Jakobsweg als „Südosttangente der Esoteriker“

Fiffi Pissecker von den Hektikern ist in 38 Tagen den Jakobsweg von Pamplona  bis Santiago gegangen. Im Rosengarten hat er am 24. August 2010 sein Resumee unter dem Titel „Ich kenn sie! Wer sind sie?“ als Soloprogramm präsentiert. Seine Erlebnisse waren natürlich kabaretistisch aufbereitet, anhand von  Fotos als Markierung erzählt und mit akustischen Effekten unterlegt. Als einer, der selber 52 Tage zu Fuss unterwegs war, konnte ich viele Erfahrungen und Erlebnisse mitspüren und nur bestätigen. Ich habe den Abend genossen.

Telefonate mit Gott

Ein Beichtstuhl in einem Hotel hat Pissecker auf die Idee gebracht, Gott selbst mittels Anruf über Handy in das Programm eingreifen zu lassen. Das  Beichtsuhlgehäuse war dort als Telefonzelle in Verwendung.  Gott musste den Pilger direkt von einem Bordell, in das er zufällig gekommen war, herausholen. Ein Anruf kam auch prompt, als der Pilger vor der Tagesettape über den höchsten Berg Dopping angeboten bekommt. Gerade auch die lustigen Erlebnisse konnte Pissecker auf der Bühne mit dem Publikum genießen. Die Bekanntschaft mit zwei Esoterikern brachten ihm auch die Erkenntnis, „dass der Jakobsweg die Südosttangente für Esoteriker ist“. Manches von dem, was er erlebt hat, war ihm „esohysterisch“ vorgekommen. Sein „Geister-Pilger“, der ihm entgegengekommt, war ihm auch eine Geisterfahrermeldung wert.  Sehr tiefsinnig allerdings immer wieder zu spüren und auch am Schluss ausgesprochen: „Gott wird dich nicht fragen, was du getan hast, sondern fragen, warum du so vieles nicht gemacht hast.“ Somit hat er meiner Einschätzung nach den wichtigeren Teil des Schuldbekenntnisses in Erinnerung gerufen: Gutes unterlassen und Böses getan. Berührend am Schluss des Programms das Gespräch mit seinen sehr früh verstorbenen Vater.  Ich kenne das von meinem Gehen: Laut gesprochene Dialoge – mit dem Papst, dem Bischof, der Frau, den Kindern, Freunden und zum Beispiel der „Weltwirtschaft“.

Wer alleine unterwegs ist, hat die Chance, „mit Gott zu telefonieren“.

Am Rückweg zum Parkplatz höre ich hinter mir vier Besucher sagen: „Genauso stelle ich mir den Jakobsweg vor.“

Viertausend Mal versucht. Mehr Schulversuche als Schulstandorte.

„An österreichischen AHS gibt es mehr Schulversuche als Standorte. Auch an den meisten Volksschulen werden neue Ansätze erprobt. Manche Schulversuche laufen schon seit Jahrzehnten.“ – so steht es heute im Teaser auf diepresse.com ( http://bit.ly/9gEETv ). 4.000 (viertausend) Schulversuche in Österreich bei 6.000 Schulen.

Versuch“ als Anreiz?

Die „normale Schule“ hat ausgedient. Ähnlich wie in der Wirtschaft, wird auch in der Schule das Wort „Innovation“ ganz groß geschrieben. Wer einen Versuch wagt, wird belohnt – mit Geld, mit medialer Öffentlichkeit, mit zusätzlichem Personal und der Gewissheit, dass Eltern gerne „Neues“ sehen. Die Schule von gestern (wörtlich) ist in der Wahrnehmung vieler Erziehungsberechtigten und Politiker schon die Schule von vorgestern. Nichts darf sein wie im Vorjahr. Diese Vorgabe hält die LehrerInnen auf Trapp und treibt sie an die hächelnde Oberfläche. „Wo ist unsere Innovation, die wir uns an die Fahne heften können, damit wir uns profilieren können gegenüber der nahegelegten Nachbarschule?“, fragte einmal in einem Vorgespräch für eine Lehrerklausur, die ich moderiert habe, die Direktorin. Spannend war, dass wegen des „Anreizdruckes“ nicht nur die LehrerInnen hächelten, sondern auch die SchülerInnen kaum zur Ruhe kamen. Dann tauchte die „befreiende“ Frage auf: „Wie können wir die Kinder von heute in die Tiefe und zum Wesentlichen führen?“. Es war ein Aufatmen da. Der in der Luft liegende Druck ist fast verschwunden. Damals hatte ich aber den Eindruck: das braucht „einen Schulversuch“.

Eigentlich schade, dass das Leben nicht nur in der Schule zum Versuch geworden ist. Vielleicht sollte die Schule einfach sein, wenn schon das Leben so kompliziert und lebensgefährlich geworden ist.

