{"id":9720,"date":"2020-12-31T20:06:46","date_gmt":"2020-12-31T19:06:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/?p=9720"},"modified":"2021-01-01T09:18:38","modified_gmt":"2021-01-01T08:18:38","slug":"danke-2020","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/danke-2020\/","title":{"rendered":"Danke 2020"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/IMG_E8714-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-9726\" src=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/IMG_E8714-300x203.jpg\" alt=\"Die Spitzmauer in Hinterstoder\" width=\"300\" height=\"203\" srcset=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/IMG_E8714-300x203.jpg 300w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/IMG_E8714-1024x693.jpg 1024w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/IMG_E8714-150x101.jpg 150w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/IMG_E8714-768x519.jpg 768w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/IMG_E8714-1536x1039.jpg 1536w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/IMG_E8714-2048x1385.jpg 2048w, https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/IMG_E8714-750x507.jpg 750w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Das Jahr geht zu Ende. Die Schier sind in den Stall gestellt. Es bleibt Zeit zum Bloggen direkt an der Jahres-Schwelle, weil uns der Lockdown daheim h\u00e4lt. Keine G\u00e4ste, keine Kracher, keine pers\u00f6nlichen Begegnungen au\u00dfer Haus am \u00dcbergang. Die Uhr geht weiter ohne TamTam. Der Mensch allerdings braucht Rhythmus und Rituale, Innehalten und Exstase, das Zur\u00fcckschauen und das Voraus-Hoffen. Heuer scheint das anders.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Das Jahr 2020 erscheint mir manchmal so wie eine aufgew\u00fchlte Schlammsuppe. Als Kinder sind wir immer wieder zum Teich hinuntergegangen und haben mit Stangen darin &#8222;umger\u00fchrt&#8220;. Das Wasser war bis zu unserem Kommen sauber und durchsichtig. Alles klar. Nach unseren Spielereien war das ganz anders. Eine einzige Schlammsuppe. Ich bin mir nicht sicher, ob sich das alle vorstellen k\u00f6nnen, die diese Zeilen lesen. Es war ein ehrlicher Naturteich ohne Folie.\u00a0 Karpfen und Fr\u00f6sche in gro\u00dfer Zahl und Insekten in einer Vielfalt, wie wir sie heute nicht mehr kennen. So kommt mir das vergangene Jahr in den Sinn, wenn ich in den R\u00fcckspiegel schaue. Ein Virus hat umger\u00fchrt. Nicht oberfl\u00e4chlich, dort oder da. Nein, der ganze Teich wurde umger\u00fchrt. Sedimente und abgesetzter Schlamm kamen damit in Bewegung. War bis M\u00e4rz noch alles klar, so bewegen wir uns heute irgendwie im Tr\u00fcben. Im Sommer hatten wir den Eindruck, als ob sich alles wieder &#8222;setzen&#8220; wollte. Ab Sp\u00e4tsommer war das wieder ganz anders. Der Teich wurde heftiger umger\u00fchrt als im Fr\u00fchjahr.\u00a0 &#8222;Auf Sicht&#8220; hat es wieder gehei\u00dfen: runter, langsamer, zusperren. Lockdown zwei und drei. In diesem Schla(m)massel befinden wir uns heute. Die von mir schon vor Jahren immer wieder in Gespr\u00e4che eingebrachte zentrale Frage unserer Gesellschaft und Zukunft ist aktueller denn je: Wie geht Reduktion?<\/p>\n<h3>Eingeschr\u00e4nktheit und Abgesagt-Zeit<\/h3>\n<p>Im Voraus-Hoffen sp\u00fcren wir, dass dieses &#8222;Umr\u00fchrern&#8220; durch die Viren durch eine Impfung und wirksame Medikamente\u00a0 bald ein Ende haben wird, die Stangen zum R\u00fchren und Hauen weggenommen werden. Es werden damit die Lebewesen nicht mehr so viel sterben, nicht mehr intensiv erkranken oder &#8222;angeschlagen&#8220; werden. Der Teich wird sich wieder beruhigen. Die Sicht wird klarer.