Tag6: Ein Foto müssen wir schon noch machen

6_dir_IMG_3693„#Klimapilgern verstehe ich als Hinweis auf einen zukunftsfähigen Lebensstil, der menschliche Bedürfnisse wie auch Umweltbelange berücksichtigt. Daher habe ich mich entschlossen, mich einige Tage auf diesen Pilgerweg für Klimagerechtigkeit zu begeben – offen für das Kennenlernen von Alternativen und für die Begegnung mit Menschen, die den notwendigen gesellschaftlichen Wandel gestalten möchten.“ Das ist die Motivation der Direktorin der KSÖ Magdalena Holztrattner, die seit Gugler* mit uns unterwegs ist: „Im Klima-Pilgern spüre ich, wie wichtig die Verbundenheit mit Mensch und Natur ist und wie diese wächst.“ Meine Verbundenheit mit der Natur und den anderen MitpilgerInnen wächst. Ich freue mich sehr, dass wir jeden Tag neue KlimapilgerInnen begrüßen können. So waren wir in den letzten beiden Tagen immer eine Gruppe von mehr als 20 Personen.

In zwei Schulklassen im Stiftsgymnasium Melk

6_gym_IMG_3775Den Tag6 starten wir in der Direktion des Stiftsgymnasiums bei Direktor Anton Eder. Wir scherzen über den Schulalltag. Er ist begeistert vom Klimapilgern und unserer Aktion. Deshalb hat er uns die Türen in zwei 7. Klassen geöffnet. Um 7.50 Uhr  sind wir mit Rucksack und Transparent bei den SchülerInnen. Zuerst machen wir ein Foto am Gang. Ein lebendiger Haufen schon in aller Frühe. Dann gehen wir in die Klasse, stellen den jungen ErdenbürgerInnen unsere Motivation vor, erzählen vom Weg, den alternativen Ansätzen, die wir schon mitbekommen haben. Konsumverhalten, Mobilität, wie geht weniger? und spirituelle Öffnung sind ein paar Stichworte. In einer Murmelphase sammeln die SchülerInnen ihre Erfahrungen und Einschätzungen. Ich nehme ganz persönlich wahr, dass es eine Wahrnehmung für den Klimawandel und die Ursachen gibt. Es ist für junge Menschen sicher nicht leicht, das Weniger als „Bereicherung“ zu erleben. Sie spüren aber auch, dass es in unseren Breiten eine Art „Wohlstandsverstopfung“ gibt, „dass es sich so nicht ausgehen wird“. Maria schreibt das „cradle to cradle“ an die Tafel. 6_moos_IMG_3820Ich erlebe diese Stunde als lebendig, obwohl es früh am Morgen ist. Es gibt mir Hoffnung, dass Direktor Anton Eder selbst die neueste Studie zum Klimawandel aus dem Morgenjournal zitiert. „Wenn es so weitergeht, geht es sich nicht mehr aus. Die Klimaerwährmung wird uns um die Möglichkeit zum Wohlstand bringen.“ Ich höre diesen Beitrag auf Ö1 im Gehen nach. In jedem Fall verlassen wir das Gymnasium und das Stift genährt. Danke für die Gastfreundschaft. In der Stadt unten warten MitpilgerInnen auf uns. Sie kommen extra aus dem Burgenland, um mit uns den heutigen Tag mitzugehen. Mitten am Stadtplatz gestaltet Magdalena den „Aufbruch“ und wir singen. Der Fleischhauer kommt aus seinem Geschäft, schaut und hört, bekreuzigt sich und verschwindet wieder. Ich fühle mich an diesem Morgen mit ganz vielen Menschen verbunden.

Das Klima im Wirtshaus ändert sich

6_mt_IMG_3823Der Donau entlang, über das Kraftwerk Melk drüber, hinauf nach Leiben. Es ist 11.45 Uhr geworden. Ein Wirtshaus steht vor uns. Wir machen Rast. Der  Wirt ist etwas „grantig“, weil wir uns nicht angemeldet haben. Wir nehmen im Saal Platz. Wir bestellen eine Kleinigkeit. Er hört uns zu. „Wir sind Klimapilger.“ Er lächelt ungläubig. Bis Salzburg? Er sieht die Leiberl mit der Aufschrift. Nach der Suppe bringt er den Pilgerstempel. „Wir sind ein Pilgerziel“, weiß er jetzt. Ist auf einmal interessiert. Wir bezahlen. „Ein Foto müssen wir aber schon noch machen“, meint er wertschätzend und etwas „edukativ“. Wir gehen hinaus vor das Gasthaus und er macht für uns das Foto. Selber will er nicht drauf sein. Klimawandel der wünschenswerten Art. War sein Herz und seine Aufmerksamkeit zuerst aus meiner Sicht „geschlossen“, so hat ihn unsere Aktion wirklich „geöffnet“. Der Humor war sicherlich auch  ein Weichspüler.

