{"id":8221,"date":"2019-04-09T13:02:16","date_gmt":"2019-04-09T12:02:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/?p=8221"},"modified":"2019-04-09T13:02:16","modified_gmt":"2019-04-09T12:02:16","slug":"freiwillig-ins-gefaengnis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/freiwillig-ins-gefaengnis\/","title":{"rendered":"Freiwillig ins Gef\u00e4ngnis"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/freiwillig-ins-gefaengnis\/brandeins_gefaengnis\/\" rel=\"attachment wp-att-8222\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-8222\" src=\"http:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/brandeins_gef\u00e4ngnis-146x150.jpg\" alt=\"\" width=\"146\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/brandeins_gef\u00e4ngnis-146x150.jpg 146w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/brandeins_gef\u00e4ngnis-293x300.jpg 293w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/brandeins_gef\u00e4ngnis.jpg 633w\" sizes=\"auto, (max-width: 146px) 100vw, 146px\" \/><\/a>Nicht immer lese ich &#8222;brand eins&#8220;. Meist im Vorbeigehen, in einer Zwischenzeit am Bahnhof bl\u00e4ttere ich darin. Diesmal bin ich direkt in einen gewissen Schockzustand gefallen: &#8222;31 % der jungen Leute k\u00f6nnen sich eine direkte Verbindung von einem K\u00f6rperteil mit dem Netz vorstellen.&#8220; Konkret: Sie w\u00fcrden sich die Funktionen des Smartphone als Chip implantieren lassen.<\/p>\n<h3>Freiwillig an die digitale Leine<\/h3>\n<p>&#8222;Facebook ist Stasi auf freiwilliger Basis&#8220;, hat schon Micheal Niavarani vor fast 10 Jahren in seinem Kabarett-Programm verlautbart. Das Programm haben Leute gesehen, die Facebook nicht gekannt haben. Und sie mussten aus ganzem Herzen lachen. Ich habe das in meinen Social Media Vortr\u00e4gen verwendet. Auch immer ein Schmunzeln. Damals war schon die Rede davon, dass das Handy und Smartphone nur ein &#8222;\u00dcbergang&#8220; sein wird. Diese Technologie l\u00e4sst sich auf einen kleinen Chip zusammenf\u00fchren und implantieren. Jetzt ist es soweit. Und ein Drittel der Jungen und sicher genauso hoch ist der Prozentsatz bei der \u00fcbrigen Bev\u00f6lkerung kann sich das gut vorstellen. &#8222;Das w\u00e4re bequem&#8220;, hat dieser Tage ein junger Mann gemeint. Das ist genau der Punkt. Die Bequemlichkeit f\u00fchrt direkt ins Gef\u00e4ngnis der Abh\u00e4ngigkeit. Unter dem Anschein der neuen Autonomie und Bequemlichkeit verlernen wir gerade lebenswichtige Dinge wie beispielsweise den Orientierungssinn oder das nat\u00fcrliche Empfinden, was mir, meinem Geist, meinem K\u00f6rper gut tut oder nicht. &#8222;Mein Handy wei\u00df mehr als ich selber \u00fcber mich.&#8220; Fakt.<\/p>\n<h3>Stopp und zuerst nachdenken<\/h3>\n<p>Ich sehe das ungeschminkt. Die \u00fcberall gepriesene und mit viel Forschungsgeld versehene K\u00fcnstliche Intelligenz (KI) wird das nat\u00fcrlich nicht gelten lassen. Dort liegen n\u00e4mlich f\u00fcr die Technokraten die wirklichen Zukunftspotentiale. Wir\u00a0 gehen sehenden Auges in das digitale Gef\u00e4ngnis der Bequemlichkeit. Der Mensch wird nach einer gewissen Zeit nicht mehr wissen, wie die selbst verantwortete Freiheit geschmeckt hat. Manche meinen, wir sind schon viel zu weit gegangen. Jetzt kann ich das Handy noch weglegen und mich #offline bewegen. Es wird vielleicht nicht mehr lange dauern, und das Handy will mich suchen. Ich bin auch ein schwer digitaler Mensch und doch stelle ich mir oft am Tag ein Stopp auf, damit ich nachdenken kann, wer mich an der Leine hat. Freiwillig gehe ich in keinem Fall ins Gef\u00e4ngnis.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nicht immer lese ich &#8222;brand eins&#8220;. Meist im Vorbeigehen, in einer Zwischenzeit am Bahnhof bl\u00e4ttere ich darin. 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