{"id":9171,"date":"2020-03-24T18:47:00","date_gmt":"2020-03-24T17:47:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/?p=9171"},"modified":"2020-03-24T18:47:36","modified_gmt":"2020-03-24T17:47:36","slug":"zukunftsfilme-jetzt-in-das-hauptabendprogramm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/zukunftsfilme-jetzt-in-das-hauptabendprogramm\/","title":{"rendered":"Zukunftsfilme jetzt in das Hauptabendprogramm"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/orf.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-9175\" src=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/orf-300x192.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"192\" srcset=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/orf-300x192.png 300w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/orf-1024x654.png 1024w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/orf-150x96.png 150w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/orf-768x490.png 768w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/orf.png 1057w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Da gibt es die einen, die derzeit \u00fcberbesch\u00e4ftigt sind. Sie erleben sich gerade so, als w\u00fcrden die Kinder dauernd ins B\u00fcro sein. Nur umgekehrt: Homeoffice. Oder alle, die gerade als &#8222;Helden der Krise&#8220; bezeichnet werden. Zu recht. Ein wunderbarer Zusammenhalt der zivilgesellschaftlichen Kr\u00e4fte. Da sind aber auch jene, die ganz konsequent #stayhome leben, ihre Arbeit und Aufgabe verloren haben, denen alles abgesagt wurde. Das Gef\u00fchl, der Lebenssinn &#8222;rinnt gerade aus&#8220;. Wie soll es weitergehen?<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h3>Filme mit Zukunftsgeschmack in das Hauptabendprogramm<\/h3>\n<p>Der ORF &#8211; gemeint sich die &#8222;medial worker&#8220; dort &#8211; leistet gerade hervorragende Arbeit. Ich war immer daf\u00fcr, dass wir einen ordentlichen &#8222;<a href=\"https:\/\/zukunft.orf.at\/rte\/upload\/pv_18_19\/europa\/orf_pvb18-19_eur.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u00d6ffentlich-Rechtlichen<\/a>&#8220; haben. <a href=\"https:\/\/zukunft.orf.at\/rte\/upload\/pv_18_19\/europa\/orf_pvb18-19_eur.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Seite 20\/21<\/a>. Jetzt zeigt sich, was es kann, wenn der Sender uns allen, dem Gemeinwesen, den B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern geh\u00f6rt. Gis inklusive. Da sehe ich im ORF-TV unglaublich viel Bem\u00fchen um gute und profunde Information. Gut so. Ich bin aber \u00fcberzeugt, dass derzeit auch viele Menschen am Abend vor dem Bildschirm sitzen mit der Frage: Wie geht es weiter? Heute ist wesentlich mehr Sensibilit\u00e4t daf\u00fcr da. Deshalb schlage ich vor, dass ein paar Filme, die ich in letzer Zeit mit gro\u00dfem pers\u00f6nlichen Zukunftsgewinn im Kino gesehen habe, jetzt um 20.15 Uhr auf ORF eins oder zwei\u00a0 laufen.\u00a0 Was ich hier zusammensammle, schreibe ich auch an die Sendungsverantwortlichen und den Generaldirektor <span style=\"color: #ff6600;\"><a style=\"color: #ff6600;\" href=\"mailto:alexander.wrabetz@orf.at\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Alexander Wrabetz<\/a><\/span> als &#8222;dringende und dr\u00e4ngende Ermutigung&#8220;. Man kann diese Seite gerne kopieren und es genauso machen. Und nat\u00fcrlich die Liste der eigenen guten Filme einbringen.<\/p>\n<p><strong>\u201eTaste the Waste\u201c<\/strong><\/p>\n<p>In \u00d6sterreich gibt jeder Haushalt durchschnittlich 11% f\u00fcr Lebensmittel aus. Es ist klar, dass damit der Wert dieser gewachsenen und erzeugten Produkte weit unter dem wahren Wert liegt. Viele Menschen haben kein Gef\u00fchl und keine Beziehung mehr zu einer Kartoffel, zu einem Ei oder zu Brot. Mit Sonderangeboten wird uns vom Handel EU weit Genormtes \u201enachgeworfen\u201c. Ich bin jedes Mal ersch\u00fcttert, wenn in der Brotabteilung kurz vor dem Zusperren noch alle Regale gef\u00fcllt sind. Es l\u00e4uft vieles schief. Hier geht es zu den Alternativen.<\/p>\n<p><strong>&#8222;But beautifull&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Es war f\u00fcr mich ein Kino-Abend, der n\u00e4hrte, orientierte, ermutigte. \u201eBut beautifull\u201c ist nicht nur ein sch\u00f6ner Titel. Der Film von Erwin Wagenhofer ist mit unglaublich viel Gesp\u00fcr f\u00fcr die Fein- und Tiefenstrukturen unserer Erdkugel mit dem Menschen darauf gemacht.<\/p>\n<p><strong>\u201eZeit f\u00fcr Utopien\u201c<\/strong><\/p>\n<p>94 Minuten ist Kurt Langbein auf der Suche nach Alternativen zum Turbo-Kapitalismus. Langbein ist mit seinem Team in Europa, Afrika und Asien f\u00fcndig geworden. Der Mensch ist von Natur aus auf \u201eKooperation\u201c aus. Erst die Angst macht ihn zum Egoisten. Gier und Ausbeutung ohne R\u00fccksicht auf \u00f6kologische Verluste l\u00e4sst ihn handeln. Langbein sp\u00fcrt Beispiele auf, wo Kooperation, genossenschaftliches Handeln praktiziert wird. \u00dcberzeugend das Beispiel der 1,5 Millionen KonsumentInnen in Korea, die \u00fcber ihre gemeinsame Genossenschaft mit ihren Bauern direkt verbunden sind und so eine \u00f6kologisch-partnerschaftliche Produktion ihrer hochwertigen Lebensmittel erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p><strong>\u201eFree Lunch Society\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Der Film zeigt das Themenfeld Grundeinkommen. \u201eArbeit ist unbezahlbar\u201c ist eine der wesentlichen Aussagen. Mir war bis zu diesem Film nicht bewusst, dass die USA vor Ronald Reagan kurz vor der Einf\u00fchrung des Grundeinkommens stand.