Anpacken, nicht einpacken!

„Für Gemeinschaft, die begeistert“ steht als Untertitel auf dem Buchcover meines Buches „Anpacken, nicht einpacken!“, das Mitte August 2020 im Buchhandel erhätlich sein wird. Eine wunderbare und folgenschwere Begegnung bei der „Buch Wien“ 2019 hat mir die Energie gegeben, zu beginnen und auch zu vollenden. Mit dem  Herder-Verlag (Freiburg, München, Wien) habe ich einen Partner gefunden, mit dem ich gemeinsam selbst in der Coronazeit produktiv gearbeitet habe.  Man sagt: Ein Buch schreiben ist wie ein Kind zur Welt bringen. Die Geburtswehen haben eingesetzt. Die Medien wurden im Voraus informiert und auf der Herder-Website wird das Buch angeboten inklusive zehn Seiten zum „Probelesen„.

Worum geht es in dem Buch?

Am Buchcover wird aus dem Buch zitiert: „Ob eine Veranstaltung, eine Organisation oder ein soziales Lebewesen Zulauf haben, entscheiden die Menschen des jeweiligen Umfeldes nach einem ganz einfachen Prinzip: Geht es dort lebendig zu? Spielt sich dort das Leben ab? Sind das lebendige oder steife, ja tote Menschen, die sich aus Gewohnheit treffen? Mir selbst war es immer wichtig, Klarheit zu gewinnen, Lebendigkeit zu schüren, zu ermutigen, sich nicht  bremsen zu lassen und die tiefe Begründung als Christ oder Christin nicht aus den Augen zu verlieren, die Lebendigkeitsquelle in Gott selbst. Ermutigung, Weite und eine fröhliche Tiefe waren mein Anliegen.“ Beim Schreiben habe ich Erfahrungen, Erlebnisse und fachliches Wissen hervorgeholt, die mir und den Leserinnen und Lesern die These untermauert: Begeisterte Gemeinschaft geht! Es ist die einfache, wache und gemeinsame Lebendigkeit, die einen Magnetismus aufmacht. Deshalb ist es nicht einfach ein „Kirchenbuch“ geworden. Das DREIRAUMMODELL kann überall und in allen Communities in positive Schwingungen gebracht werden.

Wie sieht der Verlag den Autor?

„Ferdinand Kaineder ist von frühester Kindheit an der Kirche zugeneigt, war lange Jahre beruflich wie auch ehrenamtlich für die Kirche tätig. So wie er für ein lebendiges Christentum brennt, so oft scheitert er an den verkrusteten Strukturen der Katholischen Amtskirche. Doch Resignieren ob dieser Situation ist seine Sache nicht: Als Kommunikationscoach macht er sich Gedanken, wie die Kirche im Leben der Menschen wieder einen Platz bekommt, wie das Pfarrleben aufblühen und der Glaube vor Ort lebendig erfahren werden kann.
Mut, Neues zu denken, Mut, andere Wege einzuschlagen aber auch Mut zu scheitern – davon erzählt Ferdinand Kaineder in seinem Buch ANPACKEN, NICHT EINPACKEN! Aufbauend auf die vier Handlungsimperative von Wolfgang Bartsch „Lebe wachen Gewissens“, „Finde das rechte Maß“, „Wage neue Aufbrüche“ und „Handle solidarisch“ formuliert Ferdinand Kaineder Motivationsimperative für ein geöffnetes Leben entlang von Nachhaltigkeit und Solidarität: Loslassen befreit! Aufbruch bewegt! Vielfalt stärkt! Gemeinschaft hält! Gerechtigkeit geht! Beziehung heilt! Erfahrung bildet! Kultur öffnet! Fremdes bereichert! Ein ebenso hartes wie positives Buch, ein Aufruf zum Aufbruch und zur Hinwendung zum Guten.“

Es ist mir ein Anliegen, dass das Buch über den lokalen und regioalen Buchhandel den Weg zu den Menschen findet. Deshalb lade ich ein, einen haptischen Besuch bei der Buchhändlerin oder dem Buchhändler zu machen. Wer Online-Bestellungen vorzieht, soll auch wissen, dass der lokale Buchhandel das auch macht. Ansonsten geht es auch über den Verlag in Wien für Österreich oder in Freiburg für Deutschland und die Schweiz.

Lesungen und Vorträge sind für Oktober und November in Planung.