Besuch von Abtpräses Haidinger

6_christian_IMG_3856Der Weg von Leiben über Artstetten nach Maria Taferl ist wirklich ein wunderbarer. Die Natur- und Wegbilder nähren mich, lassen mich fast dahinschweben. Zwei Personen geht es genau gegenteilig. Knie und Knöchel schmerzen. Wir kommen aber alle kurz nach 16 Uhr in der Basilika an. Das „Ankommen“ zelebrieren wir als Kreis und segnen einander singend. Wir beziehen die Quartiere bei den Sales-Oblaten und gehen zusammen mit Abtpräses Christian Haidinger essen. Er wollte diese Tag mitgehen. Seine Zehe, die er sich bei einem Sturz verletzt hat, war noch nicht soweit. Außerdem sind viele Mitbrüder im Stift Altenburg ausgeflogen und so hält er dort mit zwei älteren Mitbrüdern die Stellung. Wir erzählen ihm von unserem Weg, von den Erfahrungen und er erläutert uns das Projekt UMIS („Umgang mit der 6_bgl_mt_IMG_3840Schöpfung“), das sechs Stifte in Österreich und Bayern mit der BOKU Wien gemacht haben. Dort hat sich in den Arbeiten zwischen 2008-2012 folgende These bestätigt: „Der Gedanke der Nachhaltigkeit hat in den Klöstern immer eine Rolle gespielt. Das ist der Grund, warum sie über Jahrhunderte bestehen konnten. Klöster wirtschaften einfach naturverbundener.“ Abtpräses Christian weist nur auf zwei „Kleinigkeiten“ hin, die in seinem Kloster gemacht werden: Der Wald wächst ausschließlich durch natürliche Verjüngung. Im Garten wird kein Dünger verwendet. Aus dieser Begegnung nehmen wir deshalb für den Rucksack der Alternativen UMIS mit. Und: Danke ins Burgenland. Ihr seid hoffentlich gut heimgekommen.

Tag5: Von der Wiege bis zur Wiege

5_karikatur_IMG_3657#Klimapilgern sieht Beispiele. Heute haben wir ein Beispiel gesehen, erlebt, das „cradle to cradle“ lautet. Also: Von der Wiege bis zur Wiege. Wir starten in Gerersdorf vor der Kirche. Neue Mitpilgerinnen und Mitpilger haben sich eingefunden. Maria weist uns zwanzig PilgerInnen den Weg als einheimische kfb-Frau. Jugendliche von der Landwirtschaftlichen Fachschule nehmen mit uns die etwa 23 km bis nach Melk unter die Schuhe. Es ist kühl und trocken. Wir beginnen mit der Selbstverpflichtung, die von der methodistischen Kirche in Österreich in Richtung #Klimagerechtigkeit formuliert wurde. Das Gebet, das vor allem auch die sozialen Folgen des Klimawandels aufnimmt, nehmen wir mit auf den Weg.

Pielach und Papier

5_pielach_IMG_3619Es geht verschlungene Güterwege und Strassen dahin, bis wir am Uferweg an der Pielach entlangwandern. Wildpferden begegnen wir genauso wie urromantischer Fluss- und Uferlandschaft. Unser Ziel heute ist die Druckerei gugler* vor Melk. Ich durfte den Pionier der nachhaltigen Durckerei Ernst Gugler schon früher einmal kennen lernen. Verena und Philipp haben ihrer Begeisterung für ihre „cardle to cradle“-Druckart freien Lauf lassen. Sie waren die ersten weltweit, die diese absolut nachhaltige Drucktechnologie verwirklicht haben. Ein pfiffig gezeichnetes Video (in der eigenen Agentur gemacht) zeigt die Zusammenhänge. Schon der Firmen-Bau ist aus Holz und gestampftem Lehm. Oben ist ein Raum der Stille für Rückzug und Meditation. Gesundes Essen ist selbstverständlich. Die Philosophie lautet: Es nützt nichts, wenn wir schlechte Dinge und Abläufe weniger schlecht machen. Es muss von Anfang an gut sein. Alles muss 100% in die Natur oder als Natur 5_Gugler_IMG_3672zurückgeführt werden. Also nicht von der Wiege zur Bahre, sondern wieder in die Wiege. Der Kreislauf wird zu 100% nachhaltig geschlossen. Ernst kommt zu uns direkt aus Wien. Er erzählt, dass es nicht einfach ist am Markt, dieses „cradle to cradle“ in das Produkt zu packen und dann mit anderen, die sich da wenig antun, preislich mitzuhalten. „Es ist aber eine Lebenshaltung. Werte, die ich privat lebe, sollen auch beruflich gelten.“ Wir sind be-ein-druckt von dieser Idee und der Realisierung. Wir bekommen diese „Gesamtidee“ mit in den Rucksack der Alternativen, der sich immer mehr füllt und schwerer wird. Auch die Küche der Firma dürfen wir genießen mit Bio-Aufstrichen, Bio-Brot und Bio-Säften. Es schmeckt uns, es schmeckt einfach gut.

