{"id":5653,"date":"2014-09-23T22:40:04","date_gmt":"2014-09-23T21:40:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/?p=5653"},"modified":"2018-01-04T06:32:01","modified_gmt":"2018-01-04T05:32:01","slug":"lebe-ich-oder-werde-ich-gelebt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/lebe-ich-oder-werde-ich-gelebt\/","title":{"rendered":"Lebe ich oder werde ich gelebt"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/IMG_3866.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-5655\" src=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/IMG_3866-112x150.jpg\" alt=\"IMG_3866\" width=\"112\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/IMG_3866-112x150.jpg 112w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/IMG_3866-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/IMG_3866-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/IMG_3866.jpg 777w\" sizes=\"auto, (max-width: 112px) 100vw, 112px\" \/><\/a>Da fallen einem so B\u00fccher in die Hand, weil andere an einen denken und meinen, es passt zu mir. Der Geburtstag hat mir das B\u00fcchlein \u201eRegelrecht verrr\u00fcckt\u201c in die H\u00e4nde gesp\u00fclt. Danke. Es geht um die Benediktsregel f\u00fcr Optimisten. Das war der Link f\u00fcr den Schenker, weil er mich kennt. Orden, Regel, Optimist. Stimmig.<\/p>\n<p><strong>Das Kapitel \u201eZeit\u201c<\/strong><\/p>\n<p>\u201eImmer weiter, immer schneller, immer hektischer \u2013 man hat weder Ruhe noch Gelegenheit, in sich hineinzuh\u00f6ren.\u201c \u00a0So beginnt das Kapitel getitelt mit \u201eZeit\u201c. Der Alltag wird als laut beschrieben. Das Wort hektisch kommt vor und ich mag es nicht. Die innere Stimme wird angesprochen, gelassen werden und die Uhr einmal nicht brauchen. Die Sehnsucht heute. Das stimmt alles. Und dann bin ich geneigt, hier lange zu zitieren: \u201eWo aber findet der Mensch Orte, an denen er zur Ruhe kommen und sich dem Zeitdruck entziehen kann? F\u00fcr stressgeplagte, termingehetzte Frauen und M\u00e4nner scheint es unvorstellbar, sich f\u00fcr einige Tage in ein Kloster zur\u00fcckzuziehen, um intensiv zu sp\u00fcren, zu ersp\u00fcren: lebe ich oder werde ich gelebt?\u201c Dann wird das Klischee geschildert, das viele abschreckt: Hinter Klostermauern hausen Menschen, die allem Weltlichen entsagt haben und v\u00f6llig vergeistigt sind. Wer sich dann doch auf das Abenteuer Kloster einl\u00e4sst, ist keinesfalls verr\u00fcckt, sondern r\u00fcckt vielmehr in eine besondere Atmosph\u00e4re ein.<\/p>\n<p><strong>Das Diktat der Zeit<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/IMG_3865.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-5656\" src=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/IMG_3865-112x150.jpg\" alt=\"IMG_3865\" width=\"112\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/IMG_3865-112x150.jpg 112w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/IMG_3865-224x300.jpg 224w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/IMG_3865-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/IMG_3865.jpg 777w\" sizes=\"auto, (max-width: 112px) 100vw, 112px\" \/><\/a>\u201eVielleicht r\u00fcmpfen manche die Nase: Ist ein solcher Ausstieg nicht gef\u00e4hrlich? Kann das einen Karriereschaden anrichten? Tage ohne Terminkalender, ohne Handy, ohne Computer und Internet, Stunden ohne das Diktat der Zeit? Im Kloster scheinen die Uhren anders zu ticken. F\u00fcr manche kl\u00f6sterlichen Gast f\u00e4llt es wie Schuppen von den Augen: M\u00f6nche und Nonnen verschenken Zeit an andere, wenn sie stundenlang singen und beten. Sie teilen Zeit, wenn sie mit G\u00e4sten reden, ihnen zuh\u00f6ren, offen f\u00fcr ihre Anliegen.