Ferdinand Kaineder

Beiträge des Autors

Ein Raum mit neuen Facetten

„Geh in deine Kirche“, wollte ich titeln. Das ist absolut zu appellativ. Es geht mir aber um das Gehen. Geh. In Tagen wie diesen tut es gut, sich in der Fortbewegung auf das Gehen zurückzubesinnen. Es macht etwas mit mir, wenn ich wie gestern die vier Kilometer zu meiner Mutter zum Muttertagsbesuch gehe und nicht …

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Krisen begehen

Krise und Corona, Leben und Scheitern, Engstellen und Weitgehen. Wie können Krisen, Scheitern und Engstellen des Lebens im Gehen gelöst werden? Aus Wien hat mich der Anruf erreicht, ich möge doch im Rahmen der KBW-Serie „Lebensfreude aus dem Wohnzimmer“ über meine Erfahrungen der „gehenden Krisenbewältigung“ ein kurzes Video-Statement aufnehmen. Gesagt und nicht im Wohnzimmer getan.

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Der Borkenkäfer koaliert mit der Trockenheit

Meine gehende Morgenrunde führt mich normalerweise zuerst weit hinunter und dann wieder zurück herauf. Hätte ich die Schier angeschnallt, wäre die Abfahrt einfach toll, schön steil und der Sonne entgegen. So gehe ich per Pedes am Schilift vorbei hinunter bis „in den Graben“ (Haselgraben), vorbei an den Baumstümpfen der dort einmal gestandenen Bäume. Der Borkenkäfer …

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Den Weg in ein faires, ökologisch-soziales Gemeinwesen einschlagen

Es wird nicht einfach, sagen uns die Verantwortlichen. Wer soll das bezahlen, fragen sich die Menschen. Wann schütteln wir wieder Hände, pochen die Emotionen. Andere fürchten sich, wenn sie in die Nähe von Menschen kommen. Immer öfter trommeln Sehnsüchte: Lasst uns näher kommen. Der Kanzler hat die Hand an der Notbremse. Der Gesundheitsminister strahlt Vertrauen …

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In ein versöhntes Leben gehen

Platz der Versöhnung

Es ist ein goldener Spalt, der zwei Räume verbindet. Auf der einen Seite der spirituelle Raum der St. Anna Kirche und auf der anderen die Community-Räume des Pfarrzentrums. Durch den etwa einen Meter breiten Spalt fällt das durch die Messingplatten vergoldete Licht des Himmels hinunter in die Aufbahrung. Leben, Licht, Strahlen begegnet dem Sterben, dem …

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Ein Leben sucht das Leben

Es ist 5.25 Uhr. Das Festnetz läutet. Wenn dieses Läuten durch die Wohnung schallt, sei es zeitlich gelegen oder ungelegen, dann ist unsere 97-jährige Oma am anderen Ende. Seit mehr als einem Jahr ist sie im Seniorenheim, weil sich ihr Alleine-leben (wollen) nicht mehr ausgegangen ist. Sie ist wunderbar und liebevoll betreut. Und sie hatte …

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Besser und Erster sein müssen

„Schließlich geht es in diesem Kampf gegen das Cornavirus nicht um ein Wettrennen, nicht darum, wer als Erster gehandelt hat und nun als Bester aus dem Schlamassel herauskommt. Was nottut in diesen Tagen ist europäische Solidarität, sind abgestimmte europäische Konzepte. Denn am Ende werden sich nur alle gemeinsam an die Aufräumarbeiten machen können.“

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Sich dem Nahen neu annähern

Habt ihr Lust auf ein Zoomerl? Das ist sehr ähnlich dem: Gehen wir auf einen Kaffee oder ein Seiterl? Leute vernetzen sich gerade auf den verschiedenen Video-Telefonie-Plattformen. Homeoffice braucht das fast zwingend. Ich mache das mit Signal und Zoom, weil es wirklich unspektakulär einfach ist, sich näher zu kommen. Zuerst ungewohnt. Dann wie gestern abends …

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