Ich gehe mit euch

5_gugler_banner_IMG_3666Ernst Gugler geht mit uns zu Fuß ein Stück mit hinüber zum Stift Melk. Er zeigt uns den Weg. Bei der Kreuzung oben zweigt er ab. Einen Holzstock in der Hand geht eine halbe Stunde weiter zu Fuß nach Hause. „Gott segne euch“, ruft er noch herüber, der selber viel meditiert. „Sei behütet“, klingt es von uns hinüber. „Gut, dass hier die Kirchen auch ihren Beitrag einbringen“, meint er noch am Weg. Er arbeitet mit an der spirituellen Öffnung der Gesellschaft. Und davor vor allen: „Es ist gar nicht so einfach, heute im Kreise der Wirtschaft von Liebe und Achtsamkeit zu reden.“ Er tut es. Es war so interessant, dass wir wieder einmal im Finsteren das Stift Melk erreichen. Nach einem ganz intensiven Gespräch beim einfachen Abendessen, erkundige ich mich etwas über die „Vorgänge in der Welt“. Enttäuschung kommt auf. Die OÖ-Landesregierung wird von 9 Männern gestellt. Die einzige Frau wurde in einer Kampfabstimmung in der VP hinausgewählt. Meine Lust, bei diesem Klimapilgern durch OÖ zu gehen, ist weit gesunken. Irgendwie habe ich das Gefühl, wir gehen Richtung Mittelalter.

Tag4: Die gestürzte und zerbrochene Vase beim Bischof

4_Bischof_IMG_3527#Klimapilgern will nichts zerstören. Und doch ist es passiert. Bei Bischof Klaus Küng in St. Pölten. Aber zuerst der Reihe nach. Die warme und trockene Pilgerherberge im Stift Herzogenburg war gut für die durchnässten und etwas müden PilgerInnen. In der Nacht hat es geschüttet. Nicht gerade ermutigend. Der Wecker läutet immer gegen 6.45 Uhr. Es regnet. Gemeinsam besuchen wir die Messe in der Stiftskirche und gehen mit Propst Maximilian zum Frühstück. Es regnet leicht. Teresa von Radio Arabella ist da. Sie hat den Schirm dabei. Wir starten und sie berichtet sozusagen live von unserem Weg. Es regnet nur mehr ganz leicht. Der Radweg der Traisen entlang ist unsere Annäherung an die Landeshauptstadt von NÖ. Der Betriebsseelsorger Sepp Gruber hat sich zu uns gesellt. Er ist ein Kenner der Arbeiter-Szene in St. Pölten. Meine Pilger-Kollegin Anja beschreibt dieses Gehen am Fluss entlang im Blogbeitrag vom heutigen Tag mit „viel erfahren. Je näher wir in die Stadt kommen, umso mehr Geschichten weiß Sepp über diese Ränder der Stadt, über Türken und Tunesier, aufgelassene Fabriken und Aleviten als Unternehmer. Wir sind beim Bischofshof angekommen. Um 12.30 Uhr ist ein kurzer Besuch eingeplant.

Die Vase und der Rucksack

4_Vase_IMG_3530Freundlich wurden wir in das Empfangszimmer geführt. Wir stehen „in voller Montur“ da und warten kurz. Bischof Klaus Küng kommt durch die Tür und begrüßt alle persönlich. Er hat nicht viel Zeit und meint von seinem Vater: „Wenn nicht viel Zeit war, so hat er doch immer den Rock ausgezogen.“ Wir legen die Rucksäcke ab, ziehen die Jacken aus, nehmen Platz um den Tisch. Jede und jeder stellt sich und seine Motivation zum Klimapilgern vor. Was geben sie uns mit in den Rucksack der Alternativen, Herr Bischof? „1. Jeder einzelne trägt Verantwortung.  2. Orientierung an einem einfachen Leben. 3. In der Raumplanung weniger Bodenversiegelung.“ Dann kam noch der Hausverstand zur Sprache. Wolfgang Zarl IMG_3529von der Pressestelle ist inzwischen gekommen. Er bittet uns zum Foto hinter das Transparent. Da passiert es. Wir legen wieder alle die Jacken an und nehmen die Rucksäcke auf. Da macht es einen Knall und Scherben breiten sich aus, Blumen und Dekorsteine liegen am Boden. Es ist passiert. Der Rucksack eines Pilgerkollegen hat gegen die Vase beim Bischof durch ein klares KO gewonnen. Die Klimapilger werden als jene in Erinnerung bleiben, die die Vase gekillt haben. So schnell geht es, dass etwas bricht. Wie in der Welt. Wie mit der Welt. Aber hier: Volles Verständnis, keine finsteren Mienen, „kann passieren“ aus dem Mund des Bischofs. Tut uns leid und Danke für die Zeit.

