Sich neu erfinden oder einfach finden

„Sei der Pilot deines Lebens“ schreibt Matthias Strolz, mit dem ich nach seinem Rückzug aus der Politik ein Interview – besser – ein Gespräch in Wien geführt habe. „Schlusspunkt setzen“ war damals unser Ausgangspunkt (S8/9). Er hat schon angedeutet, dass er sich dem Neuen stellen will und wird. In seinem aktuellen Buch beschreibt er die „High-Five der persönlichen Entfaltung“.  Unsere biografische Entwicklung trifft sich zum damaligen Zeitpunkt an diesem Abend auch persönlich. Continue reading

Zwischenräume und Gehzeiten

Nach sieben Jahren steht ein ganz neuer Lebensabschnitt vor der Tür. Präsidentin Sr. Beatrix Mayrhofer hat bei der Verabschiedung von „sieben fetten Jahren“ gesprochen, die wir zusammen mit den Ordensgemeinschaften gestaltet haben. Es war ein „Transition.Walk#Vienna“ in der Hitze des Wiener Sommers und bei den Dankesworten ein Donnern und Grollen, das schließlich in einem Wolkenbruch einmündete. Flucht aus dem Garten hinein, alle irgendwie gezeichnet vom Schweiß und Regen. Es bleibt uns in Erinnerung. Mir in guter Erinnerung. Mein Gefühl der tiefen Dankbarkeit wurde irgendwie bestätigt, mit dem Naturstempel ausgezeichnet. Continue reading

Kein Storno oder Anzahlung am Defreggerhaus

„Hallo Ferdinand,  danke fürs Bescheid sagen.  Es war definitiv die beste Entscheidung – heute ist niemand zum Großvenediger aufgestiegen …. Fein, wenn ihr das nächste Jahr kommt. Schöne Grüße, Barbara.“ Das Wetter hat uns  einen Strich durch unseren Plan gemacht. Wir wollten vom Defreggerhaus auf den Großvenediger (3.674m) aufsteigen.  Wir sind gestern ob der miserablen Wettervorhersagen ins Tal abgebogen.  Telefonisch konnten wir die Hütte nicht erreichen. So habe ich ein kurzes Email mit dem Smartphone aus dem Tal geschrieben. Wir waren angemeldet.  Man meldet sich ab. Heute kam dieses Email von der Berghütte „herunter“. Continue reading

Finis Terrae am Johannesweg

Eine Idee wurde umgesetzt. Ein Wunsch gehört. Immer wieder haben Pilgerinnen und Pilger am Johannesweg geäußert, „dass es kein Ziel gibt“. Ich selber habe kurz nach der Eröffnung dazu meine Erfahrungen niedergeschrieben unter dem Titel „In 21 Stunden das eigene Leben umpilgern„. Ja, es war bis dorthin auch für mich ungewöhnlich, nicht auf ein Ziel „hinzupilgern“. Continue reading

Ich und mein

6 x steht „Ich“. 4 x „mein“. Wir starteten um 6 Uhr beim Glockenleuten der Kirche im Bergdorf „hinüber auf den Pöstlingberg“. Nicht ganz drei Stunden sind erforderlich, um zu Fuß die Strecke von etwa 13 Kilometern zurückzulegen. Wir wollten heute eine großes Danke „hinübertragen“ und auch die Bitten für die Zukunft. Es gibt Menschen, die uns ans Herz gewachsen oder die uns anvertraut sind, deren Anliegen wir hier mitgenommen haben. Am Ende haben 12 Lichter geleuchtet als Danke und Bitte.  Zwölf für alle. Continue reading

Wie soziale Lebewesen lebendig werden und (wieder) wachsen können

Wir wissen heute über die lebendig machenden Dynamiken von Organisationen, Betrieben, Vereinen, Bewegungen, Initiativen oder Communities. Meine Erfahrungen in den letzten zehn Jahren bestätigen sie. Es geht hier nicht um die „lauten und künstlich erzeugten Attitüden auf dem Werbemarkt“ sondern um die kraftvollen und nachhaltigen inneren Prozesse und Vorgänge, die tiefen Dynamiken des Geistes und der Seele und ihre Bedürfnisse.

Mein DREIRAUMMODELL

Das DREIRAUMMODELL habe ich zusammengetragen und zusammengefügt aus meiner Erfahrung meiner Arbeit in den letzten zehn Jahren in verschiedenen Bereichen. Das Modell war selbst in Einzelteilen immer hilfreich, Lebendigkeit, Zukunft und wesentliche Aspekte von „Gemeinschaften“ sichtbar zu machen. Jetzt habe ich es zusammengefügt. Continue reading

In den Tagesrhythmus eingebunden

„Grüß Gott und vielen Dank für Ihre Email. Durch den geregelten klösterlichen Tagesrhythmus – in den ich wie meine Mitschwestern auch als Äbtissin eingebunden bin- komme ich nicht immer sofort dazu Ihre Email zu bearbeiten.  Dafür bitte ich um Ihr Verständnis – ich werde mich sobald wie möglich Ihres Anliegens annehmen! Behüt‘ Sie Gott!“ Das ist eine automatische Antwort, wenn man einer mir persönlich gut bekannten Äbtissin in Deutschland schreibt. Der Tagesrhythmus setzt Prioritäten. Continue reading

Österreich’s Mitwelt war schon im April erschöpft

@kroneHeute ist Welterschöpfungstag und viele wissen gar nicht, dass Österreich die Ressourcen, die die Welt uns zur Verfügung stellen kann, schon am 9. April aufgebraucht hat. Junge Leute erinnern uns zurecht, dass wir ihre Zukunft zerstören. Neun Monate lang im Jahr. Und das Jahr hat zwölf davon. Die Welt ist erschöpft von unserem Lebensstil, der immer mehr und das in größerem Tempo einfach wegnimmt, von dieser Welt, die unsere Lebensbasis ist. Continue reading