{"id":5708,"date":"2014-10-20T20:46:55","date_gmt":"2014-10-20T19:46:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/?p=5708"},"modified":"2018-01-04T06:31:22","modified_gmt":"2018-01-04T05:31:22","slug":"wie-man-ein-interview-geschmeidig-macht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wie-man-ein-interview-geschmeidig-macht\/","title":{"rendered":"Wie man ein Interview geschmeidig macht"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/gruber_standard.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-5709\" src=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/gruber_standard-150x77.jpg\" alt=\"gruber_standard\" width=\"150\" height=\"77\" srcset=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/gruber_standard-150x77.jpg 150w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/gruber_standard-300x155.jpg 300w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/gruber_standard.jpg 716w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>&#8222;Der Hashtag #Synod14 ist mit dem Schlussdokument zur Familien-Synode in Rom nochmals in Schwung gekommen. Da war Hoffnung in der Luft. Die Erwartungen wurden nicht erf\u00fcllt. Das ist auch kein Wunder, denn dieser Papst Franziskus muss sich mit jenen Bisch\u00f6fen arrangieren, die unter Benedikt XVI und seinem Vorg\u00e4nger ernannt wurden. Da war Angepasstheit und Untert\u00e4nigkeit die oberste Maxime. Devoter Gehorsam war ritualisiert. Das (erz)konservative Denken hatte ganz oben in der Hierarchie Platz genommen. Die Welt wurde als Gegnerin abgestempelt und als Feindbild die &#8222;b\u00f6se S\u00e4kularisierung&#8220; hoch gehalten. In jedem Fall war es eine Einweg-Kommunikation von oben nach unten. Kein offenes Wort aus einem Bischofsmund kam offen und transparent in Rom an. Dialog wurde &#8222;unten mit unten&#8220; ausgerufen, zelebriert und inszeniert. Immer wieder, damit die Hoffnung nicht erlischt. &#8222;Gewisse Seilschaften&#8220; in Rom hielten eine dichte Membran um die r\u00f6mische Elite. Dorthin kamen nur Meldungen \u00fcber &#8222;Abtr\u00fcnige&#8220;, die via Spitzelwesen und Internet gejagt wurden. Es ging um Machterhalt und Doktrin. Da wird selbst der neue Papst Franziskus gef\u00e4hrlich, wie heute Kardinal Sch\u00f6nborn einfach zugibt: <a href=\"http:\/\/religion.orf.at\/stories\/2674779\/\" target=\"_blank\">Massive Angriffswelle gegen Papst<\/a>.<\/p>\n<p><strong>Entt\u00e4uschung und geschmeidig machen<\/strong><\/p>\n<p>Heute fr\u00fch ist mir ein Brief an die Bisch\u00f6fe von Erik Fl\u00fcgge aus K\u00f6ln \u00fcber das Netz auf meinen Laptop gesp\u00fclt worden. &#8222;<a href=\"http:\/\/erikfluegge.de\/brief-an-die-bischoefe\/\" target=\"_blank\">Ihr habt mit Christus nichts zu tun<\/a>.&#8220; Hart. Emotional. Schwerste Entt\u00e4uschung in und zwischen den Zeilen. Der Titel verr\u00e4t es. Aus meiner Sicht lesens- und bedenkenswert. Dann kam ein von vielen empfohlener Artikel aus der S\u00fcddeutschen daher: &#8222;<a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/panorama\/katholische-kirche-verwirrt-von-jedem-lichtstrahl-1.2180439\" target=\"_blank\">Verwirrender Lichtstrahl<\/a>&#8222;. &#8222;Die Bisch\u00f6fe hat bei ihrer Familiensynode in Rom der Mut verlassen, Geschiedenen und Homosexuellen ein Signal des Aufbruchs zu senden. Viele sind nun entt\u00e4uscht. Die katholische Kirche wird grunds\u00e4tzlich \u00fcber ihre Ehe-, Familien- und Sexuallehre streiten m\u00fcssen.&#8220; Das wird zu wenig sein. Es m\u00fcssen Taten kommen und klare Botschaften. Wenn es die Hierarchen nicht schaffen, dann m\u00fcssen wir unten es tun. Die Dissonanzen werden lauter werden. Es ist n\u00e4mlich nicht so, dass wir noch l\u00e4nger warten k\u00f6nnen. Jesus und das Volk sind schon weit voraus. Jesus geht, der Papst geht, das Volk geht. Nur die r\u00f6mische Elite sitzt. Der neue Rektor der <a href=\"http:\/\/www.ktu-linz.ac.at\/\" target=\"_blank\">KTU Linz <\/a>Franz Gruber hat im heutigen <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/2000007025449\/Die-katholische-Kirche-ist-kein-Debattierklub\" target=\"_blank\">Standard auch ein Interview<\/a> gegeben. Klug. Klar. Von der Stimmung her die Erwartungen bremsend. &#8222;Man darf nicht vergessen: Fast 40 Jahre war keine Diskussion etwa zum Thema Familie m\u00f6glich.&#8220; Siehe oben.<\/p>\n<p><strong>Rom und das Dienstleistungsdenken<\/strong><\/p>\n<p>Die <a href=\"http:\/\/www.kathweb.at\/site\/nachrichten\/database\/65466.html\" target=\"_blank\">Kathpress hat in der Meldung<\/a>\u00a0(&#8222;Lieber gut als schnell&#8220;) den bremsenden Anteil im Interview hervorgehoben und auf &#8222;geschmeidiger&#8220; gesetzt. Das ist in Wien so. Da wird erst im letzten Absatz, zu dem 80 % nicht mehr kommen, die &#8222;Ungeduld&#8220; des Linzer Theologen angesprochen, wenn es hei\u00dft: &#8222;Zugleich hielt der Dogmatikprofessor fest: Die Zeit sei &#8222;\u00fcberreif&#8220; f\u00fcr Reformen, die dann 2015 erfolgen m\u00fcssten. &#8222;Das ist eine der letzten Chancen der Kirche in dieser modernen Zeit, sich hinein- und nicht mehr \u00fcber die Menschen zu stellen.&#8220; Sie m\u00fcsse den Mut haben, auf die ver\u00e4nderte Welt aktiv zuzugehen &#8222;und nicht nur zuzuschauen, zu jammern und dabei depressiv zu werden&#8220;. \u00dcberholt sei auch der kirchliche Zentralismus im Sinne eines &#8222;Roma locuta, causa finita&#8220;. Rom m\u00fcsse vielmehr eine &#8222;Dienstleistungsstelle f\u00fcr die Ortskirchen&#8220; werden, sagte Gruber.&#8220; Das ist die eigentliche \u00dcberschrift: Rom und das Bewusstsein des Dienstleisters f\u00fcr die Ortskirchen. #Synod16, wenn #Synod15 fertig ist. Dieser Papst hat einen Haufen Arbeit vor sich.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Der Hashtag #Synod14 ist mit dem Schlussdokument zur Familien-Synode in Rom nochmals in Schwung gekommen. Da war Hoffnung in der Luft. Die Erwartungen wurden nicht erf\u00fcllt. Das ist auch kein Wunder, denn dieser Papst Franziskus muss sich mit jenen Bisch\u00f6fen arrangieren, die unter Benedikt XVI und seinem Vorg\u00e4nger ernannt wurden. 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