Die Verantwortung für 1,54 Promille übernommen

Die EKD-Vorsitzende und Bischöfin Margot Käßmann ist wegen ihrer 1,54 Promille zurückgetreten. Ihre Begründung: Sie könnte nichts mehr zu verschiedenen Missständen und Fehlentwicklungen sagen. Das hat sie gespürt. Dieser Rücktritt wird allerorten mit Respekt wahrgenommen, ja bedauert.

Dieser Rücktritt könnte aber auch zum Zeichen werden, zur Latte für jene, die Milliarden in den Sand setzen und Boni kassieren, die kriegerische Handlungen setzen und Menschen damit umbringen, die ungerecht wirtschaften und keinerlei schlechtest Gewissen haben, die die Natur direkt oder indirekt malträtieren und sich nichts dabei denken, ja sogar Manager des Jahres werden.

Käßmann wird mit dieser ihrer Entscheidung zur Richtschnur der übernommen Verantwortung inklusive aller Konsequenzen werden. Das persönliche Gewissen hat zu ihr gesprochen. Als Christin hat sie den Fehler eingestanden.

Ich erwarte einen rießigen Schwall an Rücktritten, wenn schon 1,54 Promille reichen.

Mehr zu diesem Rücktritt auf www.evangelisch.de .

2 Kommentare

  1. wenn es nur wahr werden könnte! ich finde die entscheidung käßmanns wirklich beachtlich. sie hat erkannt, dass bestimmte positionen ein sehr grosses mass an integrität verlangen.

    leider bin ich pessimistisch, was deine hoffnung angeht, dass einer der bangster (ich glaube das übliche binnen I samt Innen können wir hier getrost weglassen) konsequenzen ziehen könnte.

    • Rainer Grauer on 24. Februar 2010 at 20:36

    Rainer Grauer
    78052 Villingen-Schwenningen
    r.grauer@email.de

    Die Bischöfin, Frau Käßmann hat einen Fehler gemacht den Sie zu tiefst bereut. Was sie veranlasst hat ihre Rolle als Vorbildfunktion kurzfristig zu verlassen, kann nur sie selbst wissen. Ihr ist hoch anzurechnen, dass sie die Konsequenzen zieht und zurücktritt.

    Frau Käßmann ist keine Heilige, will keine sein und hat gegen von Menschen gemachte Gesetze, die für alle Menschen gleich gelten, verstoßen. Dafür muß sie die srafrechtliche Konsequenz tragen.

    Ein vorbildhaftes Verhalten der Kirchen-Menschen, die was zu sagen haben, wäre, wenn Sie Jesus folgen würden und Sie bitten würden, zu bleiben „Geh hin und sündige nicht mehr!“….Wir sind noch nicht im Paradies, wir sind immer noch Menschen… und Menschen machen Fehler… menschliche Größe wäre, diese Fehler zu verzeihen…. Vergebung der Sünden.. nicht nur von Gott, sondern auch von Menschen untereinander… Die Chance des Bereuens und des Neubeginns geben….
    und offen und ehrlich zu sein….
    wir haben keine bessere… bitte bleiben Sie und setzen ihre christlich geprägten Vorstellungen um…wir stehn hinter Ihnen und begleiten Sie auf ihrem Weg… seien Sie weiterhin authentischer Mensch mit Ecken und Kanten und seien Sie Nachfolgerin von Jesus, in dem Sie seine (r)evolutionären Gedanken (ich denke dabei hauptsächliche an die Bergpredigt) in die heutige Sprache und heutige notwendige Verhaltensmuster übersetzen… Jesus ist aktueller denn je… Die Zeit ist entfernter von seinen rettenden Konzepten als je zuvor… Frau Käßmann kann diesen Teufelskreis durchbrechen, in dem sie möglichst viele Menschen (Christen und Nicht-Christen) durch glaubhafte Überzeugungsarbeit aktiviert.
    ich bin dabei.

    Rainer Grauer

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