Wenn einer nur Demokratie sagt

Am 24. Okt 2019 fand das 13. Linzer Religionsgespräch statt. Jetzt ist wieder mehr Zeit, an solchen Veranstaltungen teilzunehmen. Die Zusammensetzung des Podiums mit dem neuen Nationalratsabgeordneten Stefan Kaineder, der Direktorin der ksoe Magdalena Holztrattner und dem Präsidenten der muslimischen Glaubensgemeinschaft in Österreich Ümit Vural versprach einen spannenden Abend. War er auch. Ein kleines, aber wesentliches Detail halte ich hier fest. Gerade auch zum Nationalfeiertag.

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Sich neu erfinden oder einfach finden

„Sei der Pilot deines Lebens“ schreibt Matthias Strolz, mit dem ich nach seinem Rückzug aus der Politik ein Interview – besser – ein Gespräch in Wien geführt habe. „Schlusspunkt setzen“ war damals unser Ausgangspunkt (S8/9). Er hat schon angedeutet, dass er sich dem Neuen stellen will und wird. In seinem aktuellen Buch beschreibt er die „High-Five der persönlichen Entfaltung“.  Unsere biografische Entwicklung trifft sich zum damaligen Zeitpunkt an diesem Abend auch persönlich.

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Zwischenräume und Gehzeiten

Nach sieben Jahren steht ein ganz neuer Lebensabschnitt vor der Tür. Präsidentin Sr. Beatrix Mayrhofer hat bei der Verabschiedung von „sieben fetten Jahren“ gesprochen, die wir zusammen mit den Ordensgemeinschaften gestaltet haben. Es war ein „Transition.Walk#Vienna“ in der Hitze des Wiener Sommers und bei den Dankesworten ein Donnern und Grollen, das schließlich in einem Wolkenbruch einmündete. Flucht aus dem Garten hinein, alle irgendwie gezeichnet vom Schweiß und Regen. Es bleibt uns in Erinnerung. Mir in guter Erinnerung. Mein Gefühl der tiefen Dankbarkeit wurde irgendwie bestätigt, mit dem Naturstempel ausgezeichnet.

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Kein Storno oder Anzahlung am Defreggerhaus

„Hallo Ferdinand,  danke fürs Bescheid sagen.  Es war definitiv die beste Entscheidung – heute ist niemand zum Großvenediger aufgestiegen …. Fein, wenn ihr das nächste Jahr kommt. Schöne Grüße, Barbara.“ Das Wetter hat uns  einen Strich durch unseren Plan gemacht. Wir wollten vom Defreggerhaus auf den Großvenediger (3.674m) aufsteigen.  Wir sind gestern ob der miserablen Wettervorhersagen ins Tal abgebogen.  Telefonisch konnten wir die Hütte nicht erreichen. So habe ich ein kurzes Email mit dem Smartphone aus dem Tal geschrieben. Wir waren angemeldet.  Man meldet sich ab. Heute kam dieses Email von der Berghütte „herunter“.

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Finis Terrae am Johannesweg

Eine Idee wurde umgesetzt. Ein Wunsch gehört. Immer wieder haben Pilgerinnen und Pilger am Johannesweg geäußert, „dass es kein Ziel gibt“. Ich selber habe kurz nach der Eröffnung dazu meine Erfahrungen niedergeschrieben unter dem Titel „In 21 Stunden das eigene Leben umpilgern„. Ja, es war bis dorthin auch für mich ungewöhnlich, nicht auf ein Ziel „hinzupilgern“.

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Ich und mein

6 x steht „Ich“. 4 x „mein“. Wir starteten um 6 Uhr beim Glockenleuten der Kirche im Bergdorf „hinüber auf den Pöstlingberg“. Nicht ganz drei Stunden sind erforderlich, um zu Fuß die Strecke von etwa 13 Kilometern zurückzulegen. Wir wollten heute eine großes Danke „hinübertragen“ und auch die Bitten für die Zukunft. Es gibt Menschen, die uns ans Herz gewachsen oder die uns anvertraut sind, deren Anliegen wir hier mitgenommen haben. Am Ende haben 12 Lichter geleuchtet als Danke und Bitte.  Zwölf für alle.

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Wie soziale Lebewesen lebendig werden und (wieder) wachsen können

Wir wissen heute über die lebendig machenden Dynamiken von Organisationen, Betrieben, Vereinen, Bewegungen, Initiativen oder Communities. Meine Erfahrungen in den letzten zehn Jahren bestätigen sie. Es geht dabei nicht um die „lauten und künstlich erzeugten Attitüden auf dem Werbemarkt“, sondern um die kraftvollen und nachhaltigen inneren Prozesse und Vorgänge, die tiefen Dynamiken des Geistes, der Seele und ihre Bedürfnisse. Wirkliche Kraft kommt steigt von innen auf und geht nach außen über.

Mein DREIRAUMMODELL

Das DREIRAUMMODELL ist die  Konsequenz meiner Erfahrung, die ich in verschiedenen Bereichen gesammelt habe. Die Einzelteile waren immer darin hilfreich, Lebendigkeit, Zukunft und wesentliche Aspekte von „Gemeinschaften“ sichtbar zu machen und weiterzuentwickeln. Jetzt habe ich es in ein Ganzes zusammengefügt.

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In den Tagesrhythmus eingebunden

„Grüß Gott und vielen Dank für Ihre Email. Durch den geregelten klösterlichen Tagesrhythmus – in den ich wie meine Mitschwestern auch als Äbtissin eingebunden bin- komme ich nicht immer sofort dazu Ihre Email zu bearbeiten.  Dafür bitte ich um Ihr Verständnis – ich werde mich sobald wie möglich Ihres Anliegens annehmen! Behüt‘ Sie Gott!“ Das ist eine automatische Antwort, wenn man einer mir persönlich gut bekannten Äbtissin in Deutschland schreibt. Der Tagesrhythmus setzt Prioritäten.

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