Zwei meiner persönlichen Begegnungen mit Bischof Weberberger

Heute früh ist Bischof Richard Weberberger verstorben. Von seinem Krankenhausaufenthalt im Juni habe ich „durch Zufall“ erfahren und dass die schwere Operation damals „gut gegangen ist“. Umso betroffener war ich heute vormittag, als ich erfahren habe, dass er so schnell gehen musste. Ich bin ihm nicht oft persönlich begegnet, aber zwei Begegnungen bleiben mir immer in Erinnerung.

Was heißt da Exzellenz?

Beide warten wir im Vorzimmer vom Diözesanbischof Ludwig Schwarz auf den Gesprächstermin. Ich hatte den Fotoapperat dabei und soll diese erste Begegnung der beiden als Bischöfe dokumentieren, der eine neu und der andere reich an Bischofsjahren. Wir plaudern ganz ungezwungen und ich spüre bei ihm die besondere menschliche Wärme. Alles, was er erzählt, hat Hand und Fuß und jedes floskelhafte Reden ist ihm fremd. Er lacht und bringt Gefühle zum Ausdruck – auch was ihn belastet. Ich könnte ihm stundenlang zuhören. Da geht die Tür auf und Bischof Schwarz kommt mit erhobenen Händen auf Weberberger zu mit dem Ausspruch: „Exzellenz, ich freue mich, dass du da bist.“ Und mit einer großen händischen Geste wehrt Weberberger spontan ab. „Was heißt da Exzellenz. Richard heiße ich.“

Alles ist so qualitätsvoll organisiert: Ihr habt so gute Leute.

Vor etwa drei Jahren sitze ich im Büro und höre (weil ich die Tür immer offen hatte) jemand hereinkommen. Diese Person hat sich im Vorzimmer einfach ein wenig umgesehen, beim Zeitungsständer, den Rücken zu mir. Dann setzt sich die Person zum runden Tischerl und ich bekomme das Gesicht zu sehen: Bischof Weberberger. Ich stehe auf und begrüße ihn. „Ich möchte einfach ein wenig lesen, weil ich die Wartezeit überbrücken muss“, meint er. Das tun andere auch. Ich freue mich, dass er da ist und ich lasse ihm vorerst seine Ruhe zum Lesen. Dann kann ich nicht mehr ruhig sitzen und arbeiten und frage, ob ich mich zu ihm setzen darf. „Natürlich, wie geht es euch? Ihr leistet ja wunderbare Arbeit, höre ich“, meint er. Und wir sind gleich im Gespräch. Es war die Zeit, wo Bischof Schwarz die Predigt durch beauftrage SeelsorgerInnen und später noch die Erlaubnis zur Taufe durch Beautragte zurückgenommen hat. In der Dechantenkonferenz hat Bischof Schwarz damals das auch so begründet: „Nicht einmal bei Bischof Weberberger im Missionsland gibt es diese Erlaubnis.“ Es waren mehr stutzig ob dieser Aussage. Jetzt kann ich ihn fragen, ob das stimmt. Er reagiert direkt vehement: „Wie soll den das gehen bei uns. Nicht nur zur Taufe, sondern auch zur Eheassistenz sind Laien beauftragt.“ Und er meint weiter: „Ich verstehe das ganze Theater hier bei euch nicht. Da habt ihr die Seelsorge so wunderbar organisiert, so gut ausgebildete Laien stehen euch zur Verfügung und dann sollen sie das im Ausnahmefall nicht tun.“ Er schildert, wie er immer staunen muss, mit welcher Qualität zum Beispiel KommunionhelferInnen tätig sind, Nachtwachen gebetet werden usw. „Das ist bei uns leider so nicht immer möglich“, meint er bedauernd.

Damals habe ich mir gedacht: Wer genau schaut, wird erkennen, dass in Oberösterreich die Weichen für das „Missionsland Österreich“ gut gelegt worden wären.

Schade, dass solche glaubwürdige Zeugen für das Evangelium Jesu Christi schon in diesem Alter gehen müssen. Deshalb umso mehr: Danke für die Begegnungen. Es waren immer aufbauende Momente.

Kinder in Freiheit. Über das Geschenk eines Jungscharlagers.

Tief eingefurcht haben sich bei vielen jungen Eltern ihre Erlebnisse bei den verschiedenen „Jungscharlagern“ aus früheren Zeiten. Viel Freiheit, uriges Leben, viel Spiel, Spass und manchmal Streitereien. Wie sich eben das Leben darstellt, wenn Mutter, Vater, Großeltern, LehrerInnen, TrainerInnen, … nicht immer hinter einem her sind. Das Zelt war anfangs in Ordnung und im Laufe der Woche hat sich vieles verflüchtigt, sehr oft auch die Ordnung. Und es durfte sich so „entwickeln“ bis am Samstag alles „zusammengerollt“ wurde.