Wieder die Raumordnung und der Bodenverbrauch

4_PD_IMG_3560Unser nächster Besuch in dieser Stadt ist bei Pastorale Dienste der Diözese, wo wir von DiözesanvertreterInnen und von den Verantwortlichen für Energie und Klima des Landes NÖ begrüßt wurden. Der Raum war voller Plakate, Zeitungsausschnitte und Hinweise auf die „Klima Pilger“. Unser Rucksack der Alternativen füllt sich immer mehr. Es wurde uns die „Ökofaire Klostergasse“ (St. PöltnerInnen wissen, was gemeint ist) hineingelegt. Von den VertreterInnen des Landes gab es eine Tasche mit den Aktivitäten von www.wir-leben-nachhaltig.at . Franz Angerer
als Leiter für „Energie und Klima“ hat von sich aus die mangelnde Raumordnung und den immensen Bodenverbrauch angesprochen. Zu viel Binnensicht in den Gemeinden ist nicht gut für die räumliche Entwicklung des Landes. 4_dd_IMG_3552Wir KlimapilgerInnen hören das nicht zum ersten Mal. Unser Resumee: Der Bodenverbrauch ist bei uns ein immenses Problem. Und: Die Politik traut sich aufgrund der Wahlen und Klientelpolitik nicht die nötigen Schritte zu gehen. Wer wird hier die große Stopp-Taste drücken. Wir Pilger nehmen dieses Anliegen mit.

Das Gehen im Wind und zwei Sessel

4_Seesel_IMG_3571Wir wurden wunderbar bewirtet. Die Gespräche waren bereichernd. Es ist wieder Zeit zum Aufbruch – nach Gerersdorf. „Immer der Bahn entlang“, haben wir als Tipp für die fast 2 Stunden Gehen dem Westwind entgegen bekommen. Wir suchen hinaus aus der Stadt. Wir atmen wieder durch auf den Feldwegen der Westbahntrasse entlang. Die Sonne zeigt sich kurz und hinten wird gejubelt. Dann und wann ein Zug. Gespräche am Weg. Und gehen. Der vierte Tag zeigt: Es geht schon fast von selbst. Wir bleiben stehen, weil uns zwei Sessel ansprechen. Wer hat sie hierher gestellt mit dem Blick über die Bahntrasse nach Norden? Wir wissen es nicht. Platz nehmen? Der Wind ist zu kalt, der Weg in die Unterkunft zieht uns weiter. Ein gelbes Rapsfeld bringt eine neue Farbe in diesen Herbst. Der Kirchturm taucht auf, ein Marterl spielt sich in der Perspektive. Wir sind schon vier Tage unterwegs. Unglaublich viel haben wir schon erlebt. Und bei der letzten Begegnung hat Anja einfach #LaudatoSi 43 und 44 aufgeschlagen und vorgelesen:
4_gerersdorf_IMG_3577„Wenn wir berücksichtigen, dass der Mensch auch ein Geschöpf dieser Welt ist, das ein Recht auf Leben und Glück hat und das außerdem eine ganz besondere Würde besitzt, können wir es nicht unterlassen, die Auswirkungen der Umweltzerstörung, des aktuellen Entwicklungsmodells und der Wegwerfkultur auf das menschliche Leben zu betrachten. Heute beobachten wir zum Beispiel das maßlose und ungeordnete Wachsen vieler Städte, die für das Leben ungesund geworden sind, nicht nur aufgrund der Verschmutzung durch toxische Emissionen, sondern auch aufgrund des städtischen Chaos, der Verkehrsprobleme und der visuellen und akustischen Belästigung. Viele Städte sind große unwirtschaftliche Gefüge, die übermäßig viel Energie und Wasser verbrauchen. Es gibt Stadtviertel, die, obwohl sie erst vor Kurzem erbaut wurden, verstopft und ungeordnet sind, ohne ausreichende Grünflächen. Es entspricht nicht dem Wesen der Bewohner dieses Planeten.“
Das ist uns heute zugefallen. Es gibt keinen Zufall.

Tag3: Rübenerntemonster trifft auf Klimapilger im Regen

3_Regen_IMG_3426#Klimapilgern war dem Rübenerntemaschinenfahrer vollkommen fremd. Ob er sich jemals ein Bild machen kann von dem, was wir hier tun? Das ist die Frage unserer Gruppe, die wir heute von Asperhofen hinüber in das Stift Herzogenburg unterwegs sind. Sechs Stunden und 24 km. Davon gehen wir drei Stunden im Regen. Tendenz immer heftiger, bis wir gut durchnässt in der Pilgerherberge des Stiftes die Dusche genossen haben. Ob das alles wieder trocken wird bis morgen? Oder ist es ohnehin egal, weil es morgen wieder naß wird? Es sind Fragen, die ihre Antworten finden werden. Spätestens morgen früh. Heute gilt es, in den feuchten Rückspiegel zu schauen.

