Mag. Ferdinand Kaineder

  • Geboren 1957 in Kirchschlag bei Linz als zweiter von vier Söhnen am Bauernhof des Landwirteehepaares (und Bürgermeisters) Josef und Rosa Kaineder.
  • Besuch der Volksschule Kirchschlag; ein Jahr Hauptschule bei den Florianer Sängerknaben; direkter Wechsel in zweite Klasse des Gymnasiums Kollegium Petrinum in Linz und nach 7 Jahren Matura im Juni 1975.
  • Studium der Theologie in Innsbruck (1. Abschnitt) und Linz; Sponsion zum Magister der Theologie im Dezember 1981 an der Privatuniversität Linz.
  • Besuch des 3-Monatskurses der Katholischen Sozialakademie vom 7. 1. bis 30. 3. 1978 in Wien: „Kurs für Sozialethik, Wirtschaft und Politik“.
  • Erziehertätigkeit neben dem Studium am Internat des Kollegium Petrinum von 1.9.1978 bis 30.8.1980 (Vollanstellung).
  • Verheiratet seit 1981 mit Gerlinde Höfer; 3 Kinder: Teresa 1982; Veronika 1984 und Mathias 1987.
  • Zivildienst bei der Heilsarmee Linz im B37 (Obdachlosenwohnheim für ca. 200 Personen) von 1.2.1982 bis 30.9.1982.
  • Von 1.10.1982 bis 30.9.1992 Pastoralassistent in der Dompfarre Linz; Hauptaufgaben waren der Aufbau der Jugendarbeit, Betreiben eines eigenen Ferienhauses für Kinder und Jugendliche, kontinuierliche wöchentliche Treffen mit Verantwortlichen und Multiplikatoren; gesamte Caritasarbeit der Pfarre (alte Menschen, Obdachlose, Finanzgebarung, Spendenmarketing, Besuchsdienst); kontinuierlich durch die Jahre Unterricht an verschiedenen Schulen (Hauptschule, Volksschule, HAK). Mehrere Jahre Unterrichtstätigkeit im Fach „Ethik“ an der Krankenpflegeschule der Barmherzigen Schwestern in Linz.
  • Ab 1.9.1989 Ausbildungsleiter für Theologiestudierende in der Diözese Linz; Schwerpunkt dieser Tätigkeit war die Begleitung und Ausbildung der etwa 350 Studierenden an allen Fakultäten in Österreichs während der Studienphase bis hin zur Eignungsabklärung für einen pastoralen bzw. schulischen Beruf. Als Ausbildungsleiter direkt dem Generalvikar zugeordnet.
  • 6 Jahre lang Vorsitzender der Österreichischen Konferenz der AusbildungsleiterInnen in den österreichischen Diözesen; 4 Jahre Vorsitzender der Berufsgemeinschaft der TheologInnen in der Diözese Linz. 1996/97 Mitarbeit im Rahmen der „Strategischen Planung der Diözese Linz“ in 4 Gruppen und Leiter einer Arbeitsgruppe; 1998 Mitglied der diözesanen Projektgruppe „Kommunikationskonzept der Diözese Linz“ und Leiter der Arbeitsgruppe „Interne Kommunikation“; seit 1982 im Bereich der Erwachsenenbildung tätig (Vorträge) und Begleitung von fast 200 Pfarrgemeinderatsklausuren; seit 1.9.1998 Internetbeauftragter der Diözese Linz („Diözese Linz Online“) und für die Webpräsenz der Diözese und die Vernetzung auf den verschiedenen Ebenen zuständig (www.dioezese-linz.at und IT-Koordination ).
  • 1999/2000 Ausbildung zum „ Team- und EinzelCoach für wirtschaftliche Führungskräfte “ am Coaching-Institut in Wien; Schwerpunkte im Bereich der Dynamisierung von MitarbeiterInnen in Arbeitsteams (Teamentwicklung) oder von Einzelpersonen durch ganzheitliche Methoden wie  die INPOWERLANCE-Methode; Ausbildung und Praxis in Struktur- und Kommunikationsentwicklungsfragen von Organisationen; Kontinuierliche Weiterentwicklung zum Kommunikationslotsen durch diverse Ausbildungen und praktische Projekte wie Gemeinwesenuntersuchungen und aktivierenden Befragungen.
  • Am 26. Dezember 2012 vollendet Bischof em. Maximilian Aichern OSB sein 80. Lebensjahr. Anlässlich dieses besonderen Geburtstags luden Diözesanbischof Dr. Ludwig Schwarz und das Domkapitel am 22. Dezember 2012 um 14:30 Uhr zu einem Dankgottesdienst in die Pfarre Linz-Christkönig ein, wo der Jubilar immer wieder als Seelsorger aushilft. Mit Bischof em. Aichern feierten Diözesanbischof Dr. Ludwig Schwarz SDB, der Pfarrer von Linz-Christkönig Dechant Mag. Zarko Prskalo, Prälat Wilhelm Vieböck, Abtpräses Mag. Christian Haidinger OSB, der auch die Festpredigt hielt, und viele andere Welt- und Ordenspriester. Viele Gäste, darunter Persönlichkeiten aus Kirche, Politik und Wirtschaft, waren gekommen, um einen bescheidenen Jubilar zu würdigen, der die katholische Kirche in Oberösterreich und darüber hinaus nachhaltig geprägt hat. Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer würdigte den Jubilar als „Glücksfall für die Diözese und für unser Land“ und als Brückenbauer. Foto: Jack Haijes