\u00a0 Seit 1978 war das Thema f\u00fcr mich am Radar. Ich sage nur Wohlgenannt und KS\u00d6. Die soziale Lage in den USA war damals so dramatisch, dass dies der einzige Ausweg schien. Aber dann schlug der Neoliberalismus mit seinen \u201eprivatisierten sozialen Programmen zu, die f\u00fcr wenige ein wunderbares Gesch\u00e4ft wurden\u201c. Wir kennen die weltweite Entwicklung seither. Der Staat wurde zum Konzern umgemodelt, der Sozialstaat als Last dargestellt. Tragende soziale Netze werden seit dem desavouiert. Sozialschmarotzer wurden erfunden. Der Zusammenhalt bestand in der Ausgrenzung der Armen, der Marginalisierten, der Prek\u00e4ren. Nur das, was selbst im \u201eSozialen\u201c Profit abwirft, wird weiterentwickelt. Selbst Sozialeinrichtungen sind als Firmen an der B\u00f6rse zu finden. Am Markt. Der Staat wurde zum Wedel der Gro\u00dfkonzerne entwickelt, Lobbying und Think Tanks steuern die Politik. Auch in \u00d6sterreich wurden die reichen Eliten still und heimlich um ein vielfaches reicher. T\u00e4glich. St\u00fcndlich. Bis Corona eine Vollbremsung mit uns die Vollbremsung hinlegt. Aber wer wird wie schon so oft als Sieger und Profiteur aus der Krise hervorgehen?<\/p>\n<p><strong>&#8222;Alphabet&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Der Film von Erwin Wagenhofer blickt in die Bildung hinein. Die F\u00e4higkeiten von Kindern werden nicht entwickelt, sondern eher zugesch\u00fcttet. Jetzt, wo so viele Eltern ihre Kinder &#8222;unterrichten&#8220;, w\u00e4re das eine gro\u00dfe Motivation, das als Kairos zu sehen.<\/p>\n<p><strong>&#8222;Papst Franziskus&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Der Film mit und \u00fcber Papst Franziskus war ber\u00fchrend und w\u00e4re wahrscheinlich auch heilsam in diesen Stunden, aber f\u00fcr einen \u00d6ffentlich-Rechtlichen wahrscheinlich &#8222;zu direkt&#8220;.\u00a0 Wagen w\u00fcrde ich es.<\/p>\n<p>Mein befreundeter Filmspezialist Peter hat mich dieser Tage auf ein paar Dinge aufmerksam gemacht. Er bedauert wie ich, dass beispielsweise gute Filme um 23.50 Uhr &#8222;verheizt&#8220; werden. Die Sendungsverantwortlichen wollen wir ermutigen, gute Kost nicht so sp\u00e4t anzubieten. Die Menschen warten zur Primetime auf &#8222;Wunderbares&#8220;.\u00a0 Da ist der Film\u00a0 \u201e<a href=\"https:\/\/www.orbrock.com\/film\/siebzehn-seventeen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">SIEBZEHN<\/a>\u201c von Mona Art und produziert von Uli Gehmacher.\u00a0 Oder: \u201e<a href=\"https:\/\/youtu.be\/KayEjvJ9f9A\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Die Mitte der Welt<\/a>\u201c ist ein zauberhafter, mainstream-tauglicher Film \u00fcber ein jugendliches schwules Liebespaar. Zauberhaft, weil in diesem Film endlich die Sexualit\u00e4t mal nicht als &#8222;das Problem\u201c gezeigt wird, sondern im Gegenteil. Die beiden scheinen in dem Film die einzigen zu sein, die kein Problem haben. Eine Sichtweise, die durchaus einem breiteren Publikum gut t\u00e4te.\u00a0 \u201e<a href=\"https:\/\/tvthek.orf.at\/profile\/Der-Boden-unter-den-Fuessen\/13891413\/Der-Boden-unter-den-Fuessen\/14045601\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">DER BODEN UNTER DEN F\u00dcSSEN<\/a>\u201c von Marie Kreuzer, eine der renommiertesten Regisseurinnen \u00d6sterreichs derzeit, erlebte seine ORF-Premiere vergangenen Sonntag um 23:30h statt zur Primetime. Die beginnt um 20:15 Uhr.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da gibt es die einen, die derzeit \u00fcberbesch\u00e4ftigt sind. Sie erleben sich gerade so, als w\u00fcrden die Kinder dauernd ins B\u00fcro sein. Nur umgekehrt: Homeoffice. Oder alle, die gerade als &#8222;Helden der Krise&#8220; bezeichnet werden. Zu recht. Ein wunderbarer Zusammenhalt der zivilgesellschaftlichen Kr\u00e4fte. Da sind aber auch jene, die ganz konsequent #stayhome leben, ihre Arbeit &hellip; <\/p>\n<p><a class=\"more-link btn\" href=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/zukunftsfilme-jetzt-in-das-hauptabendprogramm\/\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[16,15,12,11,14,10],"tags":[],"class_list":["post-9171","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-lokal-detektive","category-zukunfstbilder","category-social-media","category-kommunikation-lotsen","category-gemeinschaften-konnektive","category-philosophie-theologie","item-wrap"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9171","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9171"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9171\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9176,"href":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9171\/revisions\/9176"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9171"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9171"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9171"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}