Tonnenschwere Erntemaschine gibt auf

3_Rübenernte_IMG_3443Nach dem wunderbaren Frühstück gehen wir zur Kirche Asperhofen. Dort warten Maria, Johann, Inge und Veronika auf uns. Wir bekommen den Pilgersegen und Rembert trägt als Impuls ein Gedicht vor. Regen, Sonne, Welt und Feuer sind darin angesprochen. Dass uns heute der Regen trifft, hätten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht gedacht. Am Mittelpunkt von NÖ in Kapelln hat es schon ordentlich geregnet. Ein riesiges Ungetüm kommt auf uns zu. Es ist eine Rübenerntemaschine. Sie hält am Feldweg neben uns an. Der Fahrer bedauert uns, dass wir im Regen gehen müssen. Ich erkläre ihm, der etwa  so hoch über uns schwebt, wie wenn er auf einem alten Predigtstuhl stünde, was wir als Klimapilger tun. Er ist erstaunt und kann damit nicht wirklich viel anfangen. Vielleicht ist es auch das Regenwetter, das ihn zur Untätigkeit treibt. Er ist mit seiner Maschine nicht mehr arbeitsfähig, weil für diesen Boden einfach zu schwer. Er hat es probiert und die fast einen Meter breiten Spuren haben in das feuchte Feld gesucht und sich immer mehr vertieft. Es geht nicht mehr. Ich gehe weiter und denke bei mir, was diese tonnenschwere Agrartechnologie eigentlich mit dem Boden macht. Das kann kein Wurm überstehen. Zerquetscht. Bodenverdichtung auf einem aktiven Feld.

Das hält die Welt nicht aus

3_Anna_IMG_3445Bodenverdichtung hat auch Propst Maximilian Fürnsinn bei der Umweltinitiativen-Veranstaltung im Stift angesprochen: „Die Versiegelung des Bodens kann nicht so weitergehen. Es wird sich aber nichts ändern, solange Hallen und Großmärkte einfach so gebaut werden können ohne die Verpflichtung zum Rückbau nach Beendigung der Geschäfte.“  In verschiedenen Kurzreferaten wurden Themen angesprochen, die für uns KlimapilgerInnen zentral sind: Luxuskonsum und Überlebenskonsum sollte gut unterschieden werden. Graue Energie wird von uns still und heimlich importiert, ohne CO²-Abrechnung. Mit einem internationalen Blick auf Amazonien fragt eine Kayopafrau: Woher nehmt ihr das Recht uns zu bestehlen? Landraub und Ressourcenraub fusst bei sechs von zehn internationalen Großkonzernen auf fossilen Brennstoffen. „Das Vorbild Industriestaaten wie USA und Europa muss fallen. Das hält die Welt nicht aus.“

Das lebensfressende Monster
3_klimagruppe_IMG_3476In den Rucksack der Alternativen, den wir kurz vor der Pause vorstellen dürfen, packen wir viele regionale Projekte. Es hat schon eine Kraft, wenn in den Klima- und Energiemodell-Regionen mehr als 1.000 Klimagemeinden die Unabhängigkeit von fossiler Energie anstreben, vorbereiten, angehen. Von unserer Gruppe sitzt dann Anja Appel am Podium und erzählt von jenen Frauen in der Welt, die mit Überlebenstätigkeiten ihre Tage gefüllt bekommen. „Regionale Strukturen sind aus meiner Sicht viel zu langsam und fast immer systemimmanent. Das System selber ist aber das überdimensionierte lebensfressende Monster.“ Das stellt Anja in den Raum. Und dann sehe ich wieder das Rübenerntemonster vor mir auftauchen, am Feldweg, tief eingefurcht, im Regen. Gut, dass es in der Pilgerherberge warm, trocken und hinter mir so gesprächig zugeht. Erich und Kurt sind zu uns gestoßen. Überall hängt die noch feuchte Pilgerkleidung.  Schon heute hat mich Radio Arabella interviewt. Morgen geht eine Redakteurin ein Stück mit. Ich rate ihr: Regenkleidung auch für das Mikrofon.

