p><strong>Smartphone als verf\u00fchrerische Br\u00fccke<\/strong><\/p>\n<p>Ich gestehe. Es ist mir damals &#8211; es war noch die vor-digitale Zeit &#8211; leichter gefallen, Abstand zu gewinnen und zu halten. Heute geht \u00fcberall und immer ein Ger\u00e4t mit, das nicht nur telefonieren kann, sondern auch fotografiert, Emails anzeigt, Informationen bereit h\u00e4lt und die &#8222;soziale Br\u00fccke&#8220; darstellt zur digitalisierten Realit\u00e4t und Beziehungswelt. Der ganz normale Alltag eines Kommunikations- und Medienmenschen geht mit. Ich habe heuer einige Funktionen des Smartphones vermehrt ausprobiert. Abschalten.<\/p>\n<div id=\"attachment_5650\" style=\"width: 150px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/3_IMG_3736.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-5650\" class=\"size-thumbnail wp-image-5650\" src=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/3_IMG_3736-150x94.jpg\" alt=\"In der Natur\" width=\"150\" height=\"94\" srcset=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/3_IMG_3736-150x94.jpg 150w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/3_IMG_3736-300x188.jpg 300w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/3_IMG_3736.jpg 777w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-5650\" class=\"wp-caption-text\">In der Natur<\/p><\/div>\n<p>Flugmodus. Ger\u00e4t alleine lassen. Es geht noch nicht wirklich gut. Vielleicht hat mich bisher noch keiner so radikal angesprochen und gemeint: Was ist, wenn du gestorben bist, dann hat das Smartphone auch niemanden. Stimmt. Im n\u00e4chsten Jahr werde ich meinem Smartphone drei Wochen Urlaub geben. Ich werde mich bei ihm verabschieden und sagen: &#8222;So und jetzt haben wir drei Wochen nichts miteinander zu tun.&#8220; Ich bin gespannt, ob das Ger\u00e4t es genie\u00dfen wird. In jedem Fall habe ich heuer schon ge\u00fcbt. Mit mehr oder weniger &#8222;Erfolg&#8220; und Distanz. Der Urlaub verneigt sich und geht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es stimmt. Wer l\u00e4nger als drei Wochen Abstand zur Arbeit genommen hat, dem wird ganz leise die Freude an der Arbeit aufsteigen. Es erwacht die Sehnsucht, wieder einen Beitrag f\u00fcr das Ganze aus dem eigenen Aufgabengebiet zu gestalten. So sp\u00fcre ich es heute. 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