\u00a0 Wir werden einander wieder sehen, einander ber\u00fchren, uns gegenseitig Hilfe und Orientierung sein. M\u00f6gen wir dann in diese neue Freiheit unsere Erfahrungen mitnehmen, die wir im Tr\u00fcben, im oftmaligen Allein-Sein m\u00fchsam durchschritten haben. Daf\u00fcr ein erstes Danke 2020. Mir pers\u00f6nlich wurde\u00a0 existentiell klarer, dass ein Weniger mich mehr zum Wesentlichen f\u00fchrt, dass die Zeit, die Stunden und die Tage sich mit neuen Priorit\u00e4ten wie Familie, Enkelkinder und wenigen Freunden neu f\u00fcllen konnte. Auch wenn das Gesch\u00e4ftliche sich nicht in der gewohnten und geplanten Art entfalten konnte, so hat \u00fcberraschend Neues, Anderes Platz genommen. Ich bin in dieser Eingeschr\u00e4nktheit und in der &#8222;Abgesagt-Zeit&#8220; an Menschen und Projekte im Tr\u00fcben angesto\u00dfen, die ausserhalb meines Radars waren oder nicht in dieser Intensit\u00e4t. Als Beispiele nenne ich <a href=\"https:\/\/www.weltanschauen.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Weltanschauen<\/a>, die <a href=\"https:\/\/www.ig-milch.at\/die-bauern\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">IG-Milchbauern,<\/a> Spiri#Walks, auf <a href=\"https:\/\/schlosspuchberg.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/August-2020-11-WEB-1.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">vielf\u00e4ltige Weise<\/a> (s19) den Bildungsbereich, <a href=\"https:\/\/www.pastoralinnovation.org\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Broschuere-Online-Akademie-Winter-2021.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pastoralinnovation<\/a> oder ehrenamtlich St. Markus und B\u00fcrgerinitiative.\u00a0 Neue Synapsen und Verb\u00fcndungen sind hier gewachsen.<\/p>\n<h3>Kontakte und Erz\u00e4hlen<\/h3>\n<p>Mein <a href=\"https:\/\/www.kaineder.at\/wordpress\/das-anpacken-buch-bestellen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Anpacken-Buch<\/a> hat sich f\u00fcr die Fertigstellung, die Produktion und Pr\u00e4sentation ebenfalls keine optimale Zeit ausgesucht. Kurzarbeit im Verlag im Sommer, Lesungen aus und Vortr\u00e4ge zum Buch, Seminare und Workshops zum DREIRAUMMODELL im Herbst sind im aufgew\u00fchlten Teich verloren gegangen. Nahrung f\u00fcr die Seele waren die R\u00fcckmeldungen von Leserinnen und Lesern. Sie haben das Buch als Ermutigung und Orientierung erlebt. So war und ist es auch gedacht. Gerade beim Schreiben wurde mir immer klarer, dass es so viele ermutigende Menschen gibt, Pionierinnen und Pioniere in Richtung einer sozial-\u00f6kologisch-spirituellen Zukunft. Von 70 solchen Menschen erz\u00e4hle ich mehr oder weniger. Und besonders freue ich mich, wenn haptische Begegnungen wieder m\u00f6glich werden. Dann m\u00f6chte ich zusammen mit dem Buch meine St\u00e4rke, die Kontaktfreude, die Erz\u00e4hlfreude wieder \u00f6fter erleben. Und wenn dann wie versprochen Mitte des kommenden Jahres das 123-Ticket \u00f6sterreichweit &#8222;f\u00e4hrt&#8220;, muss ich nicht alles zu Fu\u00df gehen. #smily<\/p>\n<h3>Ein Haufen Segen und ein Witz<\/h3>\n<p>Das Jahr 2020 m\u00f6chte ich nicht einfach wegwerfen, vergessen oder gar verdammen, wie es einige auf Social Media vorschlagen. Es hat Unklarheiten, ja Bedrohungen und besondere Herausforderung in die Mitte gestellt, dazu aber genauso neue N\u00e4he angeregt und den Vertrauens-Brunnen offener gemacht. Selbstverst\u00e4ndlichkeiten sind welk geworden, daf\u00fcr haben kleine Pflanzen den Virus-Asphalt durchsto\u00dfen. Das Erlebnis-Panorama dieses Jahres hat f\u00fcr mich eine fast nicht aushaltbare Spannung. Das geht vom Sterben meines j\u00fcngeres Bruders und anderer lieber Menschen, vom eigenen tiefen Krank-Sein (nicht Covid) im Fr\u00fchjahr \u00fcber das doch m\u00f6gliche Weltanschauen am Barbaraweg in der Slowakei oder der Intensiv_Zeit am Lechweg bis hin zur Geburt meines Buches, der neu aufgeflammten Gartenliebe und einem intensiven Opa-Dasein. Ganz ehrlich: Ich bin dem Jahr 2020 dankbar. Es hat uns gefordert und hoffentlich auch gef\u00f6rdert. M\u00f6gen wir 2021 \u00fcber einen gro\u00dfen Haufen Segen wandern, getragen von der gro\u00dfen Liebe jenes Geheimnisses, das vor, hinter, unter, \u00fcber und in uns liegt. #Gott<\/p>\n<p>Au\u00dferdem ist da noch ein Witz in meinem Kopf, den ich vor l\u00e4ngerer Zeit geh\u00f6rt habe:<br \/>\nWie k\u00f6nnen sich Viren untereinander besonders \u00e4rgern? Indem sie sich Impfw\u00f6rter zuwerfen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Jahr geht zu Ende. 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