Zweckfrei auf Augenhöhe Gemeinschaft erleben

Wir betreten am Mittwoch dieser Woche den DSG-Platz in Weyregg am Attersee. Wir besuchen das Kirchschlager Jungschar- und MinistrantInnenlager. Die Kinder kommen uns schon entgegen: „Unsere Fahne ist weg. Jemand hat sie in der Nacht gestohlen. Wer kann sie haben?“. Ich bin überfragt. Ich selber mache mir aus solchen äußeren Identitätszeichen ehrlich gesagt weniger. Für andere ist es „das konstitutive Spiel der Aufmerksamkeit“. Eltern halten diesen Mythos durch ihre Erzählungen aufrecht. Die Kinder nehmen es dann schlißlich auch nicht todernst, denn sie beginnen von anderen Dingen zu erzählen. Sie haben die richtige Nähe und Distanz zum „Identitätszeichen“ gewonnen. Da ist es viel wichtiger, dass im Spiel respektvoll und fair umgegangen wird, dass eine geschwisterliche wertschätzende Atmosphäre sich ausbreiten kann. Die jugendlichen BegleiterInnen sind mitten unter den Kindern und begegnen ihnen auf Augenhöhe. Sie strahlen keinerlei Leistungsstress aus, sondern wollen Anreger sein und Ermöglicher. In der Küche wird vorbereitet, dass die Kinder gutes Essen bekommen, frisch gekocht. Sie halten vor dem Essen inne, geben dem Geber des Lebens in einem gemeinsamen Lied Platz und genießen. Die Mittagsrast wird durch das Baden im See beendet.

Der Wimpel ist wieder da

Da taucht die Fahne wieder auf. Die Wimpelstehlerinnen sind da. Sie kommen aus Gampern. Sie bringen natürlich auch Jungscharlagererfahrung mit. “ Was tut ihr, dass ihr ihn wieder bekommt?“, fragen sie die Kinder.  Alle Kinder mit Begleitern auf das Floß und einmal um die Boje rudern. Der Wind treibt sie ab und eine perfekte Teamarbeit bringt alles wieder zurück. Geschafft. Übergabe und gemützlich zusammensetzen. Da sein und miteinander das Leben einsaugen und zum Ausdruck bringen. Eine besondere Freiheit, die in der Luft liegt. Für alle.

DANKE!

Danke den vielen, die solche Erlebnisse für Kinder heute ermöglichen bei den Jungschar- und MinistrantInnenlager.  Geschenkte Zeit, die ein Leben lang nachwirken wird. Die Kinder dürfen „in Freiheit leben, ohne die vielen Erwartungen, die sonst über sie schweben.“ Glücklich jene Pfarren, die solche Jugendliche in ihren Reihen hat.

Es gibt eine Blockade und Ohnmacht

Der Pfarrsaal von Tarsdorf war am 9. August 2010 bis auf den letzten Platz gefüllt. Pax Christi hat am Todestag von Franz Jägestätter zum Gedenken eingeladen. Von der Gemeinschaft San Egidio in Rom war Dr. Cesare Zucconi gekommen. Ich persönlich habe ihn erstmal 1985 bei der Romreise der Jugend der Dompfarre kennengelernt. Beide sind wir älter geworden, haben wir festgestellt. Sein Thema war: „Franz Jägerstätter als Inspiration für heutige Friedensarbeit“.

Den Mut haben, die eigene Angst zu erkennen

„Es gibt heute in den Menschen eine Blockade, eine Ohnmacht. Es ist die Haltung der Angst. Man muss den Mut haben, die eigene Angst zu erkennen, um handlungsfähig zu werden.“  Diesen Tatbestand sieht Zucconi heute weit verbreitet und sieht eine Parallele zur Zeit Jägerstätters: „Die Angst war damals die Macht der Nationalsozialisten“. Franz Jägerstätter hat in seinem Gottvertrauen diese Angst überwunden und ist zu seinem klaren ablehnenden Urteil gekommen. Zuccini hielt fest. „Es ist nicht der Mut, sondern der Glaube, der Berge versetzen kann.“  Die Wurzel der Angst liegt darin, dass man zu wenig betet. „Es gibt heute ein Angst vor der Stille“, meint Zuccini.  Die Angst hält den Menschen heute auf Trapp und er sieht gar nicht mehr, in welchen Kriegen er direkt oder indirekt mitwirkt.