    Bischof Aichern und Schwarz (Foto: Jack Haijes)

    Von 1. November 2000 bis 13 Juli 2009  Leiter des Kommunikationsbüros der Diözese Linz; Leitung und Koordination der Kommunikation, Medien- und Öffentlichkeitsarbeit in der Diözese Linz -intern und extern, strategische Themenplanung, Medienkontakte, Krisenlotse im Krisenfall, IT-Koordination; Planung und Abwicklungen von internen und externen Kommuikationsmaßnahmen; inhaltlich verantwortlich für MitarbeiterInnenzeitung „informiert“, die Webpräsenz der Diözese unter www.dioezese-linz.at, Entwicklung und Durchführung der Kommunikationskampagnen wie „Stell dir vor – Kirche!“, „aufdanken – Gott in der Zeit des Menschen“, „Ganz Ohr“ oder „glaubenswert“, Koordination der Pressearbeit und IT-Koordination der diözesanen Ämter und Einrichtungen, Pressesprecher der Diözese Linz.

  • Von 2002 bis 2012 ehrenamtlicher PGR-Obmann des Pfarrgemeinderates der St. Anna Pfarre in Kirchschlag und ehrenamtlich in der Seelsorge tätig. Bauherrenvertreter beim Neubau des St. Anna Pfarrzentrums in den Jahren 2007/2008.
  • 2009 Aus- und Weiterbildung zum PR-Berater im Bereich „Non-Profit PR“ bei Burcom (München, Augsburg)
  • Von 1. Feber 2010 bis 31. Dezember 2010 Leiter der Citypastoral und verantwortlich für die Koordination der Pfarren in der Region Linz.
  • Von 1. Jänner bis 31. Dezember 2011 Geschäftsführer der ACADEMIA SUPERIOR – Gesellschaft für Zukunftsforschung ( http://www.academia-superior.at ) in Linz. Der Think Tank macht es sich zur Aufgabe, aktuelle ökonomische, gesellschafts- und sozialpolitische Herausforderungen

    Foto: Wakolbinger

    auf oberösterreichischer, nationaler und internationaler Ebene zu identifizieren und Handlungsanleitungen an die Politik zu formulieren.  „Surprise Factors“ ist das innere Arbeitsprinzip.

  • GEH_zeit, DENK_zeit, LESE_zeit, ERFAHRUNGS_zeit, ENTSCHEIDUNGS_zeit, LOSLASSEN_zeit, ORIENTIERUNGS_zeit: Die Zeit, die du dir nimmst, ist die Zeit, von der du etwas bekommst. Das GEHEN von der eigenen Haustüre  ins Kloster Volkenroda 750 km auf dem Goldsteig und der Via Porta fällt in diese Zeit.
  • 2014_02_20_SUMMA13_02Seit 15. Juni 2012 Leiter des MEDIENBÜROS DER ORDENSGEMEINSCHAFTEN ÖSTERREICH und Mediensprecher in Wien, Freyung 6/1/2/3. Mit dem Aufbau des Medienbüros ist die Erstellung und schrittweise Umsetzung des Kommunikationskonzeptes verbunden. Online first unter www.ordensgemeinschaften.at  bündelt alle Presse- und Kommunikationsaktivitäten auf einer Plattform. Die Entwicklung einer CI und CD Linie gehört genauso dazu wie die Umsetzung der neuen ON Ordensnachrichten analog als Magazin bis hin zur SUMMA als Jahresüberblick. Die Entwicklung und Realisierung des Videoprojektesviel mehr wesentlich weniger“ und das JAHR DER ORDEN 2015 gehören zu den wesentlichen Arbeits-Schwerpunkten999IMG_7194. Als besonderen Abschluss dieses Schwerpunktjahres kam es zu einer persönlichen Begegnung mit Papst Franziskus in Rom.
  • Als Medien-, Social Media- sowie Pilger- und Geh-Experte Österreich weit bei Vorträgen und Seminaren unterwegs. Kooperationspartner und Reise-Coach zusammen mit Gerlinde Kaineder für das ökologisch-nachhaltige Reisebüro „Weltanschauen„.