Tag2: Verrückte Schilder am Weg

2_Frühs_IMG_3293#Klimapilger hat der 3-jährige Noah noch nie gesehen. Er war neugierig. „Kommt ihr eh zum Frühstück?“, frage der über die Oma. Ja, wir bekommen heute ein wunderbares Frühstück bei den Binders. Und Noah hat uns gemustert. Ein gemeinsames Foto war ihm dann sogar recht.  Wir brechen auf in die Sonntagsmesse in Purkersdor. Es wurden besondere Geburtstag gefeiert, die Ehejubilare und wir Klimapilger haben den Segen bekommen. Bürgermeister Schlögel saß in der Bank hinter uns und beim Segen für die besonderen Geburtstagskinder war er vor uns. Hans Hisch von den Pilgrim-Schulen hat uns wieder ein besonderes Projekt des Purkersdorfer Gymnasiums in den Rucksack der Alternativen mitgegeben. Und er ist wie Pia und die Tochter von Rembert ein Stück des Waldweges mitgegangen. 11 Uhr war Abgang und das war, wie wir am Abend gesehen haben, für die fast 26 km „etwas spät“.

Schilder verdreht

2_Weg_IMG_3327Über lange und weite Forstwege ginge es Richtung Westen. Asperhofen ist unser Ziel. Eine Wandergruppe aus Krems hat sich ein Stück Weges angeschlossen. Wir finden ein wunderbares Gespräch im Dahingehen. Eine ältere Frau meint, „dass es anderen etwas komisch vorkommt, weil sie immer mit dem Fahrrad unterwegs ist“. Wir ermutigen sie. Die Idee und unser Gehen für Klimagerechtigkeit wird sehr offen aufgenommen. Wir fühlen uns bestätigt und sie auch, weil sie sowohl die Anreise als auch die Abreise mit der Bahn machen. „Es dauert halt ein bischen länger, dafür fahren wir gemeinsam.“ Schön, wenn immer mehr Menschen mit Chauffeur fahren. Nach etwa 2 ½ Stunden kommen wir zu einer Weggabelung. Der Jakobsweg, dem wir hier folgen, wird scharf nach links angezeigt. Wir gehen die Forststraße nach oben. Es kommt ein komisches Gefühl  bei mir auch, weil meine Orientierung mir sagt: Wir gehören viel mehr nach rechts. Dannn stoppen wir. Roland schaut vorne. Nein. Wir drehen um, weil auch eine Frau mit Hund meint, dass es zur „Franiskaner-Ruine“  in die andere Richtung geht. Wir kommen wieder zur Beschilderung. Wir schauen und merken: Irgendjemand hat die Schilder verdreht. Wir richten sie ein und sehen vor uns einen Mann seine Karte studieren. Er geht voran und hält wiederan und schaut. Dann merkt auch er, dass er den verrückten Schildern am Wege aufgesessen ist.

Und die verrückten Schilder der Welt?

2_Tisch_IMG_3383Ich denke mir beim Weitergehen: Wer hat der Welt, der Gesellschaft die Schilder verdreht? Wo sind die Menschen, die uns auch ohne Beschilderung helfen können? Klimapilgern geht diesem Anliegen nach: Verrückte Werte wie Geld-Ökonomie oder verrückte Beschilderung wie Konsum- und Billig-Werbung aufzuspüren und sich davon zu befreien, loszugehen.  Wir finden die Ruinen des Franziskaner-Klosters, das im 17. Jht zerstört wurde. Wir finden Ried und das Gasthaus Schmidl, das wir erwartet haben. Es ist genau 15 Uhr. Und was steht draußen auf der Tafel?  Ab 15 Uhr geschlossen. Ich suche hinten durch den Hof den Hintereingang und sie nehmen uns auf für Suppe und zum Trinken. Danke euch. Es war gut, den vor uns liegen weitere  geschätzte 3 Stunden. Kurz gesagt: In 2 ¾  Stunden  sind wir bei der „Jakobshütte“ angelangt. Es wurde finster. Nein, es ist finster und wir sind froh, da zu sein. Franz und Gabi haben uns köstlich versorgt. Der Umwelt-Gemeinderat Josef Fritz von Asperhofen kommt überraschend bei der Tür herein und will uns begrüßen.  Er hat von uns gehört. Wir freuen uns über diese Wahrnehmung und er bleibt lange bei uns sitzen. Das Gehen geht uns allen etwas nahe. Aber es geht wirklich sehr gut. Pia verlässt uns, weil sie morgen arbeiten muss. Ebenso Ingrid. Fünf KlimapilgerInnen legen ihr Haupt in das Lager der Jakobshütte, wo auch schon die Jerusalempilger gelegen sind. Es war ein guter und langer Sonntag.

Tag1: Hinaus aus der Stadt

1_Stephansplatz_IMG_3203#Klimapilgern steht in den nächsten 22 Tagen in meinem Kalender. Zu Fuß werden wir die etwa 370 km von Wien über Ottensheim nach Salzburg zurücklegen. Am Transparent steht „Ökumenischer Pilgerweg für Klimagerechtigkeit“. Der Bus bringt mich von der Haustüre in Kirchschlag zum Zug nach Linz und der zur U3 nach Wien, damit ich um 9.45 Uhr beim Stephansplatz „auftauche“. Der Rucksack ist gut gefüllt. Diesmal ist auch der Laptop mit, um das Thema Pilgen für das Klima an #LaudatoSi entlang zu dokumentieren, für möglichst viele zugänglich zu machen.