Das Evangelium der Welt und die Armen in der Mitte

Das „Evangelium der Welt“ lautet: Hilf dir selbst und liebe dich selbst. Das Evanglium Jesu sagt etwas anderes. Liebe Gott und deinen Nächsten wie dich selbst. Es kommt darauf an, das Evangelium der Liebe zu leben und bei sich selber anzufangen. „Dabei stehen die Armen in der Mitte und die Begegnung mit ihnen jenseits der Logik von Geben und Nehmen“, meint Zucconi mit dem Hinweis auf seine Gemeinschaft San Egidio, die sich auch direkt um die Armen kümmert: „Wer Frieden will, muss die Armen lieben. Was du für die Armen verlierst, ist niemals verloren. Der Friede ist der Auftrag der Christen.“  Zucconi sieht auch in jeder Religion die friedenstiftende Kraft: „In der Wurzel jeder Religion gibt es eine friedenstiftende Kraft.“ Was hemmt den Menschen, heute Widerstand zu leisten: „Seine Angst, die er im Glauben überwinden kann – so wie der Selige Franz Jägerstätter.“

Der Fußmarsch von Tarsdorf nach St. Radegund bietet schöne Begegnungsmöglichkeit. Die Feier zur Todesstunde des Seligen Franz in St. Radegund hat auch seine Frau Franziska mitgefeiert. Ihr fröhliches Wesen und ihre Wachheit sagt mir. dass sie ein Stück Himmel hier auf Erden aufstrahlen läßt. Inspiriert begeben wir uns wieder auf dem Weg nach Hause. Ermutigt, alle Angst zu überwinden und widerstandsfähiger gegenüber lebensfeindlichen Vorgängen zu werden.

Der Linzer Weg. Ausgesetzt und viel begangen

Nicht immer spielt das Wetter mit. Der Dachstein war das Ziel und gegangen sind wir den Linzer Weg. Dichter Nebel vor der Adamek-Hütte (2.196m) hat die Pläne durchkreuzt. Wir warten noch zwei Stunden und wollen der Sonne eine Chance geben. Hüttenkolleginnen haben schon am Vorabend unseren Optimismus gedämpft. Nein, sie kommt nicht – sicher nicht auf den Dachstein. Veronika und ich sind also ein drittes Mal gescheitert. Asl Elfjährige waren ihre Füsse zu kurz, als Vierzehnjährige waren wir ohne Steigeisen aufgestiegen und am Nadelöhr extrem viele BergsteigerInnen und deshalb haben wir umgekeht. Jetzt ist es das Wetter. „Auch Gerlinde Kaltenbrunner ist am Vortag am K2 umgegkehrt“, weiß Veronika. Um 10 Uhr ist klar. Wir steigen nicht einfach wieder zu den Gosauseen ab, sondern gehen den Linzer Weg hinüber zur Hofpürgel-Hütte.

Die erste Hälfte ist anspruchsvoll

Vor Jahren bin ich diesen Weg mit Jugendlichen der Dompfarre gegangen. Er erscheint auf der Karte gar nicht so weit, hat es aber „in sich“. 4-5 Stunden sind angeschrieben. Gerade der erste Teil ist mit Klettereien (seilgesichert) und wirklich ausgesetzten Stellen „bereichert“. An diesem Tag sind wir fast alleine. Nach zwei Stunden kommt uns nach dem Hochkesseleck (2.283m) ein junges Paar entgegen. Die Frau blickt ganz entzückt auf und meint: „Oh, Menschen!“. Dieses Stück des Weges ist sicherlich ganz wenig begangen. Wir kommen dann durch die steile Reissgang-Scharte (1.954m) „hinter den Gosaukamm von Norden aus gesehen“ und zur Abzweigung nach Filzmoos. Bis dorthin sind uns in den 3 Stunden bei halbwegs gutem Wetter auf dieser Höhe nur 5 Menschen begegnet.

Das vielbegangene Stück

Gleich bei der Abzweigung nach Filzmoos sitzen acht junge Männer und warten auf den Nachzügler. Sie kommen von der Hofpürgel-Hütte (1.705m) und gehen „die kleine Runde“. Sie besteht aus dem Aufstieg vom Parkplatz zur Hütte, einer Stunde Übergang und dem Abstieg zum Parkplatz. Wir biegen um eine Kurve und sehen eine ganz Kolonne Jugendlicher auf uns zukommen. Natürlich sind wir neugierig und erfahren, dass 90 Jugendliche aus Tegernsee in Bayern auch „diese Runde“ gehen. Nicht alle waren begeistert und es ist interessant, den jungen Menschen ins Gesicht zu schauen. Ich schätze, dass etwa 10 % diesen Weg mit Lust gehen. Interessant wäre, wie viele als Erwachsene wieder in die Berge kommen. Diese eine Stunde bis zur Hütte ist „fast wie in Kirchschlag, wenn es schön ist und unten in Linz der Nebel liegt“. Immer wieder ausweichen und Platz geben für die Entgegenkommenden.

Bischofsmütze bröckelt weiter

Auf der Hütte entscheiden wir, dass wir den Gosaukamm „umgehen“. Wir nehmen nicht den Steiglpass zurück zum Ausgangspunkt, sondern lassen die abbröckelnde Bischofsmütze rechts liegen. Mir ist noch gut in Erinnerung, wie vor Jahren ein ganz großer Teil der Mütze heruntergestürzt ist. Heute bröckelt sie klein weiter. Aufgrund des einfallenden Nebels ist uns der Blick auf die Bischofmütze auch nicht möglich. Wir  gehen hinüber zur Theodor-Körner-Hütte, weiter zur Gablonzer auf der Zwiselalm. Dieser Weg hat wunderschöne Passagen mit einer wunderbaren Fernsicht nach Süden. Er beansprucht auch „seine Zeit“. Im Schatten des Donnerkogels beginnt es dann zu regnen und Der Abstieg zum Gosausee ist daher mit großer Achtsamkeit zu gehen. Der Weg ist allerdings ganz neu gerichtet. Ein großer Dank an die „WegmacherInnen“.

