KulturNaut*innen als Modell für Inspiration

Festival der RegionenDiese Zeilen entstehen, während das Festival der Regionen im Salzkammergut bei hoffentlich schönem Wetter bei der Gosaumühle ins Finale geht, seinen feiernden und tanzenden Abschluss findet. Für Werbung ist es zu spät. Wer nicht dabei war, hat etwas versäumt. Für ein Learning auf Zukunft hin ist der richtige Zeitpunkt. Airan Berg hat das Konzept mit den KulturNaut*innen in dieser Tragweiter erstmals verwirklicht. Fast zwei Tage habe ich intensiv am Festival-Leben teilgenommen und meine: Da ist Prototypisches für Partizipation und Inspiration passiert.

Weiterlesen

Weltanschauen am Pinzgauer Marienweg

Zur Murnauer ScharteDie Normalvariante des Pinzgauer Pilgerweges macht einen tagelangen großen Bogen. Wir gehen die viertägige Direttissima, „Berg und Tal“. In Stuhlfelden oberhalb des Schlosses darf man die Abzweigung „nach oben“ nicht übersehen. Der Weg ist markiert durch zusätzliche ovale Pickerl auf den gelben alpinen Wegtafeln. Neunzehn Rücksäcke wollen getragen werden. In Zell am See ist Treffpunkt und in Lofer „verlieren“ wir einander wieder, aus ganz Österreich und Liechtenstein kommend.

Weiterlesen

priesterlich königlich prophetisch

Aufstieg und AbstiegDrei Tage auf den Füssen. Der Benediktweg von Spital am Phyrn bis in die Abtei Seckau liegt darunter. Zwölf Männer der KMB OÖ sind der Headline und Einladung gefolgt: „Du gehst als Priester, König und Prophet.“ Als selbstverständlich haben wir gesehen, dass das genauso für Frauen geht und gehen muss. Heute, 2021. Wolfgang Schönleitner hat eine kleine Zusammenfassung geschrieben. Hier ist sie.

 

 

SPIRIWALK to Linz

Spiriwalk Weingarten

Die TeilnehmerInnen kommen mit dem Öffi-Bus von Linz herauf. Ein paar steigen in Kirchschlag zu. Unser Ziel und Treffpunkt ist Glasau. Alle da für den ersten „SPRIWALK to Linz“. Es ist ein Wandern, das die sozialen, die ökologischen und die spirituellen Dimensionen des Lebens ausleuchten will. Die Natur, das Bergdorf und das gemeinschaftliche Gehen bilden den Resonanzraum dafür.  Fünfzehn sind wir, die dieses Angebot von Weltanschauen und Tourismus Linz erstmals gehen.

Weiterlesen

Ein gehendes Jahr

Ein gehendes Jahr

Weltanschauen ist für mich eine tiefe und nachhaltige Lebenshaltung geworden. Im Gehen. Staunen und Dankbarkeit sind immer die Folge. Der tiefe Respekt vor unserer gesamten Mitwelt im Sinne eines sozial-ökologisch-spirituellen Welt- und Menschenverständnisses wächst im Gehen.  #LaudatoSi hat 2015 einen wesentlichen Pflock eingeschlagen.  2021 machen wir uns mit Weltanschauen immer wieder auf den Weg, um Menschen, der Natur und Kulturen zu begegnen, bisher „Fremdes“ wahrzunehmen. Hier die „sechs Gänge 2021“.

Weiterlesen

Epochale Fähigkeiten

Baum am SteinKaum jemand, der Papst Franziskus und seine Einschätzungen nicht kennt:  „Wir leben nicht in einer Ära des Wandels, sondern erleben einen Wandel der Ära.“ Das Wort „Game Changer“ hören wir ebenfalls in diesen Tagen. Das bedeutet, dass sich nicht nur einzelne Spielzüge ändern, sondern das Spiel selbst getauscht wird. Tarock statt Schnapskarten, Badminton statt Fussball, Schwimmen statt Schifahren. Das verlangt epochale Fähigkeiten.

Weiterlesen

Was gedenkt ihr zu tun

Friedensbanner Eigentlich eine Schande, denke ich über mich selber. Noch nie war ich in der Gedenkstätte im KZ Ebensee-Roith. Mit Bischof Maximilian Aichern bin ich schon in aller Frühe unterwegs. Don Mauro war der umtriebige, begnatete Pfarrer von Santa Lucia in Prato. Er ist an Covid verstorben. Zur Stunde, wo er in Italien begraben wurde, haben die Ebenseer eine Messe für ihn gefeiert. „Gib dem Frieden dein Gesicht“ hat die „Gemellaggio“ (Vergeschwisterung) von Ebensee und Prato verbunden. Es regnet, als wir vor der Kirche stehen.

Weiterlesen

d’Sunbeng

Braunkohle TagbauWir stehen mit einem Kaffeehäferl in der Hand, die Sonne oben, ein feines warmes Lüfterl, am Fusse des „Pettenfirst“. Ungenach war unser Ausgangsdorf. Die eintägige Geh-Klausur des Pfarrgemeinderates darf ich begleiten. Der erste warme Tag, die Blüten explodieren, die Wiesen vielfältig grün und immer wieder vor uns die weißen Berge der Alpenkette. Wir machen dort Rast, wo der Kohleabbau beendet wurde, aber sehr sichtbar geblieben ist (siehe Foto). Die Kohle liegt an dieser Stelle offen am Tageslicht. Wir sind im Gespräch über die Zeit hier, damals und über die Zeit heute. „d’Sunbeng ist ganz verschwunden“, meinte Peter.

Weiterlesen