Spring auf, Kirche

Sicher mehrmals am Tag gehe ich in den Garten, um die Knospen der Pfingstrose zu beobachten, zu betrachten, „anzufeuern“. Seit einiger Zeit schauen sie aus, als ob sie „jetzt“ aufspringen wollten. Das kühle, ja kalte Wetter auf fast eintausend Meter hält sie zurück. Im Sprung gehemmt. Die Pfingsttage der Kirche rücken Tag für Tag näher. Und immer wieder der Gedanke: Springt auf, Knospe und Kirche.

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Corona, Klima und Biodiversität hängen aneinander

Gerade ist die SOL-Konferenz zum Thema „Ich habe genug“ von 22.-24. Mai 2020 #online im Gange. Solidarität, Ökologie und Lebensstil werden seit mehr als vierzig Jahren hier reflektiert und in praktisches Tun gewandelt. Helga Kromp-Kolb formulierte gerade die Rahmendaten und Klima-Vorgänge. Diese Wissenschaftlerin durfte ich mehrmals persönlich treffen. Sie besticht durch ihre nüchterne wissenschaftliche Expertise und die konkreten Schritte, die sie benennt und selber geht.

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Eine LaudatoSi-Woche für klimagerechtes Tun

Von 16. – 24. Mai 2020 wird die „Laudato Si‘ Week“ begangen. Fünf Jahre ist es her, dass Papst Franziskus mit dieser Enzyklika die Menschheit – nicht nur die KatholikInnen – daran erinnert hat, dass die Erdkugel „Unser gemeinsames Haus“ ist. Wir waren 2015 als Klimapilgerinnen und Klimapilger von Wien zu Fuß einundzwanzig Tage lang unterwegs bis Salzburg in Richtung Paris, wo der Weltklimagipfel  stattfand.

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Ein Raum mit neuen Facetten

„Geh in deine Kirche“, wollte ich titeln. Das ist absolut zu appellativ. Es geht mir aber um das Gehen. Geh. In Tagen wie diesen tut es gut, sich in der Fortbewegung auf das Gehen zurückzubesinnen. Es macht etwas mit mir, wenn ich wie gestern die vier Kilometer zu meiner Mutter zum Muttertagsbesuch gehe und nicht bequem fahre. Ich komme dort anders an, habe eine Stunde lang Zeit in der Natur meine tiefe Dankbarkeit zu erspüren und hinzutragen.

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Krisen begehen

Krise und Corona, Leben und Scheitern, Engstellen und Weitgehen. Wie können Krisen, Scheitern und Engstellen des Lebens im Gehen gelöst werden? Aus Wien hat mich der Anruf erreicht, ich möge doch im Rahmen der KBW-Serie „Lebensfreude aus dem Wohnzimmer“ über meine Erfahrungen der „gehenden Krisenbewältigung“ ein kurzes Video-Statement aufnehmen. Gesagt und nicht im Wohnzimmer getan.

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Der Borkenkäfer koaliert mit der Trockenheit

Meine gehende Morgenrunde führt mich normalerweise zuerst weit hinunter und dann wieder zurück herauf. Hätte ich die Schier angeschnallt, wäre die Abfahrt einfach toll, schön steil und der Sonne entgegen. So gehe ich per Pedes am Schilift vorbei hinunter bis „in den Graben“ (Haselgraben), vorbei an den Baumstümpfen der dort einmal gestandenen Bäume. Der Borkenkäfer hat die Motorsägen aktiviert.

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Den Weg in ein faires, ökologisch-soziales Gemeinwesen einschlagen

Es wird nicht einfach, sagen uns die Verantwortlichen. Wer soll das bezahlen, fragen sich die Menschen. Wann schütteln wir wieder Hände, pochen die Emotionen. Andere fürchten sich, wenn sie in die Nähe von Menschen kommen. Immer öfter trommeln Sehnsüchte: Lasst uns näher kommen. Der Kanzler hat die Hand an der Notbremse. Der Gesundheitsminister strahlt Vertrauen aus. Die Zeit der kritischen Reflexion muss schleunigst beginnen. Die Zukunft hat gestern begonnen.

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In ein versöhntes Leben gehen

Es ist ein goldener Spalt, der zwei Räume verbindet. Auf der einen Seite der spirituelle Raum der St. Anna Kirche und auf der anderen die Community-Räume des Pfarrzentrums. Durch den etwa einen Meter breiten Spalt fällt das durch die Messingplatten vergoldete Licht des Himmels hinunter in die Aufbahrung. Leben, Licht, Strahlen begegnet dem Sterben, dem Abschiednehmen, dem Vergänglichen. Die Emmausgeschichte und die „Versöhnung“ prägen den Zwischenraum.

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