Nach 9 Stunden sind wir beim See, sind trotz Regen noch kurz drinnen geschwommen und dann ins Mühlviertel aufgebrochen. Nicht am Dachstein, aber einen schönen langen Tag am „Linzer Weg“. Und damit bin ich am vorletzten Urlaubstag wieder in der Diözese angekommen.

Der Wiener Höhenweg. „Schartig“, schön und vielfältig.

Ein Höhenweg hat heuer nicht gereicht. Noch dazu kam immer wieder die Erinnerung auf, dass ich durch mein Assisi-Gehen im Vorjahr das bergGEHEN der Kirchschlager versäumt habe. Während ich im Kanaltal Richtung Süden unterwegs war, war die Gruppe am Wiener Höhenweg von Iselsberg hinauf Richtung Großglockner unterwegs. Und alle wargen begeistert – nicht nur vom Wetter im Vorjahr, sondern auch von der Gegend. Und heuer sehe ich die Chance: Diesen Wiener Höhenweg in der Schober- und Glocknergruppe musst du dir gönnen.

Aufbruch in Glanz

Während sich meine Frau mit dem Auto von Matrei aus über den Felber Tauern Richtung Kirchschlag auf den Weg machte, startete ich meine Tour in Glanz (Matrei) zu Fuss und alleine in Richtung  Steiner Alm (1914m) hinauf zur Sudentendeutschen Hütte (2.656m). Die ganze Strecke ein wunderbarer Panoramablick hinunter nach Matrei und hinüber Richtung Virgental und die Venediger-Gruppe. Die Mittagssuppe hat mich gestärkt und so geht es nachmittags weiter zur Kals-Matreier Hütte (2.207m) auf dem Thörl. Der Weg dahin ist ausgesetzt aber wunderbar zu gehen. Immer wieder der Großglockner in voller Pracht vor Augen. Ein holländisches Ehepaar macht auf dem Weg einen desperaten Eindruck und sie haben sich vergangen. Ich nehme sie mit bis zur Hütte und sie steigen gleich weiter ab nach Kals. Ich wollte auf der Hütte übernachten. Dann wurde mir klar, dass der Abstieg nach Kals morgen früh (etwa 800 Höhenmeter) nicht besonders vorteilhaft sein wird. So starte ich selber ebenfalls hinunter. Nach 9 Stunden Tagesgehzeit läute ich bei Frau Schnell an und bekomme eine Unterkunft. „Es geht sich leicht aus, weil heuer nicht viele Gäste da sind“, meint sie etwas traurig und erwähnt in dem langen Gespräch auch, „dass die Jungen alle fortgehen“. Sie macht mir auch ein wunderbares Frühstück.

Den Glockner links liegen gelassen

Das Tagesziel heute ist die Elberfelder-Hütte. Doch zuerst kommt der Aufstieg zum Lucknerhaus (1.948m). Das Ende der Kalser Glocknerstraße ist Ausgangspunkt für den Großglockner und bietet für Autofahrer wirklich einen wunderbaren Blick auf den Glockner. Mein Weg führt allerdings auf die Glorer-Hütte (2.651m). Dort bin ich wieder um die Mittagszeit und jetzt am eigentlichen Wiener Höhenweg angekommen. Und wieder einmal stimmt die Richtung nicht: Die meisten gehen den Weg von Süden nach Norden zum Großglockner. Ich bin aus rein praktisch-logistischen Gründen umgekehrt unterwegs. In Matrei war ich und in Lienz ist der Zug für die Heimfahrt. Die Mittagssuppe macht mich übermütig und ich gehe über das Kasteneck (2.821m) hinunter auf das Peischachthörl (2.484m) wieder hinauf über den Kesselkeessattel (2.926m) dann steil hinunter auf die Elberfelder-Hütte (2.348m).  Dieser Tag war wieder lang und ich rechne mir aus, dass ich wieder einmal 8,5 Stunden Gehzeit in den Schuhen habe. Es schmerzt nichts. Das Wetter ist warm und ich gehe immer in kurzer Hose und im Leiberl. Mehr ist auf dieser Höhe in diesen Tagen, wo anderen in Büros und in der Stadt vor sicht hinschwitzen, nicht notwendig. Abends beginnt es allerdings leicht zu regnen. In jedem Fall schlafe ich nach einem Bergsgteigeressen gut und fest bis 6.15 Uhr.

