{"id":6880,"date":"2016-02-23T12:18:42","date_gmt":"2016-02-23T11:18:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/?p=6880"},"modified":"2018-01-03T19:05:43","modified_gmt":"2018-01-03T18:05:43","slug":"ein-einfaches-kreuz-geht-durch-die-zeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/ein-einfaches-kreuz-geht-durch-die-zeit\/","title":{"rendered":"Ein einfaches Kreuz geht durch die Zeit"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/fkreuz.jpg\" rel=\"attachment wp-att-6883\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-6883\" src=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/fkreuz-150x104.jpg\" alt=\"fkreuz\" width=\"150\" height=\"104\" srcset=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/fkreuz-150x104.jpg 150w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/fkreuz-300x209.jpg 300w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/fkreuz-768x534.jpg 768w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/fkreuz.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Das Leben bereitet mir immer wieder sch\u00f6ne \u00dcberraschungen. So diese. Im Posteingang finde ich ein Email, das die fr\u00fchen Jahre ab 1982 als Pastoralassistent\u00a0in der Dompfarre Linz ein wenig ausleuchtet. Es r\u00fchrt mich deshalb an, weil ich manche Details selber gar nicht mehr so pr\u00e4sent hatte. Es geht um ein ganz einfaches Holzkreuz im Linzer Mariendom. Aber wie kam es zu dem Kreuz?<\/p>\n<p><strong>Darf ich mich wegen einer Frage an Dich wenden?<\/strong><\/p>\n<p><em>\u201eDamals in der Domjugend hat mein Bruder Ernst, der Tischler war, ein Kreuz f\u00fcr die in der Fastenzeit stattfindenden Jugendkreuzwege gezimmert. Du hast es mit Deinem Citroen (-&gt; Ente ) von meinem Elternhaus abgeholt. Von letztem Mittwoch bis gestern war ich bei den Karmeliten auf Exerzitien. Dabei hatten wir auch l\u00e4ngere Pausen &#8211; vor allem zu den Essenszeiten. Da der Dom ja nicht weit vom Karmelitenkloster entfernt liegt, hab ich Freitagabend, in der Pause nach dem Abendessen, wieder\u00a0mal den Dom besucht, und war \u00fcberrascht \u00fcber das Kreuz, das am Ende des Weges ausgehend von der Barmherigkeitspforte steht. Irgendwie hatte ich das Gef\u00fchl, dass es das Kreuz meines Bruders ist. Gem\u00e4\u00df meiner Auffassung, dass Fragen nichts kostet, bin ich in die Sakristei gegangen. Es war ja kurz vor der Abendmesse. Die Dame sagte mir aber nur, dass sie nicht wisse, von woher das Kreuz sei. Ich wollte nicht weiter l\u00e4stig sein und bin zum Karmelitenkloster zur\u00fcckgegangen. Dabei kam ich bei den Schauk\u00e4sten vorbei, blieb dort stehen, und las ein paar Plakate. Etwas hat mich\u00a0interessiert und ich hab das dann, wie man es heutzutage macht, mit dem Handy abfotografiert. Das tut man, wenn man keinen Stift und keinen Zettel zur Hand hat. Auf einmal stand eine Frau neben mir und wir kamen ins Gespr\u00e4ch. W\u00e4hrend sie einzelne Schauk\u00e4sten aufmachte und alte Plakate rausnahm und neue reinh\u00e4ngte, erz\u00e4hlte ich ihr auch von meinem Dombesuch, und was ich vom\u00a0Kreuz am Ende des Barmherigkeitswegs vermute, wie vorhin beschrieben. Auch sie wusste keine Antwort.\u201c<\/em> \u00a0Dann beschreibt Franz noch ein paar Details, \u00a0um dann eine Anfrage an mich zu richten: <em>\u201eLange Rede kurzer Sinn: Ich habe mich erinnert, dass Du mir immer gerne und zuvorkommend Auskunft gegeben hast. Daher diese Email an Dich, als ehemaliger Pastoralassistent der\u00a0Dompfarre. Vielleicht wei\u00dft Du was vom Verbleib des Kreuzes meines Bruders und ob meine Vermutung stimmt?\u201c<\/em><\/p>\n<p><strong>Einfachheit als &#8222;Sakrament&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich beantworte ich solche Fragen sehr gerne und ich habe Franz sofort zur\u00fcckgeschrieben: \u201eZiemlich genau erinnere ich mich auch noch, wie wir das Kreuz damals in den Dom gebracht haben. Ja, es ist noch immer dasselbe Kreuz, das wir damals in Prozession zusammen mit etwa 200 Jugendlichen im Rahmen der pilgernden Jugendvesper vom Dom durch die Stadt zur Martinskirche getragen haben. Seit dieser Zeit steht es in seiner Einfachheit und Schlichtheit im Dom. Jahr f\u00fcr Jahr erinnert es an die Fastenzeit. So ist aus dem einfachen Holz ein Kreuz geworden und daraus wiederum ein &#8222;Sakrament&#8220;, ein Zeichen daf\u00fcr, dass Gott uns n\u00e4her ist als wir vielleicht erahnen.\u201c Heuer hat das Kreuz seinen Platz am Weg der Barmherzigkeit. Es sind die einfachen Dinge, die bleiben und die gr\u00f6\u00dfte Kraft haben. Ein starkes Signal in eine von Design und mit \u00c4u\u00dferlichkeiten aufgeladene Zeit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Leben bereitet mir immer wieder sch\u00f6ne \u00dcberraschungen. So diese. 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