Großes Schulgebäude geht auf Wanderschaft

Große Investitionen stehen bevor. Eine neue Universitätsklink und ein riesiges Veteran‘s Hospitel werden entlang der Canal Street vom Bundesstaat Lousiana errichtet. Baumaschinen und LKW transportieren schwarze Schlammerde weg und bringen Sand. Das Gelände wird um etwa 2 Meter aufgeschüttet und mit einer speziellen Methode „trockengelegt“. Die Erde bebt und ich spüre, das wird auf Sand und Sumpf gebaut. Alles ungefähr 2 Meter unter dem Meeresspiegel. Das Vertrauen in die Levees (Dämme) ist wieder da.

Eine Schule muss weich, darf aber nicht abgerissen werden

Schon vergangene Woche habe ich mit Leuten darüber gesprochen, was mit dem großen Haus in der Mitte der Baufläche ist. Eine historisch wertvolle alte Schule, die nicht abgerissen werden darf. So arbeiten ca. 25 Leute an der „Übersiedlung“ des riesigen Gebäudes. 16.000 Tonnen werden auf Räder gestellt und bewegt. Seid drei Tagen wandert das Gebäude – kaum wahrnehmbar. Drei TV-Stationen waren da und haben gefilmt. Ich bin daneben gestanden, wie sie ihre Enttäuschung zum Ausdruck gebracht haben, weil sie das so langsam und nicht fernsehtauglich bewegt. „Action“ wäre gefragt. Nein, in diesem Fall Geduld und Bedachtsamkeit. Das zeigt wieder, dass viele Prozesse in unserer Gesellschaft durch die Medien „angeheizt, beschleunigt“ werden und so der ständige „Turbo“ eingeschaltet ist. Wer Großes und Schweres bewegen will, bracht viele Räder, aufmerksamste Mitarbeiter, eine funktionierende Technik und Geduld. Auch bei der Kirche sieht man kaum, dass sie sich bewegt. In der Bildung wäre diese Bewegung notwendig. Die Politik und Ökonomie bekommt gerade durch die neuen Social Media Techniken Räder untergelegt. Die Gesellschaft als Ganzes ist unterwegs, ob wir das als drinnen Wohnende oder als „Außenbeobachter“ dabei sind, ist einerlei: Es bewegt sich! Das „Lustige“ hier allerdings ist, dass noch niemand weiß, wohin die Schule tatsächlich kommt. In jedem Fall kostet der Transport schon so viel wie eine Neue.

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