{"id":5903,"date":"2015-01-12T10:07:59","date_gmt":"2015-01-12T09:07:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/?p=5903"},"modified":"2018-01-04T06:29:31","modified_gmt":"2018-01-04T05:29:31","slug":"eine-beruehmt-gewordene-gewissenserforschung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/eine-beruehmt-gewordene-gewissenserforschung\/","title":{"rendered":"Eine ber\u00fchmt gewordene Gewissenserforschung"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_5905\" style=\"width: 132px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/w\u00f6ckinger.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-5905\" class=\"size-thumbnail wp-image-5905\" src=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/w\u00f6ckinger-132x150.jpg\" alt=\"Pfarrer W\u00f6ckinger\" width=\"132\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/w\u00f6ckinger-132x150.jpg 132w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/w\u00f6ckinger-264x300.jpg 264w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/w\u00f6ckinger.jpg 372w\" sizes=\"auto, (max-width: 132px) 100vw, 132px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-5905\" class=\"wp-caption-text\">Pfarrer W\u00f6ckinger<\/p><\/div>\n<p>Franz W\u00f6ckinger hat gleich nach dem 22. Dezember die &#8222;Gewissenserforschung von Papst Franziskus mit der Kurie&#8220; \u00fcbersetzt und zusammengefasst. Danke dem Pfarrer von St. Georgen an der Gusen f\u00fcr die Pr\u00e4gnanz. Hier die\u00a0Liste der &#8222;15 Krankheiten der Kurie&#8220; vom 22. Dezember 2014.<\/p>\n<p><em><strong>1) Die Krankheit, sich unsterblich, immun oder unersetzbar zu f\u00fchlen:<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>&#8222;Eine Kurie, die sich nicht selbst kritisiert, die sich nicht selbst erneuert, die nicht versucht,\u00a0sich selbst zu verbessern, ist ein kranker K\u00f6rper&#8220;. Der Papst erinnert: \u201eEin Friedhofsbesuch\u00a0k\u00f6nnte uns helfen, die Namen der vielen Menschen zu sehen, die vielleicht meinten,\u00a0unsterblich, immun oder unersetzbar zu sein\u201c. Es ist die Krankheit jener, die \u201esich in\u00a0Herrschaften verwandeln und die sich erhaben \u00fcber alle f\u00fchlen anstatt zu Diensten aller. Sie\u00a0kommt oft von der Pathologie der Macht, vom Erw\u00e4hlt-Sein-Komplex, vom Narzissmus.\u201c<\/em><\/p>\n<p><em><strong>2) Die Krankheit des \u00fcbertriebenen Arbeitens:<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>Die Krankheit derjenigen, die sich, wie Marta im Evangelium, \u201ein die Arbeit st\u00fcrzen und\u00a0dabei unausweichlich das Bessere vernachl\u00e4ssigen: das zu F\u00fc\u00dfen Jesu sitzen.\u201c Der Papst\u00a0erinnert, dass Jesus \u201eseine J\u00fcnger eingeladen hat, ein wenig auszuruhen, denn ein\u00a0Vernachl\u00e4ssigen des n\u00f6tigen Rastens f\u00fchrt zu Stress und Unruhe.\u201c<\/em><\/p>\n<p><em><strong>3) Geistige und spirituelle Versteinerung:<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>Das ist die Krankheit jener, die \u201eihre innere Klarheit, ihre Lebendigkeit und ihren Wagemut\u00a0verlieren, und die sich unter den Akten verstecken und so zu ausf\u00fchrenden Apparaten werden\u00a0anstatt zu M\u00e4nnern Gottes \u2013 unf\u00e4hig mit den Weinenden zu weinen und sich mit den\u00a0Fr\u00f6hlichen zu freuen.\u201c<\/em><\/p>\n<p><em><strong>4) Die Krankheit des \u00fcbertriebenen Planens:<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>&#8222;Wenn der Apostel alles minuzi\u00f6s plant\u201c und wenn er \u201emeint, dass so die Dinge effektiv\u00a0voranschreiten, wird er ein Buchhalter oder ein Handelsfachmann. Es ist n\u00f6tig, gute Pl\u00e4ne zu\u00a0machen. Aber erliegt nicht der Versuchung, die Freiheit des Heiligen Geistes einzusperren\u00a0oder zu dirigieren, denn er ist gr\u00f6\u00dfer und gro\u00dfz\u00fcgiger als jeder menschliche Plan&#8220;.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>5) Die Krankheit der schlechten Koordination:<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>Ohne Koordination werden die Mitglieder einer Gemeinschaft wie ein blo\u00df L\u00e4rm erzeugendes\u00a0Orchester, in dem Gemeinschaftssinn und Mannschaftsgeist fehlen: &#8222;Wenn der Fu\u00df der Hand\u00a0sagt: &#8218;Ich brauche dich nicht&#8216; oder die Hand dem Kopf sagt: &#8218;Ich habe das Sagen'&#8220;.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>6) &#8222;Spiritueller Alzheimer&#8220;:<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>Das ist ein \u201efortschreitendes Abnehmen der spirituellen F\u00e4higkeiten, das \u2026 dazu f\u00fchrt, dass\u00a0ein Mensch in v\u00f6lliger Abh\u00e4ngigkeit von seinen oft eingebildeten Einsichten lebt. Wir sehen\u00a0das in den Leuten, die den Kontakt mit dem Herrn verloren haben &#8230; in jenen, die v\u00f6llig auf\u00a0ihr Hier und Jetzt, ihre Leidenschaften, Launen und Manien angewiesen sind; in jenen, die\u00a0Mauern um sich bauen und sich von selbst erschaffenen G\u00f6tzen versklaven lassen&#8220;.