Zwei Schutzengel haben heute zu tun

Es ist wieder gutes Wetter. Mein Ziel ist die Wangenitzsee-Hütte. Wenn ich dort angekommen bin, dann habe ich wieder einmal zwei Tagesetappen an einem gemacht. Wir werden sehen. „Na, alles gute auf der Hornscharte“, wünscht mir noch eine Frau, die gestern abends die Hütte fast verrückt gemacht hat, weil sie nicht gewußt hat, wie sie auf die Nossberger-Hütte kommt. Ich gehe über die Hornscharte (2.958m) und sehe fast ganz oben, warum sie so skeptisch war. Das Seil hin in der Felswand und war nicht zu gebrauchen. Wie drüberkommen. Es geht steil hinunter. Ich suche mindestens eine Viertelstunde einen Weg. Schon wollte ich umkehren. Da nehme ich mir den Mut und ich weiß nicht, auf einmal war es so, als ob jemand angeschoben und Halt am Felsen gegeben hat. Auf der Scharte frage ich mich, wer da angeschoben hat. Wir wissen, dass wir einen Schutzengel haben. Dem danke ich. Der Abstieg ist wieder sehr steil, aber gut gesichert. Ein großes Schneefeld hat der Hüttenwirt von der Nossberger mit einem Bergsteigerseil begehbar gemacht. Ich bin froh, dass ich drüber bin und folge dem Weg auf die Nossberger-Hütte (2.488m). Auf der Hütte erfahre ich, dass an der Sicherung der Hornscharte schon eifrig gearbeitet wird. „In einer Woche soll sie wieder gut begehbar sein“, wird mir versichert. Wo ich das schreibe (2.8.2010) müßte die Arbeit getan sein. Die Nossberger-Hütte liegt wirklich wie eine Perle neben den Seen in diesem Talschluß. Ich bedauere ein wenig, dass ich nicht bleibe. Die Kürbiscremesuppe schmeckt ausgezeichnet. Dann breche ich wieder auf, über die Niedere Gradenscharte (2.740m) hinüber auf die Wangennitzsee-Hütte. Die Wolken werden dichter. Auf der Scharte oben spüre ich einige Regentropfen. Der Weg führt wieder steil hinunter, am felsigen Hang dann hinüber zur Kreuzseescharte (2.810m). Dort sehe ich, dass ich einen großen „Umweg“ gegangen bin. Ich empfehle hier wirklich, über die Hohe Gradenscharte (ca. 2.803m) zu gehen. Es ist kürzer und auch nicht schwerer. Kurz vor der Kreuzseescharte geht ein Hagelschauer über mich hinweg, dass ich mit den „Dichtmachen“ gar nicht so schnell war. Nach ein paar Minuten war wieder Ruhe. Ich sehe von der Scharte aus die Hütte, den Kreuzsee und den Wagenitzsee. Ein wunderbares Bild. Vorbei an unzähligen Steinmandln komme ich zur Wagenitzsee-Hütte (2.508m). „Gut, dass du da bist“, sagt die Hüttenwirten, denn in diesem Augenblick beginnt es ordentlich zu regnen. Danke dem zweiten Schutzengel, der das Wetter so eingerichtet hat. Es regnet in Strömen, auch in der Nacht immer wieder. Wir sind 8 Gäste auf der Hütte. „Wer kommt da schon herauf bei dem Sauwetter?“, meint die junge Kellnerin. Ich bin froh über das trockene Lager nach 8 Stunden Gehzeit und doch einigen Höhenmetern. Ich richte mir alles für morgen. Ich nehme fix an, es wird ein langer Abstieg im Regen.

„andererseits“ und das Wollen, das Können und das Dürfen

Um 7 Uhr blicken wir gemeinsam aus dem Lagerfenster. Die Sonne. Unglaublich. Die Berge sind aber alle weiß geworden in der Nacht. Und es ist kalt geworden. Vier Grad. Frühstück und dann geht es los. Ziel ist Iselsberg bzw. Lienz. Zuerst geht es noch über eine Wangenitzsee-Scharte (2.610m) mit einem wunderbaren Rückblick auf Hütte, Seen und die verschneiten Berge. Dann geht es hinunter, Meter um Meter zur Roan-Alm. Dort erklärt mir ein alter Bauer bei seinem Kaffee und seiner Zigarette, „dass in den letzten Jahren hier alles anders wurde“. Gemeint hat er die „Verwaldung“ des ganzen Tales bis hoch hinauf. Schließlich komme ich nach etwa 6 Stunden Gehzeit in Iselsberg an. Ich warte auf den Bus – und der kommt nicht. So halte ich meinen Daumen hinaus und schon bald nimmt mich ein Lienzer mit bis hinunter in die Stadt. Abends am Bahnhof angekommen, organisere ich noch die Karte für die Heimfahrt morgen und beziehe Quartier im Sporthotel.