Wie soziale Lebewesen lebendig werden

Dreiraummodell

Die künstlerische Umsetzung meines DREIRAUMMODELLs von Christian Kondler

Wir wissen heute über die lebendig machenden Dynamiken von Organisationen, Betrieben, Vereinen, Bewegungen, Initiativen, Communities und „soziale Lebewesen“. Meine Erfahrungen in den letzten Jahren bestätigen sie. Es geht dabei nicht um die „lauten und künstlich erzeugten Attitüden auf dem Werbemarkt“, sondern um die kraftvollen und nachhaltigen inneren Prozesse und Vorgänge, die tiefen Dynamiken des Geistes, der Seele und ihre Bedürfnisse. Lebendigkeit ist die Basiskraft für anziehende Kräfte. Wo Lebendigkeit, da möchte ich mit dabei sein.

Weiterlesen

Spring auf, Kirche

Sicher mehrmals am Tag gehe ich in den Garten, um die Knospen der Pfingstrose zu beobachten, zu betrachten, „anzufeuern“. Seit einiger Zeit schauen sie aus, als ob sie „jetzt“ aufspringen wollten. Das kühle, ja kalte Wetter auf fast eintausend Meter hält sie zurück. Im Sprung gehemmt. Die Pfingsttage der Kirche rücken Tag für Tag näher. Und immer wieder der Gedanke: Springt auf, Knospe und Kirche.

Weiterlesen

Corona, Klima und Biodiversität hängen aneinander

Gerade ist die SOL-Konferenz zum Thema „Ich habe genug“ von 22.-24. Mai 2020 #online im Gange. Solidarität, Ökologie und Lebensstil werden seit mehr als vierzig Jahren hier reflektiert und in praktisches Tun gewandelt. Helga Kromp-Kolb formulierte gerade die Rahmendaten und Klima-Vorgänge. Diese Wissenschaftlerin durfte ich mehrmals persönlich treffen. Sie besticht durch ihre nüchterne wissenschaftliche Expertise und die konkreten Schritte, die sie benennt und selber geht.

Weiterlesen

Eine LaudatoSi-Woche für klimagerechtes Tun

Von 16. – 24. Mai 2020 wird die „Laudato Si‘ Week“ begangen. Fünf Jahre ist es her, dass Papst Franziskus mit dieser Enzyklika die Menschheit – nicht nur die KatholikInnen – daran erinnert hat, dass die Erdkugel „Unser gemeinsames Haus“ ist. Wir waren 2015 als Klimapilgerinnen und Klimapilger von Wien zu Fuß einundzwanzig Tage lang unterwegs bis Salzburg in Richtung Paris, wo der Weltklimagipfel  stattfand.

Weiterlesen

Ein Raum mit neuen Facetten

„Geh in deine Kirche“, wollte ich titeln. Das ist absolut zu appellativ. Es geht mir aber um das Gehen. Geh. In Tagen wie diesen tut es gut, sich in der Fortbewegung auf das Gehen zurückzubesinnen. Es macht etwas mit mir, wenn ich wie gestern die vier Kilometer zu meiner Mutter zum Muttertagsbesuch gehe und nicht bequem fahre. Ich komme dort anders an, habe eine Stunde lang Zeit in der Natur meine tiefe Dankbarkeit zu erspüren und hinzutragen.

Weiterlesen

Krisen begehen

Krise und Corona, Leben und Scheitern, Engstellen und Weitgehen. Wie können Krisen, Scheitern und Engstellen des Lebens im Gehen gelöst werden? Aus Wien hat mich der Anruf erreicht, ich möge doch im Rahmen der KBW-Serie „Lebensfreude aus dem Wohnzimmer“ über meine Erfahrungen der „gehenden Krisenbewältigung“ ein kurzes Video-Statement aufnehmen. Gesagt und nicht im Wohnzimmer getan.

Weiterlesen

Der Borkenkäfer koaliert mit der Trockenheit

Meine gehende Morgenrunde führt mich normalerweise zuerst weit hinunter und dann wieder zurück herauf. Hätte ich die Schier angeschnallt, wäre die Abfahrt einfach toll, schön steil und der Sonne entgegen. So gehe ich per Pedes am Schilift vorbei hinunter bis „in den Graben“ (Haselgraben), vorbei an den Baumstümpfen der dort einmal gestandenen Bäume. Der Borkenkäfer hat die Motorsägen aktiviert.

Weiterlesen

Folge per Email