Finis Terrae am Johannesweg

Eine Idee wurde umgesetzt. Ein Wunsch gehört. Immer wieder haben Pilgerinnen und Pilger am Johannesweg geäußert, „dass es kein Ziel gibt“. Ich selber habe kurz nach der Eröffnung dazu meine Erfahrungen niedergeschrieben unter dem Titel „In 21 Stunden das eigene Leben umpilgern„. Ja, es war bis dorthin auch für mich ungewöhnlich, nicht auf ein Ziel „hinzupilgern“. Ich finde es aber auch gut, das Leben zu umpilgern wie am Johannesweg im Mühlviertel oder am Barbaraweg in der Slowakei.

Zehn Minuten hinauf gehen

Wie können wir dem Wunsch entsprechen? So wurde ich von den Verantwortlichen der Mühlviertler Alm um meine Expertise als Pilger und Weitgeher gefragt. Das ehrt mich. Solche Fragen mag ich. Und dabei ist die Idee vom „Finis Terrae“ in Pierbach entstanden, eigentlich „aufgetaucht“. Ein Blick vom Ort hinauf auf den Felsen hat nahegelegt, dort ein besonderes Finale zu setzen. Nicht nur für die Pilgerinnen und Pilger, sondern genauso für Sucher, Verliebte oder Dankbare. Und für Friedenssehnsüchtige. Wir haben das Heimkehrer-Kreuz ersetzt und im Anliegen in die neue „Kreuz-Gruppe“ integriert. Menschen, die diesen Felsen betreten, sollten mit Überblick, Durchblick und Selbstreflexion nach dem Pilgerweg im Mühlviertel belohnt werden. Das Kreuz „spiegelt“ mit den eigebauten Spiegeln meine jeweiligen Standorte wider. Die beiden Stelen stehen für Durchblick und spiegeln das eigene Schauen, den eigenen Blick, die Perspektive, die Erfahrungen wider. Selbstreflexion und Über- und Durchblick gehen mit dem Pilger, der Pilgerin mit. Finis Terrae ist eine Manifestation dafür, eine Einladung dazu. Ab jetzt in besonderer Weise in Pierbach. Es ist ein Ort für Friede und Versöhnung, eine Quelle der Kraft.