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>7) Die Krankheit der Rivalit\u00e4t und Eitelkeit<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>&#8222;Wenn das eigene Aussehen, die Farbe der Gew\u00e4nder oder die Ehrentitel zu den wichtigsten\u00a0Zielen im Leben werden&#8220;.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>8) Existenzielle Schizophrenie:<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>&#8222;Es ist die Krankheit jener, die ein Doppelleben f\u00fchren. Ein Resultat der Scheinheiligkeit, die\u00a0typisch ist f\u00fcr mittelm\u00e4\u00dfige und fortgeschrittene spirituelle Leere, die auch akademische Titel\u00a0nicht f\u00fcllen k\u00f6nnen. An ihr leiden, die den pastoralen Dienst verlassen haben und sich auf\u00a0b\u00fcrokratische Aufgaben beschr\u00e4nken und so den Kontakt mit konkreten Menschen verlieren&#8220;.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>9) Terror des Tratsches und Klatsches:<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>Die von dieser Krankheit befallenen Menschen werden \u201eS\u00e4m\u00e4nner, die (wie der Teufel)\u00a0Unkraut s\u00e4en\u201c \u2013 und oft \u201ekaltbl\u00fctige M\u00f6rder, die mit Ger\u00fcchten \u00fcber die eigenen Kollegen\u00a0und Mitbr\u00fcder agieren.\u00a0Das ist die Krankheit von Feiglingen, die nicht den Mut haben, Menschen direkt\u00a0anzusprechen, sondern nur hinter deren R\u00fccken reden. \u2026 H\u00fcten wir uns vor dem Terror des\u00a0Tratsches!&#8220;<\/em><\/p>\n<p><em><strong>10) Die Krankheit, die Vorgesetzten zu verg\u00f6ttern:<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>&#8222;Das ist die Krankheit jener, die ihre Vorgesetzten hofieren und daf\u00fcr auf deren Wohlwollen\u00a0hoffen. Sie sind Opfer des Karrierismus und des Opportunismus. Sie verehren Menschen, die\u00a0nicht Gott sind.&#8220;\u00a0\u201eSie kann aber auch Vorgesetzte befallen, wenn sie einige ihrer Mitarbeiter hofieren, um\u00a0deren Unterw\u00fcrfigkeit und psychologische Abh\u00e4ngigkeit zu erreichen \u2013 aber das f\u00fchrt zu\u00a0einer blo\u00dfen Komplizenschaft.\u201c<\/em><\/p>\n<p><em><strong>11) Die Krankheit der Gleichg\u00fcltigkeit gegen\u00fcber anderen:<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>&#8222;Wenn der Erfahrenere sein Wissen den weniger Erfahrenen nicht zur Verf\u00fcgung stellt.\u00a0Wenn man aus Neid oder Heimt\u00fccke Freude daran findet, andere fallen zu sehen, statt ihnen\u00a0aufzuhelfen und sie zu ermutigen&#8220;.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>12) Die Krankheit der aufgesetzten Trauermine:<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>Die Krankheit jener, die meinen, wer ernst genommen werden will, m\u00fcsse ein finsteres\u00a0Gesicht machen und \u201edie anderen \u2013 vor allem die als niedriger eingesch\u00e4tzten \u2013 mit Strenge,\u00a0H\u00e4rte und Arroganz behandeln.\u00a0Tats\u00e4chlich sind theatralischer Ernst und steriler Pessimismus oft Symptome von Angst und\u00a0Unsicherheit. Der J\u00fcnger muss h\u00f6flich, enthusiastisch und gl\u00fccklich sein und Freude\u00a0weitergeben, wo auch immer er hingeht&#8220;.\u00a0Der Papst ermutigt zu \u201eHumor und Selbstironie\u201c.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>13) Die Krankheit des Anh\u00e4ufens:<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>&#8222;Wenn ein J\u00fcnger versucht, eine existenzielle Leere in seinem Herz mit der Ansammlung\u00a0materieller G\u00fcter zu f\u00fcllen, nicht weil er sie braucht, sondern weil er sich dadurch sicherer\u00a0f\u00fchlt&#8220;.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>14) Die Krankheit &#8222;geschlossener Kreise&#8220;:<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>Wenn die \u201eZugeh\u00f6rigkeit zum Gr\u00fcppchen st\u00e4rker wird als jene zum K\u00f6rper\u201c &#8211; oder gar zu\u00a0Christus selbst.\u00a0&#8222;Diese Krankheit beginnt immer mit guten Absichten, aber mit der Zeit versklavt sie ihre\u00a0Mitglieder, indem sie zu einem Krebsgeschw\u00fcr wird, das die Harmonie des K\u00f6rpers bedroht\u00a0und so viel Schaden verursacht \u2013 Skandale \u2013 besonders gegen\u00fcber unseren j\u00fcngeren\u00a0Br\u00fcdern&#8220;.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>15) Das Streben nach weltlichen Profiten und die Prahlerei:<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>&#8222;Das ist die Krankheit jener, die uners\u00e4ttlich sind in ihren Versuchen, ihre Macht zu\u00a0vervielfachen, und dabei des Rufmords, der Diffamierung und der Diskreditierung anderer\u00a0f\u00e4hig sind \u2013 auch in Zeitungen und Magazinen \u2013 , nat\u00fcrlich um sich selbst als kompetenter als\u00a0andere darzustellen&#8220;.\u00a0<\/em><\/p>\n<p>(Quelle: Franz W\u00f6ckinger, St. Georgen Gusen)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Franz W\u00f6ckinger hat gleich nach dem 22. 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