#Klimapilgern landet heute mitten in der Stadt Linz. Die eher kurze Tour von Abwinden nach Linz über etwa 15 km fand bei den Jesuiten am Alten Dom ihren Kopfpolster. Wieder finden sich aus Katsdorf, St. Pantaleon, St. Florian und Pasching MitpilgerInnen ein, sodass wir am Donaudamm 18 Frauen und Männer der rauchenden Stadt entgegengehen. Immer wieder erreichen uns Nachrichten und Emails, dass Leute gerne „mitgingen“. Auch die Präsidentin der Vereinigung von Ordensfrauen Sr. Beatrix Mayrhofer kam gerade von Rom heim und sendet diese Zeilen via Email: „Herzlichen Gruss an alle Klimapilgerinnen und Pilger! Ich danke allen, die hier mitmachen und Zeichen setzen.
Sie sind ein Mut-Motor gegen Resignation und ein Denk-Mittel gegen blinden Konsumzwang. Schade, dass ich nicht bei Ihnen sein kann – aber ich gehe betend mit.“
Medien als Thementräger
„Wichtige Thementräger in Richtung mehr Klimagerechtigkeit sind die Medien.“ So habe ich zu meinem Selfie mit dem Chefredakteur Gerald Mandlbauer auf FB dazu geschrieben. Es ist meine Überzeugung, dass die Themenstellungen eines neuen, umwelt- und mitwelt-kompatiblen Lebens noch viel mehr in den Medien auftauchen müssen. Wir erleben so wunderbare Beispiele, wo das gelebt wird. Deshalb sind wir heute auch im Landesstudio des ORF und bei den OÖNachrichten vorbeigekommen. An beiden Orten wurden wir freundlich und mit Mikro, Fotoapperat und Bleistift empfangen. Wir fanden offenen Ohren für unser tiefes Anliegen Klimagerechtigkeit. Schon heute war das Thema auf der letzten Seite der OÖN präsent. Meine Pilgerkollegin Anja Appel hat sich auch medial zu Wort gemeldet in einer Presserklärung der kfb.
Der Weg Richtung Stadt
Noch am Vortag hat Rembert ein Gespräch in der Unterkunft mit zwei Maurern geführt, die ausschließlich mit Lehm arbeiten. Also Natur pur und wohnliches Klima. Der Weg heute der Donau entlang bringt uns einer Stadt näher, die einmal für Stahl, Chemie und Schiffsbau gestanden ist. Viel wurde in den Werken in Umwelttechnologie investiert. Das hat sie zu Weltmarkführern gemacht, „gezwungen“. Die Luft in Steyregg ist wieder zu atmen. Das war früher ganz anders. Heute trachten die Industrien wieder, „Auflagen aufweichen zu können“. Der Konkurrenzdruck – heißt es. In Wahrheit heißt es, dass auf Kosten der Natur und der Zukunft produziert werden möchte. Ich hoffe, die Gesetze halten und der
Weltklimagipfel schafft hier Klimagerechtigkeit. Auch für unsere Betriebe, die sich anstrengen. Der Gang über die Steyregger-Brücke gehört für mich auf dem bisherigen Weg zu jenen Erfahrungen, wo ich als Geher an die Grenze geführt werde. Der Lärm der Autos, der Gestank, der Asphalt, das Beben, das LKWs auslösen. „Es ist wie in der Disco“, sagt ein Kollege am Weg. Das macht müde. Das zehrt, lässt Energie abfließen. Auf die Landstraße gekommen, erregen wir ein wenig Aufsehen mit unseren Rucksäcken. Beim Landhaus machen wir den Abschlußkreis und singen nochmals: Geh mit uns, auf unserm Weg. Meine drei Kerngruppen-PilgerkollegInnen gehen noch in das Pastoralamt und treffen sich abends mit dem Umweltsprecher der Diözese Linz Michael Rosenberger. Ich selber widme mich einen Abend lang dem Thema Ordensspitäler. Eine kleine, aber feine „Unterbrechung“. Außerdem verfolgt uns seit wir auf oberösterreichischem Boden unterwegs sind eine Frage: Wer kann die Frauenaufstandsbeauftragte machen? Also wieder Mut-Motor und Denk-Mittel.


ußboden aus dem Gemeindehaus wurde in vielen Stunden hier wieder eingebaut. Pelletsheizung, robuste Böden. Das erste Passivhaus als Pfarrzentrum wurde errichtet. „Die Leute haben eine Freude damit und dort und da wird auch in Privathäusern diese Idee umgesetzt.“ Wir sind wirklich froh, dass unser Klimapilgerweg hier vorbeiführt. Ein wunderbares Beispiel, dass gerade beim Bauen „viel geht“. Pree betont nochmals: Der Schlüssel ist die Beteiligung möglichst aller. Unser Weg geht wieder hinunter an die Donau. Die Sonne scheint uns ins Gesicht. Es ist warm. Auch ums Herz, wenn man solche Beispiele als Ermutigung sieht. Mut, Entschiedenheit, Fachwissen und die richtigen Leute vernetzt. Wir gehen weiter an der alten Bundesstrasse. Viel Asphalt. Das macht müde. Lieber gehe ich 800 Höhenmeter als 8 km auf der Straße.























hineingeführt.“ Dieses Gefühl habe ich auch, als wir mit SchülerInnen vor der Schule über unser Klimapilgern reden. Sie wissen, worauf es in Zukunft ankommt. In den Rucksack der Alternativen geben sie uns mit: „1. Weg von den fossilen Brennstoffen. 2. Sofortiger Ausstieg aus der Atomenergie. 3. Ein neues Konsumverhalten, das lokal und regional tickt.“ Ich persönlich gehe genährt weg, weil ich weiß, dass diese Schule in 
Direktor Hackl beim Essen, was ihm als erster Gedanke gekommen ist, „als er von den narrischen Klimapilgern gehört hat?“ Er darauf ganz spontan: „Bei uns sind immer wieder Narrische da.“ Ich finde das ganz toll, dass so eine Schule hier in dieser Gegend aufgebaut wurde und sich immer wieder Zukunftspioniere herholt, die ja im „Normalbetrieb“ als „narrisch“ gesehen werden. Wir sind ein bisserl stolz, zu diesen Narrischen zu gehören.









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