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  • Hobbys und besondere Interessen:
    Bergwandern (Osttirol, Großvenediger, Salzkammergut),  weitGEHEN (Bodensee zum Neusiedlersee 2004,  Zu Fuss von Kirchschlag nach Assisi 2009 (Video), Von Kirchschlag ins Kloster Volkenroda in Thüringen), Schitouren, Musik hören, Gitarre, im Chor singen.
  • Im Dezember 2009 erschien das Buch „Mein Weg nach Assisi“ in der Edition Heimat ( http://www.geschichte-heimat.at/?buch=89 ), 2. Auflage 2010.

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Nach der Hochzeit mit Gerlinde und den Geburten unserer Kinder war die Entpflichtung als Kommunikationsleiter und Pressesprecher der Diözese Linz durch Bischof Ludwig Schwarz ein lebensentscheidendes Erlebnis:

Auf religion.orf.at wird meine „Entpflichtung“ in einem ausführlichen Bericht so dokumentiert. Diese Tatsache möchte ich unverändert zu meinem Lebenslauf dazustellen, als Sichtweise von außen:

Sprecher der Linzer Diözese muss gehen

In der Diözese Linz sorgt wieder eine Personalentscheidung für Aufsehen: Ferdinand Kaineder, Leiter des Kommunikationsbüros der Diözese, muss gehen. Kaineder wurde in der Vergangenheit immer wieder von konservativen Kirchenmitgliedern kritisiert.

Ferdinand Kaineder war im Jahr 2000 vom damaligen Diözesanbischof Maximilian Aichern zum Kommunikationsdirektor der Linzer Diözese ernannt worden. In dieser Funktion hat er laut „Kathpress“ wesentlich die Strukturen der diözesanen Medien- und Kommunikationsarbeit in der Diözese aufgebaut. An vorderster Front stand Kaineder zudem bei der Umsetzung diözesaner Kommunikationsschwerpunkte wie der Kampagnen „Aufdanken“ (zu den Festen des Kirchenjahres) oder der aktuellen Initiative „glaubenswert“ , mit der die Diözese ihre 50.000 großteils ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Glaubensvermittlung fit machen will. Ebenfalls wesentlich auf Kaineder ging auch die Imagekampagne „Stell dir vor – Kirche!“ im Jahr 2003 zurück.

Umstrittene „Jugend-CD“
Kritik an Kaineder übten mehrfach Vertreter konservativer Kirchenkreise. Unter anderem kritisierten sie eine 2006 an 15.000 junge oberösterreichische Katholiken verschickte CD-Card. Darauf fanden sich überraschende Aussagen zum Thema Sexualität. Etwa, dass sich eine Diskriminierung von Homosexuellen nicht auf christliche Prinzipien berufen könne und zur Verhütung gab es den Hinweis: „Wir leben im 21. Jahrhundert“. Eine Gruppe nahm die CD zum Anlass, einen Boykott der Kirchenbeitragszahlung zu starten und den Rücktritt Kaineders zu fordern. Das Kommunikationsbüro war mitverantwortlich für den Inhalt der CD.

Nachfolgerin: „Denunziation“ führte zu Abberufung
In einer am Dienstag auf der Website der Diözese veröffentlichten Erklärung heißt es, Bischof Schwarz habe sich nach verschiedenen Gesprächen entschlossen, eine personelle Veränderung hinsichtlich seines Pressesprechers und der Leitung des Kommunikationsbüros der Diözese Linz vorzunehmen. Kaineder sei am Montag von diesen Funktionen „entpflichtet“ worden. Seine bisherige Stellvertreterin Gabriele Eder-Cakl übernimmt nun die Leitung und soll die Agenden im Sinne des diözesanen Kommunikationskonzeptes weiter führen. Sie sprach in einer ersten Stellungnahme von einer „schwierigen Zeit“. Sie sei „sehr enttäuscht“, weil die Entscheidung über die Abberufung von Kaineder auf der Grundlage von „Denunziation“ entstanden sei. Bischof Ludwig Schwarz war am Dienstag, wie die APA berichtete, für eine Stellungnahme nicht erreichbar, weil er laut Auskunft seines Sekretariats erkrankt ist.