\u201c Es geht weiter, dass auch in den Kl\u00f6stern Uhren sind. Die Zeit hat dort aber eine andere Qualit\u00e4t. \u201eSie wird nicht vertr\u00f6delt, nicht totgeschlagen, sondern diszipliniert und verantwortungsvoll genutzt.\u201c Der Rhythmus der Zeit von Arbeit, Lesen und Gebet gibt eine neu Qualit\u00e4t. Da wird es leichter zu leben anstatt gelebt zu werden. Da besteht die Chance, das zu h\u00f6ren, was in einem drinnen steckt.<\/p>\n<p><strong>Du hast es in dir<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_5657\" style=\"width: 150px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Pressekonferenz_Quo-VadisJR8A1314_Kati_Bruder.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-5657\" class=\"size-thumbnail wp-image-5657\" src=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Pressekonferenz_Quo-VadisJR8A1314_Kati_Bruder-150x100.jpg\" alt=\"Foto: Katrin Bruder\" width=\"150\" height=\"100\" srcset=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Pressekonferenz_Quo-VadisJR8A1314_Kati_Bruder-150x100.jpg 150w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Pressekonferenz_Quo-VadisJR8A1314_Kati_Bruder-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Pressekonferenz_Quo-VadisJR8A1314_Kati_Bruder.jpg 777w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-5657\" class=\"wp-caption-text\">Foto: Katrin Bruder<\/p><\/div>\n<p>Ich lege das Buch zur Seite. Die Zeit schreitet dahin. Um 21 Uhr beginnt der Film: \u201eMadame Mallory und der Duft von Curry\u201c am Fleischmarkt. Eine wunderbare Geschichte einer indischen Familie, die in Frankreich \u201elandet\u201c. Der Sohn ein wunderbarer Koch. Es geht um Sterne. Um Konkurrenz und Ann\u00e4herung. In jedem Fall h\u00f6rt der junge Koch von seiner Meisterin nach dem Verkosten des Omlett\u2019s: \u201eDu hast es in dir.\u201c Gemeint hat sie das Gesp\u00fcr f\u00fcr das Kochen, f\u00fcr einen Meister im Kochen. Wem wird das heute zugesagt: Du hast es in dir. Lebe das aus, was in dir steckt. Interessant am Film auch, dass der begnadete Koch alte Rezepte neu w\u00fcrzt. Er kommt aus Indien. \u201eSie k\u00f6nnen doch nicht einfach ein 200 Jahre altes Rezept ver\u00e4ndern.\u201c Darauf sagt er aus sich heraus: \u201eVielleicht sind 200 Jahre schon genug.\u201c Da bin ich wieder bei den Regeln der Orden, bei den Ritualen, den \u201ejahrhunderte alten Rezepten\u201c, den Gewohnheiten. Es geht nicht um die Ver\u00e4nderung, sondern darum, ob das herauskommen darf, was in den Menschen heute drinnen steckt. Die tiefe Berufung. Im Film war es der Koch. Im Buch bin ich noch nicht ganz fertig. Im <a href=\"http:\/\/www.ordensgemeinschaften.at\/1497-das-jahr-der-orden-2015-gott-geweiht-und-ganz-fuer-die-menschen-da\" target=\"_blank\">JAHR DER ORDEN <\/a>wird es irgendwie auch darum gehen. Neues und Altes neu abschmecken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da fallen einem so B\u00fccher in die Hand, weil andere an einen denken und meinen, es passt zu mir. Der Geburtstag hat mir das B\u00fcchlein \u201eRegelrecht verrr\u00fcckt\u201c in die H\u00e4nde gesp\u00fclt. Danke. Es geht um die Benediktsregel f\u00fcr Optimisten. Das war der Link f\u00fcr den Schenker, weil er mich kennt. Orden, Regel, Optimist. Stimmig. 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