Weltanschauen und Pilgern am Weg des Buches

Schmugglerwege nachgehen

127 von 130. Diese Zahlenkombination werde ich mein Leben lang nicht mehr vergessen. Der Weg führt nach einem kurzen Aufstieg steil hinunter „in d‘ Ramsau“, nach Ramsau. Dort erwartet uns die Pfarrerin Martina Ahornegger vor der Kirche. Es ist windig und etwas kalt, der Regen ist im Anmarsch. Schnell hinein in das wunderschöne evangelische Gotteshaus. „127 von 130 Familien haben sich nach dem Toleranzpatent 1782  nach 180 Jahren Geheimprotestantismus und Verfolgungen zum lutherischen Glauben bekannt“, erzählt die junge Pfarrerin mit einem respektvollen Blick in die Geschichte der Ramsau.

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Mitmachen als zentraler Aspekt der Verlebendigung

Am 21. Juni 2022 beginnen in Mariazell die bischöflichen Beratungen zum Synodalen Prozess in Österreich. Als Delegierter der Katholischen Aktion Österreich bin ich diese zwei Tage bei den Beratungen on board. Im Vorfeld haben wir unsere Eingaben als KAÖ gemacht. Ein Basisdokument liegt vor. Das muss aus meiner Wahrnehmung massiv konkreter werden. Ein Textbaustein zum Mitmachen aus meinem Anpacken-Buch wird mich begleiten. Und die über 100 Schlüssel für unser St. Anna Pfarrzentrum.

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Verändere dich und werde wesentlich

Synodaler Weg

#kt22 steht für den Katholikentag 2022 in Stuttgart. Wir waren die ganz Zeit dort. Vier volle Tage, hautnah erlebt und da nur einen winzigen Ausschnitt. Und doch können wir den Atem, die Grundtonalität, den Spirit „erkennen“. Olav Scholz hat davon am Podium gesprochen, „dass die Menschen erkannt werden wollen“, gerade in der Situation des Überganges von fossil in solar, in Wendezeiten der Transformation. Ich wurde gefragt, wie ich die Tage erlebt habe. Hier das Interview.

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Gastfreundschaft heilt

Das wird knapp. Der Bus steht, aussteigen, die Domglocken läuten schon. Hinauf zur Landstraße, Rudigierstraße und rein beim Rudigierportal. Die Kleine Schwester Resi ist gerade am Wort und erläutert, warum wir hier im Mariendom zusammenkommen. Charles de Foucauld wurde heilig gesprochen. Heute haben die Kleinen Schwestern und Brüder zum Dankgottesdienst eingeladen. Da bin ich, gerade noch rechtzeitig.

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Ein besonderer Mensch der Gastfreundschaft geht

„Die Zeiten sind für uns alle fordernd und die stetigen Veränderungen rufen auf, Muster, Handlungen und Tätigkeiten zu hinterfragen. Es ist wichtig, zu spüren, ob der eingeschlagene Weg dem entspricht, was ich aus meiner Schöpfer- Kraft und innerem Auftrag leben und bewirken möchte.“ Das schreibt Georg Friedl aus dem Weingarten, immer unser „Schlußereignis“ bei den Spiriwalks to Linz. Es ist immer ein Mahl halten bei ihm, eine tiefe Gastfreundschaft und nicht einfach ein Essen. Er wird den Weingarten im Haselgraben verlassen. Am SO 26. Juni gehen wir deshalb den letzten Spiriwalk to Georg.

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Schwarz, weiß und bunt

Der „weiße Sonntag“ erinnert in der Liturgie an das Weiß des Taufkleides. Licht, Helle, Fülle des Lichts. So wird die Farbe weiß gedeutet. Die Bestimmung des Menschen liegt im Licht und nicht in der Abwesenheit des Lichtes, im Schwarz. Und was liegt dazwischen?

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Dass alles gut ausgeht

Ich nehme den Stock, den ich am Mühlviertler Mittellandweg am ersten Tag aufgenommen habe. Er lehnt seitdem seine Tage bei unserer Haustüre. Der Bus bringt mich nach Linz, wo ich von Gründberg über die weiten Wiesen auf den „Park der Erinnerung“ (Urnenhain) zugehe. Den Stock mit dabei. Meinen Volksschulweggefährten August Kerschbaumer tragen wir heute zu Grabe. Und den Stock lasse ich ihm dort.

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Aus der Finsternis dem Licht entgegen

Der Eingangshof im Stift St. Florian bei Linz liegt in gedämpftem Licht, die beiden Türme ebenso. Meine Schritte gehen langsam. Vorne sehe ich zwei Menschen wie zwei Schatten. Es ist kurz vor 22 Uhr. Ich bin da zum „Nachtdurchwandern“ von Karfreitag auf Karsamstag. Der Rucksack hat alles mit, was man auf 22 km braucht, wenn es vor ein paar Stunden noch richtig geregnet hat.  Zur Sicherheit auch ein Stirnlampe.

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