Wenn der liebe Gott mir nur drei Worte zugestehen würde, um die Herausforderungen der heutigen Zeit im kirchlichen aber genauso im gesellschaftlichen KontIMG_0561ext zu beschreiben, dann wären das: „Mut, Synapsen und Movement“. Mut verbinde ich mit der Kraft, persönlich Verantwortung zu übernehmen für meine und gemeinsame Schritte in die Zukunft. Synapse sagt uns, dass Wirklichkeit und Identität in der Verbindung, in der Anschlussfähigkeit liegen. Die Identität des Baumes liegt nicht nur in der Wurzel, sondern genauso in der osmotischen Anschlussfähigkeit zur Umgebung, zu Licht und Luft. Movement bedeutet, Bewegung bringt – das ist meine Erfahrung als Geher und Pilger – neue Perspektiven, andere Sichtweisen und unvermutete Zugänge. Und was ist Kirche anderes, als die gemeinsame Nachfolge, der Weg, ganz konkret, im Alltag, Schritt für Schritt, von Jesus inspiriert und angeregt: kraftvoll den Weg gehen, selbstverantwortet, in Verbindung mit der Mitwelt, gerade den Schwächsten unter uns, im tragenden Netz. Andere sagen zu Mut Kühnheit. Auch dem Papst gefällt das Wort, wenn er seine Bischöfe auffordert: „Macht kühne Vorschläge!“ Den Bischöfen ist das aus der Erfahrung der letzten 30 Jahre fremd. In der Enzyklika #LaudatoSi geht der Papst sehr kühnen Gedanken und Vorschlägen nach, die Welt vom technokratischen Verständnis in das ökologisch-sozial-spirituelle gemeinsame Haus zu führen, von der technischen Kälte in die spirituelle Wärme.

Bei der innovativen Spurensuche dabei

pfinxten1Zum ersten Mal gab es zu Pfingsten 2015 die Möglichkeit, sich überregional, querinstitutionell und ökumenisch zu einem lebendigen Austausch zum Thema Innovation in und durch Kirchen zu treffen. 2016 findet „PfinXten“ zum zweiten Mal statt. Wovon spreche ich? „PfinXten – Spirit bewirkt KÜHNHEIT“ als Forum für Innovation in und durch Kirchen von Mi 18.05. – Fr 20.05.2016 im Bildungshaus Stift St. Georgen am Längsee in Kärnten. Der Pastoralinnovator Georg Plank schreibt: „Erfolgreiche InnovatorInnen aus Kirche und Wirtschaft eröffnen wieder Räume, in denen die Früchte für  Mensch, Kirche und Gesellschaft gedeihen können. Als Key-Note Speaker konnte Chris Wesley von der Church of the Nativity in Baltimore gewonnen werden.Dazu kommen Impulse von Georg Plank, Hildegard Wustmans, Robert Kanduth, Ferdinand Kaineder u.a.“ Schön, als Innovator gesehen und eingeladen zu sein. Schön auch, selbst aus diesem Kreis wieder Inspiration, Kraft und Kühnheit zu schöpfen. Vielleicht sieht man sich?

1 Kommentar zu „Kühnheit als Ausgangspunkt“

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