Ein Kino-Abend, der nährt, orientiert, ermutigt. „But beautifull“ ist nicht nur ein schöner Titel. Der neue Film von Erwin Wagenhofer ist wieder mit unglaublich viel Gespür für die Fein- und Tiefenstrukturen unserer Erdkugel mit dem Menschen darauf gemacht. Papst Franziskus würde ihn gerade nach der Amazonien-Synode als Pflichttermin für Christinnen und Christen ausrufen. Der Film nimmt die Menschen in die „Pflicht der Nachhaltigkeit, der Achtsamkeit und der Kooperation“. Und weil bei heutigen Menschen „Pflicht“ schlecht riecht, hat Wagenhofer mit Menschenbildern, Naturereignissen, der Musik und wunderbaren nachhaltigen Projekten ein intrinsisch motivierendes „beautifull“ herausgezoomt.
Nov. 19 2019
Unsere Entscheidung muss sieben Generationen gut sein
Nov. 13 2019
Einladung zu Vorträgen und Impulsen
Nov. 12 2019
Geht ins Schweigen
Sr. Christiane hat uns beim Klimapilgern 2015 zum Weitergehen von Bad Kreuzen einen besonderen und direkten Tipp mitgegeben: „Geht im Schweigen, eine Stunde zumindest.“ Es war die klösterliche Erfahrung dahinter, dass Stille und Schweigen zu den wesentlichen Dimensionen des Lebens führen. Wir haben es ab dem Zeitpunkt trotz der sich immer wieder verändernden Gruppe probiert. Das ist nicht leicht.
Nov. 08 2019
Meine neue berufliche Perspektive ist freiberuflich selbstständig
Übergänge liegen immer in der Zeit. Manchmal denke ich das sogar umgekehrt: Die Zeit liegt an Übergängen. Genau betrachtet ist das Leben ein Übergang. Brücke ist allgegenwärtig, wenn wir ungeschminkt hinschauen und hinfühlen. Das ist uns manchmal bewusster und manchmal hat es den Anschein, als ob alles in Sicherheit über Jahre fest angebunden ist. Meine sieben Jahre Wien liegen hinter mir, ein Monat Gehen (Benediktweg, Lechweg) ebenso. Und nun?
Nov. 04 2019
Dann hören sie halt schneller zu
Am Sonntag durch den Wald spazieren gehört zu den schönsten und nährensten Momenten im Leben. Die Sonne blinzelt durch das Geäst, eine leichtes Herbstlüfterl frischt den Atem auf und andere Menschen kommen dir entgegen. Ein „Servus“ ist immer mit am Weg. Gedanken gehen mit. Das aktuelle Büchlein „Kapitalismus und Todestrieb“ von Byung-Chul Han hat in mir irgendwie Platz genommen, inspiriert mich, lässt die gesellschaftliche Wirklichkeit, meine Wahrnehmung dazu „Aufstellung nehmen“. Das Jugendtheater „Talismann online“ hier im Bergdorf bringt alles nochmals in ein grelleres Licht. Zeit und Identität sind auf der Werkbank.
Okt. 31 2019
Vom Fall zur Quelle
Ende Oktober 2019. Es braucht ein paar Tage, bis die Buchstaben in diesen Blog hineinpurzeln zu diesem Beitrag. Eine unglaublich schöne Erfahrung und heute nährende Erinnerungen begleiten mich in der Phase des Neubeginns. Nach sechs Tagen und 125 Kilometern zum Meditieren und Assoziieren komme ich am Lechweg von Füssen an der deutsch-österreichischen Grenze kommend bei der Lech-Quelle oberhalb von Zug bei Lech an. In Vorarlberg von Deutschland kommend durch Tirol. Wieder einmal bestätigt sich: Alles fängt ganz klein zu fließen an. #gehschenkteZeit ist mein Hashtag, wenn ich gehend der Natur als größte Lehrmeisterin in diesem naturbelassenen Tal begegnen darf.
Okt. 30 2019
Contrario ist nicht verkehrt
Drei Wochen waren meine Frau und ich zu Fuß am Benediktweg von Montecassino Richtung Nursia (Geburtsort des hl. Benedikt) unterwegs. Angekommen sind wir wieder einmal freudig und erfüllt in Assisi. Der hl. Benedikt ist auf Montecassino oberhalb der Stadt Cassino gestorben und begraben. Zusammen mit seiner Schwester, die hl. Scholastika. Der Benediktweg ist von der Geburt zum Sterben markiert. Wie fast alle Wege, die einem Heiligen oder einer Heilige gewidmet sind. Wir gehen ihn „umgekehrt, verkehrt“. Oder wie die Italiener, die wir gefragt haben, immer meinten: „Ah, contrario“. Einen Aspekt „unseres Benediktweges contrario nach Assisi“ nehme ich heraus.
Okt. 25 2019
Wenn einer nur Demokratie sagt
Am 24. Okt 2019 fand das 13. Linzer Religionsgespräch statt. Jetzt ist wieder mehr Zeit, an solchen Veranstaltungen teilzunehmen. Die Zusammensetzung des Podiums mit dem neuen Nationalratsabgeordneten Stefan Kaineder, der Direktorin der ksoe Magdalena Holztrattner und dem Präsidenten der muslimischen Glaubensgemeinschaft in Österreich Ümit Vural versprach einen spannenden Abend. War er auch. Ein kleines, aber wesentliches Detail halte ich hier fest. Gerade auch zum Nationalfeiertag.

Das Anpacken-Buch