Die Welt ist in Geißelhaft des Mammon

1_Schuhe_IMG_3267Am Stephansplatz ist die Bühne aufgebaut. Die MusikerInnen haben schon Platz genommen. Evangelischer Superintendent, orthodoxer Erzdiakon und Bischof Schwarz von Linz stehen für ihre Statements bereit. Der Wind weht ziemlich kühl um den Stephansdom. Am Schluß betreten wir Pilger mit Rucksack die Bühne. Warum gehen wir den weiten Weg? Ich meine: „1. Weil ich tief drinnen spüre, dass sich die Welt und Gesellschaft in Geißelhaft des Mammon, der Geldökonomie befindet. Pilgern befreit davon. 2. #LaudatoSi ist mir ganz wichtig geworden. Der Papst will die Welt auf ihre ökologische und spirituelle Dimension führen. 3. Ich möchte selber mich einüben in eine größere mitwelt-sensiblere Haltung. Die Natur wird uns hier viel lehren und lernen in unserer Pilgergemeinschaft.“ Wir schweigen kurz und hören hin auf den Herzschlag von uns selber und den der Welt. Das gilt es zu versöhnen. Nach 1 ½ Stunden ist diese Startveranstaltung zu Ende und wir gehen los, „damit etwas weitergeht“, wie es mein Mitpilger Rembert vor allen gemeint hat.

Der Rucksack der Alternativen füllt sich

1_Herberge_IMG_3279Wir gehen etwa zwei Stunden in der Stadt Richtung Westen. Dann tauchen die Bäume auf, der Wienerwald. Über den lehmig-nassen Wanderweg geht es in Höhrweite zur Höhenstraße hinüber nach Hadersdorf. Dort der Bahn und der Wien entlang hinauf nach Purkersdorf. Waren wir am Anfang an die 25 PilgerInnen, sind wir am Tagesziel 12. Ingrid, Silvia, Rembert und ich finden bei Familie Binder Unterkunft. Nach dem Abstecher zur Veranstaltung der Klimabündnisgemeinde im Bildungszentrum, wo wir uns und unser Anliegen kurz vorgestellt haben, sind wir von unseren „Herbergseltern“ noch gut bekocht worden. Der Rucksack der Alternativen hat schon Erde aus der Ukraine, aus Ungarn aufgenommen. Die Pilgrim-Schulen haben ihre Ideen schon hineingelegt. Die Gemeinde Purkersdorf hat die zweiseitige Liste ihrer Maßnahmen mitgegeben. Schon am ersten Tag so viele Dinge, die den Herzschlag der Welt andeuten. Alles ist „gut gegangen“. Der Schlaf wird dann kommen, wenn wir in der Horizontale sind. Die Kathpress hat schon berichtet und ebenso ist eine Bericht auf der Ordensseite. Mein Kollege Robert konnte diese 20 km heute deswegen nicht mitgehen.

#ganzOhr bei P. Martin Werlen in der Schweiz

P. Martins Baum

P. Martins Baum

Wo begegnet dir Mitte? Wo Rand? Wo liegen deine Inspirationsquellen? In einem Satz euer Ordensauftrag? Wo siehst du eure Gemeinschaft in 25 Jahren? – sind die Fragen, die ich ausspreche, wenn ich #ganzOhr bin bei Begegnungen mit Ordensfrauen und Ordensmännern. Heuer im Sommer bin ich P. Martin Werlen vom Kloster Einsiedeln in der Schweiz begegnet. Auch ihm durfte ich die Fragen stellen. im Gäste-Garten des Klosters hat er sie beantwortet. P. Martin war 12 Jahre lang Abt des Klosters. Er will, dass er wieder „P. Martin“ ist. Für Abt em. scheint er mir auch noch etwas zu jung. Wir lachen. Er hat mit seiner Schrift über Glut und Asche vor 3 Jahren Aufsehen erregt. Er gehört in der „medialen Schweiz“ zu den Hauptansprechpartnern, wenn es um Kirche und Spiritualität geht. Auf Twitter war er @abtmartin und hat die #Bahngleichnisse geschrieben. Heute ist er  @moenchmartin  mit über 2.000 Followern. Immer wieder postet er dort Aussprüche, Erkenntnisse, Sichtweisen. Diese Unterschiedlichkeiten verdeutlicht er immer wieder mit einem Foto von seinem Klausurzimmer aus auf einen Baum. Diesen Baum habe ich, als wir ihn besucht haben, sofort erkannt.