Die Gedanken beim Abstieg waren schon wieder bei der Arbeit. „andererseits“ könnte der Ansatz werden, neu mit den Menschen über jesuanische Kirche und Themen ins Gespräch zu kommen. Damit könnten wir die vorhandene Einschätzung „ergänzen“. Auch die Situation der Diözese kommt mir immer wieder unter. Warum ist so viel Demotivation und Stillstand da? Aus der Motivationsforschung kennen wir die drei Komponenten einer lebendigen Motivation: Wollen – Können – Dürfen! Das Können ist da. Das Wollen ist schon nicht mehr so sichtbar. Das Nicht-Dürfen (Einschränkungen Predigt, Taufe, …) ist allgegenwärtig. „andererseits“ spüre ich: Das Evanglium lebt an der Basis und in Selbstverantwortung! In der Unterführung nach Urfahr habe ich an die Wand gesprüht gelesen: „Kein Mensch hat das Recht zu gehorchen  – Hannah Ahrendt“.

Der Karnische Höhenweg vom Nassfeld nach Silian. Wunderbar. Berührend

„Dieser Höhenweg gehört zu den schönsten, die ich gegangen bin“, erklärte mir schon vor drei Jahren ein Bekannter. Und er hat ganz und gar recht. In der 3. Juliwoche 2010 bin ich ihn mit 10 Frauen und Männer von 20 bis 65 Jahren gegangen. Die Erwartungen wurden übertroffen. Dabei bin ich selber schon mehrere Höhenwege und Weitwanderwege gegangen: Venediger Höhenweg und Lasörling Höhenweg in Osttirol, Stubaier Höhenweg in zwei Etappen, Ötztaler Alpen, Lechtaler Alpen, Schladminger Alpen und schließlich den 09-er, den 04-er und den 06-er Weitwanderweg zur Gänze.

Verkehrte Richtung

Wir starten am Nassfeld nach der Übernachtung im AV-Lager im Gasthaus Plattner bei schönem Wetter in Richtung Westen. „Ihr seid eine kleine Minderheit, die ihn in diese Richtung geht“, meint der Hüttenwirt und bestätigt: „Normalerweise starten alle in Silian.“ Wir gehen nach  Silian. Wir haben uns 6 Tagesetappen vorgenommen.  Die Gruppe ist auf „diesen Kurs mit diesen Geh-Zeiten eingestellt“.

Montag: Nassfeld  – Zollnersee-Hütte (ca. 8 Stunden)
Dienstag: Zollnersee-Hütte – Valentinalm ( ca. 7 Stunden)
Mittwoch: Valentinalm – Hochweißsteinhaus (ca. 9 Stunden)
Donnerstag: Hochweißsteinhaus – Porzehütte (ca. 9 Stunden)
Freitag: Porzehütte – Obstanserseehütte ( ca. 6 Stunden)
Samstag: Obstanserseehütte – Silian / Arnbach (ca. 8 Stunden)

Auf der Hütte musste aber am Sonntag abends noch geklärt werden, wer Fussball-Weltmeister wird. Spanien hat sich durchgesetzt gegen Holland und vor allem die Jugend war damit nicht ganz zufrieden.

Montag oder der 1. Tag

Der Montag war geprägt vom „Eingehen“ und „Zusammengehen“ in der Gruppe. Diese Tour führt über das Nassfeld-Schigebiet hinüber auf die Gratwanderung mit dem ersten Ziel Straninger-Alm. Erstmals konnten wir die Schützengräben aus dem 1. Weltkrieg ausmachen und diese grausame Tatsache der Jahre 1914-18 begleitete uns bis ans Ziel nach Silian. Schon am ersten Tag konnten wir erahnen, was an landschaftlicher Schönheit auf uns zukommt.  Nach einer ausgiebigen Rast erreichten wir nach nicht ganz 8 Stunden die Zollnersee-Hütte. Dort werkt ein leidenschaftlicher Hüttenwirt mit viel Sinn für „das Echte“. Wir sind allerdings „totmüde“ und so wird es mit einer abendlichen Hüttengaudi nichts.

Dienstag oder der 2. Tag

Ein perfektes regionales Frühstück bringt uns sehr früh wieder auf die Beine. Zuerst ein Abstieg von etwa 200 Höhenmeter und dann geht es im weiten Bogen hinein ins Tal und schließlich hinauf aufs Köderköpfl (2176m). „Des woar jetzt zach, do aufa“, meinte einer aus der Gruppe. Stimmt. Die Sonne hat sich voll angelehnt und „es ist so schön warm herausgegangen“.  Dann geht es lange dahin, bis wir erstmals hinunter sehen in Richtung Plöckenhaus. Dort genehmigen wir uns eine Rast. Der Übergang zur Unteren Valentinalm dauert noch etwa 1 Stunde und ca. 100 Höhenmeter. Wir spüren, dass die Etappen weit sind und einiges von uns abverlangen. Das Gehen selber, die Landschaft und der Weg sind wunderbar. Einige schlafen im AV-Lager und ein paar im Doppelzimmer.

