Es ist ein besonderer Luxus, eine besondere Lebensqualität. Im Bergdorf haben wir keinen Friseur, dafür im drei Kilometer entfernten Nachbarort zwei. Wir bewegen uns im mittleren Mühlviertel. Gestern bin ich daher zum Friseur gegangen. Zu Fuß hin und zu Fuß zurück. Mir ist klar: Wenn ich das schreibe, werden mich die autofokussierten Mitbürgerinnen und -bürger für verrückt erklären. Ich habe es genoßen. Hinübergehen und herübergehen, wie wir sagen. Der Haarschnitt und das feine Gespräch mit Eva nebenbei. Es ging dabei um das Schloss Wildberg und seine Wiederbelebung. Schöne Beobachtungen und erste Schritte dahin. Mein Haar wurde kürzer und meine Neugierde größer.
Dez. 21 2019
Zum Friseur gehen
Dez. 17 2019
Du bist Prophet, König, Priester!
Jeder Mensch möchte mitmachen, mitgestalten, mitmischen und genauso mittragen, mitverantworten. Wer teilnimmt am Ganzen und unkomplizierten Zugang zum Gemeinsamen hat, wird seinen oder ihren sinnvollen Beitrag dazustellen, leisten, beisteuern, wird Verantwortung übernehmen.
Der tiefe Impuls zum Handeln steckt in uns selber. Als Christen und Christinnen sind wir auf diese innere Dynamik, diese Berufung von innen her getauft. In der Taufe liegt die Wirkmacht Gottes durch, in und mit uns neu begründet. Deshalb eine Ermutigung: „Habt Mut und geht voran. Wirkt in sozialen Feldern, in gottesdienstlichen Gefilden, in öffentlichen Räumen und stiftet gemeinschaftliche Bande, ermöglicht bedingungslose Zugehörigkeit, Zusammenhalt, Solidarität. Wirken wir mit an einer neuen ‚Verbündung‘ der Menschen im offen und weiten Geiste Jesu.“
Dez. 13 2019
Gute Mischung aus Selbstfindungsseminar, Ehekurs und Reisetour
„Das war eine gute Mischung aus Ehekurs, Selbstfindungsseminar und Reisetour“, befand ein Besucher aus der ersten Reihe über meinen Vortrag im OÖNachrichten-Forum in Linz (OÖN-Bericht). Ich erzählte von meinen und unseren Erlebnissen und Erfahrungen mit Bildern über den „Benediktweg contrario nach Assisi“. Contrario: Etwas verkehrt angehen ist nie verkehrt, sondern bei allen damit verbundenen Herausforderungen bereichernd. Das Gehen ist mittlerweile eine große Sehnsucht der Menschen geworden. Und genau darin durfte ich in den letzten 15 Jahren durch meine Weitgehen-Touren viele persönliche Erfahrungen sammeln.
Dez. 06 2019
Weltanschauen beim Weitgehen am Coast Path in Cornwall
Von FR 4. Sept bis SO 13. Sept 2020 sind wir mit WELTANSCHAUEN am Coast Path in Cornwall zwischen „den fluiden und den kristallinen Elementen des Lebens“ unterwegs, am Saum von Wasser und Festland. Die Steilküstenabschnitte sind imposant, die Dörfer und kleinen Städte voller Geschichte, liebevoll belebt. Genau diese Abschnitte des Coast Path lassen die Meditation über Zeit und Ewigkeit aufkeimen, lehren ein Leben aus Geben und Nehmen, in Widerstand und Ergebung, entlang von fest und flüssig. Die Ellipse mit zwei Brennpunkten bewährt sich hier als „Lebensansicht“ und konstruiert sich Schritt für Schritt.
Dez. 05 2019
Online tanzt immer auf der Spitze
Im Advent kommt auch dieses Jahr wieder einiges ins Rutschen. Die Sehnsüchte der Menschen werden mit allen zur Verfügung stehenden „Werbe-Scheinwerfern“ angeleuchtet und angetörnt. Kaufen, kaufen, kaufen, trommeln sie von allen Seiten, sonst kann Weihnachten nicht kommen. Seit einigen Jahren hat sich das bequeme „Online“ als besonders gefinkelte Maschinerie dazugesellt. Ich nenne es: das Online. Die Menschen fallen ihr herein, Tag und Nacht, 24/7. #vierundzwanzigstundensiebentagediewoche. Genau genommen sagt Online 24/7/365.
Dez. 02 2019
Wir üben den Frieden
Eine große Schar von Kindern umringt den Pfarrassistenten Matthias List in der Pfarre St. Markus. Der erste Adventsonntag wird mit der Wortgottesfeier begangen. Das Warten auf die erste Kerze am Adventkranz hat ein Ende und das ganz große Warten auf das Christkind kann beginnen. Die Kinder in Geduld lehren, Tag für Tag, ist für Eltern und Großeltern immer eine besondere Herausforderung. Das braucht schon mächtige „Narrative“, um den Adventkalender Tag für Tag auf Schiene zu halten und nicht unbedacht nach vorne zu stolpern.
Nov. 30 2019
Begegnungszonen schaffen den synaptischen Menschentyp
Im FALTER-maily#76 greift Klaus Nüchtern einen Gedanken auf, der das Prinzip Begegnungszone thematisiert. Wir erinnern uns an die lautstarken Auseinandersetzungen um die Mariahilferstraße in Wien vor Jahren. Fast wäre die Auto-Welt von Wien aus zugrunde gegangen. Heute ist der Nutzen der Begegnungszonen von allen erkannt, auch von den früher dagegen kämpfenden Geschäftsleuten. Beim abendlichen Griff in die Kassa spüren sie es. Zwei Gesellschaftskonzepte haben gerungen. Das synaptische Menschenbild ist etabliert.
Nov. 26 2019
Das | gar nicht so | einfache Leben
Erstmals habe ich heute den Ordenstag in Wien als „reiner Gast“ miterlebt. Ein ganz besonderes Erlebnis, wenn das , was ich mitkonzipiert habe, stattfindet, ohne dass ich etwas dabei mache oder Verantwortung trage. Das Thema haben wir vor einem Jahr mit „Das – gar nichtso – einfache Leben“ festgelegt. Das #einfach-Jahr 2020 der Orden startet. „Das Christentum hat keine Muttersprache. Seine Sprache ist die Übersetzung.“ Das wurde heute verwendet, um die „Übersetzung der Gelübde Armut, Keuschheit und Gehorsam“ in die drei Lebenshaltungen von #einfach #gemeinsam #wach zugänglich zu machen.

Das Anpacken-Buch