P. Martin wird am DI 24. November zum Ordenstag nach Wien kommen. Mit zwei Impulsen wird er mehr als 400 Ordensleute, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Werken der Orden inspirieren. Hier sagt er kurz, „was wir in Wien beim Ordenstag gemeinsam entdecken werden„.

Kloster Einsiedeln

 

Zuvielisation wird dir gefallen

Dieser Tage hat ein Freund zu mir gemeint, nachdem wir über die verschiedenen gesellschaftlichen Entwicklungen „dahingescherzt, gemurmelt, -gesucht und -philosophiert“ haben: „Dieser Begriff wird dir gefallen: Zuvielisation“. Er spielte da natürlich auf die Videos „viel mehr wesentlich weniger“ und so manche Diskussion in diese Richtung, die wir immer wieder einmal führen. Stimmt. Ein sehr treffender Begriff. Mir selber sind später weitere Begebenheiten „zugefallen“. Beim Theodosius-Symposium hat ein Referent über Werte und Wert gesprochen. Wir sollten in Gedanken in den Garten hinausgehen und vom Baum einen Apfel essen. Dann machte er uns aufmerksam: Das ist schädlich für das Wachstum der Wirtschaft. Wir sollten lieber ins Geschäft gehen und dort einen Apfel kaufen. Dann wächst die Wirtschaft, weil wir – sagen wir – einen Euro dafür bezahlen. Der Apfel aus dem Garten steigert das BIP in keinster Weise. Er lässt uns weiter denken und rechnen: Nehmen sie einen Vater, der 2.500 EUR verdient und dazu auch eine Mutter mit 2.500 EUR. Sie haben zwei Kinder und bezahlen für die Kinderbetreuung 2.000 EUR. Alle drei Positionen ergeben für das BIP 7.000 EUR. Die Wirtschaft floriert. Sehr schön. Jetzt nehmen wir an, das Paar entscheidet sich, dass ein Partner bei den Kindern bleibt. 2.500 und Ende. Das BIP rasselt herunter auf 2.500. Die „Wirtschaft“ ist reduziert. Aber was ist der Wert. Was ist wert-voller? Es geht mir nicht darum, Vater oder Mutter an den Herd zurückzudrängen, sondern nur um die ausschließlich monetäre Bewertung der Werte in unserer „Zuvielisation“. „Wir brauchen Wachstum“, rufen allseits die Politiker. Und was meinen sie damit wirklich? Neue Berechnungsmodelle? Dass sich immer mehr Bereiche ins monetäre Schema pressen lassen? Ich denke zurück an eine Zeit, wo im Bergdorf auf Anraten des Landes OÖ die Vereine fast begonnen hätten, sich gegenseitig die „Leistungen“ monetär zu berechnen. Wir haben die Notbremse gezogen. Das Gemeinwesen und der Zusammenhalt darf nicht monetär getragen, bewertet, abgerechnet sein.

Weniger Wohlstand ist kein Verzicht

UnbenanntEin anderer Aspekt dieser Zuvielisation begegnet mir heute in einem Interview im Relevant 3/2015 mit Niko Paech, de ich hier in Wien vor 2 Jahren persönlich kennen lernen durfte. Hier sagt er: „Wir leben in Europa brutal über unsere Verhältnisse. Ein großer Prozentsatz der angeblich arbeitenden Bevölkerung bringt keine physische Produktivität mehr hervor, sondern verarbeitet Informationen und erbringt sogenannte wissensintensive Dienstleistungen, bewegt sich dabei selber aber in immer höherem materiellen Wohlstand. Die Drecksarbeit wird an ökologisch ruinöse Produktions- und Mobilitätssysteme oder asiatische Länder delegiert. Diese ‚Bequemokratie‘ bricht schon jetzt an den südlichen Rändern Europas zusammen.“ Er stellt weiter in den Raum, was wir ohnehin alle spüren. Weniger ist mehr und Wesentliches braucht nicht viel, schon gar nicht zu viel. Paech: „Weniger materieller Wohlstand ist kein Verzicht, sondern bedeutet, die Gesellschaft von der Wohlstandsverstopfung zu befreien. Das bedingt eine Steigerung der Resilienz (Widerstandskraft) und Krisenrobustheit. Weniger kommerzielle Arbeitszeit, mehr Handwerk, mehr Selbstversorgung sind einige Elemente einer notwendigen Postwachstumsökonomie.“ Wir werden beim Klimapilgern auch bedenken, dass der ökologische Pro-Kopf-Verbrauch sich für 7 Milliarden Menschen ausgehen muss. Im „Rucksack der Alternativen“ sammeln wir Beispiele für subsistente, nachhaltige und gerechte Lebensweisen, die ein neues Glücksverständnis als Basis haben und sicher mehr psychische Gesundheit grundlegen. In jedem Fall bestätige ich meinem Freund auf diese Weise: Der Begriff gefällt mir. Die Tatsache weniger.