Mittwoch oder der 3. Tag

Wieder früh am Morgen nehmen wir das Frühstück ein und sitzen dabei in der Sonne im Freien vor der Alm. Zwei Geherinnen haben sich entschieden, dass sie im Tal die nächste Strecke zurücklegen. Zu diesem Zweck sind sie mit dem Bus bis Tröpolach, wo unser Autos standen, gefahren und sind damit in jenes Tal eingebogen, von wo es eine Stunde auf das Hochweissteinhaus ist. Die anderen 9 haben dafür den längsten Tag im Gehen verbracht. Einige sind wir ohne jegliche Reserven auf dem Hochweisssteinhaus angekommen. Wie ist es dazu gekommen? Von der Valentinalm waren 900 Höhenmeter hinauf zu gehen. Auf der Wolayersee-Hütte angekommen (eine wunderbare Lage inmitten der Berge und an der öst.-italienischen Grenze) stärken wir uns für den weiteren weiten Weg. Der Weg ist wunderbar, aber eben weit. Zwei „Scharten“ mit etwa 400 Höhenmeter sind zu bewältigen. Nach mehr als 9 Stunden ist die Hütte erreicht. Das Abendessen schmekckt wunderbar und die Kräfte kommen wieder. Das „Poschen“ geht schon wieder.

Donnerstag oder der 4. Tag

Der Weg hinüber zur Porze-Hütte beinhaltet einen Aufstieg auf den Grat, ein immer wieder Auf und Ab am Kamm. Einige haben den Hochspitz (2.581m) mitgenommen. Einige kleinere aber ungefährliche Glettereien erwarten uns. Der Weg ist wieder weit und es gibt kein Wasser die ganz Strecke bis hinüber zum Tilliacher-Joch. Dort liegt etwa 100 Höhenmeter tiefer die Porze-Hütte auf 1.942 m. Wunderbare Aussichten und Eindrücke packen wir von diesem Tag ein. Es ist warm und selbst in 2.400 m ist kein Pullover notwendig. Gewitter waren einmal vor uns und einmal hinter uns. Die Regenjacke ist tief drinnen im Rucksack und wird die ganze Woche dort bleiben.

Freitag oder der 5. Tag

Frühes Frühstück und dichter Nebel vor der Hütte. Wir gehen auf die Scharte in der Hoffnung, „dass es aufreißen wird“. Und nach 1 1/2 Stunden ist die Sonne da. Nach dem Aufstieg zur Filmoor-Standschützenhütte genehmigen wir uns etwas für das Baucherl. Die Speisekarte umfasst 12 Seiten !!. Unglaublich auf dieser Höhe. Ohne Lift. Wir gehen weiter hinüber zur Obstansersee-Hütte. Immer am Hauptkamm und das ist zwar alpin, aber in keinem Moment gefährlich. Wer schwindelfrei ist und etwas geübt, sollte in jedem Fall den Kamm-Weg gehen. Die Pfannspitze ist an diesem Tag der Höhepunkt: Aussicht zurück auf den Weg und hinunter zur Ziel, die Obstansersee-Hütte. Nach dem Abstieg geht es sofort in den See. Erfrischend auf mehr als 2.304m. Zwei Kühe sind mit auf der Hütte und so sind alle Milchprodukte frisch. Die beiden Ernst besuchen die Eishöhle in der Nähe der Hütte.

Samstag oder der 6. Tag

Fast ein wenig wehmütig gehen wir nach einem guten Frühstück den ersten Anstieg hinauf auf den Eisenreich. Der Kamm ist an diesem Tag am ausgeprägtesten und die Sicht ist phänomenal. Das einfache Gipfelkreuz auf dem Demut (2.592m) berührt mich und ist seither am Display meines iPhone. Einige aus der Gruppe machen die Hollbrucker-Spitze (2.580m) mit. In jedem Fall spüren wir, dass wir nachmittags einen der schönsten Höhenwege nach der Silianer-Hütte (2.447m) verlassen und wieder ins Tal hinunter nach Silian eintauchen. Der Abstieg braucht seine Zeit und wird leichter, wenn die Fahrzeuge auf der Leckfeldalm stationiert sind.

Tipp

Wer diesen Weg vom Nassfeld nach Silian geht, sollte vielleicht einen Tag mehr nehmen und nach dem Aufstieg von der Valentinalm zur Wolayersee-Hütte dort übernachten. So wird der 3. Tag ein kürzerer und der 4. Tag nicht gar so weit.

In jedem Fall rate ich in diese Richtung zu gehen, weil man so auf das große Finale zugeht. Der Weg wird immer höher, ebenso die Berge und die umliegenden Gebirge (Sextener oder Lienzer Dolomiten).

Ein wunderbarer Weg in einer berührenden Gegend mit einer phänomenalen Aussicht und guten Hütten.