Vertreter des „Linzer Weges“
In einer an die diözesanen Mitarbeiter ergangenen Information schildert Kaineder laut APA, Bischof Schwarz habe seine Entscheidung damit begründet, dass „von einer Seite“ immer noch die Sache mit der damaligen Jugend-CD-Card ganz massiv vorgehalten werde und deswegen bis heute Briefe und Anfragen kämen. Kaineder werde zudem von vielen als starker Vertreter des so genannten „Linzer Weges“ gesehen und der Pressesprecher des Bischofs müsse ganz ident sein mit den Vorhaben, Ansichten und Aussagen des Bischofs.

Diffamierungskampagne“
In seiner Erklärung betont Kaineder, er wolle nicht verschweigen, dass von gewisser Seite in den letzten Jahren eine regelrechte „Diffamierungskampagne“ gegen ihn persönlich in seiner Funktion als Leiter des Kommunikationsbüros und, was noch viel mehr schmerze, gegen seine rein ehrenamtliche Tätigkeit in der Pfarre Kirchschlag als Pfarrgemeinderats-Obmann und ehrenamtlicher Seelsorger dort betrieben worden sei. Er sei erstaunt und wirklich enttäuscht, dass in den letzten Jahren „oben“ mehr den Denunzianten geglaubt worden sei als dem eigenen Mitarbeiter. Dass diese international tätigen Internetnetzwerke gute, ja beste Kontakte nach und in Rom haben, sei ja mittlerweile bekannt. Er sehe und erlebe diese Art der „gnadenlosen Berichterstattung“ als wirkliche Gefahr für eine offene, dialogische und im Glauben an Gott den Menschen bedingungslos zugewandten Kirche.

Abschied über Twitter
Bekanntgegeben hat Kaineder seine Abberufung am Montag erstmals mittels Microblogging-Dienst Twitter. Dort heißt es: „das k-büro ist für mich geschichte, nicht die personen, sondern die aufgabe. abstand gewinnen und neue ziele ins auge fassen.“

Katholische Aktion: „Nicht nachvollziehbar“
Kritik an der Abberufung Kaineders übt die Präsidentin der Katholischen Aktion (KA) Oberösterreich Margit Hauft. Der Einsatz für Glaubensverkündigung und lebendige Pfarren sei ein besonderes Verdienst von Ferdinand Kaineder gewesen, betont die KA-Präsidentin. Für viele haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter sei die Abberufung Kaineders daher „vollkommen unverständlich und nicht nachvollziehbar“, so Hauft am Dienstag in einer Aussendung.

Besorgnis erregende Situation
Laut Hauft befindet sich die Diözese Linz derzeit in einer Besorgnis erregenden Situation. Es sei „kein Geheimnis, dass Bischof Ludwig Schwarz von ultrakonservativen Gruppen sehr stark unter Druck gesetzt“ werde. So sei etwa auf gewissen Internet-Seiten und durch direkte Interventionen bis in den Vatikan bereits seit längerer Zeit die Abberufung des Leiters des diözesanen Kommunikationsbüros gefordert worden. Dass durch die nun erfolgte Personalentscheidung des Linzer Bischofs eine Entspannung in der Diözese eintritt, bezweifelt die KA-Präsidentin.

„Wir sind Kirche“ für Protest gegen „autoritäre Entscheidung“
Als „willkürlich und autoritär“ kritisiert die Plattform „Wir sind Kirche“ die Abberufung Kaineders und fordert die Gläubigen auf, „gegen diese Entscheidung beim Bischof von Linz zu protestieren und entschieden gegen alle willkürlichen, unsachlichen und autoritären Entscheidungen aufzutreten“.

„Kniefall des Bischofs“
Die Abberufung des Pressesprechers sei „offensichtlich ein Kniefall des Bischofs gegenüber einem kleinen Kreis von Kirchenbeitragsverweigerern“, heißt es in einer Aussendung der Plattform. Offenbar sei Bischof Schwarz beauftragt, „die Diözese Linz wieder auf den ‚rechten‘ Weg zu bringen“. „Bloße Autoritätsgläubigkeit und Verweigerung des Dialogs“ führten die Kirche aber „eher ins Abseits als ins 21. Jahrhundert“, warnt „Wir sind Kirche“. Die Plattform bedauert das „erbärmliche Bild der Kirche in der Öffentlichkeit, wenn Bischöfe nicht die ihnen anvertrauten Menschen vertreten und eigene Entscheidungen treffen und begründen können, sondern ausschließlich als offensichtliche Marionetten Roms auftreten und keine anderen Wahlmöglichkeiten zulassen als zurück in die Vergangenheit“. Mit solchen autoritären Entscheidungen würde die Würde der Menschen missachtet.

(Quelle: http://religion.orf.at/projekt03/news/0907/ne090714_linz.htm )