Gastfreundschaft heilt

Das wird knapp. Der Bus steht, aussteigen, die Domglocken läuten schon. Hinauf zur Landstraße, Rudigierstraße und rein beim Rudigierportal. Die Kleine Schwester Resi ist gerade am Wort und erläutert, warum wir hier im Mariendom zusammenkommen. Charles de Foucauld wurde heilig gesprochen. Heute haben die Kleinen Schwestern und Brüder zum Dankgottesdienst eingeladen. Da bin ich, gerade noch rechtzeitig.

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Ein besonderer Mensch der Gastfreundschaft geht

„Die Zeiten sind für uns alle fordernd und die stetigen Veränderungen rufen auf, Muster, Handlungen und Tätigkeiten zu hinterfragen. Es ist wichtig, zu spüren, ob der eingeschlagene Weg dem entspricht, was ich aus meiner Schöpfer- Kraft und innerem Auftrag leben und bewirken möchte.“ Das schreibt Georg Friedl aus dem Weingarten, immer unser „Schlußereignis“ bei den Spiriwalks to Linz. Es ist immer ein Mahl halten bei ihm, eine tiefe Gastfreundschaft und nicht einfach ein Essen. Er wird den Weingarten im Haselgraben verlassen. Am SO 26. Juni gehen wir deshalb den letzten Spiriwalk to Georg.

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Schwarz, weiß und bunt

Der „weiße Sonntag“ erinnert in der Liturgie an das Weiß des Taufkleides. Licht, Helle, Fülle des Lichts. So wird die Farbe weiß gedeutet. Die Bestimmung des Menschen liegt im Licht und nicht in der Abwesenheit des Lichtes, im Schwarz. Und was liegt dazwischen?

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Dass alles gut ausgeht

Ich nehme den Stock, den ich am Mühlviertler Mittellandweg am ersten Tag aufgenommen habe. Er lehnt seitdem seine Tage bei unserer Haustüre. Der Bus bringt mich nach Linz, wo ich von Gründberg über die weiten Wiesen auf den „Park der Erinnerung“ (Urnenhain) zugehe. Den Stock mit dabei. Meinen Volksschulweggefährten August Kerschbaumer tragen wir heute zu Grabe. Und den Stock lasse ich ihm dort.

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Aus der Finsternis dem Licht entgegen

Der Eingangshof im Stift St. Florian bei Linz liegt in gedämpftem Licht, die beiden Türme ebenso. Meine Schritte gehen langsam. Vorne sehe ich zwei Menschen wie zwei Schatten. Es ist kurz vor 22 Uhr. Ich bin da zum „Nachtdurchwandern“ von Karfreitag auf Karsamstag. Der Rucksack hat alles mit, was man auf 22 km braucht, wenn es vor ein paar Stunden noch richtig geregnet hat.  Zur Sicherheit auch ein Stirnlampe.

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Die Tage des inneren Wachstums und Aufstehens

An der Kunstuni in Linz habe ich dieser Tage einen Schriftzug fotografiert. Er geht so: „Gegen den Strom treiben.“ Das hat in mir eine Melodie in Gang gesetzt, die ich schon lange nicht mehr in mir so gehört habe: „Nur die toten Fische schwimmen immer mit dem Strom, lassen sich mit allen andern treiben, haben weder Kraft noch Mut, was anderes zu tun, wollen in der grossen Masse bleiben. Habe doch den Mut, auch einmal anders zu sein.“ Das ist erst die Zwischenstrophe.

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Den Karfreitag trotzdem ausgehen

Wie heuer 2022 auf Ostern, die Auferstehung, die Auferweckung, das Aufstehen zugehen? In einer Aussendung der KAÖ haben wir vorige Woche so begonnen: „Die heilige Woche steht vor der Tür. Jubel, Gemeinschaft, Verrat, Leiden, Gewalt, Tod und Grabesruhe. Ostern 2022 will nicht recht aufstehen. Bei vielen Menschen bleibt heuer der Karfreitag im Vordergrund und lässt die christliche Botschaft von der Auferstehung blass aussehen. Das sollten wir ungeschminkt wahrnehmen und uns nicht einfach darüber hinwegturnen.“ Es wird ein #trotdem-Ostern werden (müssen).

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Ein Stunde Lebensgespräch

Hier finden Sie das Video des Gesprächs mit Roland Steidl auf DORF TV
https://www.dorftv.at/video/37138

Hier geht es zum Podcast-Beitrag des Freien Radio Freistadt

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